Gemeinsam mit einem Freund betreibe ich ein klitzekleines Homerecording-Projekt, remixe Songs von befreundeten Bands und nehme auch manchmal mit denen ihre Sachen auf. Wir wollen das ganze jetzt unter einen Namen stellen, unter dem dann auch evt. kleine Konzerte oder Festivals (ganz popelkleine) veranstaltet werden sollen.
Das soll schon ein bisschen sowas wie ein Firmenname sein, ist es aber nicht wirklich. Haben wir da mit irgendwelchen finanziellen Spitzfindigkeiten von irgendwelcher Seite zu rechnen? So von wegen „Ganz klar, Produktionsfirma… Geschäft… könnwa ma die Zulassung sehen und habt ihr die Steuern schon bezahlt“…
hülfe!
od*
HI!
Geschäft… könnwa ma die Zulassung sehen und habt ihr die
Steuern schon bezahlt"…
Ja! Ohne Gewerbeschein seid Ihr dumm dran! Euer „Firmanename“ (Ich verweise auf WiSo oder Wirtschaftskundeunterricht o.ä.) wäre ja der Name des Vollkaufmannes, dh Ihr könnt Euere Namen, puls Tätigkeitsfeld wählen! Bsp: Wenn Ihr Müller, Meier und Zwiesel heißen würdet:
Müller, Meier und Zwiesel - Musik-Produktion, Veranstalungen GBR
oder so. Einen Markennamen (auch, wenn Ihr Ihn nicht schützen lasst) könnt Ihr Euch allerdings raussuchen, solenag keine schutzwürdigen Interessen dritter unter die Mütze kommen. Die Fa. Tempo-Taschentücher gibt es ja auch nicht, sondern nur die PWA!
Das würde dann also so ausschauen:
Megagigamix-mich-doof-Recordings
Müller, Meier und Zwiesel - Musik-Produktion, Veranstalungen GBR
Wenn Ihr Eueren Markennamen eintragen lasst, als Gebrauchsmuster o.ä. seid Ihr fein raus.
Naja!
Grüüüüüüße
Florian
PS In den meisten Fällen fällt es nicht auf, wenn Ihr ohne Gewerbeschein vor Euch hin wurschtelt, aber wenn mans genau nimmt, oder Euch einer Anschwärtzt, macht es lieber, Ihr könnt dann auch alles Absetzen!!!
Solange ihr das nicht kommerziell macht, bleibt das kein Problem. Das heisst aber, dass ihr von Euren befreundeten Bands keine müde Mark für Euren Arbeitsaufwand kassieren dürft und auch keine Miete für irgendwelche Sachen etc.
Als Namen könnt ihr alles das nehmen, was es noch nicht gibt. Aber wundert Euch nicht, was es alles gibt! Nach Stefan Raabs Grand-Prix Auftritt haben nicht weniger als neun Leute ein Markenrecht auf „Wadde hadde …“ eingereicht!
Aber wie mein Vorposter schon geschrieben hat: Warum fangt ihr nicht an, das ganze halbprofessionell zu machen. Wenn ihr in den Anfangsjahren sogar keine Gewinne macht, könnt ihr das mit der Einkommenssteuer auf Eure übrigen Einnahmen aus Jobs etc. anrechnen. Ist natürlich nen bisschen Arbeit zusätzlich, aber wenn Euch das Spass macht, dann lernt ihr ne Menge dafür, das später mal richtig zu machen.
Bei Fragen zur Gewerbeanmeldung etc. geht mal ins Brett Existenzgründung und lest in den FAQs, Archiv etc.
Viel Erfolg
Marian