Ein Weihnachts-Phänomen!?

Hallo Musik-Liebhaber!

Kann mir mal einer dieses Phänomen erklären:

Alle Jahre wieder (!) steigen „Wham“ mit „Last Christmas“ in die deutschen Verkaufs-Charts ein…!

Hat nicht inzwischen jeder diese Single im Schrank stehen, oder gibt es Leute, die sich jedes Jahr wieder das Ding kaufen …hm…

Ich verstehe es nicht! Gerade sind sie wieder, wie jedes Jahr, diesmal auf Platz 71 in den Charts!!!

Der (ebenso) Klassiker (wenn nicht noch besser!) „Band Aid“ - „Do they know it’s Christmas“ schafft es dagegen nicht…

Wieso kommt jedes Jahr dies Ding in die Verkaufs(!)-Charts???

*grübelnde Grüße* -

Markus

Hallo, Markus,

das ist „deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang“!:wink:

Gruß Fritz

Hallo, Fritz!

das ist „deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher
Sang“!:wink:

Aaalso…

  1. Ob gerade wir Deutschen soooo treu sind, weiß ich nicht,
  2. Wein (aber nicht deutschen) trinke ich auch sehr gerne,
  3. ist das aber bei „Wham“ eindeutig kein deutscher Gesang…!

Nun ja, netter Versuch, ich ziele ja auch mal gern daneben :wink: *gelle?*

Mir fällt es nur jedes Jahr wieder auf (naja, wobei, egal, beim Abgrasen der Charts… tut nichts zur Sache… das „canna“ ja nicht jeder wissen *gg* _Insider_ :wink:

Netter Versuch, und schön, dass dir beim anderweitigen Problem (s. Mail) geholfen ist! :smile:

Gruß,
Markus

Viel schlimmer [Off Topic]
Huhu Markus,

also daß die jedes Jahr wieder in die Verkaufscharts stürmen kann ich Dir auch nicht erklären, aber sagt mir bitte Bescheid, falls ich die letzte bin, die das Werk noch nicht im Plattenschrank stehen hat *gg*
Was mich viel mehr belastet ist folgendes: Jedes Jahr schenkt sie ihr Herz einem Typen und kriegt’s am nächsten Tag zurück, nur um sich dann vorzunehmen, es im nächsten Jahr jemandem besonderen zu schenken.
Und dann im nächsten Jahr? Wieder die genau gleiche Geschichte!Ich meine, daß man nicht immer sofort aus seinen Fehlern lernt ist ja verständlich, oder daß man zweimal auf die gleiche Sache reinfällt. Aber das geht ja nun schon seit Ewigkeiten so, ich frag mich wirklich, wann sie’s endlich kapiert :smile:

Heute eher albärne Grüße

Petzi

Viel, viel schlimmer (off topic)
Hallo Markus,

leider weiß ich nicht, warum das so ist…eins zumindest weiß ich gewiß:

Das ich irgendwann, irgendwann mit einem riesigen Spalthammer alle Weihnachtsmannpuppen zertrümmere, die im X-Mas-Shopping-Center sich lustig in den Hüften wiegend unablässig ihr „Jingle Bells, Jingle Bells, Jingle Bells Rock“ trällern!

Genervt-solidarische Grüße
Diana

Hallo Markus,

die Charts bestimmen sich (glaube ich) nicht nur aus den Verkaufszahlen, sondern auch Radio- und TV-Airplay und weiß der Geier woraus noch. Und da jedes Jahr alle möglichen Radiosender dieses Lied vor Weihnachten rauf und runter dudeln, wäre dies eine mögliche Erklärung.

Gruß, Cosmo

Kommerz
Hallo,

ergänzend möchte ich dazu nur sagen: ich finde es schade, dass der eigentlich Sinn von Weihnachten der breiten Öffentlichkeit schon längst nicht mehr geläufig ist… es geht nur noch ums Schenken, Schenken, Schenken. Aber hat sich jemand schon mal Gedanken gemacht, wieso man das überhaupt macht?

Matthias

hallo Mathias,

ergänzend möchte ich dazu nur sagen: ich finde es schade, dass
der eigentlich Sinn von Weihnachten der breiten Öffentlichkeit
schon längst nicht mehr geläufig ist…

Mir geht es genau so. Jedesmal wenn ich die weihnachtliche Lichteketten- und Nikolausoffensive betrachte frag ich mich wieviele Leute eigentlich noch dran denken, daß wir demnächst die Geburt Jesu feiern.

Abgesehen davon, was haben Texte wie „Last Christmas I gave you my heart and the very next day you gave it away…“ mit Weihnachten zu tun?

Grüßle,
Sandra

[offtopic] Re^2: Kommerz
Hallo, Sandra!

Mir geht es genau so. Jedesmal wenn ich die weihnachtliche
Lichteketten- und Nikolausoffensive betrachte frag ich mich
wieviele Leute eigentlich noch dran denken, daß wir demnächst
die Geburt Jesu feiern.

