Karneval, Fasnacht, Fasching und Reformation
Hallo,
wie die anderen schon sagten, kann man als Regel aufstellen:
Wo die Reformation sich durchsetzte, wurde das
Fasnachtstreiben unterdrückt und verschwand; in den katholisch
bleibenden Regionen blieb auch die Fasnacht, wurde allerdings
domestiziert und reglementiert.
Das kann man schön sehen in Rottenburg, das eine österreichische Exklave war und wo sich die Fasnacht in einer prachtvollen Form gehalten hat und im keine zwanzig Kilometer entfernten Tübingen, wo auch die Studenten es nicht schafften, die Fasnacht zu retten. Sie verschwand sang- und klanglos im gesamten Herzogtum Wirtemberg.
Konstanz, das anfangs auch der Reformation anhing, habe sich
wieder dem Katholizismus zugewandt weil -so sagen böse Zungen
- die Konstanzer nicht auf die Fasnacht verzichten wollten.
Ebenso haben die Basler, trotz der Reformation, die sich auch
dort durchsetzte, die Fasnet beibehalten, allerdings feiern
sie diese eine Woche später, um nicht mit den Katholen
zusammen zu festen.
Erst seit den fünfziger Jahren breitet sich das
Fasnachtstreiben auch in ehemalig protestanischen Regionen
wieder aus.
Gruß Fritz