technisches zu emule und kazaa

Von: , Frage gestellt am Mo, 22. Sep 2003

ich habe ein paar fragen zu emule und kazaa:

1) (wie) kann die musikindustrie rausfinden wer sich wann was runterläd ?

2) wie lange können die das nachvollziehen (wissen die auch noch, was sich jemand vor 3 jahren mal runtergeladen hat) ?

3) was droht als strafe ?

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: technisches zu emule und kazaa

    Hallo Steklo, 1) (wie) kann die musikindustrie rausfinden wer sich wann was
    runterläd ?
    Jeder Rechner verfügt über eine eindeutig identifizierbare IP-Adresse. Avis oder MP3's, die Du aus dem Netz saugst, werden an diese Adresse verschickt. Die Musikindustrie selbst hat m. W. keine Handhabe Deinen Rechner zu checken, dafür gibt's Aufsichtsbehörden als Instrumente der Exekutive.
    2) wie lange können die das nachvollziehen (wissen die auch
    noch, was sich jemand vor 3 jahren mal runtergeladen hat) ?
    Besteht aufgrund dieser Nachvollziehbarkeit Deiner Downloads ein begründeter Verdacht, dass Du gegen das Urheberrecht verstoßen hast, kann sich die Polizei einen Haussuchungsbefehl besorgen und Deinen Rechner auf Dateien durchsuchen, die Du Dir widerrechtlich angeeignet hast.
    3) was droht als strafe ?
    Je nach Schwere kann sogar eine Freiheitsstrafe verhängt werden, das ist aber eher dann wahrscheinlich, wenn Dir mit dem Datenklau gewerbsmäßiger Handel nachgewiesen wird. Eine Geldstrafe ist im minder schweren Fall schon eher drin.

    Gruß, Andrea

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: technisches zu emule und kazaa

      Hi Avis oder MP3's, die Du aus dem Netz saugst,
      werden an diese Adresse verschickt. Die Musikindustrie selbst
      hat m. W. keine Handhabe Deinen Rechner zu checken, dafür
      gibt's Aufsichtsbehörden als Instrumente der Exekutive.
      über emule werden dateifragmente gesaugt und lokal zusammengesetzt. inwie weit ist denn das nachvollziebar, wenn ein mp3 aus 257 quellen stammt? da müsste doch direkter zugriff auf meine platte erfolgen. Oder meinst du die protokollieren jedes kilobitbröckchen von 2% der mp3, und beweisen mir das ich dasuzzle zusammengesetzt hab?

      HH

      • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Senfdazugeb

        Servus Helge,

        Emule kenne ich nur vom Hörensaugen ähhhhhh... Hörensagen. Wie sich der Gesetzgeber die Verfolgbarkeit von Datenklau vorstellt, entzieht sich auch meiner Kenntnis. Das wissen DIE doch wahrscheinlich selbst noch nicht. Die Staatsanwälte werden sich bestimmt freuen, wenn sie jetzt Überstunden schieben dürfen, um neben den kleinen Kiffern jetzt auch die Kazaalesen kriminalisieren zu dürfen.
        Ich glaube, das wird jetzt alles schön hochgekocht, hier mal ein Exempel, da mal eine Drohgebärde. Die Leute sollen in erster Linie sensibilisiert werden für den Straftatbestand, den sie ja unzweifelhaft erfüllen. Und wenn ich mich in die Rolle von Frau Musikindustrie versetze - ich würde auch auf den Putz hauen, wenn mir das Geschäft einbricht.
        So, das war jetzt wenig technisch, denn vom Hintergrund habe ich ehrlichgesagt auch nur die Pro7-Ahnung.

        Gruß, Andrea über emule werden dateifragmente gesaugt und lokal
        zusammengesetzt. inwie weit ist denn das nachvollziebar, wenn
        ein mp3 aus 257 quellen stammt? da müsste doch direkter
        zugriff auf meine platte erfolgen. Oder meinst du die
        protokollieren jedes kilobitbröckchen von 2% der mp3, und
        beweisen mir das ich dasuzzle zusammengesetzt hab?

