Metal 80er/90er Tipps Vergleichbares heute?

Hallo liebe Metal-Freunde,

mich interessiert, ob es heute stilmäßig ähnliche Bands gibt wie die aus den 80ern/90ern
(z. B. Richtung sog. „Glam Rock“ – seufz, waren das schöne Zeiten…).

Ich bin zwar seit 13 Jahren Metal-Fan, höre aber nur die Sachen von Mitte der 80er bis
Anfang der 90er (Death Metal gar nicht mehr).

Rock Hard habe ich bis 1993 regelmäßig gelesen und erst wieder eine Ausgabe vor ein
paar Jahren gekauft und in dieser von den meisten Bands noch nie etwas gehört.
Insgesamt habe ich also irgendwie den Anschluss verloren.

Bei amazon habe ich ein bisschen in den Neuerscheinungen gestöbert, jedoch bald entnervt
aufgegeben, da sich für mich alles irgendwie gleich schrottig anhörte. Lediglich von Edguy
haben mir ein paar Songs gefallen.

Es gibt doch bestimmt Metal-Fans, die die Szene seit den 80ern bis heute verfolgt haben?

Hier willkürlich aufgezählt einige Bands, damit ihr euch ein Bild von dem Stil, den ich
meine, machen könnt:
Cinderella, Poison, Pretty Maids, Bonfire, Warrant, Queensryche, Bon Jovi (nur die
ersten 3 Alben), PC 69 (die ersten 2 Alben), Enuff Z’Nuff (bis zum genialen „Strength“),
Def Leppard etc.

Es geht mir nicht um weitere Alben der genannten Bands, sondern um die neueren Bands
ähnlichen Stils, sollte es solche geben.

Vielen Dank für alle Antworten!

Grüße
Kris

Hallo Kris

Cinderella, Poison, Pretty Maids, Bonfire, Warrant,
Queensryche, Bon Jovi (nur die ersten 3 Alben), PC 69 (die ersten 2
Alben), Enuff Z’Nuff (bis zum genialen „Strength“),
Def Leppard etc.

Hmmm… da würde ich doch denken, dass etwas in Richtung Melodic Metal passen könnte. Allenfalls Progressive. Anspieltips:

Helloween -> insbesondere seit Andi Deris (ex-Sänger von PC 69) dabei ist
Dream Theater
Iron Maiden -> Ok, klassischer ‚New Wave of British Heavy Metal‘, aber immer noch hörenswert
Gamma Ray
Blind Guardian
Rhapsody
Luca Turilli
Masterplan

Etwas weniger Heavy Metal, mehr Rock:

Glenn Hughes
Joe Lynn Turner

Beide haben mal irgendwie bei den frühen Rainbow, Black Sabbath, Deep Purple mitgemischt…

CU
Peter

Hallo liebe Metal-Freunde,

Moin

mich interessiert, ob es heute stilmäßig ähnliche Bands gibt
wie die aus den 80ern/90ern
(z. B. Richtung sog. „Glam Rock“ – seufz, waren das schöne
Zeiten…).

die sind aber doch noch nicht zuende.

Ich bin zwar seit 13 Jahren Metal-Fan, höre aber nur die
Sachen von Mitte der 80er bis
Anfang der 90er (Death Metal gar nicht mehr).

da hast Du wirklich was versäumt. Zum Beispiel Dream Theater. Und über die würd’ ich mich an Deiner Stelle auch wieder rantasten. Wenn Dir das zu Beginn zu sperrig ist solltest Du mal Spock’s Beard hören.

Viel Spaß.

jp

Hi Kris,

„Dream Theater“ ist derzeit sicher das Mass aller Dinge. John Petrucci spielt eine fast unglaubliche Gitarre, Mike Portnoy ist der für mich beste Metal-Drummer in der Szene und Derek Sherinian bringt spektakuläre Keyboards in die Mucke. Als Einstieg würde ich das Live-Album „Once In A Livetime“ empfehlen.

