Fleetwood Mac

Hallo
Diese Frage richtet sich jetzt an „eingefleischte Fleetwood Mac“ Fans, die so ziemlich jedes Album kennen.

Und zwar habe ich mir mal vor einer Weile eine „Best of“ von Felltwood Mac geholt. Dort fand ich zunächst „Little Lies“, „Everywhere“ und das „Albatros“ ganz gut, wobei ich die ersten beiden auch schon kannte.
Albatross finde ich richtig klasse zum „Entspannen“.

Nun hatte ich mir die Best-Of mal ein bissl mehr angehört und fand dann auch z.B. „Go Your Own Way“ und „Man Of The World“ sehr sehr gut und habe mal überlegt mir mal ein oder zwei Alben zu holen.
Nun habe ich für 6 Euro das 87er Album „Tango In The Night“ bekommen. Dort ist zum Beispiel das „Everywhere“ und „Little Lies“ mit drauf. Aber auch der Titel „Big Love“ kommt mir sehr bekannt vor und finde es auch ganz gut.
Der Rest wirkt auf mich eher „durchschnittlich“. Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt „toll“… Das Lied „Familiy Man“ zum Beispiel wirkt auf mich eher wie eine Endlos-Schleife in einem Fahrstuhl :smile:

Nun ja… Jedenfalls ist mir dann eingefallen, das es ja auch oft so ist, das die Alben der 80er bei Bands aus den 60ern oder 70ern eher „Mau“ sind. Zum Beispiel finde ich die 80er Alben von Supertramp oder Saga nicht so pralle wie die Vorgänger.
Daher wollte ich jetzt mal die Fans fragen, ob das 87er Album ein sehr gutes oder eher durchschnittliches Album war. Vielleicht auch, welche Alben sich besonders lohnen für den Anfang.

Vielen Dank
Gruß
Andreas

Hallo Andreas,
bei Fleetwood Mac gibt es vor allem eine Zeit vor Peter Green und eine Zeit nach Peter Green. Mit dem Gitarristen Peter Green war Fleetwood Mac die beste britische Blues Band, den Rest kann man mE komplett knicken. OK, ist nur meine persönliche Meinung …

Aus der Peter Green - Ära stammen jedenfalls „Man of the World“ und „Albatross“, Hits waren auch „Oh well“ und „Black Magic Woman“ (bekannter allerdings durch Santanas Coverversion).

Aus dieser Zeit stammen folgende Alben:
Peter Green’s Fleetwood Mac (1968)
Mr. Wonderful (1968)
English Rose (1969)
Fleetwood Mac In Chicago (1969)
The Pious Bird Of Good Omen (1969)
Then Play On (1969)

Von allen Alben gibt es CD-Reissues. Besonders bemerkenswert mE das Chicago-Album (Doppelalbum) mit Gastmusikern wie Willie Dixon, Buddy Guy, Big Walter Shakey Horton und Otis Spann, echte Blues-Legenden.

Freundliche Grüße,
Ralf

Zum Gruße,

Mit dem
Gitarristen Peter Green war Fleetwood Mac die beste britische
Blues Band, den Rest kann man mE komplett knicken. OK, ist nur
meine persönliche Meinung …

Die ich teile. Du hast absolut Recht damit.
Wobei John Mayalls Bluesbreakers auch nicht zu verachten waren.

Gruß TL

Ja, danke für die Info. Mir ging es ja gerade um eine Meinung eines „Experten“ :smile:

Ist ja oft so, das Gruppen durch Neubesetzungen stark am Inhalt verlieren.
Aber da gehen ja oft auch die Meinungen auseinander :smile:
(Ich persönlich finde ja die Pink Floyd Ära unter Roger Waters am besten, aber da gibts ja auch arg verschiedene Meinungen).
Am schlimmsten finde ich das allerdings bei Sängern, denn die sind ja immer recht ausschlaggebend für eine Gruppe. Wenn die Stimme weg ist, fehlt irgendwo was…

Das Fleetwood Mac 6 (5?) Alben in 2 Jahren rausgebracht haben ist ja wirklich sehr Imposant :smile:

Ich werde mir davon mal eine Schnappen…

Danke für die Info

Gruß
Andreas

Hallo Andreas,

zunächst muss man mal feststellen, dass die Einteilung in Green-Ära gleich gute Musik und Nach-Green-Ära gleich schlechte Musik etwas zu kurz gesprungen ist. Es gibt beschissene Bluesmusik und gute Popmusik, auch bei Fleetwood Mac. Dass sie in zwei Jahren 6 Alben veröffentlicht haben ist zwar imposant, aber man muss auch berücksichtigen, dass auf diesen ersten Alben viel Füllmaterial und auch eher unbedeutende Coversongs vorhanden sind.
Es gab auch in späteren Jahren bei Fleetwood Mac hervorragende Gitarristen, Songschreiber und Interpreten, wie z.B. Bob Welch, Christine McVie, Stivie Nicks und Lindsey Buckingham. Die Musik dieser Gruppenmitglieder war eben eine ganz andere als früher. Man muss sie nicht mögen, aber sie von vornherein abzuqualifizieren wird der Sache auch nicht gerecht.

Eine Best Of aus der frühen Zeit langt eigentlich, wenn man nicht gerade Hardcore-Fan ist, zumal du ja geschrieben hast, dass dir Songs aus der späteren Zeit wie:

„Little Lies“,
„Everywhere“
„Go Your Own Way“

gut gefallen.

