Schnelligkeit und Druck beim Tastendruck

Hallo,

ich habe leider keine Ahnung, ob ich hier richtig bin, aber ich versuch’s.

Ich wäre Euch sehr dankbar dafür, wenn Ihr mir sagen könntet, ob und wo es dazu Untersuchungen oder Webseiten gibt.

Mich würde interessieren, wie schnell Menschen überhaupt Tasten drücken können, und wie verschieden das von Fall zu Fall sein kann.

Beispiel: Wie schnell kann ein geübter Pianist eine Taste auf dem Konzertflügel hinunterdrücken, und wie schnell anschließend die nächste Taste spielen? Wie schnell kann es ein durchschnittlich geübter Spieler?

Ist Tastendruck bereits die „schnellste“ Art, einen Ton auszulösen, oder gibt es noch wesentlich schnellere Tonerzeugungsmöglichkeiten?

Hintergrund des ganzen: ich grübele hier über eine Auswerte-Elektronik für ein MIDI-Interface nach. Dazu brauche ich Informationen darüber, innerhalb welcher Zeit überhaupt ein Tastendruck erfaßbar sein muß (unabhängig davon, wie schnell abschließend die MIDI-Daten-Übertragung abläuft).

Desweiteren: die MIDI-Spezifikation legt fest, daß beim Drücken einer Taste bzw. beim Spielen eines Tons 128 Lautstärkestufen unterschieden werden können. Ist diese Zahl für professionelles Spiel gut bemessen oder zu klein? Können Menschen 128 verschiedene Stufen überhaupt unterscheiden?

Fragt sich
Snubbelfoot.

Hi Du mit dem lustigen Nick :wink:

mit Musiktheorie kenne ich mich nicht so gut aus. Aber der Weltrekord im Schreibmaschinenschreiben liegt bei ungefähr 600 Anschlägen in der Minute. Der Durchschnitt eines geübten Menschen ist bei 400 bis 450 Anschlägen zu sehen. Vielleicht ist Dir das ja ein Anhaltspunkt; denn Klavierspielen ist da vielleicht ähnlich? Natürlich spielt auch der Abstand der Tasten eine Rolle und das Musikstück an sich, also die zurückzulegenden Wege. Im Endeffekt wird es aber auf diesen maximalen Wert hinauslaufen.

Viele Grüße
Jana

10.650 Anschläge ?
Das wird beim Klavier schon ein wenig anders sein. Beim Maschinenwettschreiben zählen auch die Richtigkeit. Bei Tippfehlern gibt es Strafzeiten. Beim Klavier kann ich schon mit einem Finger den nächsten Ton spielen, während der andere Finger noch eine Taste gedrückt hält, bei einer mechanischen Schreibmaschine geht das nicht.
Das schnellste Auslösen von Klaviertönen dürfte der Slide sein. Dabei wird mit der Hand eine Wischbewegung über einen grossen Teil der Tastatur ausgeführt. Da liegst du so bei ca 88 Tönen innerhalb von 0,5 sec. Sprich 10.560 Anschläge pro min. Das ist etwas mehr. In der Praxis wird sowas zwar nie vorkommen, da das musikalisch keinen Sin gebe, man könnte das auf einem akustischen Instrument aber so auf jedenfall spielen.

Gruss Mark

Hi Mark,

ich sagte ja schon, dass ich von Musiktheorie keinen Schimmer habe :wink:)

Aber es ging ja auch um die Frage des wirklichen Tastendrückens. Dachte ich…

Das wird beim Klavier schon ein wenig anders sein. Beim
Maschinenwettschreiben zählen auch die Richtigkeit. Bei
Tippfehlern gibt es Strafzeiten.

Das ist zwar richtig, aber bei diesen Geschwindigkeiten, von denen wir hier reden, bedeutet ein Tippfehler schon das zusätzliche Schreiben von 50 Zeichen in der gleichen Zeit, um den Regeln zu entsprechen.

Beim Klavier kann ich schon
mit einem Finger den nächsten Ton spielen, während der andere
Finger noch eine Taste gedrückt hält, bei einer mechanischen
Schreibmaschine geht das nicht.

Hm…

Das schnellste Auslösen von Klaviertönen dürfte der Slide
sein. Dabei wird mit der Hand eine Wischbewegung über einen
grossen Teil der Tastatur ausgeführt. Da liegst du so bei ca
88 Tönen innerhalb von 0,5 sec. Sprich 10.560 Anschläge pro
min. Das ist etwas mehr. In der Praxis wird sowas zwar nie
vorkommen, da das musikalisch keinen Sin gebe, man könnte das
auf einem akustischen Instrument aber so auf jedenfall
spielen.

Ja, da hast Du allerdings auch wieder recht.

Viele grübelnde Grüße
Jana

Hallo,

ich glaube der menschliche Muskel (oder auch der einer Fliege)
kann sich nur 5 mal die Sekunde zusammenziehen (hab ich mal im Musikunterricht gehört -also nicht soo böse sein, wenns nicht stimmt!) für genaueres müßtest du wohl einen Mediziner fragen.

Grüße
HylTox

Vielleicht off-topic: MIDI-Spezifikation

Hintergrund des ganzen: ich grübele hier über eine
Auswerte-Elektronik für ein MIDI-Interface nach. Dazu brauche
ich Informationen darüber, innerhalb welcher Zeit überhaupt
ein Tastendruck erfaßbar sein muß (unabhängig davon, wie
schnell abschließend die MIDI-Daten-Übertragung abläuft).

Desweiteren: die MIDI-Spezifikation legt fest, daß beim
Drücken einer Taste bzw. beim Spielen eines Tons 128
Lautstärkestufen unterschieden werden können. Ist diese Zahl
für professionelles Spiel gut bemessen oder zu klein? Können
Menschen 128 verschiedene Stufen überhaupt unterscheiden?

Tach Snubbelfoot,

für die MIDI-Daten sind noch folgende Informationen wichtich:

  • Jede gedrückte Taste sendet jeweils einen sog. „Event“ (8 Bit, 7 f. Information un 1 Parität) für Tonhöhe, Anschlagstärke und (kontinuierlich!) für den Aftertouchwert (bei Channel-Aftertouch, also für jede Taste separat, kommts noch dicker!). Außerdem wird jedes Event noch mit dem MIDI-Kanal gekennzeichnet (Format habe ich leider vergessen).

Dies nur zur Info, daß da doch deutlich mehr an zu verarbeitenden Informationen zusammenkommt, als man durch bloßes Abschätzen der Spiel-/Anschlaggeschwindigkeit abschätzen könnte.

Et jrüßt

Da R o b.

Danke an Euch alle :smile: (o.w.T)
(oT.)