Ach, Geburt Jesu? Weißt Du, wie völlig egal mir (und vielen anderen) die Geburt Jesu ist? *g* Es ist ja schön und gut, dass Jesus vor ca. 2000 Jahren relativ kompakt und griffig einige Weisheiten parat hatte, die ganz interessant sind und vorher noch keinem so eingefallen waren. Aber deswegen feiere ich doch nicht!
Ich feiere höchstens, eine nette Familie und nette Freunde zu haben und ich nehme mir Zeit, auf das Jahr zurück zu blicken. Das finde ich feiernswert und übrigens kein bisschen verwerflich, jedem, den ich mag, eine kleine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen (den finanziellen Rahmen darf doch jeder selbst definieren). Solange man auch noch sagen kann „Du wünschst Dir nichts? - OK, dann machen wir uns einfach gutes Essen und einen schönen Abend“, bringt man sich unter keinerlei Stress oder Druck, denke ich.
Vielleicht sollte man das Weihnachtsfest einfach aus dem religiösen Kontext herausheben, da diesen heute ohnehin kaum noch jemand beachtet, und es zum „Dankeschön“-Fest umfunktionieren. Wahrscheinlich würde dann jeder materiell weniger bekommen, aber mehr Freunde und Bekannte mit einer netten Kleinigkeit erfreut. Wie wäre das?

[Erinnerung: Wer auf diese eher rhetorisch gedachte Frage antworten möchte, möge das bitte im Brett „Kultur allgemein“ erledigen! Dankeschön!]

Abgesehen davon, was haben Texte wie „Last Christmas I gave
you my heart and the very next day you gave it away…“ mit
Weihnachten zu tun?

Fürs Radio reicht es doch schon, wenn „Christmas“ im Titel steckt. Wenn das Lied mit ein paar Glockeneffekten (möglichst am Anfang oder Ende) versehen und von „Hohoho! Bald kommt der Weihnachtsmann“-Jingles umrahmt ist, hört der Durchschnittsdeutsche doch die Flöckchen fallen *g*

Liebe Grüße!
Christopher

4 „Gefällt mir“

Der eigentliche Sinn von Weihnachten ist die Wintersonnenwende. Die christliche Assimilation der „Ungläubigen“ funktionierte natürlich besser dadurch, dass man zumindest das Fest zu diesem Zeitpunkt beibehielt.

Gruß, Cosmo

1 „Gefällt mir“

Gegenfrage und Mitgedanke :smile:
Hi!

Abgesehen davon, was haben Texte wie „Last Christmas I gave
you my heart and the very next day you gave it away…“ mit
Weihnachten zu tun?

Gegenfrage:
Was hat „Leise rieselt der Schnee“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Süßer die Glocken die klingen“, „Schneeflöckchen“ usw. mit Weihanchten unter den religiösen Aspekten zu tun? Genausowenig! Unter diesem Blickpunkt darf ich an Weihnachten (was ja streng genommen am 25 Dez ist) nur „Stille Nacht“… singen! Nichtmal „Tochter Zion“, denn das ist eigentlich ein österliches Lied!

Ich finde die Antwort vom Christopher durchaus christlicher und religiöser als man denken möchten:

Weihnachten: Fest der Liebe, des Miteinander; sich dem anderen zuwenden. Ich denke mir mal, dass kaum etwas anderes der junge Nazarener im Blick hatte: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst…“

Ein sehr passendes Gedicht finde ich auch: „Kabenchor“
http://www.zauberwort.de/html/uwe-knabenchor.html

Besinnliche und festliche, vor allem aber Liebe Grüße

Florian

Zustandekommen der Charts

die Charts bestimmen sich (glaube ich) nicht nur aus den
Verkaufszahlen, sondern auch Radio- und TV-Airplay und weiß
der Geier woraus noch. Und da jedes Jahr alle möglichen
Radiosender dieses Lied vor Weihnachten rauf und runter
dudeln, wäre dies eine mögliche Erklärung.

Hi Cosmo,

das mit dem Einfluß des Airplay-Einsatzes in die Best seller -Charts ist nur teilweise zutreffend, und zwar nur für die Plätze 51 - 100! Die ersten fünfzig Plätze werden (offiziell) ausschließlich aus den Verkaufszahlen ermittelt.

Ich persönlich bezweifle allerdings stark, daß diese Charts tatsächlich nur durch statistische Erhebung entsteht und rechne vielmehr damit, daß durch irgendwelche Tricks daran manipuliert wird.

Einen allgemeinen Querschnitt durch die Kauf-/Hörgewohnheiten der Verbraucher (!) erlauben die Zahlen aber wohl schon. Kitschiges hat fast immer Konjunktur (Candle In The Wind, Time To Say Goodbye, My Heart Will Go On etc., alles No. 1).

Wenn zum Love-Kitsch und X-Mas-Kitsch auch noch zusammentreffen - au weia!

Grüße und ein Frohes Fescht

R o b.

Was mich viel mehr belastet ist folgendes: Jedes Jahr schenkt

sie ihr Herz einem Typen und kriegt’s am nächsten Tag zurück,
nur um sich dann vorzunehmen, es im nächsten Jahr jemandem
besonderen zu schenken.

*tststs* Das ist aber doch ER… Ich meine, George Michael ist doch eindeutig männlich, oder?

Ebenfalls alberne Grüße von einer, die das Lied vor Jahren mal auf Kassette hatte und es inzwischen auch nimmer hören mag…

Kari

P.S. Und Feliz Navidad, ein weiterer Weihnachtsklassiker mit superintelligentem Text, fehlt noch :wink: