Antwort von
nach 16 Stunden
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Re: Pergament war teuer...wie teuer??
Hallo Gargoyle!
Das ist schwierig: im Moment faellt mir ueberhaupt nur ein einziger Artikel ein, in dem ganz genau der Entstehungsprozess eines Buches nachverfolgt werden konnte (mit Preisen). Allerdings handelt es sich da um ein auf Papier geschriebenes Buch!
Gehe mal davon aus, dass man fuer eine Bibel im Folio-Format - Blattgroesse ca 35x25 cm - eine Schafherde brauchte (das ist so ein "ueber den Daumen gepeilter Wert", den man wohl recht gut anwenden kann). Konkrete Preise festzustellen ist wirklich schwierig: von der Maezenen gibt es - soweit mit bekannt - keine Rechnungen und dann ist da auch noch das Problem der unterschiedlichen Waehrungen in den Fuerstentuemern. Offizielle Umrechnungstabellen gibt es - wenn ueberhaupt - wenige. Man kann dann zwar sagen :"Ein Buch kostete ungefaehr den Preis von zwei Schlachtroessern und dem Jahresunterhalt eines Knappen" (oder so, habe ich mir jetzt mal als Beispiel ausgedacht!), aber konkret umrechenbar in unsere heutige Waehrung ist das kaum.
Eine weitere Faustregel - die allerdings von meinen Professoren mit einem bedenklichen Wiegen des Kopfes aufgenommen wurde - ist: Ein mittelalterliches Buch (also hier sprechen wir von praechtigen, gut gestalteten und repraesentativen Handschriften) kostete damals soviel, wie wir heute dafuer bezahlen (in Auktionen geht eine gut gemachte Handschrift schon fuer 10-20tausend Mark ueber den Tisch; kann natuerlich auch mehr sein ;-) ).
Mal sehen, vielleicht faellt mir in den naechsten 2-3 Tagen noch irgendein Artikel ein, wo das konkreter 'drinsteht... Stay tuned
Gruss
Henriette
P.S.: Ich habe ja schon mehrfach auf meine "Privatbibliothek" hingewiesen: Brauchst Du noch Infos ueber Konrad??
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