Alles nur geklaut ?

Hi Forum,
ich weiss, da Thema hatten wir schon öfters. Aber nun interessiert mich langsam mal der Hintergrund:
Als ich heute morgen noch gelangweilt im Bett lag und mal wieder VIVA/MTV schaute, fiel mir auf, das innerhalb einer halben Stunde 7 Coverversionen liefen. Und zwar:

Sounds like a melody - Alphaville
Schule brennt - Extrabreit
Aicha - Khaled
We will rock you - Queen
Blinded by the light - Manfred Mann
How soon is now - Smiths
Spirit in the sky - Norman Greenbaum

Mal abgesehen von den Bands, die sich zwischenzeitlich „selbst covern“, wie z.B. Nena, Eddie Grant oder Snap. Und bei dem Rest erkennt man ganz deutliche Ähnlichkeiten mit legendären Songs. Erwähnt seien hier nur z.B. Die Lighthouse Family und U2, deren Song fast Identisch ist. Nicht das ich grundsätzlich was gegen Covers hätte,es gibt ohne Frage auch wirklich gute, nur: Fällt den Leuten definitiv nichts mehr selbst ein? Auffällig ist ja hierbei, das die meisten Covers von Bands stammen, von denen man nie wieder was hört (One „Hit“ Wonder). Man nehme also irgendeine drittklassige Schülerband, cover einen bekannten Titel, scheffele damit Kohle und das wars. Gibt es denn wirklich so wenig Musiker, die noch in der Lage sind, selbst etwas zu schaffen (im kreativen Sinne)? Oder anders gefragt: Sind wir inzwischen wirklich darauf angewiesen, Superstars in fragwürdigen Casting-Shows zu kreieren? Und selbst die feiern sich selbst mit fast ausschliesslich gecoverten Songs (No Angels). Oder wird heute doch einfach nur noch das konsumiert, was einem vorgesetzt wird? Leute, sagt mir das ich mich irre und es auch vor Jahren genausoviele Covers gab. Ich glaube zumindest, dass das fast täglich zunimmt. Ich möchte keine pro/contra Coverversionen Diskussion lostreten, sondern mehr Eure Meinungen über die Ursachen wissen.
Gruss Sebastian

auf nummer sicher
hallo!

das gleiche phänomen findet man doch überall (im extrem in der
filmbranche):
da gilt der grundsatz „was bisher funktioniert hat-sprich: sich gut
verkauft hat-dass kann doch auch in zukunft nicht schlecht sein“.

das produzieren von filmen oder auch musik ist eben aufwändig und
teuer-und je geringer man diese kosten halten kann umso besser. also
wird von anderen abgeschaut, kopiert, nachgemacht und abgeschrieben
bis zum geht nicht mehr.

schau dir „matrix“ an; 50% aller nachfolgenden hollywood-filme haben
techniken daraus kopiert.
hatte ein film mit 10 explosionen erfolg (sprich: hohe einnahmen)
dann hat der nächste film 20 explosionen.

das gleiche gilt für coverversionen: wenn der ursprungssong gut
gelaufen ist dann kann man mit einem billigen cover schnell ein paar
euros einschieben. und wenn die einen das machen folgen die anderen.

das ganze heizt sich dann mit der zeit soweit auf dass montag das
„original“ rauskommt und das cover eine woche später folgt.

wieso dass in letzter zeit zunimmt? vielleicht weil die
musikindustrie ihre derzeitige krise damit überdecken bzw.
überbrücken will.
und auf neulinge setzen ist immer ein grosses risiko; da mache ich
mir meine „stars“ schon lieber selber-dann kann ich wenigstens alle
aspekte kontrollieren und mich selbst um die vermarktung von a-z
kümmern.

tschüss

matthias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi
Du hast recht. Leider. Einfallslosigkeit. Management das kurzfristig Gewinnorientiert vorgeht.

es gibt aber auch gute Covers in letzter Zeit…:

Alien ant Farm - Smooth Criminal
hh

Hi auch,

erst mal leicht off topic

Schule brennt - Extrabreit

die Version find’ ich eigentlich ganz witzig

Blinded by the light - Manfred Mann

das war ja selber schon 'ne Coverversion, das Original ist von Bruce Springsteen…

und das leitet dann auch schon schön über. Eigentlich ist die Coverei doch schon zu allen Zeiten dagewesen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Versionen von Yesterday oder Blue Suede Shoes im Laufe der Zeit eingespielt worden sind. Ich finde es per se auch nicht sonderlich verwerflich, einen guten Song in neuem Gewand einzuspielen, da kommen manchmal wirklich interessante Sachen raus (z. B. Wall of Voodoo: Ring of Fire. Da klingt der olle Johnny Cash geradezu langweilig. Andererseits finde ich seine Version von The Mercy Seat interessanter als das Original von Nick Cave…)

