Nostalgie - seufz

bin beim surfen gerade ueber das festival auf der isle of wight ende august 1970 gestossen, dort spielten:

chicago, family, taste, voices of east harlem, arrival, lighthouse, doors, joni mitchell, who, sly + family stone, cat mother, free, john sebastian, emerson lake + palmer, mungo jerry, spirit, jimi hendrix, joan baez, donovan, leonard cohen, richie heavens, moody blues, pentangle, good news, jethro tull, ten years after

das muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen…
gruss
khs

chicago, family, taste, voices of east harlem, arrival,
lighthouse, doors, joni mitchell, who, sly + family stone, cat
mother, free, john sebastian, emerson lake + palmer, mungo
jerry, spirit, jimi hendrix, joan baez, donovan, leonard
cohen, richie heavens, moody blues, pentangle, good news,
jethro tull, ten years after

ja aber doch nicht alle an einem Tag !!
Vor ein paar Wochen war da eine mehrteilige Doku (auf Arte ?) zu sehen. Scheinbar waren dieses und das Roskilde im gleichen Jahr die letzten „Love and Peace“-Festvals der Welt, die man wenigstens noch teilweise so bezeichnen konnte.
Da waren die besten Jahre des Jahrhunderts (rockmusikalisch gesehen) definitiv vorbei.

eljot
*In Platten kramen macht Spaß*
(ja ich habe schon mal was von der Loveparade gehört)

naajaa… als ob es heute keine gute rockmusik mehr geben würde…
(nein ich rede nicht von limp bizkit und die loveparade ist sicherlich ein grosser spass hat aber doch eher wenig mit musik zu tun)

naajaa… als ob es heute keine gute rockmusik mehr geben
würde…

…gibt’s wohl, ist mir schon klar, hör ich auch gerne an, aber die stilvielfalt auf engstem raum, die „innovationsdichte“ und vor allem die gesellschaftliche positionierung über musik und das ganze Flair kriegt man heute einfach nicht mehr.

eljot

naajaa… als ob es heute keine gute rockmusik mehr geben
würde

Fang mal an …! Ich freue mich auf Deine Aufzählung :smile:!

Gruß!
Chris

naajaa… als ob es heute keine gute rockmusik mehr geben
würde

Fang mal an …! Ich freue mich auf Deine Aufzählung :smile:!

gerne! ich schliesse erst kürzlich „verstorbene“ bands einfach mal mit ein…

soundgarden
sonic youth
pearl jam
metallica
bush
rage against the machine
faith no more
korn
deftones
smashing pumpkins
radiohead
tool
a perfect circle
alice in chains
nine inch nails
the cure
weezer
etc.pp.

sind die etwa alle scheisse?

es ist übrigens nicht so, dass ich was gegen „classic rock“ hätte, led zep finde ich z.b. sehr geil.

gruss
Lars

nostalgie - kotz :wink:

…gibt’s wohl, ist mir schon klar, hör ich auch gerne an, aber
die stilvielfalt auf engstem raum

Widerspruch - aus heutiger Sicht kann ich bei den meisten der eingangs erwähnten Interpreten nicht wirklich viel Stilvielfalt erkennen. Das ist doch heute viel eher der Fall, denn um was Neues zu kreieren, muss man ja gerade versuchen, möglichst viele Stile zu kreuzen.

, die „innovationsdichte“ und

Widerspruch - natürlich waren damals viele sehr innovativ, aber das war ja auch nicht schwer, sondern passierte geradezu zwangsläufig, weil es noch keine stilistische Breite wie heute gab. Ich finde, dass die Innovationsdichte heute viel größer ist, denn viele Bands versuchen ja heutzutage gerade, innovativ zu sein, weil sie nicht so klingen wollen wie andere. Ob das immer gelingt, will ich gar nicht behaupten, denn oft wirkt es ja auch eher krampfhaft (genauso wie beim oben angesprochenen Aspekt).

vor allem die gesellschaftliche positionierung über musik und
„das ganze Flair“ kriegt man heute einfach nicht mehr.

Zustimmung - auch das ist logisch. Keine Ahnung, wie alt Du bist, aber das spielt ja wohl wirklich nur eine Rolle, wenn man auch zu dieser Zeit bereits aktiv und bewusst Musik konsumiert hat. Aus heutiger Sicht kann ich (Jahrgang 1970) mir zwar vorstellen, wie gewaltig und neu z.B. Jimi Hendrix auf die Leute gewirkt haben muss, aber „das ganze Flair“ kann ich persönlich dadurch noch lange nicht spüren, und es spielt insofern auch für mich keine Rolle.

