Hi!
Kann mir jemand erklären, was ein Countertenor ist? Ich weiß zwar, daß sie sehr hoch singen können, aber wie machen die das.
Danke
Andreas
Hi!
Kann mir jemand erklären, was ein Countertenor ist? Ich weiß zwar, daß sie sehr hoch singen können, aber wie machen die das.
Danke
Andreas
Hallo, Andreas!
Mal ganz abgesehen davon, daß Deine Frage eigentlich ins „kulturelle“ Brett gehört 
Der Begriff „Countertenor“ bezeichnet nichts anderes als eine männliche Altstimme. (Grobe Einteilung von hoch nach tief: Frauen: Sopran - Mezzosopran - Alt; Männer: Tenor - Bariton - Baß). Countertenöre singen im Falsett (manchmal als „Kopfstimme“ bezeichnet). Das ist nun zunächst mal gar nichts Ungewöhnliches; Falsett „kann“ jede männliche Stimme und wird auch z.B. beim Jodeln verwendet (ständiger Übergang zwischen „Bruststimme“ und „Kopfstimme“). Dann und wann hört man Falsett auch in der Popmusik (Chris de Burgh z.B.).
Der Unterschied zu einem „klassischen“ Countertenor liegt schlichtweg in der Übung; im Englischen wird daher auch unterschieden zwischen „natural falsetto“ (im Dt. manchmal Fistelstimme genannt) und „artistic falsetto“.
Ein Countertenor leidet also nicht etwa unter einer ausgebliebenen Kehlkopfentwicklung (wie anno damals bei Kastratensängern). Zitat aus dem MGG (Musik in Geschichte und Gegenwart; Stichwort. „Singen“): „Es handelt sich vielmehr um eine natürliche Stimmfunktion eines normal entwickelten Kehlkopfes, die jedem Mann zur Verfügung steht, auch wenn er sie manchmal nicht kennt. Selbstverständlich ist diese Stimme nicht in jedem Falle von einer solchen Qualität, daß ein künstlerischer Gebrauch möglich ist.“
Ich hoffe, Dir damit geholfen zu haben.
Gruß,
Georg
Rehi,
Countertenöre sind Männer, die Frauenstimmen singen können, oftmals Alt, aber auch Mezzosopran und Sopran. Dabei nutzen sie ihre Kopfstimme, die sonst noch beim Jodeln genutzt wird, auch Margot und Maria Hellwig nutzen die Kopfstimme dabei.
Jedoch stimme ich meinem Vorredner nicht zu, daß eine nur selten wohlklingend ist. Nur müßte sie m.E. geschult werden, sodaß die Technik einen Wohlklang hervorbringe. (Nicht wie Stefan Raab, als er das Gesangstalent von Arabella interpretierte)
Ein sehr bekannter Countertenor ist z.B. Axel Köhler aus Halle oder Leipzig. Er hat erst Bariton gelernt (das ist nicht tief genug für Baß und zuwenig hoch fürn Tenor) und dann irgendwann seine Kopfstimme kultiviert, mit der gleichen Technik.
Übrigens, in seinen ersten konzertprogrammen wurde darauf hingewiesen, daß er Vater zweier Kinder sei und sich bester Gesundheit erfreue.
Es gibt noch andere Countertenöre, aber leider kann ich mir Namen nicht merken.
Gruß
Winni
Jedoch stimme ich meinem Vorredner nicht
zu, daß eine nur selten wohlklingend ist.
Hab’ ich doch gar nicht gesagt, oder? 
Nur müßte sie m.E. geschult werden, sodaß
die Technik einen Wohlklang hervorbringe.
eben!
Er hat erst Bariton gelernt
Ich hab’ mal gehört, daß Bariton die übliche (Sprech-)stimmlage von (klassisch ausgebildeten) Countertenören sei - ob das allerdings so stimmt, weiß ich nicht.
Ein ganz hervorragender Countertenor ist David James vom „Hilliard Ensemble“. CD-Tips: Jan Garbarek / Hiliard Ensemble: Officium und Mnemosyne sowie Hilliard Ens. - Perotin. (alles bei ECM erschienen).
Gruß,
Georg