Gut, ich finde das, was man uns als „80s-Trance“ verkaufen will, auch eher laaangweilig (warum nur werden ausgerechnet die schlechtesten Songs der 80er gecovert…) und nehme zur Kenntnis, dass der größte Teil der durch die Musikindustrie gepushten „Künstler“ keinerlei musikalisches Können aufweist und demzufolge auch nicht in der Lage ist, eigene Musik zu schreiben, aber so what? Es gibt augenscheinlich einen Markt dafür. Nun war das in den 70ern (Bony M., Silver Convention usw.), 80ern (Milli Vanilli) und 90ern (der ganze Boy Group Krempel) auch nicht anders.

So bleibt für mich alles wie gehabt. MTVs Niedergang begann mit der Einführung deutscher VeeJays, VIVA hat sich relativ zügig auf Einheitsbrei umgestellt, es plätschert maximal nebenher und wird ansonsten ignoriert. Wer braucht das schon. Gute Musik kommt aus der eigenen CD-Sammlung. Viva la Stereoanlage…

Gruß
Feanor

Hai, Sebastian,

sosehr mich dieses Extrem-Covering, das zur Zeit läuft, abnervt - es hat doch einen Wahnsinns Vorteil: ich brauch mir im Moment keine neuen Scheiben zu keufen - hab ich eh’ schon alles :wink: (…und meine 20-jährige Nichte ist immer ganz hin und weg, daß ich die aller-allerneuesten Scheiben, die doch noch gar nicht veröffentlicht sind, als sooo coole Versionen habe…)

Gruß
Sibylle

Hallo Sebastian,

mir ist es in den letzten Jahren auch schon mehrfach extrem unangenehm aufgefallen, daß es zum einen kaum noch Musiker gibt, die erstens wirklich eigene auch handwerklich gut gemachte Kompositionen bzw. Songs auf die Beine stellen können und die zweitens auch in der Lage sind, eine einigermaßen erträgliche Live-Performanca zu zeigen.

Klar, es gibt sicherlich auch Ausnahmen, aber in der Regel ist das, was sich bei uns oben in den Charts befindet, entweder gecastete Einheitsscheiße (sorry für dieses harte Wort, aber es ist so !) mit mehr oder weniger zusammengewürfelten „Künstlern“, die mehr tanzen als singen oder gar Instrumente so spielen können, daß man es ertragen kann. Oder aber es sind irgendwelche Typen, die durch eine Modewelle aus der Versenkung geholt wurden, in die sie zu Recht vor Jahren verschwunden sind (Nena, Snap, usw.).

Klar, ein Song, der einmal echt gut war und sich damals auch gut verkauft hat, verlockt die Musikbosse natürlich auch dazu, diesen noch einmal mit einer weniger bekannten Band ("… das ist Euer erstes Album, seid froh, daß Ihr überhaupt ne Platte aufnehmen dürft") einzuspielen und auf den großen Erfolg zu warten. Es gibt ja auch wirklich gute Cover-Versionen, die einem Lied etwas neues entlocken können. Für mich sind natürlich als bekennender Fan die Metallica-Covers von Apocalyptica ein besonders gutes Beispiel. Nothing Else Matters oder One klingen einfach auf vier Celli ganz anders (und viel trauriger !), als es auf E-Gitarre oder E-Bass jemals möglich ist. Cover dieser Art geben den Liedern eine neue Dimension und auch eine andere Qualität. Das finde ich dann auch in Ordnung.

Aber einfach nur irgendein bescheuert schauriges Teil aus den 80ern aufzuwärmen (ich warte noch auf das Cover von Limahl: „Never Ending Story“, aber bitte dann auch in der Aufmachung!), mit einem mehr oder eher doch weniger fetzigen Base-Drum zu hintelegen und eine drittklassige Combo dazu auf der Bühne auftreten zu lassen.

Ich persönlich mag Musik aus zwei Gründen gerne und kaufe mir diese dann auch: entweder spricht mich die Musik selbst an (Stimme, Instrumente, Emotionen, usw.) oder ich habe die Truppe live gesehen und das Konzert hat mich überzeugt (bspw. Suit Yourself, kannte ich vorher überhaupt nicht, hab mir aber nach dem Konzert gleich die CD gekauft, die sich gelohnt hat).