Etwas melodischer so in Richtung „Marillion“ geht die Band „Arena“ zur Sache. Wunderbarer epischer ProgRock allererster Sahne! Anspielen solltest du das Stück „The Hanging Tree“ vom Album „The Visitor“.

„Symphony X“ war für mich auch eine Entdeckung in den letzten Jahren. Die Musik geht ab wie ein Zäpfchen!

Zum Abschluss noch eine recht unbekannte Band: „Everon“ machen sehr feinen Progrock und werden von Eroc in Deutschland produziert. Ihre Musik passt aber ziemlich exakt auf die von dir genannten Referenzen aus den 80er/90er, klassischer Metal trifft modernste Samplingtechniken. Sollte man sich einmal anhören!

Gruss,
Klaus

The Darkness!! (owt)
.

„Once in a Livetime“ ist richtig gut. Aber zum Einstieg würde ich „Images and Words“ empfehlen. Es ist quasi das Album, das den Neo-Prog-Metal begründet hat. Das Live-Album (ich höre es auch oft) ist doch eher was für fortgeschrittene DT-Fans.

Ebenfalls einstiegsgeeignet ist „Awake“. Eiskalte aber brilliante Produkion.

Ich könnte weiterschwelgen. . .

Beste Grüße

jp

Neo-Prog-Metal
Sorry, aber argh! :wink:

Hast völlig recht. Sind die Pferde durchgegangen.

Ohne Neo. . .

Sorry, aber argh! :wink:

Hast völlig recht. Sind die Pferde durchgegangen.

Ohne Neo. . .

Auch ohne Neo noch argh, denn damit unterschlägst Du mal eben das in meinen Ohren 100x bessere Debüt sowie ein bisschen Fates Warning, um nur eine andere Band zu nennen…

Da wird’s mir dnn aber doch zu geschmäcklerisch. Das Debüt unterschlage ich mit Absicht.

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Da wird’s mir dnn aber doch zu geschmäcklerisch. Das Debüt
unterschlage ich mit Absicht.

Soso. Naja, dieses überproduzierte 2. Machwerk unter dem Namen Dream Theater hat mich auf jeden Fall damals (wie heute) unglaublich enttäuscht, und ich fand es bezeichnend, dass bei der POPSTARS-Sendung, in der die Bands bekanntgegeben wurden, ausgerechnet zwei Songs von dieser Platte liefen!
Natürlich ist das „geschmäcklerisch“, aber ich ziehe die erste definitiv vor bzw. die zweite findet bei mir gar nicht statt.
Die „Awake“ ist ganz ok, aber insgesamt sind DT mit LaBrie für mich unerträglich geworden, und Portnoys aufgesetztes „Hört-mal-was-ich-alles-kann“-Drumming nervt mich auch nur noch, vor allem seitdem er selber bei der Produktion Hand anlegt (bestes Beispiel: „Scenes of a memory“, wo das Schlagzeug eigentlich toll klingt, aber die zu lauten Bassdrums alles wieder kaputtmachen).

DT, NeoProg und Kübelböck

Portnoys aufgesetztes
„Hört-mal-was-ich-alles-kann“-Drumming nervt mich auch nur
noch, vor allem seitdem er selber bei der Produktion Hand
anlegt (bestes Beispiel: „Scenes of a memory“, wo das
Schlagzeug eigentlich toll klingt, aber die zu lauten
Bassdrums alles wieder kaputtmachen).

Hi Ho Fee,

es gibt nur wenige Musiker, die eine Double-Bass so beherrschen, wie Portnoy. Insofern ist die Abmischung IMHO völlig okay. Ich denke aber, dass Dream Theater Musik für Musiker ist. Das „Schaut-mal-was-ich-alles-kann“ treibt dem einen Tränen in die Augen und trübt dem anderen das Musikerlebnis. DT scheidet die Geister und auch mir sind die Jungs manchmal einfach zu selbstverliebt. In solchen Fällen haue ich mir dann eine CD von Porcupine Tree oder Arena in den Player. Wichtig ist aber, dass es neben Daniel Kübelböck auch noch intelligente Popmusik gibt, oder?