Ich finde es immer schade, wenn Leute (und damit meine ich jetzt nicht Dich, denn so hast Du das ja nicht gesagt) immer nur die alten Zeiten heraufbeschwören und die Bands von damals abfeiern. Mir wäre es zu langweilig, mich nur mit den Bands aus meiner Jugend zu beschäftigen, zumal ich mir dabei immer älter vorkommen würde. Neue Musik ist somit auch für mich sowas wie eine Frischzellenkur. Klar ist es schlimm und bescheuert , wenn man sich dazu zwingen muss (hat sowas von midlife crisis), aber so geht es mir zum Glück nicht, denn ich finde immer noch genügend gute neue Musik heute.
Manchmal entdecke ich auch gute und mir bislang unbekannte Musik von früher, aber im Grunde spielt es doch gar keine Rolle, von wann irgendwas ist, solange es gefällt.
Und wie gesagt - ob Interpret XY im Jahr 1969 für gesellschaftliche Eruptionen gesorgt hat, ist für mich nur peripher interessant, weil ich eben nicht dabei war, und insofern bringt mich das gerede über „die gesellschaftliche positionierung“ nicht wirklich weiter.

HOFee

…gibt’s wohl, ist mir schon klar, hör ich auch gerne an, aber
die stilvielfalt auf engstem raum

Widerspruch - aus heutiger Sicht kann ich bei den meisten der
eingangs erwähnten Interpreten nicht wirklich viel
Stilvielfalt erkennen. Das ist doch heute viel eher der Fall,
denn um was Neues zu kreieren, muss man ja gerade versuchen,
möglichst viele Stile zu kreuzen.

Hab’ gerade nicht viel Zeit, und flame normalerweise nicht, aber …
du beziehst dich auf „eingangs erwähnten Interpreten“ (ich eher auf den Zeitraum) und erkennst keine Stilvielfalt - bist du taub oder hast du ein anderes Verständnis von „Stilvielfalt“?

Was ist besonderes daran, vorhanden Stile zu kreuzen, das ist bestenfalls „halbneu“. Die Musiker heutzutage haben es sicher schwerer „Neues“ zu machen, weil’s alles „schon gibt“; ohne diese Zeit anzuhimmeln oder unkritisch zu bejubeln, war das damals anders, weil’s halt einfach noch nicht alles schon gab.

eljot

slightly off topic
…aber es passt grad so gut:

Aus dem Story-Brett:

von Jochen Margraf (22.3.2001 09:51 Uhr, gelesen: 27 mal)

Über die 80er…

Offen gestanden kotzt es mich an: Dieses dumme Gerede der derzeitigen „Generation Z“, die 80er Jahre wären langweilig gewesen. Totaler Bockmist.

Hört genau zu, Ihr zungengepiercten Tekknohoppler mit Tattoos auf der linken Arschbacke: Ihr wart nicht dabei!

Wir Mit-Dreissiger haben sie live erlebt: Die Geburt des Synthesizers und den wahren Soundtrack der 80er, der von Bands wie Depeche Mode, Cure und Yazoo geschrieben wurde. Wir haben noch mit Midischleifen und Oszillographen gekämpft! Wir haben Euer Tekkno erfunden, bei uns nannte sich das aber noch „Wave“ und war tatsächlich Musik. (Übrigens verwursten Eure DJ’s die Dinger noch heute zu einer Art musikalischer Canneloni mit
schwülstiger Computerbass-Sosse).

Wir mussten noch keine Angst haben, dass uns Tina Turner mit dem
klassischen Seniorenoberschenkelhalsbruch von der Bühne purzelt und wir haben Madonna noch mit festen Brüsten und ohne Baby-Pause gekannt, Ihr Nasen!

Wir verbinden „Kraftwerk“ noch nicht mit Solarenergie und wir hatten noch Angst, dass Joschka Fischer von Holger Börner mit der Dachlatte verprügelt wird. Wir erinnern uns noch an Terroristenfahndungsplakate, auf denen hin und wieder ein Gesicht liebevoll mit Kuli von einem Staatsbediensteten
durchgestrichen wurde…

Die Bundeswehr und die NVA machten noch Spaß, wir kannten ja die
Richtung, aus der der Feind kommt…

Zu unserer Zeit fielen Break-Dancer auf den Fussgängerzonen noch hin und wieder richtig auf die Fresse und Peter Maffay wurde beim Stones-Konzert noch ordentlich von der Bühne gepfiffen. Wir hatten noch Plattenspieler (auf 33" und 45") und richtig geile Plattencover, auf denen man die Namen der MUSIKER (und nicht der Programmierer) ohne Lupe erkennen konnte und die tatsächlich Kunst waren - keine Tempotaschentuchgrossen, einfarbigen
Booklets auf denen gerade noch „nice Price“ lesbar ist.