Dann solltest du auf jeden Fall mal die Alben „Fleetwood Mac“ aus dem Jahr 1975 und Rumours aus dem Jahr 1977 antesten.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fleetwood_Mac_(Album)
http://de.wikipedia.org/wiki/Rumours

Rumours ist eines der erfolgreichsten Alben der Popmusik und das mit gutem Grund, aber doch deswegen nicht konsequenterweise schlecht.

Also, ich will dir die Blues-Ära von Fleetwood Mac bestimmt nicht ausreden (bin selbst ein Fan davon), aber es lohnt sich, auch vorurteilsfrei über den Tellerrrand hinauszuschauen und die Weiterentwicklung der Gruppe zu beobachten, zumal du ja einige Lieder aus der Popära zu deinen neuentdeckten Lieblingssongs zählst.

Dir ganz allein muss die Musik gefallen, da sollte es egal sein, welche Schublade für die Musikrichtung herhalten muss oder wer in welchem Jahr die Gitarre gezupft hat.

Gruß
Roland

Hallo

Die „Grundfrage“ war ja eigentlich nur, ob „mein“ Album eines der besseren, oder eher schlechteren war. Das wurde ja durchaus beantwortet.
Also meine „Vorgehensweise“ ist in der Regel so, das ich mir von „interessanten Gruppen“ eine „Best Of“ hole. Und wenn ich feststelle, das mir dort viele oder alle Lieder gefallen, dann teste ich mal ein Album und wenn mir das gefällt kaufe ich mir noch eines und so geht das dann weiter…
Und so langsam gehen mir da die Gruppen aus :smile:
Wenn ich z.B. meine „Komplettalben“ von Supertramp, ELO, Alan Parsons, OMD, Pink Floyd, Pet Shop Boys usw. anhöre, dann gibts immer mal Alben, die sind eher schlecht und manche sind Überdurchschnittlich gut. Viele werden gerade in der späten Ära eher durchschnittlich.
Zum Beispiel ELO… Der Jeff Lynne hat ja vor ein paar Jahren ein neues Album namens „Zoom“ herausgebracht. Das ist zwar so richtig „oldschool“ und nach einigen Hören wirklich gut, aber es kommt ein so „abgehackt“ vor… Früher waren die Lieder länger, hatten meist noch mehr „Symphonien“ dabei und irgendwie „durchdachter“… Bei Zoom sind die Lieder so kurz. Auch wenn sie gut sind…

Deswegen… Muß man mal nachfragen wie die Fans das ganze sehen :smile:

Gruß
Andreas

Das ist alles vollkommen richtig, was über die zwei verschiednen F.M. Phasen gesagt wurden.

Im Grunde sind das zwei verscheidene Bands mit demeselben „Markennamen“, die bis auf die Rhythmussektion (Fleetwood, McVie) völlig anders zusammengestzt waren und demzufolge auch andere Musik machten.

Aus der zweiten Phase würde ich auch mal „Tusk“ dazu nehmen, das im Vergleich zu Rumours weniger erfolgreich war, aber bestimmt nicht schlechter.

(Die Doppel-LP gibt es übrigens auch in einer Version von Camper van Beethoven http://www.amazon.de/Tusk-Camper-Van-Beethoven/dp/B0…)

Gruß S-J

Hallo
Also die verlinkte CD habe ich mir mal angehört (also so wie man das dort kann), kann aber nicht sagen, das mir das jetzt so unbedingt zugesagt hat… :smile:

Gruß
Andreas

Also die verlinkte CD habe ich mir mal angehört (also so wie
man das dort kann), kann aber nicht sagen, das mir das jetzt
so unbedingt zugesagt hat… :smile:

Macht nix, ist ja auch nicht F.M…

Aber versuch’s mal mit Steely Dan oder Warren Zevon, das trifft vielleicht eher Deinen Geschmack.

z.B. http://www.amazon.de/CanT-Buy-Thrill-Steely-Dan/dp/B…

http://www.amazon.de/Genius-Best-Warren-Zevon/dp/B00…

Ich find’s gut,
S-J

Hallo
Ja, das ist schon eher nach meinem Geschmack. Kenn ich aber alle überhaupt nicht… Oh, Moment doch… Das was jetzt gerade läuft kenne ich wohl… „Sweet Home Alabahma“ :smile:
Oh, Moment… Isset ja gar nicht? „Werewolfes of London“?? Hmmm… Nun gut… Dachte wäre „Sweet Home Alabahma“… Mein Kumpel hört das immer so gerne, von dem kenne ich das :smiley:

Gruß
Andreas

Oh, Moment… Isset ja gar nicht? „Werewolfes of London“??
Hmmm… Nun gut… Dachte wäre „Sweet Home Alabahma“… Mein
Kumpel hört das immer so gerne, von dem kenne ich das :smiley:

jaja, Du meinst dieses zusammengebastelte Teil von Kid Rock…

Der Beat ist von Warrens „Werewolves of London“, seinem einzigen Hit von '78 und der Rest wurde von diesen tumben Südstaatenrockern übernommen.

Gruß

Danke für die Info. Dann kann ich meinen Kumpel ja damit ärgern… Von wegen Cover-Version und so :smiley: