Doitsche Kulturquote was sagt ihr dazu?

Hi Leute!

Habe gerade diese interessanten Artikel bei der süddeutschen gelesen:

http://sueddeutsche.de/kultur/artikel/759/15744/

Was haltet ihr von so einer Kulturquote?

Ich muß sagen als ich damals gehört habe, dass sowas in Frankreich
eingeführt wird habe ich gedacht, dass das ja nicht gut funktionieren
kann und dass es ein unheimlicher Eingriff in die Freiheit der Bürger
ist. Aber inzwischen muss man sagen scheint sich das ja wirklich
hervorragend auf die Musikbranche auszuwirken und mittlerweile bin
ich sogar dafür, dass auch in Deutschland sowas eingeführt wird.
Angesichts des Mülls mit dem man im Fernsehen zugeballert wird wäre
so eine Quote glaub ich gar nicht schlecht - ich erinnere hier nur an
Deutschland sucht den Superstar etc.

Würde mich mal interessieren, was ihr so dazu meint!

Gruß

Edi

Hallo Edi

Was haltet ihr von so einer Kulturquote?

Ich finde das eigentlich traurig. Traurig, dass die Radiolandschaft (hier in der Schweiz ist es ähnlich…) inzwischen derart auf Einheitsbrei Marke ‚Hitradio‘ bzw. ‚Radio NRJ‘ getrimmt ist, dass man mittels Quoten dafür sorgen muss, dass wenigstens ab und zu mal etwas anderes gespielt wird als was grade in der Hitparade vorne dabei ist.

Angesichts des Mülls mit dem man im Fernsehen zugeballert wird
wäre so eine Quote glaub ich gar nicht schlecht - ich erinnere hier
nur an Deutschland sucht den Superstar etc.

Ich dachte, es geht eher um den Rundfunk, also Radio?

Na, egal. Auch da wird man mit dem ganzen Hitparadenmüll zugeballert, so dass ich seit längerem kein Radio mehr höre. Da lob ich mir meinen 10fach CD-Wechsler im Auto, mit dem ich hören kann, was mir gefällt.

CU
Peter

Hallo!

Absolut hanebüchener Quatsch - und ich würde mir auch keineswegs vorschreiben lassen wollen, welche Musik ich zu hören habe.

Ein guter Titel setzt sich auch in der Landessprache durch und wird gespielt - wenn tatsächlich zuwenig „toitsches“ Liedgut zu hören ist, liegt das vielleicht daran, daß es noch besch***ener ist als die restliche Lalala…

Angesichts des Mülls mit dem man im Fernsehen zugeballert wird
wäre
so eine Quote glaub ich gar nicht schlecht - ich erinnere hier
nur an Deutschland sucht den Superstar etc.

Meinst Du etwa, Daniel Kübelkotz könnte nicht auch auf Deutsch kreischen???

Mir persönlich sind schlechte englische Texte lieber als schlechte deutsche - da brennt sich der Inhalt nicht ganz so schmerzhaft in die Hirnrinde!

Schönen Gruß,
Robert

Hallo Edi

Was haltet ihr von so einer Kulturquote?

Ich finde das eigentlich traurig. Traurig, dass die
Radiolandschaft (hier in der Schweiz ist es ähnlich…)
inzwischen derart auf Einheitsbrei Marke ‚Hitradio‘ bzw.
‚Radio NRJ‘ getrimmt ist, dass man mittels Quoten dafür sorgen
muss, dass wenigstens ab und zu mal etwas anderes gespielt
wird als was grade in der Hitparade vorne dabei ist.

Ja find ich auch ziemlich traurig, aber was noch trauriger ist ist,
dass es zu funktionieren scheint. Scheinbar sind wirklich die meisten
Leute einfach Musikkonsumenten, die nur das hören was man ihnen
vorsetzt…

Angesichts des Mülls mit dem man im Fernsehen zugeballert wird
wäre so eine Quote glaub ich gar nicht schlecht - ich erinnere hier
nur an Deutschland sucht den Superstar etc.

Ich dachte, es geht eher um den Rundfunk, also Radio?

Äh ja eigentlich um beides ich hab das mal gleichgesetzt

Na, egal. Auch da wird man mit dem ganzen Hitparadenmüll
zugeballert, so dass ich seit längerem kein Radio mehr höre.
Da lob ich mir meinen 10fach CD-Wechsler im Auto, mit dem ich
hören kann, was mir gefällt.

