Hi Perseus,
lustige Frage - und gar nicht mal so dumm. 
Also, natürlich war es in den Burgen kalt. Aber damals wurde selbstverständlich auch geheizt. Bei Reichs gab es in den großen Hallen oft mehrere offene Kamine, und in den Zimmern auch oft einen. In einer Arbeit habe ich folgendes Zitet gefunden:
[QUOTE]„Beim Heizen der Räume herrschten unterschiedliche Bräuche. Selten wurde der Arbeitsraum, die Werkstatt, geheizt. In Frankreich, wo die Häuser in der Regel mehrere Kamine hatten, wurde ausser in der Küche, der „salle“ und dem Schlafzimmer des Hausherrn nur dann eingeheizt, wenn jemand aus der Kälte hereinkam. In Deutschland wurde der Ofen in der Stube ganztägig beheizt, wie dies ein „livre de la description des pays“ darstellt:
„Gegen die Kälte, die im Winter über Deutschland hereinbricht, haben sie öfen, die so gut heizen, dass sie es in ihren Räumen warm haben, und im Winter gehen die Handwerker dort ihrer Arbeit nach und haben ihre Frau und die Kinder um sich, und diese öfen brauchen sehr wenig Holz.““[/QUOTE]
Quelle: http://www.fres.ch/bd/content/geschichte/haushaltfam…
Und gegen die kalten Füße im Bett? Da wurden dann große Steine ins Feuer gelegt, bis sie aufgeheizt waren, dann herausgeholt, in Stoff gewickelt und ins Bett gelegt.
Das war eine Methode, die auch den weniger Reichen nützen konnte.
Bei den noch Ärmeren gab es einen anderen wirksamen Kälteschutz: Die einfachen Bauern und Tagelöhner hatten nämlich nur Hütten mit einem einzigen Raum. In dem wohnten nicht nur sie, sondern auch die Kuh, die Ziegen oder Schweine, die sie hatten. Im Zweifelsfall war es nämlich viel tragischer, wenn die einzige Kuh erfror, als wenn eines der sieben Kinder starb. Tja, und mit der Familie und dem Viehzeug auf engstem Raum wurde es dann selbst im Winter schnell warm in der Bude.
Du siehst also: Erfieren mußte auch im Mittelalter niemand… oder höchstens die ganz Armen, die noch nicht mal ein Schwein halten konnten… 
Liebe Grüße, Nike