Wegen mir können alle die Bohlens, Farians oder Siegels dieser Welt mit ihren Aufgüssen von alten Songs echt zuhause bleiben. Es scheint aber immer noch eine signifikante Mehrheit von Leuten zu geben, die trotz unterirdischer Performance und grottenüblem Text in den Laden rennt und die neue Scheibe der Knusperhexe Lou kauft. Naja, arme Irre… Es soll ja auch Leute geben, die auf bestimmte Automarken stehen, aber lassen wir das… :wink:))

Bis denn dann,

Felix

Klar, es gibt sicherlich auch Ausnahmen, aber in der Regel ist
das, was sich bei uns oben in den Charts befindet, entweder
gecastete Einheitsscheiße (sorry für dieses harte Wort, aber
es ist so !) mit mehr oder weniger zusammengewürfelten
„Künstlern“, die mehr tanzen als singen oder gar Instrumente
so spielen können, daß man es ertragen kann. Oder aber es sind
irgendwelche Typen, die durch eine Modewelle aus der
Versenkung geholt wurden, in die sie zu Recht vor Jahren
verschwunden sind (Nena, Snap, usw.).

Naja, es kommt darauf an, welche Charts man sich anschaut. Die Single-Charts sind doch wenig aussagekräftig, da jeder Mensch ab einem gewissen Alter zu der Erkenntnis erlangt, daß Maxi-CDs keine lohnende Investition sind. Und in den „Erwachsenen-Charts“ (sprich: Album-Charts) sieht man zwar hin und wieder auch die „Superstars“&Co. auf den vorderen Plätzen - aber nie für lange! In den Top-Ten sehe ich da zur Zeit Beyoncé Knowles, Robbie Williams, Wir sind Helden, Eros Ramazotti, Metallica, Evanescence, Simply Red… ich würde nicht sagen, daß die alle nicht singen und songwriten können! (Und sie haben auch nicht viele Cover auf ihren Scheiben!)

Ciao, Stephan

Hi Felix,

Aber einfach nur irgendein bescheuert schauriges Teil aus den
80ern aufzuwärmen (ich warte noch auf das Cover von Limahl:
„Never Ending Story“, aber bitte dann auch in der
Aufmachung!),

Nur um dich zu beruhigen :wink:
Das gab’s schon, Mitte der Neunziger: „Graphixx - Never Ending Story“ - eine Dance/Techno-Version.
Gruß, Markus

Es ist, wie es ist …

Ich möchte keine pro/contra Coverversionen
Diskussion lostreten, sondern mehr Eure Meinungen über die
Ursachen wissen.

Hallo Sebastian,

ich mache selbst Musik und kenne mich vielleicht ein bißchen in der Branche aus. Wenn eine Band eine CD fertig hat, die man selbst nach eigenem Geschmack gemacht hat und zu einer Plattenfirma geht, dann wird sie nur dann produziert, wenn sie zufällig in einem Trend liegt. Diese völlige Kommerzialisierung der Musik hat seine Schattenseiten. Früher versuchten die Plattenfirmen dem Trend zu folgen, heute schaffen sie ihn einfach selbst.

Früher sagten die Bosse: „Hey, die Kids fahren völlig auf diese Rolling Stones ab, bring mir die mal ins Studio“. Heute macht man eine TV-Sendung, ein Interpret wird vor laufender Kamera zum Star gemacht und dann kommt eine CD. Egal ob „Superstar“, „Big Brother Bewohner“ oder was auch immer. Auf diese CD muß ärgerlicherweise auch noch Musik drauf. Dann wird entweder offen gecovert oder, wie in den meisten Fällen, still und heimlich. Stefan Raab hat sehr schön gezeigt, daß Bohlen alle Titel von der Superstar-CD geklaut hat. Zum größten teil bei alten nicht erfolgreichen Platten von ihm selbst. Das ist die Schattenseite. Weil nicht die Musik veröffentlicht wird, die aus der Kreativität der Musiker entsteht, sondern immer nur die, die sich möglichst schnell und risikolos vermarkten läßt.

