(wie) kann die musikindustrie rausfinden wer sich wann was
runterläd ?
Jeder Rechner verfügt über eine eindeutig identifizierbare IP-Adresse. Avis oder MP3’s, die Du aus dem Netz saugst, werden an diese Adresse verschickt. Die Musikindustrie selbst hat m. W. keine Handhabe Deinen Rechner zu checken, dafür gibt’s Aufsichtsbehörden als Instrumente der Exekutive.
wie lange können die das nachvollziehen (wissen die auch
noch, was sich jemand vor 3 jahren mal runtergeladen hat) ?
Besteht aufgrund dieser Nachvollziehbarkeit Deiner Downloads ein begründeter Verdacht, dass Du gegen das Urheberrecht verstoßen hast, kann sich die Polizei einen Haussuchungsbefehl besorgen und Deinen Rechner auf Dateien durchsuchen, die Du Dir widerrechtlich angeeignet hast.
was droht als strafe ?
Je nach Schwere kann sogar eine Freiheitsstrafe verhängt werden, das ist aber eher dann wahrscheinlich, wenn Dir mit dem Datenklau gewerbsmäßiger Handel nachgewiesen wird. Eine Geldstrafe ist im minder schweren Fall schon eher drin.
Avis oder MP3’s, die Du aus dem Netz saugst,
werden an diese Adresse verschickt. Die Musikindustrie selbst
hat m. W. keine Handhabe Deinen Rechner zu checken, dafür
gibt’s Aufsichtsbehörden als Instrumente der Exekutive.
über emule werden dateifragmente gesaugt und lokal zusammengesetzt. inwie weit ist denn das nachvollziebar, wenn ein mp3 aus 257 quellen stammt? da müsste doch direkter zugriff auf meine platte erfolgen. Oder meinst du die protokollieren jedes kilobitbröckchen von 2% der mp3, und beweisen mir das ich dasuzzle zusammengesetzt hab?
Emule kenne ich nur vom Hörensaugen ähhhhhh… Hörensagen. Wie sich der Gesetzgeber die Verfolgbarkeit von Datenklau vorstellt, entzieht sich auch meiner Kenntnis. Das wissen DIE doch wahrscheinlich selbst noch nicht. Die Staatsanwälte werden sich bestimmt freuen, wenn sie jetzt Überstunden schieben dürfen, um neben den kleinen Kiffern jetzt auch die Kazaalesen kriminalisieren zu dürfen.
Ich glaube, das wird jetzt alles schön hochgekocht, hier mal ein Exempel, da mal eine Drohgebärde. Die Leute sollen in erster Linie sensibilisiert werden für den Straftatbestand, den sie ja unzweifelhaft erfüllen. Und wenn ich mich in die Rolle von Frau Musikindustrie versetze - ich würde auch auf den Putz hauen, wenn mir das Geschäft einbricht.
So, das war jetzt wenig technisch, denn vom Hintergrund habe ich ehrlichgesagt auch nur die Pro7-Ahnung.
Gruß, Andrea
über emule werden dateifragmente gesaugt und lokal
zusammengesetzt. inwie weit ist denn das nachvollziebar, wenn
ein mp3 aus 257 quellen stammt? da müsste doch direkter
zugriff auf meine platte erfolgen. Oder meinst du die
protokollieren jedes kilobitbröckchen von 2% der mp3, und
beweisen mir das ich dasuzzle zusammengesetzt hab?
(wie) kann die musikindustrie rausfinden wer sich wann was
runterläd ?
Jeder Rechner verfügt über eine eindeutig identifizierbare
IP-Adresse. Avis oder MP3’s, die Du aus dem Netz saugst,
werden an diese Adresse verschickt. Die Musikindustrie selbst
hat m. W. keine Handhabe Deinen Rechner zu checken, dafür
gibt’s Aufsichtsbehörden als Instrumente der Exekutive.
dann kann man also davon ausgehen, daß man solange die downloads „zurückverfolgen“ kann, wie der provider die ip-adresse protokoliert?
p.s.
ich bin selber nicht so der große „sauger“, ich frage eher aus interesse (glaubts mir einfach mal).
Emule kenne ich nur vom Hörensaugen ähhhhhh… Hörensagen. Wie
sich der Gesetzgeber die Verfolgbarkeit von Datenklau
vorstellt, entzieht sich auch meiner Kenntnis.
Ganz einfach: Die Provider werden ja jetzt schon angehalten die IP-Adressen länger als bisher zu speichern (wie lange steh in irgendwelchen Gesetzpapieren oder so). Ebenso Werden durch „sanfte“ Massnahmen wie z.B. die Änderung des Urheberrechts und andere „kleinerer“ gesetze der Zugriff auf solche Daten geebnet. Also ist es für den kleinen Rechtsanwalt eben leichter auf die Daten zuzugreifen, da diese länger bestehen, als die Einleitung des Verfahrens dauert und somit eben mehr Beweise bestehen.
