Am besten für Tee ist natürliches Quellwasser
Hallo Capman42,
Das kann für eine bestimmte Quelle gelten, allerdings nicht so allgemein, wie du es schreibst.
Es ist noch nicht so lange her, da man am Oberlauf von Bächen bekannt gab, bitte in der nächsten Woche nicht in den Bach zu scheißen, da man vorhabe, Bier zu brauen. Mancher Abfluss geht jetzt noch ungereinigt in unsere Bäche und Flüsse. Kein Wunder, dass man gerne das Wasser dort entnahm, wo noch keine Verunreinigungen dazu geflossen sind, also möglichst nahe der Quelle.
Quellen treten meist aus dem obersten Grundwasserleiter aus. Folglich konnte das Wasser nicht durch viele Bodenschichten gefiltert werden. Das war kein Problem, bevor nicht die Landwirtschaft künstlichen Dünger und Pestizide kannte und kaum Altlasten (Deponien, Altstandorte) vorhanden waren.
Heute ist es so, dass das Trinkwasser, das am besten überwachte Lebensmittel ist. Kannst du das für die Quellen gewährleisten? Dennoch ist in den Köpfen noch eine Aussage vorhanden, welche vor etwa hundert Jahren meist stimmte. Quellwasser wird mit Reinheit verknüpft.
Um zum weichen Wasser zurück zu kehren: In einer Karstlandschaft nützt dir Quellwasser z.B. nichts, wenn du kalkarmes Wasser suchst. Die Wasserqualität der Quellen (und der Entnahmestandorte der Wasserwerke bei Brunnen) wird neben anderen Einflüssen von der Geologie bestimmt. Quellwasser bedeutet also nicht gleich weiches Wasser. Kann, aber muss nicht.
Grüße
Ulf