Jetzt nicht auf die Musikindustrie schimpfen. Die Leute haben es schwer genug. CD, Video, Platzierung der Interpreten im TV und Radio kostet viel Geld. Die Deutschen geben jährlich für Weihnachtsschmuck mehr Geld aus, als für Musik. Die Internet-Tauschbörsen tragen zum weiteren Umsatzrückgang bei. Relativ risikolos sind daher Coverversionen. Wenn „Smoke on the water“ früher gelaufen ist, läuft es mit einem Technobeat vielleicht auch heute. Sicher ist das aber auch nicht.

Noch ein Beispiel zum Abschluß. Chris Rea hat sich nach erfolgreichem Kampf gegen den eigenen Krebs entschlossen, nur noch reinen Blues zu machen. Die Plattenfirma verlangte, er solle sich selber covern, das Blues-Zeugs könne man nicht verkaufen. Chris Rea wäre mit einer Neuauflage seiner größten Hits schnell wieder im Geschäft gewesen.

Es ist, wie es ist, da hilft kein Jammern. Wer regt sich nicht über den Kübelböck auf? Gibt es nicht viele weit bessere, unbekannte Bands? Nun, er ist oben in den Charts, die anderen nicht! Das ist der Fakt!

Hi Stephan,

Und in den
„Erwachsenen-Charts“ (sprich: Album-Charts) sieht man zwar hin
und wieder auch die „Superstars“&Co. auf den vorderen Plätzen

  • aber nie für lange!

Hihi, den Begriff muß ich mir merken …

In den Top-Ten sehe ich da zur Zeit
Beyoncé Knowles, Robbie Williams, Wir sind Helden, Eros
Ramazotti, Metallica, Evanescence, Simply Red… ich würde
nicht sagen, daß die alle nicht singen und songwriten können!
(Und sie haben auch nicht viele Cover auf ihren Scheiben!)

Ja, da muß ich Dir auch teilweise Recht geben. Dennoch manifestieren sich die Verkaufszahlen ja nicht nur in den zugegebenermaßen eher erwachsenenorientierten Album-Charts. Die Jugendlichen, die sich - wie wir alle zu diesen Zeiten damals auch - die Single von diesem oder jenem kaufen, machen schon auch einen gewissen Teil des Umsatzes aus. Außerdem werden auf den einschlägigen Musiksendern ja nun nicht wirklich alle Tracks eines Albums gespielt (wie auch ohne Video). Das macht schon eine Menge im Meinungsbildungs- und Kaufanreizprozeß aus. Dazu kommen dann noch die Radiosender, die in der Regel auch nur als Single veröffentlichte Tracks spielen. Wenn man dann auch noch die Tatsache berücksichtigt, daß viele Alben - auch die der von Dir genannten Interpreten (ich liebe dieses Wort aus Viktor-Worms-Zeiten) gehören da teilweise dazu - bis auf die als Single veröffentlichten Tracks nicht wirklich ertägliche Songs enthalten, dann kommt man schon zu dem Schluß, daß die Single-Charts nicht der schlechteste Anhaltspunkt sind.

Ich gebe zu, daß einige CDs mit der Zeit wirklich besser werden (ist mir beim letzten Apocalyptica-Album Reflections passiert. Fand ich zuerst, trotzdessen ich schon lange Jahre Fan bin und mich die Jungs sowohl von der CD als auch live echt begeistern viel zu laut und zu verspielt. Mittlerweile habe ich nach mehrfachem Hören echt Spaß an der CD gefunden.). Aber manche Covers oder auch tatsächlich neue Songs taugen nun mal wirklich nicht zu viel mehr als ein- oder zweimaligem Hören. Hier mag sich jeder selbst ein Bild machen. Ich selbst habe jedenfalls die Musik gern, die sowohl live als auch von der Scheibe in der Lage ist, Gänsehaut, Begeisterung oder was auch sonst immer zu wecken. Alles andere ist und bleibt Schund wie unsere DSDS-„Künstler“, Bro’Sis oder wie die alle noch heißen. Das ist dann halt kommerzielle Massenware, die man genauso schnell wieder vergißt, wie sie erschienen ist. Es ist übrigens eine wahre Freude, sich mal ganz ungestört am heimischen CD-Schrank auszutoben und die ganzen Jugendsünden hervorzukramen. Ich habe mir neulich mal den Spaß gemacht und eine Auswahl der schrecklichsten Singles auf CD gebrannt (von Blümchen über Right Said Fred bis Nick Kamen und Sin With Sebastian war da alles dabei… Ist ganz lustig beim Autofahren … :wink:) ).