Gruss,
Klaus

es gibt nur wenige Musiker, die eine Double-Bass so
beherrschen, wie Portnoy.

Klar ist er ein guter Techniker, aber das ist nicht alles.

Insofern ist die Abmischung IMHO
völlig okay.

Absolut nein.

Ich denke aber, dass Dream Theater Musik für
Musiker ist.

Kenne genügend Gegensbeispiele.

Das „Schaut-mal-was-ich-alles-kann“ treibt dem
einen Tränen in die Augen und trübt dem anderen das
Musikerlebnis. DT scheidet die Geister und auch mir sind die
Jungs manchmal einfach zu selbstverliebt.

Deshalb habe ich mich auch so gefreut, dass Kevin Moore (Ex-DT-Keyboarder) bei O.S.I. dem selbstverliebten Herr Portnoy hier und da sein affektiertes Drumming derart digital zerstückelt hat, dass der eingeschnappte Überschlagzeuger für die Bonus-CD eine quasi ungeschnittene Version seiner Künste durchgesetzt hat. *g*
Falls Du O.S.I. nicht kennst - für mich eine der besten Platten des Jahres (wenn man den Opener mal abzieht)!

In solchen Fällen
haue ich mir dann eine CD von Porcupine Tree oder Arena in den
Player.

Arena kenne ich nicht gut genug, aber Porcupine Tree haben es in der Tat wie keine zweite Band drauf, sich absolut effektiv zurückzuhalten.

Wichtig ist aber, dass es neben Daniel Kübelböck auch
noch intelligente Popmusik gibt, oder?

Da finde ich immer noch so viel, dass ich mir DT nicht anhören muss. :wink:

Übrigens…
…wollte ich hier keine Geschmacksdiskussion anzetteln, sondern lediglich bemängeln, dass man die Begründung dieses (wie auch immer genannten) Genres m.E. nicht ins Jahr 1992 verlegen kann, wenn bereits 3 Jahre früher zwei Genre-Higlights (nämlich „When dream and day unite“ sowie „Control & Resistance“ von WATCHTOWER) herausgekommen sind…

You´re welcome
Hallo HOFee,

diese Diskussion war für mich eine Wohltat neben den üblichen Fragen á la „Wie heisst das Lied in der Klopapier-Werbung?“. Ich habe zwei neue Anspieltipps: O.S.I. und Watchtower. Dir empfehle ich als Einstieg in die Welt von Arena das Album „The Visitor“. Musik ist immer ein einzigartiges und ganz persönliches Erlebnis. Zudem ist es wunderbar, dass sich neben der allgemeinen Verblödung in den Charts auch die Rockmusik weiter entwickelt. Die Zeitschrift „Eclipsed“ und viele Internet-Seiten haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet. Man kann keine Geburtsstunde für den Neo-Prog festlegen und alleine die Begrifflichkeit stösst sauer auf. Wichtig bleibt die Aussage: Es gibt da noch was und der Austausch darüber erfreut mich sehr. In diesem Sinne:

Keep on Rockin´
Klaus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Deshalb habe ich mich auch so gefreut, dass Kevin Moore
(Ex-DT-Keyboarder) bei O.S.I. dem selbstverliebten Herr
Portnoy hier und da sein affektiertes Drumming derart digital
zerstückelt hat, dass der eingeschnappte Überschlagzeuger für
die Bonus-CD eine quasi ungeschnittene Version seiner Künste
durchgesetzt hat. *g*
Falls Du O.S.I. nicht kennst - für mich eine der besten
Platten des Jahres (wenn man den Opener mal abzieht)!