Geht mir ganz genauso, da weiß man wenigstens was man hat :wink: Naja
vielleicht bessert sich ja das Radioprogramm auch mal demnächst. So
wie bisher kann es ja wohl nicht weitergehen!

CU
Peter

Gruß

Edi

Hallo!

Absolut hanebüchener Quatsch - und ich würde mir auch
keineswegs vorschreiben lassen wollen, welche Musik ich zu
hören habe.

Naja prinzipiell hast du Recht, aber wenn du heute Radio hörst wird
dir ja auch vorgeschrieben, was du dir so reinziehen musst. Was ich
meine ist, dass im Moment die Musikindustrie versucht ihren
Einheitsbrei in den Verkaufsregalen zu pushen und dabei einfach der
künstlerische Anspruch auf der Strecke bleibt.

Ein guter Titel setzt sich auch in der Landessprache durch und
wird gespielt - wenn tatsächlich zuwenig „toitsches“ Liedgut
zu hören ist, liegt das vielleicht daran, daß es noch
besch***ener ist als die restliche Lalala…

Naja, also ich kenn schon einige gute deutsche Interpreten. Wenn man
bedenkt, dass wirklich 2% der gespielten Interpreten deutsche sind
(siehe SZ-Link) dann finde ich das schon hart. Etwas mehr Abwechslung
würde nicht schaden…

Angesichts des Mülls mit dem man im Fernsehen zugeballert wird
wäre
so eine Quote glaub ich gar nicht schlecht - ich erinnere hier
nur an Deutschland sucht den Superstar etc.

Meinst Du etwa, Daniel Kübelkotz könnte nicht auch auf Deutsch
kreischen???

Ich weiß nicht, ob es der Typ schaffen würde einen Text auf Deutsch
gut rüberzubringen ohne noch affiger zu wirken als er eh schon ist!

Mir persönlich sind schlechte englische Texte lieber als
schlechte deutsche - da brennt sich der Inhalt nicht ganz so
schmerzhaft in die Hirnrinde!

Ok da ich Englisch als Zweitfach studiere finde ich es bei den
englischen Texten genauso schlimm wie bei den deutschen, aber ich
kann den Standpunkt nachvollziehen. Trotzdem finde ich es traurig,
dass sich die Leute so wenig Gedanken machen über das womit sie sich
jeden Tag (musikalisch) vollstopfen.

Schönen Gruß,
Robert

Auch von hier nen schönen Gruß

Edi

Hi
Wenn das in daily Musikantenstadel mündet… danke :smile:
HH

Hi
Wenn das in daily Musikantenstadel mündet… danke :smile:
HH

Ich weiß nicht, ob dann Karl Moick noch auftreten dürfte, nachdem er
ja Ösi ist :wink:

Von daher könnte man mit der Kulturquote vielleicht zwei Fliegen mit
einer Klappe schlagen?

Hallo Edi,

obwohl ich schon seit geraumer Zeit nicht mehr in Deutschland lebe, nehme ich mir einfach mal die Freiheit meinen Senf dazu zu geben.

Ich finde es ziemlich unsachlich eine Forderung nach mehr deutschsprachige Musik mit der Forderung nach mehr Volksmusik gleichzusetzen. Ich persoenlich hoere sehr gerne deutschsprachige Musik, weil auch der Text fuer mich ein wichtiger Bestandteil eines Stueckes ist und gewisse Nuancen kann man einfach nur als Muttersprachler verstehen. Obwohl ich sehr gut Englisch spreche, ist es doch etwas anderes.

Ich glaube fuer viele Band ist es einfacher Stuecke auf Englisch zu schreiben, da man sich weniger intensiv mit den Texten auseinandersetzten muss. Schliesslich aehneln sich die immer wieder wiederholenden englischen Strophen doch oft. Man kann viele Textstellen beim Hoeren schon voraussagen, da immer auf die gleichen Reime zurueckgegriffen wird. Auf Deutsch kann man sich das im eigenen Land nicht erlauben. Man muss sich schon mehr Muehe mit den Texten geben, da diese doch mit groesserer Sorgfalt gehoert werden.