Apropos Cover: Ich bin auf ein Cover tatsächlich gespannt: Anfang Oktober kommt ein Cover von Rammsteins „Seemann“ gesungen von Nina Hagen und gespielt von Apocalyptica heraus. Das wird bestimmt ein Cover, daß nicht nur Neues aus einem Lied macht, sondern auch sonst wahrscheinlich an Schrägheit und Originalität kaum zu überbieten ist.

Bis denn dann,

Felix
PS.: Entschuldigt die vielen Cello-Beispiele, aber ich bin nun einmal Fan von Eicca, perttu und Paavo, da fallen mir halt immer auch Sachen zu diesem Thema dazu ein.

Hi Markus,

die Version war bestimmt ganz fürchterlich… Ist wohl irgendiwe an mir (zum Glück ???) vorbeigegangen.

Bis denn dann,

Felix

die Version war bestimmt ganz fürchterlich… Ist wohl
irgendiwe an mir (zum Glück ???) vorbeigegangen.

Hi Felix, hoch mal hier :wink:)
http://mafeu.mine.nu/tmp/graphixx.mp3 (355KB, erst speichern)
Hoffe, das verstößt gegen nichts!? Kurze Hörprobe!
Gruß, Markus

off topic: zum Thema Nichten
Hi Sybille,

meine Nichten, erst 6 und 8, haben letzte Woche bei ihrem Besuch die erste Schallplatte (Supertramp) ihres Lebens gesehen und waren völlig begeistert.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht.

Das nur zum Thema Nichten und Musik.

Gruß

ALex

Hi Feanor,

erst mal leicht off topic

Schule brennt - Extrabreit

die Version find’ ich eigentlich ganz witzig

Hmm, naja :wink:

Blinded by the light - Manfred Mann

das war ja selber schon 'ne Coverversion, das Original ist von
Bruce Springsteen…

Richtig, aber das weiss kaum jemand :wink:

und das leitet dann auch schon schön über. Eigentlich ist die
Coverei doch schon zu allen Zeiten dagewesen. Ich möchte nicht
wissen, wie viele Versionen von Yesterday oder Blue Suede
Shoes im Laufe der Zeit eingespielt worden sind. Ich finde es
per se auch nicht sonderlich verwerflich, einen guten Song in
neuem Gewand einzuspielen, da kommen manchmal wirklich
interessante Sachen raus (z. B. Wall of Voodoo: Ring of Fire.
Da klingt der olle Johnny Cash geradezu langweilig.
Andererseits finde ich seine Version von The Mercy Seat
interessanter als das Original von Nick Cave…)

Da stimme ich mit Dir auch überein. Interessanterweise wurde „You can leave your hat on“ glaube ich nur dreimal gecovert (bei dem übrigens auch viele der Meinung sind, das Original stamme von Joe Cocker).
Ring of Fire wurde 24xgecovert.
Nach meinen Recherchen ist aber eine recht interessante Entwicklung der ganzen „coverei“ zu beobachten. Ich habe mir mal einige Sachen herausgesucht (allerdings sicher nicht repräsentativ):
Die Songs wurden zumeist schon 1-2 Jahre nach erscheinen gecovert. Danach war Funkstille. Allerdings fing es 1994 an, das die „coverei“ deutlich zunahm. So erschienen die meisten Cover-Versionen eines Titels ab 1994/95 und die Titel wurden zwischen 1995 und 2003 deutlich öfetr gecovert, als in der Zeit zuvor (Beispiele waren aus den 70ern und 80ern). Deutlich wird das z.B. bei „How soon is now“.
Demnach liege ich mit meiner Vermutung scheinbar garnichtmal so daneben, das heute deutlich mehr gecovert wird, als noch vor 10 Jahren.

Gut, ich finde das, was man uns als „80s-Trance“ verkaufen
will, auch eher laaangweilig (warum nur werden ausgerechnet
die schlechtesten Songs der 80er gecovert…) und nehme
zur Kenntnis, dass der größte Teil der durch die
Musikindustrie gepushten „Künstler“ keinerlei musikalisches
Können aufweist und demzufolge auch nicht in der Lage ist,
eigene Musik zu schreiben, aber so what? Es gibt
augenscheinlich einen Markt dafür. Nun war das in den 70ern
(Bony M., Silver Convention usw.), 80ern (Milli Vanilli) und
90ern (der ganze Boy Group Krempel) auch nicht anders.

