hallo!
ich wollte fragen ob sich denn irgenwer von euch an einen artikel im „PM“ erinnern kann in welchem katapulte bzw schleudern beschrieben und abgebildet wurden welche ein team nachgebaut hat (es waren solche mit einen wurfarm…johanna von orleans-style–> der neue!)…
wenn ja kann es sein dass sich darunter eine internet adresse befand …wenn ja welche! Bitte!
weiters wollte ich fragen wo ich denn i´m netz oder in der literatur etwas über eben solche oder andere fern bzw belagerungswaffen finde …auch aus dem alten rom wird genommen!
pläne dafür wären echt top!!!
Ich hoffe es findet sich jemd der mir weiterhelfen kann!
Danke schon mal im voraus!
gruss Sam G.
Hi Sam,
den Artikel aus PM kenne ich nicht, aber schau doch mal hier rein:
http://home.t-online.de/home/d.baatz/katapult.htm
Einführung „KATAPULTE im griechisch-römischen Altertum“, mit Fotos, Zeichnungen etc… das dürfte Dir weiterhelfen… hoffe ich. 
Liebe Grüße, Nike
Hier ein paar Hilfen zu Katapulten
- Links (vermischtes)
http://www.xenophongroup.com/montjoie/hyw_fp.htm
(in englisch, aber mit vielen Bildern von Kriegsgeräten und militärischen Karten usw. zum Hundertjährigen Krieg/Johanna)
zum römischen Onagern (Katapulten)
http://home.t-online.de/home/BEfinger/rstung3.htm
http://www.lateinforum.de/roemerfest/aalen34.htm
zur mittelalterlichen Blide
http://www.runneburg.de/steinschleuder.html
(die Runneburg hat ein riesiges Katapult gebaut)
Weitere Informationen könnte es bei http://www.middelaldercentret.dk/
geben, dem sogenannten Mittelalter Zentrum in Dänemark, das versucht ein experimentelles Museum zu sein und auch selbst Schleudern baut (auch in deutsch).
Generell zu Mittelalterlichen Schleudern gibt es außerdem folgende Seiten: (alle englisch)
http://www.eecg.toronto.edu/~devrier/Catapult_top.html
http://198.144.2.125/Siege/siege.htm
http://www.stormthewalls.dhs.org/Siege/OtherSiegeEng…
Es gibt sogar ein Diskussionsforum „How to build a catapult“
http://www.trebuchet.com/newboard/list.php3?site=tre…
Zur speziellen (100jähriger Krieg) Literatur:
(ich hoffe Du kannst Englisch oder Französisch…)
- Allmand, Christopher T.: L’artellerie de l’armèe anglaise et son organisation à l’époche de Jeanne d’Arc. Une époche, un rayonnement. Colloque d’Historie Médiévale, Orléans, oct. 1979. Centre Régional de Publication de Paris, Paris 1982, S. 73-83.
- Allmand, Christopher T.: Intelligence in the Hundred Years War: in: Go spy the land. Military Intelligence in History, hrsg. von Keith Neilson und B.MC Kercehr, Westport 1992, S. 31-47.
- Geschichte und Militärgeschichte. Wege der Forschung, hrsg. von Ursula von Gersdorff, Frankfurt am Main, 1974.
- Keen, M.H.: Nobels, knights and men-at-arms in the Middle Ages, London u.a. 1996.
- Parker, Goeffrey (Hrsg.): The Cambridge illustrated history of welfare. The triumph of the west, Cambridge 1995.
- Wolfe, Michael: Siege warfare and the Bonne Villes of France during the Hundred Years War, in: The medieval City under Siege, hrsg. von Ivy Cirfis und Michael Wolfe, Woodbridge 995, S. 49-66.
- Vale, M.G.A.: New techniques an old ideal: the impact of artillery on war and chivalry at the end of the Hundred Years’ War. London 1981.
Literatur zu mittelalterlichen Wurfmaschinen generell (leider etwas älter):
V. Schmidtchen, Mittelalterliche Kriegsmaschinen (Soest 1983)
RATHGEN, BERNHARD, Das Geschütz im Mittelalter Quellenkritische Untersuchungen. Berlin 1928.
R. Schneider, Die Artillerie des Mittelalters, 1920.
Schöne Grüße aus Tübingen,
Larissa Fröhlich
Abteilung für Mittelalterliche Geschichte
Universität Tübingen
http://www.uni-tuebingen.de/mittelalter
Danke vielmals! Nun bin ich bedient! (nt)
nt
Mittelalterliche Werfzeuge
Habe mir die von meinen Vorrednern empfohlenen Links angesehen. Besonders instruktiv ist die Seite zum Hundertjährigen Krieg 1337-1453. Aber daß es ein großes Problem sein soll, was sich hinter der „mangonelle“ genannten Waffe verbirgt, ist mir neu.
Die mittelalterlichen Werfzeuge beruhten entweder auf Hebelwirkung oder auf Elastizität.
Die Hebel-Wurfmaschinen gab es in drei Formen:
a) Hebelarm gleichmäßig dick und ein bewegliches Gewicht am kurzen Hebelarm angebracht - das sind die „biffa“ genannten Waffen, im Deutschen als „blide“ bekannt. Sie schossen sehr weit und kräftig, aber ungleichmäßig und ungenau, weil sich beim Heruntersinken des Gewichts der Kraftarm des Hebels in der Länge änderte.
b) Hebelarm beim Geschoß dünn, auf der Kraftseite extrem dick. Hieß „trebuchet“, im Deutschen: tribok. Warfen nicht so weit wie die Bliden, aber sehr genau.
c) Waffen, bei denen der Kraftarm durch Mannschaftszug bewegt wurde. Einen deutschen Namen gibt es nicht. Diese Waffen konnten sehr schnell hintereinander schießen.
Die Wurfmaschinen auf Basis Elastizität waren entweder überdimensionale Armbrüste, oder sie beruhten auf der Kraft eines elastisch vorschnellenden Brettes (sog. „Rutten“), oder auf Torsion. Und diese Torsionswaffen kenne ich unter dem Namen „Mange“, „mangonelle“ ist die Verkleinerungsform davon. Die großen Armbrüste waren mit ihrem geringen Raumbedarf die „geborenen“ Waffen des Verteidigers, alles andere waren Belagerungswaffen.
Die Bilder und Rekonstruktionen auf der HYW-Seite sind übrigens wunderbar, und so was geht anscheinend nur in Frankreich. Als auf der Burg Zeitz welche eine Blide nachgebaut hatten und sie probeweise „abfeuern“ wollten, da blätterten die Leute vom Ordnungsamt schon mal im Kriegswaffenkontrollgesetz …
- Django -