Auch das staendige Argument des internationelen Marktes kann ich nicht ertragen. Wieviele deutsche Bands sind denn international wirklich richtig erfolgreich? Auch wenn ich beide Bands nicht sonderlich mag, fallen mir gerade 2 Beispiele ein: Rammstein und Die Toten Hosen. Die beiden Bands singen auf Deutsch und sind trotzdem auch international erfolgreich. Was mich zu der These bewegt, dass sich wirklich gut gemachte Musik und Talent einer Band sich letzendlich auch international durchsetzen koennen.

Als Beispiele fuer gute deutschsprachige Musik fallen mir gerade z.B. mal „Kettcar“ und „Tomte“ ein.

Es gibt diese Bands, sie brauchen nur ein groessere Plattform!

Gruss,
Bastian

Hi,

wichtiger wäre einfach mehr Vielfalt zuzulassen. Es nervt schon gewaltig, dass man auf jedem beliebigen Sender exakt den selben Charts-Müll vorgesetzt bekommt - und das mit ca. 8-facher Wiederholung.

Meine Traumlösung wäre:

  • mehr Spartensender/Spartenprogramme zulassen
  • eine Verpflichtung, jedes Musikstück max. 1x pro Tag zu spielen

Wenn dann noch eine Verringerung der, nein, nicht mal reguläre Werbung, sondern dieser unsäglichen Eigenwerbe-Jingles (herrgott, ich weiss, dass ich Radio Schießmichtot eingestellt habe) und der ach-so-lustigen Comedy-Einlagen käme…

Gruß
Feanor

Nochmal Hallo! :smile:

Naja prinzipiell hast du Recht, aber wenn du heute Radio hörst
wird
dir ja auch vorgeschrieben, was du dir so reinziehen musst.

Aber nur teilweise: ich wechsle schließlich alle Viertelstunde den Sender - nämlich immer dann, wenn die Musik gerade ZU schlecht wird…

Was ich
meine ist, dass im Moment die Musikindustrie versucht ihren
Einheitsbrei in den Verkaufsregalen zu pushen und dabei
einfach der
künstlerische Anspruch auf der Strecke bleibt.

Aber was wäre da anders, wenn es deutschsprachiger Brei wäre?
Nur die Sprache macht doch den Unterschied zwischen gut und schlecht nicht aus…

Ein guter Titel setzt sich auch in der Landessprache durch und
wird gespielt - wenn tatsächlich zuwenig „toitsches“ Liedgut
zu hören ist, liegt das vielleicht daran, daß es noch
besch***ener ist als die restliche Lalala…

Naja, also ich kenn schon einige gute deutsche Interpreten.

Ehrlich? Welche denn???

Mir fallen nur wenige nennenswerte ein.
Element of Crime sind zum Beispiel klasse - aber nicht gerade mainstream.
Die alten Sachen von BAP (gibts die überhaupt noch?) waren teilweise auch wirklich gut,
und mit Achim Reichelt kommt man schon wieder in den ziemlich kommerziellen Sektor (aber hör ich trotzdem ab und an mal gerne).

Aber was bleibt sonst?
Na gut, noch die eine oder andere HipHop-Band, aber das ist eher nicht so mein Ding.

Lindenberg und Grölemeyer find ich zum Speien, Nena wäre besser in der Versenkung geblieben und sonst fällt mir so nichts mehr ein.

Wenn man
bedenkt, dass wirklich 2% der gespielten Interpreten deutsche
sind
(siehe SZ-Link) dann finde ich das schon hart. Etwas mehr
Abwechslung
würde nicht schaden…

Ich gebe es zu: meine recht umfangreiche CD- und Schallplattensammlung (ja, ich besitze noch Vinyl!) besteht auch zu 98% aus englischen und nur zu 2% aus deutschen Titeln. (das sind dann Achim Reichelt, Reinhard Fendrich, Hannes Wader und Torfrock - und als Relikt aus meiner Jugend Truck Stop)
Ach halt, eine CD habe ich noch auf Gälisch, von Capercaillie!

Und Abwechslung bieten die englischen Titel meiner Meinung nach noch eher, schließlich ist die Auswahl da bedeutend größer.

Meinst Du etwa, Daniel Kübelkotz könnte nicht auch auf Deutsch
kreischen???

Ich weiß nicht, ob es der Typ schaffen würde einen Text auf
Deutsch
gut rüberzubringen ohne noch affiger zu wirken als er eh schon
ist!