Für uns war eine LP etwas Heiliges, das gepflegt und geliebt werden musste-und keine CD-Plastik-Wegwerfware, die so robust ist, dass man sie durchaus auch als Bierglasuntersetzer verwenden kann. Bei uns erkannte jeder sein Eigentum noch an den individuellen Kratzern.

Wir haben kein BB geguckt, sondern „Formel 1“, wo es eine ganze fette Stunde wirklich gute Musikvideos zu sehen gab, die das Lied untermalten, wir hatten kein MTV mit degenerierten CD-Werbespots nötig. Wir haben uns „Wiedersehen mit Brightshead“ reingezogen und schleppten dann Teddies in Diskotheken und liessen uns die Haare seitlich ins Gesicht fallen - ohne
diese beknackten, umgedrehten Baseballmützen oder Wollhauben.

In unseren Hosen konnte man sehen, ob einer einen Hintern hatte, heute hängt der Arsch ja bei jedem von Euch in der Kniekehle der ach so tollen Adidas-Jogginghose.

Bei uns haben sich keine Neonazis mit Türken gekloppt, sondern Punks mit Teds, Teds mit Poppern, Popper mit Ökos und Ökos mit der Polizei…Und wer einen Führerschein hatte, fuhr als erstes einen Käfer oder einen Döschövö, bei dem Dellen von Individualismus zeugten, Ihr Opel-Corsa-Popel!

Und weil ihr gerade im Leistungskurs Informatik sitzt: Die AC/DC-
Einritzungen auf den Tischen sind von UNS - und es geschieht Euch nur recht, wenn ihr glaubt, dass die Dinger aus dem Physiksaal kommen, wo irgendein findiger Schüler seinerzeit die Abkürzung für „Starkstrom/Schwachstrom“ in die Bank gemeisselt hat!

Also erzählt uns nichts über die 80er. Und ja, hiermit entschuldige ich mich, auch im Namen meiner Altersgenossen, für Modern Talking. Das haben wir nicht gewollt…

Weiter geht’s
Orca präsentiert: Lecker Sempf…

gerne! ich schliesse erst kürzlich „verstorbene“ bands einfach
mal mit ein…

soundgarden
rage against the machine

Rage sind ja angeblich beim mit-Chris-Cornell-Zusammenarbeiten gesehen worden. Da darf man auch mal die abgedroschene Floskel „Man darf gespannt sein“ benutzen… Herr Cornells Soloalbum war ebenfalls nicht von schlechten Eltern.

metallica

sind irgendwann nach den Load-Aufnahmen ganz doll krank geworden…

bush
korn

…haben genau zwei sehr gute Platten gemacht, eine dritte okaye und Korn dann eine vierte mit genau 5 guten Songs.

The Cure

Ochnojooo

Ansonsten unterschreib ich das so und erlaube mir, noch folgendes hinzuzufügen:

Peach
Queens of the Stone Age
Blackmail & Scumbucket
dEUS
sowie

Gomez…die leider ein wenig nachgelassen haben
Refused…die es ja leider auch nicht mehr gibt
Text…wo wir grad von Stilvielfalt reden… meine Herren…

und die Band, die mE für das beste Album des letzten Jahres verantwortlich zeichnet und die Rockmusik retten wird, wenn sie’s nicht schon getan hat:

At the Drive-In (Woohoo)

Losgehen und anhören, Neuzeitskeptiker.
Beste Grüße
od*

…da geht noch mehr
…und im gegensatz zu dir werde ich mich auf den rock-mainstream beschränken…

Rage sind ja angeblich beim mit-Chris-Cornell-Zusammenarbeiten
gesehen worden. Da darf man auch mal die abgedroschene Floskel
„Man darf gespannt sein“ benutzen… Herr Cornells Soloalbum
war ebenfalls nicht von schlechten Eltern.

stimmt wohl.

metallica

sind irgendwann nach den Load-Aufnahmen ganz doll krank
geworden…

egal, alles ab der load kenn ich auhc nicht.

manic street preachers
foo fighters
fun lovin criminals
stone temple pilots
depeche mode (ist das rock?)
silverchair
primus (ok, doch kein mainstream)
die sterne
r.e.m.

und das ist immer noch nur die spitze des eisbergs…

ciao

…aber es passt grad so gut:

Und ist abgekupfert! Ich überlege gerade, wo ich das letztens noch gelesen habe - Netspotting?
HOFee

du beziehst dich auf „eingangs erwähnten Interpreten“ (ich
eher auf den Zeitraum) und erkennst keine Stilvielfalt - bist
du taub oder hast du ein anderes Verständnis von
„Stilvielfalt“?