Aber trotzdem haben (zumindest in den 70ern und 80ern) die meisten wenigstens was eigenes hinbekommen, auch wenns grausam war :wink:

So bleibt für mich alles wie gehabt. MTVs Niedergang begann
mit der Einführung deutscher VeeJays, VIVA hat sich relativ
zügig auf Einheitsbrei umgestellt, es plätschert maximal
nebenher und wird ansonsten ignoriert. Wer braucht das schon.

Stimmt. Mit Ray Cokes war es unterhaltsamer :wink:

Gute Musik kommt aus der eigenen CD-Sammlung. Viva la
Stereoanlage…

Das unterschreibe ich sofort !!!
Gruss Sebastian

Jepp
Hi Helge,

es gibt aber auch gute Covers in letzter Zeit…:

Alien ant Farm - Smooth Criminal

Stimmt. Habe ich heute im Radio gehört (oh wunder). Aber mal ehrlich:
Wenn Michael(a) Jackson gecovert wird, kanns eigentlich nur das Original übertreffen, oder? Dahingehend war das MJ-Cover von den Bates auch recht gut.
Gruss Sebastian

@all
Hallo nochmal,
zuerst möchte ich mich bedanken, das es tatsächlich kein pro/contra Cover Thread geworden ist. Es scheint Einvernehmlichkeit zu herrschen, das es auch durchaus gute Cover-Versionen gibt (mein Favorit: The Passenger - Siouxsie and the banshees), aber ich mit meiner Vermutung, das es in letzter Zeit deutlich zunimmt, nicht allein dastehe. Interessant ist auch die Tatsache, das es wohl einige Songs gibt, bei denen die Cover-Version deutlich bekannter als das Original ist (z.B. Spirit in the Sky).
Ich danke euch nochmals für die Beiträge und teils auch recht interessanten Theorien über das Thema.
Beste Grüsse aus HH
Sebastian

Hi Felix!

Es ist
übrigens eine wahre Freude, sich mal ganz ungestört am
heimischen CD-Schrank auszutoben und die ganzen Jugendsünden
hervorzukramen. Ich habe mir neulich mal den Spaß gemacht und
eine Auswahl der schrecklichsten Singles auf CD gebrannt (von
Blümchen über Right Said Fred bis Nick Kamen und Sin With
Sebastian war da alles dabei… Ist ganz lustig beim
Autofahren … :wink:) ).

*lol* Das kenne ich! Vor 10 Jahren war meine unangefochtene Lieblingsband „2 Unlimited“ und ich habe bestimmt 10 Maxis von denen =) Die haben das damals allerdings auch geschickt gemacht und auf das Album immer nur irgendwelche halbfertigen Versionen der Songs gemacht und erst für die Single richtig aufpoliert - Sch*** Geldmacherei! :wink:

Ciao, Stephan

Wie ist das mit den Rechten?
Hallo Klaus

Da du selbst Musiker bist…

Wenn nun eine Band von wem auch immer covert. Müssen die nicht Lizenzen an den Urheber zahlen?
Oder wie läuft das?

Ratz

Hallo Klaus

Da du selbst Musiker bist…

Wenn nun eine Band von wem auch immer covert. Müssen die nicht
Lizenzen an den Urheber zahlen?
Oder wie läuft das?

Hi Ratz,

wenn man ein Stück 1 zu 1 covert, braucht man zunächst die Erlaubnis des Urhebers bzw. den bei der Gema eingetragenen Komponisten. Wenn ich zB „Über den Wolken“ als Hardrock-Version covern möchte und dem Reinhard Mey meine Version nicht gefällt, dann habe ich Pech gehabt. Sollte es ihm gefallen und es wird ein Hit, dann regelt die GEMA, daß auch Reinhard Mey als Urheber mitverdient. Da gibt es dann ziemlich klare Sätze wer, wann, wieviel, für was an Geld bekommt.

Tipp: Gib unter http//:www.google.de einmal „Wie funktioniert Gema“ ein. Dann kommen verschiedene Links, auch kritische rund um die Gema.

Stimmt. Habe ich heute im Radio gehört (oh wunder). Aber mal
ehrlich:
Wenn Michael(a) Jackson gecovert wird, kanns eigentlich nur
das Original übertreffen, oder? Dahingehend war das MJ-Cover
von den Bates auch recht gut.
Gruss Sebastian

jaaaaa, ok. da hast du recht. Bates (Billie Jean) waren schon zu alt fand ich, ich dachte es geht um aktuelle Cover… ist aber klasse :smile:

Selbst Otto cover MJ besser als MJ :smile:

HH