Die derzeitige Form dürfte eigentlich nicht mehr steigerungsfähig sein - für mich ist dieses „Ding“ ein guter Grund, meinen Fernseher im Rhein zu versenken…

Mir persönlich sind schlechte englische Texte lieber als
schlechte deutsche - da brennt sich der Inhalt nicht ganz so
schmerzhaft in die Hirnrinde!

Ok da ich Englisch als Zweitfach studiere finde ich es bei den
englischen Texten genauso schlimm wie bei den deutschen, aber
ich
kann den Standpunkt nachvollziehen. Trotzdem finde ich es
traurig,
dass sich die Leute so wenig Gedanken machen über das womit
sie sich
jeden Tag (musikalisch) vollstopfen.

Also mein Englisch reicht schon noch aus, auch englische Texte verstehen zu können - aber dafür müßte ich schon HINHÖREN. Wenn die Musik im Hintergrund an mir vorbeirauscht, nehme ich die Texte einfach nicht wahr.
Bei einem ebenso hirnverbrannten DEUTSCHEN Text KANN ich nicht aktiv weghören, der Stumpfsinn brennt sich wirklich ein. Also bleibt nur das Ab- oder Umschalten…

Und ich mache mir DURCHAUS Gedanken, welche Musik ich höre und welche nicht - zwar bestehen meine 400 Platten und CDs nicht NUR aus dem besten was die Musikgeschichte zu bieten hat, aber im Bodensatz wate ich auch nicht gerade. :wink:
(Obwohl gerade das auch wieder extreme Geschmackssache ist! Nicht jeder steht auf meine Lieblingsmusik…)

Schönen Gruß,
Robert

Hallo Robert,

Ehrlich? Welche denn???

Naja. Mir würden spontan Stoppok und Blumfeld einfallen. Meiner Frau wahrscheinlich Xavier Naidoo als erstes :wink:
Aber mal ernsthaft: Wozu sollte diese Quote gut sein? Damit wir nochmehr „Hits“ von Nena hören, die schon 20 Jahre alt sind? Noch mehr No Angels, die zwar eine deutsche Band sind, aber nur Covers „ausländischer Bands“ spielen? Die Musik wäre dann deutsch, aber um keinen Deut besser als der andere Mainstream Kram. Mir würde schon reichen, wenn sich die Sender auch mal daran erinnern würden, dass das Musikrepertoire nicht nur bis 2001 zurückreicht. Ausserdem wäre, wenn man mal diese ganzen unsäglichen Coverversionen rausnimmt, eh schon spätestens um 10:00 Uhr Sendeschluss. Und was planen die als nächstes? Ein Einfuhrstopp für japanische Autos, um das ach so wichtige Kulturerbe zu wahren?
Überhaupt: Was ist an deutscher Musik „kultureller“ als an englischer, französischer oder italienischer?
Wenn die das versuchen sollten, haut doch eh gleich wieder die EU-Kommission dazwischen. Wir sind keine deutschen, wir sind doch Europäer :wink:
Vielleicht ist ein Teil der Musik aus dem Ausland einfach nur besser, weil sie nicht aus diesen DSDS-Retortenprogrammen stammen. Wie gesagt, natürlich gibts auch einige gute deutsche Bands, aber letztlich entscheidet der Geschmack der Hörer. Und da mein Musikgeschmack nicht gerade dem entspricht, was so gängig ist, schalte ich das Radio dann eben auch mal aus. Und wenn ich wirklich mal Bock auf Kultur habe, dann höre ich NDR 1 Kultur. Da läuft den lieben langen Tag Klassik :wink:
Gruss Sebastian

Hallo Edi,

obwohl ich schon seit geraumer Zeit nicht mehr in Deutschland
lebe, nehme ich mir einfach mal die Freiheit meinen Senf dazu
zu geben.

Ich finde es ziemlich unsachlich eine Forderung nach mehr
deutschsprachige Musik mit der Forderung nach mehr Volksmusik
gleichzusetzen. Ich persoenlich hoere sehr gerne
deutschsprachige Musik, weil auch der Text fuer mich ein
wichtiger Bestandteil eines Stueckes ist und gewisse Nuancen
kann man einfach nur als Muttersprachler verstehen. Obwohl ich
sehr gut Englisch spreche, ist es doch etwas anderes.

