'weiches' Wasser

Von: , Frage gestellt am Mi, 11. Jun 2008

Hallo,

hoffe hier kann mir jemand helfen. Ich hatte irgendwann mal bei Besuch flüchtig so eine Kugel oder rundliches Teil in einer Teekanne gesehen und auch bemerkt, dass der Tee irgendwie "weicher"/samtiger schmeckte als bei mir zuhause. Das Wasser wurde dadurch wohl irgendwie gefiltert/entkalkt? Wie gesagt ohne Elektrik/kein Entkalker, soll was aus der Natur sein, vielleicht ein Stein? Weiß jemand was ich meine und was das eben ist, woher man sowas bekommt? Danke!!
Tigerin

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 34 Minuten 1 hilfreich
    Re: 'weiches' Wasser

    Moin, Tigerin, bemerkt, dass der Tee
    irgendwie "weicher"/samtiger schmeckte als bei mir zuhause.
    das lag gewiss nicht an dem runden Dingensbummens in der Kanne, sondern am Wasser, wie es aus dem Hahn kommt. Oder daran, dass der Gastgeber das Wasser 3 Minuten sprudeln lässt, bevor er es über die Blätter kippt, dann fällt der Gips nämlich aus. Oder an der Teesorte. Das Wasser wurde dadurch wohl irgendwie gefiltert/entkalkt?
    Dabei müsste die Kugel ja stetig wachsen, bis kein Wasser mehr in die Kanne passt. Oder wo soll der Kalk bleiben? Weiß jemand was ich meine
    und was das eben ist, woher man sowas bekommt? Danke!!
    Da sage ich mit Rudi Carrel: Lass Dich nicht verarschen.

    Wasser kann nur per Ionenaustauscher enthärtet werden. So ein Wasser würde ich allerdings nie trinken, geschweige denn damit kochen.

    Gruß Ralf

    • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: 'weiches' Wasser

      Hallo, dann fällt der Gips nämlich aus
      Kalk, nich Gips... Aber nicht vollständig, nur ein Teil der Härte verschwindet. Wasser kann nur per Ionenaustauscher enthärtet werden.
      Für den Hausgebrauch gäbe es noch die Osmoseanlage. So ein Wasser würde ich allerdings nie trinken, geschweige denn damit
      kochen.
      Warum nicht? Ionentausch ist z.B. die Funktionsweise der gängigen Haushalts-Wasserfilter. Allerdings wird auch hier nicht komplett enthärtet.

      MfG
      Thomas

      • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: 'weiches' Wasser

        Moin, Thomas, So ein Wasser würde ich allerdings nie trinken, geschweige denn damit
        kochen.
        Warum nicht? Ionentausch ist z.B. die Funktionsweise der
        gängigen Haushalts-Wasserfilter.
        weil mir das Risiko des Verkeimens zu groß wäre.

        Nebenbei gesagt: Wasserfilter sind was anderes; dieses Thema verträgt keine Ungenauigkeiten. In "chemiefreien" Anlagen steckt zB oft ein völlig unterdimensionierter Ionenaustauscher drin, mit dem die angebliche Wirkung der (elektro-)magnetischen Felder auf den Kalk vorgetäuscht wird.

        Gruß Ralf

        • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: 'weiches' Wasser

          Hallo, Nebenbei gesagt: Wasserfilter sind was anderes; dieses Thema
          verträgt keine Ungenauigkeiten.
          Ich wollte auf die Brita-Wasserfilter o.ä. hinaus. Die funktioneiren nach dem Prinzip des Ionentauschs. Wenn es jedoch nur um das Entfernen der Härte geht, dann hat das Abkochen den selben Effekt. Allerdings wüsste ich nicht, wie lange man das Wasser kochen müsste, damit die "Härte" entsprechend ausfällt. In "chemiefreien" Anlagen
          steckt zB oft ein völlig unterdimensionierter Ionenaustauscher
          drin, mit dem die angebliche Wirkung der
          (elektro-)magnetischen Felder auf den Kalk vorgetäuscht wird.
          Auf die pseudowissenschaftlichen Magnetdinger wollte ich nicht hinaus. Oder meisnt du, da ist teilweise ein Ionentauscher drin, um zumindest für ein paar Tage eine Funktion vorzugaukeln? Auch nicht schlecht...

