Goldene Vließ: wo zu sehen?

In der KarlV.-Ausstellung war leider kein Exemplar
der Ordens-Insignien vom Goldenen Vließ zu sehen.
Wer kann mir sagen, wo eins zu sehen ist?
Danke!
Alexander Böker

Hier, das goldene Vlies!

Hallo!

Möchtest Du wissen, wie der Orden aussieht? Dann schicke ich Dir die Abbildung!

Goldenes Vlies
Orden vom Goldenen Vlies, geistlich-ritterlicher Orden. 1429 von Herzog Philipp dem Guten von Burgund gestiftet (Ordenszeichen: goldenes Widderfell, rote Tracht). Die Souveränität des Ordens ging 1477 auf das Haus Habsburg über und lag seit 1556 bei den spanischen Habsburgern. Seit dem Spanischen Erbfolgekrieg (1700) beanspruchten sowohl Spanien als auch Österreich die Souveränität.

Das goldene Vlies ist ein durch einen Ring gehängtes Widderfell.

Grüße Max

 

Der Orden ‚Goldenes Vlies‘

Ordre de la toison d`or, el Toyson de oro, el Tusan, in frühesten Zeiten auch der Ritterorden des güldenen Lämbleins von Burgung oder des belgischen Schäpers, wurde von Phliipp III. (dem Guten), Herzog von Burgund, bei Gelegenheit seiner mit der Prinzessin Isabella von Portugal, seiner dritten Gemahlin, gefeierten Vermählung am 10. Jan. 1430 zu Brügge gestiftet.
Großmeister des Ordens sollte der Herzog von Burgund sein; nach Kars des Kühnen Tod kam diese Würde auf Maximilian von Österreich.
Der Hauptzweck des Ordens war Beschüzung der Kirche durch Erhaltung des kath. Glaubens und Wahrung unbefleckter Ehre des Rittertums. Er war der Jungfrau Maria gewidmet und hatte den Apostel und Märtyrer Andreas zum Schutzpatron. Die Zahl der Ritter war ursprünglich auf 31 festgesetzt. Wurde aber später erweitert. Statutengemäß durfte neben dem goldenen Vlies kein anderer Orden getragen werden, später wurde von dieser Klausel fast immer dispensiert.
Die Ritter durften keinen anderen Gerichtsstand anerkennen, als eine Versammlung der Ordensritter unter Vorsitz des Großmeisters oder eines von diesem bevollmächtigten Ritters. Die Ritter sind frei von allen Abgaben, welchen Namen diese auch haben mögen und haben überall, namentlich bei Hoffeierlichkeiten, Vorrang und Vortritt vor allen, ausser gekrönten Häuptern.
Den spanischen Ordensrittern erteilte Philipp das Recht, gleich den Granden des Reiches in Gegenwart des Königs das Haupt bedecken und in die königlichen Gemächer unangemeldet eintreten zu dürfen.
Das Ordenszeichen ist das Bild eines Widders, darüber ein blauemaillierter Feuerstein und die einem Hemistichon des Claudian entlehnten Worte : Prelium non vile laborum. Diese Dekoration sollte ursprünglich an einer Halskette getragen werden, aus Feuerstählen und Feuersteinen zusammengesetzt, woraus Flammen springen, dem alten Sinnbild des Hauses Burgund. Von der sonstigen ursprünglichen Ordenskleidung bildete nach der Absicht des Stifters Wolle den Hauptbestandteil.
Der Orden teilte sich nach dem Tod Karls V. in eine spanische und eine österreichische Fraktion, die einander gegenseitig nicht anerkennen.

(Reallexikon der Deutschen Altertümer).

Grüße Max

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Hallo !

Der von mir oben angesprochene Orden ist der österreichische Orden vom Goldenen Vlies.
Dann habe ich noch das Bild der Kette vom Goldenen Vlies, die Karl der Kühne trug.

Grüße max

Bilder im Netz
Das Kunsthistorisches Museum Wien zeigt im Netz die Potence (Wappenkette) für den Herold des Ordens vom Goldenen Vlies, sowie die Collane eines Ritters des Ordens vom Goldenen Vlies und den Messornat des Ordens vom Goldenen Vlies.
http://www.khm.at/system2.html?/static/page2175.html

Ausserdem gibt es noch die Herzöge von Burgund im Porträt mit der Kollane des Goldenen Vlies:
http://www.asn-ibk.ac.at/bildung/faecher/geschichte/…

Ich hoffe, das hilft weiter!

Grüße, Larissa