Ich glaube fuer viele Band ist es einfacher Stuecke auf
Englisch zu schreiben, da man sich weniger intensiv mit den
Texten auseinandersetzten muss. Schliesslich aehneln sich die
immer wieder wiederholenden englischen Strophen doch oft. Man
kann viele Textstellen beim Hoeren schon voraussagen, da immer
auf die gleichen Reime zurueckgegriffen wird. Auf Deutsch kann
man sich das im eigenen Land nicht erlauben. Man muss sich
schon mehr Muehe mit den Texten geben, da diese doch mit
groesserer Sorgfalt gehoert werden.

für die texte von kettcar und tomte, obwohl man drüber streiten kann, mag das gelten - aber zieh dir doch mal rein, was für einen unglaublich abgenudelten scheiss es schon auf deutsch gibt und bedenke bitte, dass eine solche quote keine förderquote für deutsche rockmusik wäre, sondern nur eine sprachliche regelung. und diesen ganzen radiotauglichen grauenvollen müll dann auch noch überwiegend auf deutsch hören zu müssen, finde ich eine grauenvolle vorstellung.
wenn ich mir demnächst beim autofahren statt eminem dann samy deluxe anhören muss, habe ich persönlich nichts gewonnen, nur verloren, weil ich dann die musik nichtmal halbwegs ausblenden kann…

gruss

Hallo Edi

Ja find ich auch ziemlich traurig, aber was noch trauriger ist
ist, dass es zu funktionieren scheint. Scheinbar sind wirklich die
meisten Leute einfach Musikkonsumenten, die nur das hören was man
ihnen vorsetzt…

Nun, viele Leute hören Radio während der Arbeit. Da ist es natürlich praktisch, wenn es einfach so vor sich hin plätschert. Das kann man dann gut so im Hintergrund rauschen lassen.

Naja vielleicht bessert sich ja das Radioprogramm auch mal
demnächst. So wie bisher kann es ja wohl nicht weitergehen!

Nu ja, so wie ich heute in der Zeitung gelesen habe (das ehemalige Zürcher Lokalradio Z wurde zuerst zu ‚Hitradio Z‘ und nun, weil das nicht wirklich funktioniert hat, wird es zu Radio NRJ. Also dem xten Klon der ganzen europaweit verstreuten Radio NRJ-Sender. NRJ scheint in Europa Marktleader zu sein mit insgesamt über 100 Stationen, die deren Einheitsbrei spielen.

Dass aber eigentlich für gute Musik abseits der Hitparade durchaus ein Publikum vorhanden wäre, beweist doch auch der Thread weiter unten in diesem Brett, wo nach weniger bekannten, dafür wirklich guten Musikern, Bands etc. gefragt wurde. Die Bands und Musiker, die da genannt wurden, hört man am Radio nie oder maximal extrem selten.

CU
Peter

hi,

dass es ein unheimlicher Eingriff in die Freiheit der
Bürger
ist.

darüber kann man nur lachen. öffentlichrechtlicher rundfunk ist ein relikt aus der steinzeit. die kassieren geld und schreiben den hörern auch noch vor, was sie zu hören haben *rofl*

datafox

In Frankreich ist’s klasse
Moin,

als die Quote in Frankreich eingeführt wurde, fand ich das albern. Ich habe allerdings ein dreiviertel Jahr in Frankreich gelebt und muss sagen, dass ich diese Regelung inzwischen sehr genial finde. Vor allem die HipHop-Szene hat sehr davon profitert, da sie zum Zeitpunkt der Einführung der Quote gerade ihren Durchbruch erlebte und vom Quotenfüller zu einer festen Institution wurde.

Ich finde die Radiomusik in Frankreich besser, was nicht zuletzt an der Quote liegt. Und die junge französische Musikszene ist aufgeblüht.

Ob das eins zu eins nach Deutschland übertragbar ist, wage ich nicht zu beurteilen. Ich glaube aber, dass eine Quote auch in Deutschland positive Effekte haben könnte.

Gruß
Oskar van de Kaalstraat

Hi,

na, ich höre - wenn überhaupt - bevorzugt unser öffentlich-rechtliches „Staatsradio“, weil sie im gegensatz zu den Privaten

  • relativ seriöse Nachrichten bringen
  • vernünftigen Verkehrsfunk senden
  • die Werbung auf ein Minimum beschränken
  • die Sendungen nicht mit Jingles vollmüllen
  • mehr Musik als schwachsinnige „Comedy“ und Geplapper bringen
  • tatsächlich Spartenprogramme haben

Gruß
Feanor

Aber nur teilweise: ich wechsle schließlich alle Viertelstunde
den Sender - nämlich immer dann, wenn die Musik gerade ZU
schlecht wird…

kannst du ja auch weiterhin machen.