          Aber schau, nun haben wir wieder die Kurve auf das Thema bekommen ;-) Vielleicht war in der Teekanne irgendein "besonderer" Stein, der den Kalk "neutralisiert" ;-)

          MfG
          Thomas

          • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: 'weiches' Wasser

            Hi Thomas, Vielleicht war in der Teekanne irgendein
            "besonderer" Stein, der den Kalk "neutralisiert" ;-)
            jau, kenn ich - da werden den Kalkkristallen die Spitzen rundgebogen, dann richten sie im Schlund keinen Schaden mehr an. Rum und Kluntjes sollen ja sehr ähnlich wirken.

            Gruß Ralf

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: 'weiches' Wasser

            jedoch nur um das Entfernen der Härte geht, dann hat das
            Abkochen den selben Effekt. Allerdings wüsste ich nicht, wie
            lange man das Wasser kochen müsste, damit die "Härte"
            entsprechend ausfällt.
            Hallo,
            wenn Du das Wasser lange genug kochst, hast Du nur noch die Haerte im Topf, schmutzige kalkige Ablagerungen, die Du sonst mitgetrunken haettest, siehe in die Verdunster-Wasserbehaelter an den Heizungen. Aber beim Kochen kannst Du das dampffoermige reine Wasser festhalten, so machen es die Dampfdestilliergeraete.
            Gruss Helmut

  2. Antwort von nach 13 Stunden 1 hilfreich
    Re: 'weiches' Wasser

    Hallo,
    auch meiner Meinung nach helfen weder Magnet noch Kugel gegen hartes Wasser. Am besten für Tee ist natürliches Quellwasser - oder die preiswertere Variante - Kaiser-Natron. Eine Messerspitze pro Liter verbessert den Geschmack von Tee- oder Kaffeewasser deutlich.
    Gibt´s in jeder Drogerie.
    Grüße
    Capman42

    • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
      Mythos Quellwasser

      Am besten für Tee ist natürliches Quellwasser
      Hallo Capman42,
      Das kann für eine bestimmte Quelle gelten, allerdings nicht so allgemein, wie du es schreibst.
      Es ist noch nicht so lange her, da man am Oberlauf von Bächen bekannt gab, bitte in der nächsten Woche nicht in den Bach zu scheißen, da man vorhabe, Bier zu brauen. Mancher Abfluss geht jetzt noch ungereinigt in unsere Bäche und Flüsse. Kein Wunder, dass man gerne das Wasser dort entnahm, wo noch keine Verunreinigungen dazu geflossen sind, also möglichst nahe der Quelle.
      Quellen treten meist aus dem obersten Grundwasserleiter aus. Folglich konnte das Wasser nicht durch viele Bodenschichten gefiltert werden. Das war kein Problem, bevor nicht die Landwirtschaft künstlichen Dünger und Pestizide kannte und kaum Altlasten (Deponien, Altstandorte) vorhanden waren.
      Heute ist es so, dass das Trinkwasser, das am besten überwachte Lebensmittel ist. Kannst du das für die Quellen gewährleisten? Dennoch ist in den Köpfen noch eine Aussage vorhanden, welche vor etwa hundert Jahren meist stimmte. Quellwasser wird mit Reinheit verknüpft.
      Um zum weichen Wasser zurück zu kehren: In einer Karstlandschaft nützt dir Quellwasser z.B. nichts, wenn du kalkarmes Wasser suchst. Die Wasserqualität der Quellen (und der Entnahmestandorte der Wasserwerke bei Brunnen) wird neben anderen Einflüssen von der Geologie bestimmt. Quellwasser bedeutet also nicht gleich weiches Wasser. Kann, aber muss nicht.
      Grüße
      Ulf



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