        HH

        • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Senfdazugeb

          Servus Helge,

          Emule kenne ich nur vom Hörensaugen ähhhhhh... Hörensagen. Wie
          sich der Gesetzgeber die Verfolgbarkeit von Datenklau
          vorstellt, entzieht sich auch meiner Kenntnis.
          Ganz einfach: Die Provider werden ja jetzt schon angehalten die IP-Adressen länger als bisher zu speichern (wie lange steh in irgendwelchen Gesetzpapieren oder so). Ebenso Werden durch "sanfte" Massnahmen wie z.B. die Änderung des Urheberrechts und andere "kleinerer" gesetze der Zugriff auf solche Daten geebnet. Also ist es für den kleinen Rechtsanwalt eben leichter auf die Daten zuzugreifen, da diese länger bestehen, als die Einleitung des Verfahrens dauert und somit eben mehr Beweise bestehen.

          Ansonsten schliesse ich mich dem natürlich an. Ist genauso als wenn der Prof.Dr. Dr. Dr. Irgendwas sagt, der könne durch Tunneln Zeitreisen ermöglichen. Ja, klar! Im Reagenzglas, ja. Aber das ist ja immer ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis ;-)
          Also: Abwarten, sensibilisieren, Tee trinken *g*


          Gruß
          h.

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: technisches zu emule und kazaa

      1) (wie) kann die musikindustrie rausfinden wer sich wann was
      runterläd ?
      Jeder Rechner verfügt über eine eindeutig identifizierbare
      IP-Adresse. Avis oder MP3's, die Du aus dem Netz saugst,
      werden an diese Adresse verschickt. Die Musikindustrie selbst
      hat m. W. keine Handhabe Deinen Rechner zu checken, dafür
      gibt's Aufsichtsbehörden als Instrumente der Exekutive.
      dann kann man also davon ausgehen, daß man solange die downloads "zurückverfolgen" kann, wie der provider die ip-adresse protokoliert?

      p.s.
      ich bin selber nicht so der große "sauger", ich frage eher aus interesse (glaubts mir einfach mal).

      • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: technisches zu emule und kazaa

        dann kann man also davon ausgehen, daß man solange die
        downloads "zurückverfolgen" kann, wie der provider die
        ip-adresse protokoliert?
        Kann man. p.s.
        ich bin selber nicht so der große "sauger", ich frage eher aus
        interesse (glaubts mir einfach mal).
        Rechtfertigung? Unnötig ;-)

      • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
        weitere Frage: IP-Adresse

        Jeder Rechner verfügt über eine eindeutig identifizierbare
        IP-Adresse. Avis oder MP3's, die Du aus dem Netz saugst,
        werden an diese Adresse verschickt. Die Musikindustrie selbst
        hat m. W. keine Handhabe Deinen Rechner zu checken, dafür
        gibt's Aufsichtsbehörden als Instrumente der Exekutive.
        dann kann man also davon ausgehen, daß man solange die
        downloads "zurückverfolgen" kann, wie der provider die
        ip-adresse protokoliert?
        Hallo,

        ich hab noch eine Frage zur IP-Adresse:
        Ist diese mit meinem Internetanschluss oder mit meinem PC "verbunden"? Soll heißen, wenn ich meinen alten PC gegen einen neuen tausche und wieder über den gleichen Internetzugang ins Internet gehe, habe ich dann wieder dieselbe IP oder eine neue?

        Oder wird die IP prinzipiell bei jedem neuen Einstieg ins Internet neu generiert (aber zwecks Rückverfolgung irgendwo gespeichert)?

        Freundliche Grüße, Jerry

        • Antwort von nach 6 Stunden 2 hilfreich
          Re: weitere Frage: IP-Adresse

          Hallo,
          mit deinem PC hat das nichts zu tun, schon eher mit deinem ISP (Internet Service Provider, also z.B. T-online) und deinem Tarif. Ich kenne es so, dass mit jeder neuen Einwahl in´s Internet eine neue IP-Adresse vergeben wird. Da die ISP diese aber für ne Weile speichern, ist ein theoretischer Rückgriff auf den entsprechenden Rechner möglich.

          Andreas

          • Antwort von nach 7 Stunden 2 hilfreich
            Re^2: weitere Frage: IP-Adresse

            ich hab mich mal informiert:
            die ip-protokolle werden genau 80 tage lang gespeichert, danach ist man "anonym". also kann niemand sagen, was man vor 81 tagen im internet gemacht hat.

            dieser zeitraum soll allerdings per gesetz auf 6-9 monate ausgeweitet werden, um besser gegen internet-kriminelle vorgehen zu können [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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