Aber was wäre da anders, wenn es deutschsprachiger Brei wäre?
Nur die Sprache macht doch den Unterschied zwischen gut und
schlecht nicht aus…

das nicht, aber die sprache ist doch der größte teil der kulturellen identität. und wenn ich heut das radio anmach und sachen wie „die größten hits der seventies, eighties und nineties“ anhören muss, frage ich mich durchaus was das soll. ich bin am wochenende mit meiner freundin in muenchen gewesen und habe zum spaß bayern 1 eingestellt um sie aweng zu ärgern, da lief grad irgendein deutscher schlager mit ner ganz netten melodie. sie hat sich aufgeregt, ich hab um geschaltet auf antenne ähnliche nette melodie aber text auf englisch. und sowas kommt dann in den charts. mann mann mann ist unsere sprache so scheisse, das wir uns ihrer schämen brauchen?

Ein guter Titel setzt sich auch in der Landessprache durch und
wird gespielt - wenn tatsächlich zuwenig „toitsches“ Liedgut
zu hören ist, liegt das vielleicht daran, daß es noch
besch***ener ist als die restliche Lalala…

erzähl nichts. es setzt sich nichts durch weil es gut ist. sondern weil die plattenfirmen viel mammon reinbuttern.

Naja, also ich kenn schon einige gute deutsche Interpreten.

Ehrlich? Welche denn???

Mir fallen nur wenige nennenswerte ein.
Element of Crime sind zum Beispiel klasse - aber nicht gerade
mainstream.
Die alten Sachen von BAP (gibts die überhaupt noch?) waren
teilweise auch wirklich gut,
und mit Achim Reichelt kommt man schon wieder in den ziemlich
kommerziellen Sektor (aber hör ich trotzdem ab und an mal
gerne).
Ich gebe es zu: meine recht umfangreiche CD- und
Schallplattensammlung (ja, ich besitze noch Vinyl!) besteht
auch zu 98% aus englischen und nur zu 2% aus deutschen Titeln.
(das sind dann Achim Reichelt, Reinhard Fendrich, Hannes Wader
und Torfrock - und als Relikt aus meiner Jugend Truck Stop)
Ach halt, eine CD habe ich noch auf Gälisch, von Capercaillie!

Und Abwechslung bieten die englischen Titel meiner Meinung
nach noch eher, schließlich ist die Auswahl da bedeutend
größer.

wie bitte? was ist denn das für ein mumpitz??? ich höre fast ausschließlich deutsche musik, habe halt noch meine alten guns n roses cds und ein paar cds von catch22 sonst alles deutsch. und die auswahl ist genauso immens wie mit englischen titeln.
ich weiss nicht was für sparten du hörst aber in jeder gibt es tausende von guten künstlern, die halt nur nicht im radio laufen, weil sie halt auf deutsch singen.

gruesse
Raoul

Hi Oskar!

Finde ich interessant, dass du die positiven Berichte, die ich schon
aus Frankreich gehört habe bestätigst. Auch ich hab mir damals
gedacht so eine Quote wäre „typisch“ französisch (immer etwas anti-
anglizistisch), aber scheinbar hat sich das Modell ja wirklich
bewährt. Bin gespannt was bei uns rauskommt…

Gruß

Edi

dazu merke ich an: bevor wir nur noch penetrant belästigendes privates radio tralala mit 98% audiomüll haben, nur noch industriegepuschte Unterhaltungsmutanten a la Bohlen den Markt beherrschen und wir irgendwann nicht mehr wissen, wohin wir noch zappen sollen: ich zahle gerne Rundfunkgebühr !!!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ich zahle gerne Rundfunkgebühr !!!

schön, aber wieso sollen jene 98% auch für opern und anderes hochgeistiges zahlen MÜSSEN, das sie gar nicht interessiert? DAS sehe ich wirklich nicht ein. es gibt auch pay-per-listen *lol* kanäle. zb. spartenkanäle bei digitalen sat-anlagen. da hast du 24/7 genau das musikprogramm, das DIR gefällt, ohne werbung, ohne gelaber. und wenn das zu teuer ist: wirf kazaa an … ja ja bin schon still :wink:

gruß datafox