Du meinst „chicago, family, taste, voices of east harlem, arrival, lighthouse, doors, joni mitchell, who, sly + family stone, cat mother, free, john sebastian, emerson lake + palmer, mungo jerry, spirit, jimi hendrix, joan baez, donovan, leonard cohen, richie heavens, moody blues, pentangle, good news, jethro tull, ten years after“?!?

Alle Bands zusammen genommen ergeben Stilvielfalt, das ist richtig. Aber einzeln genommen haben die meisten doch nicht besonders viele Stile verinnerlicht (das meine ich)!?! Sie haben ihren Stil, den heute Leute kopieren und mischen ja erst erfunden (das will ihnen auch keiner absprechen), aber nehmen wir z.B. Ten Years After - wo ist da denn die Sttilvielfalt? Joan Baez? Chicago? Free? Klar fragst Du jetzt „Und was ist mit ELP, Tull…?“
Ich meine einfach, dass es damals zwangsläufig auch schon eindimensionale Bands gegeben hat und Bands von heute einfach aus viel weiteren Bereichen klauen können, und das macht es heute einfach interessanter (es sei denn, man ist Purist, aber mich persönlichlich kannst Du mit Blues-, Jazz- und sonstigen Standards eher jagen, weil ich dann irgendwann einschlafe).

Und wenn Du meinst, dass in dem damaligen Zeitraum eine größere Stilvielfalt geherrscht hat, als das heute der Fall ist, dann muss die Gegenfrage gestattet sein, ob DU taub bist oder Dich vielleicht nur auf Radiomusik beziehst!?!

Was ist besonderes daran, vorhanden Stile zu kreuzen, das ist
bestenfalls „halbneu“. Die Musiker heutzutage haben es sicher
schwerer „Neues“ zu machen, weil’s alles „schon gibt“; ohne
diese Zeit anzuhimmeln oder unkritisch zu bejubeln, war das
damals anders, weil’s halt einfach noch nicht alles schon gab.

Naja, wenn Du aber Death Metal mit slawischen Volkstänzen und den Beach Boys mixt (z.B. Mr Bungle), dann mag das zwar Recycling sein, aber im Endergebnis ist es ja wohl möglicherweise interessanter als die einzelnen Komponenten!?!

Ist ja auch egal - grundsätzlich soll ja jeder das hören, was er will, aber dieses ewige Gejammere, dass die Bands von heute nix mehr drauf haben und früher alles besser war, nervt irgendwie ziemlich, weil es eben ein Vergleich von Äpfeln und Birnen ist.

Anyway, HOFee

Oh, nein…
…ich wittere einen weiteren Endlos-Thread, weil sich jetzt wieder jeder auf die Schultern klopfen muss, was er für tolle Musik hört (an mich kommt eh keiner 'ran, hehe).
Ich denke auch, dass man Nostalgieverblendete auch nur schwer dazu bringen kann, sich mal ernsthaft was Neues anzutun. In diesem Forum schon gar nicht!
Vielleicht sollten wir Experten (*g*) uns ja mal zusammentun und die Unwissenden (YEAH!!!) zu irgendeinem von uns nach Hause einladen und sie 2 Wochen lang beschallen und zutexten!?! :wink:

In diesem Sinne,
HOFee

nur keine angst. ich höre in wirklichkeit ganzganz schreckliche musik.

od*

Vielleicht sollten wir Experten (*g*) uns ja mal zusammentun
und die Unwissenden (YEAH!!!) zu irgendeinem von uns nach
Hause einladen und sie 2 Wochen lang beschallen und
zutexten!?! :wink:

===> JAU!!! *g* Bin dabei!!! Weißt du wieviele Leute ich schon „missioniert“ habe? *lol*

hast ja recht…
…so listen bringen gar nix, weil man sich unter den bands, wenn man sie nichts kennt, eh nix vorstellen kann.

aber nach christophers provokanter frage konnt ich halt nicht anders…