Die Platte ist der Kracher, insbesondere die 2. Disc der Limited Edition. Da macht Portnoy richtig Spaß. Allerdings wüsste ich doch gern’ wie Du darauf kommst, dass er die durchsetzen musste. Die Limited Edition ist insgesamt die bessere Wahl. Wäre es nur darum gegangen, seine Drumkünste zu präsentieren, hätte es nicht eines solch aufwändigen Booklets bedurft.

Da finde ich immer noch so viel, dass ich mir DT nicht anhören
muss. :wink:

Ist ja gut. Was sagst Du denn zu „Train of Thoughts“?

Beste Grüße

jp

Hi Kris,

„Dream Theater“ ist derzeit sicher das Mass aller Dinge. John
Petrucci spielt eine fast unglaubliche Gitarre, Mike Portnoy
ist der für mich beste Metal-Drummer in der Szene und Derek
Sherinian bringt spektakuläre Keyboards in die Mucke. Als
Einstieg würde ich das Live-Album „Once In A Livetime“
empfehlen.

Sherinian ist aber Geschichte. Und mit Jordan Rudess ist ein würdiger Nachfolger gefunden worden.

Die Platte ist der Kracher, insbesondere die 2. Disc der
Limited Edition. Da macht Portnoy richtig Spaß.

Hm…

Allerdings
wüsste ich doch gern’ wie Du darauf kommst, dass er die
durchsetzen musste.

Ich hörte nur, dass er etwas angefressen war, weil Moore ihm sein Schlagzeug digital zerschnibbelt hat. Naja, und dass es dann auf der Bonus-CD sein Drumset in voller Pracht gibt, dürfte nicht ganz zufällig sein…

Die Limited Edition ist insgesamt die
bessere Wahl. Wäre es nur darum gegangen, seine Drumkünste zu
präsentieren, hätte es nicht eines solch aufwändigen Booklets
bedurft.

Das eine hat mit dem anderen ja nicht zwangsläufig was zu tun, wobei ich auch nicht weiß, warum man sich die normale Version kaufen sollte…

Was sagst Du denn zu „Train of Thoughts“?

Der Gesang ist zur Abwechslung mal erträglich für mich, aber insgesamt finde ich die Platte entweder sehr bieder oder aber aufgesetzt.
Dream Theater und ich werden halt nicht mehr warm miteinander, fürchte ich. Muss aber ja auch nicht sein…

Gruß, HOFee

diese Diskussion war für mich eine Wohltat neben den üblichen
Fragen á la „Wie heisst das Lied in der Klopapier-Werbung?“.

Ich weiß, was Du meinst… *g*

Ich habe zwei neue Anspieltipps: O.S.I. und Watchtower.

Vorsicht bei Watchtower: am Gesang scheiden sich die Geister, und insgesamt ist alles sehr viel vertrackter und auch härter!

Brauchst Du noch mehr Tipps?

Dir
empfehle ich als Einstieg in die Welt von Arena das Album „The
Visitor“.

OK, werde mal 'reinhören…

Musik ist immer ein einzigartiges und ganz
persönliches Erlebnis. Zudem ist es wunderbar, dass sich neben
der allgemeinen Verblödung in den Charts auch die Rockmusik
weiter entwickelt.

Wobei ich aber gerade in dem Genre keine Weiterentwicklung feststellen kann, wenn ich ehrlich bin. Muss aber auch nicht, wenn’s mir gefällt…

Die Zeitschrift „Eclipsed“ und viele
Internet-Seiten haben einen wichtigen Beitrag dazu geleistet.

Ja, über Eclipsed bin ich auch mal am Bahnhof gestolpert. Hat mir gefallen…

Man kann keine Geburtsstunde für den Neo-Prog festlegen und
alleine die Begrifflichkeit stösst sauer auf.

Daher ja auch „argh“. *g*

In diesem Sinne:

Keep on Rockin´

Das passt ja nun auch nicht wirklich zu dieser Musik, aber ich weiß, wie’s gemeint ist. :wink:

Daher ja auch „argh“. *g*

Wie würdest Du es denn bezeichnen wollen? Man kann den Begriff doch herleiten.