Ansonsten schliesse ich mich dem natürlich an. Ist genauso als wenn der Prof.Dr. Dr. Dr. Irgendwas sagt, der könne durch Tunneln Zeitreisen ermöglichen. Ja, klar! Im Reagenzglas, ja. Aber das ist ja immer ein Unterschied zwischen Theorie und Praxis
Also: Abwarten, sensibilisieren, Tee trinken *g*
Jeder Rechner verfügt über eine eindeutig identifizierbare
IP-Adresse. Avis oder MP3’s, die Du aus dem Netz saugst,
werden an diese Adresse verschickt. Die Musikindustrie selbst
hat m. W. keine Handhabe Deinen Rechner zu checken, dafür
gibt’s Aufsichtsbehörden als Instrumente der Exekutive.
dann kann man also davon ausgehen, daß man solange die
downloads „zurückverfolgen“ kann, wie der provider die
ip-adresse protokoliert?
Hallo,
ich hab noch eine Frage zur IP-Adresse:
Ist diese mit meinem Internetanschluss oder mit meinem PC „verbunden“? Soll heißen, wenn ich meinen alten PC gegen einen neuen tausche und wieder über den gleichen Internetzugang ins Internet gehe, habe ich dann wieder dieselbe IP oder eine neue?
Oder wird die IP prinzipiell bei jedem neuen Einstieg ins Internet neu generiert (aber zwecks Rückverfolgung irgendwo gespeichert)?
Hallo,
mit deinem PC hat das nichts zu tun, schon eher mit deinem ISP (Internet Service Provider, also z.B. T-online) und deinem Tarif. Ich kenne es so, dass mit jeder neuen Einwahl in´s Internet eine neue IP-Adresse vergeben wird. Da die ISP diese aber für ne Weile speichern, ist ein theoretischer Rückgriff auf den entsprechenden Rechner möglich.
ich hab mich mal informiert:
die ip-protokolle werden genau 80 tage lang gespeichert, danach ist man „anonym“. also kann niemand sagen, was man vor 81 tagen im internet gemacht hat.
dieser zeitraum soll allerdings per gesetz auf 6-9 monate ausgeweitet werden, um besser gegen internet-kriminelle vorgehen zu können
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
dieser zeitraum soll allerdings per gesetz auf 6-9 monate
ausgeweitet werden, um besser gegen internet-kriminelle
vorgehen zu können
die sollen mal besser ihre energien in das aufspüren von kinderpornoringen stecken und nicht teenager im kazaafieber kriminalisieren. aber ich weiß schon, die musikindustrie hat eine größere lobby als vergewaltigte kinder. traurig.
dieser zeitraum soll allerdings per gesetz auf 6-9 monate
ausgeweitet werden, um besser gegen internet-kriminelle
vorgehen zu können
die sollen mal besser ihre energien in das aufspüren von
kinderpornoringen stecken und nicht teenager im kazaafieber
kriminalisieren. aber ich weiß schon, die musikindustrie hat
eine größere lobby als vergewaltigte kinder. traurig.
naja, kinderpornovertreiber sind ja dann auch länger nachvollziehbar…
mein vorschlag gegen raubkopien wäre, daß in jeder cd eine codenummer ist, mit deren hilfe man 50 mb musik (oder so) legal herunterladen darf.
also quasi „wer eine cd ehrlich kauft, darf sich eine runterladen“.
wäre doch ein fairer kompromiss!
mein vorschlag gegen raubkopien wäre, daß in jeder cd eine
codenummer ist, mit deren hilfe man 50 mb musik (oder so)
legal herunterladen darf.
also quasi „wer eine cd ehrlich kauft, darf sich eine
runterladen“.
wäre doch ein fairer kompromiss!
Sei mir nicht böse, aber der Satz is wohl eher was fürs Witzebrett.
Aber wär lustig, was für ne Reaktion Du bei der Musikindustrie erntest, wenn Du das mal vorschlägst )
Mal abgesehen davon, dass ich das für technisch schwierig umsetzbar hielte, halte ich es auch für moralisch bedenklich: Mit gleicher Logik könnte ich mir auch ein Auto knacken gehen, weil „das Letzte hab ich mir eh ehrlich gekauft“ …
Freundliche Grüße & Vielen Dank euch für die Erläuterung über die IP-Adressen,
dieser auto-musik vergleich hinkt, es ist die standartreaktion bei diskussionen. ein auto ist ein materielles „ding“ und kann mit einem musikstück kaum verglichen werden.
dieser auto-musik vergleich hinkt, es ist die standartreaktion
bei diskussionen. ein auto ist ein materielles „ding“ und kann
mit einem musikstück kaum verglichen werden.
genau! wenn müsste der vergleich so ausehen, daß ich das auto nicht klaue, sondern (mit meinem eigenen material) nachbaue!
ich finde das lächerlich kopieren als diebstahl zu bezeichnen, denn beim diebstahl wird jemandem etwas weggenommen.
beim diebstahl entsteht verlust, beim kopieren entsteht lediglich kein gewinn.
ich fände die regel gut, weil man das illegale kopieren nur so auf eine legale behn bringen könnte…
denn beim diebstahl wird jemandem etwas weggenommen.
beim diebstahl entsteht verlust, beim kopieren entsteht
lediglich kein gewinn.
eigentlich ist es noch stärker: erst wenn du kopierte cds weiterverkaufst, entsteht ein echter schaden. du verdienst sozusagen geld auf kosten eines anderen - das wäre diebstahl. es stimmt jedoch nicht, daß jede runtergeladene cd auch gekauft worden *wäre*. das kann schonmal nicht sein, denn soviele werden gar nicht produziert. außerdem nimmt die anzahl der produzierten cds durch herunterladen nicht ab. hmmm. ein thema für das ethik/rechtsbrett…