Mathematik und Musik

Hallo,

schon Pythagoras hat versucht, die Entfernungen der Planeten in Töne zu übersetzen, auf der Grundlage von Fraktalen wurden Musikstücke erstellt und kürzlich hat ein Amerikaner das menschliche Genom vertont.

Ich suche Infos über jede Art von Musik, die auf Grund mathematischer Gesetzmäßigkeiten entwickelt wurde (Formeln, Anleitungen, Audio-Files, etc.).

Besten Dank vorab

Dirk

Hallo Dirk,

ich kann dir leider nur entsprechende musikwissenschaftliche Literatur empfehlen:

  • M. Jansen, Bachs Zahlensymbolik, in: Bach-Jahrbuch 34 (1937)
  • W. Danckert, Tonreich und Symbolzahl in Hochkulturen und in der Primitivenwelt, Bonn 1966

und das wichtigste:

  • W. I. M. Elders, Studien zur Symbolik in der Musikder alten Niederländer, Bilthoven 1968

vielleicht ist ja etwas für dich dabei.

Gruß

Thomas Miller

Ich suche Infos über jede Art von Musik, die auf Grund
mathematischer Gesetzmäßigkeiten entwickelt wurde (Formeln,
Anleitungen, Audio-Files, etc.).

Da muss ich unbedingt auf Boethius verweisen, der den pythagoräischen Zahlenmystikkram fürs Mittelalter aufbereitet hat, sowohl musikalisch als auch mathematisch.* Nimm von seinen Texten, was Du kriegen kannst, viel ist davon nicht mehr übrig. Und wenn Du es übersetzt hast, dann schick mir bitte die Übersetzung.

Noch ein weiterer Tipp: „Gödel, Escher, Bach“ von D. Hofstadter.

Lesenswert nicht nur bei musikalischem und mathematischen Interesse, sondern auch lesenswert bei den Interessen: Zen, Genetik, kaputte Plattenspieler, optische Täuschungen, Paradoxien, (…) Meta-Zen, Meta-Genetik, Meta-Plattenspieler, Meta-Täuschungen, Meta-Paradoxien, Meta-Metas, …

Viele Grüße
Stefan

*Auch ein Brettspiel soll darauf basieren, das mal populärer war und komplizierter ist als Schach.

Hallo Stefan,

Da muss ich unbedingt auf Boethius verweisen, der den
pythagoräischen Zahlenmystikkram fürs Mittelalter aufbereitet
hat, sowohl musikalisch als auch mathematisch.*
*Auch ein Brettspiel soll darauf basieren, das mal populärer
war und komplizierter ist als Schach.

Rhythmomachia: Der Kampf der Zahlen auf Fünf- und Sechseckfeldern

Noch ein weiterer Tipp: „Gödel, Escher, Bach“ von D.
Hofstadter.
Lesenswert nicht nur bei musikalischem und mathematischen
Interesse, sondern auch lesenswert bei den Interessen: Zen,
Genetik, kaputte Plattenspieler, optische Täuschungen,
Paradoxien, (…) Meta-Zen, Meta-Genetik, Meta-Plattenspieler,
Meta-Täuschungen, Meta-Paradoxien, Meta-Metas, …

Ich bin doch manchmal ein echter Depp. „Gödel, Escher, Bach“ steht seit mindestens 10 Jahren halbgelesen in meinem Bücherregal. Naja, ein guter Grund, damit mal wieder anzufangen.

Gruß und Danke
Dirk

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann suchst Du nicht die Umsetzung von Musik in Mathematik, sondern die Umsetzung von Mathematik in Musik.
Hier drei Namen plus Kurzinfo(Google liefert Dir dann sicher noch mehr dazu):

  1. John Cage
    Hat insbesondere versucht, die Hauptsätze der Thermodynamik in Musik umzusetzen. Das kulminiert in seinem Stück 4’33", das 273 Sekunden absoluter Stille fordert (böse Zungen behaupten, das sei sein bestes Werk).

  2. Iannis Xenakis
    Komponist sehr formalistischer und ibs. auch stochastischer Musik.
    Hat dazu auch intelligente Bücher verfasst.
    z.b: Formalized Music : Thought and Mathematics in Composition
    Inwischen gibts auch schon Bücher über ihn.

  3. Tom Johnson
    macht fraktale Musik.
    Sein Buch „Self-Similar Melodies“ ist in irgendeinem Französischen Off-Verlag erschienen, drum kann ich Dir keine ISBN nennen, aber er hat eine Homepage:
    http://www.tom.johnson.org/
    http://www.tom.johnson.org/Articles/FeldmanreviewofS…

Ansonsten stimme ich Stefan zu:
GÖDEL-ESCHER-BACH!!!

Rhythmomachia

Rhythmomachia: Der Kampf der Zahlen auf Fünf- und
Sechseckfeldern

Wenn ich richtig nachgezählt habe, macht das nach A. Riese 4-Eckige Felder. Wie geht denn die Variante mit 5 und 6 Ecken?

Ich bin doch manchmal ein echter Depp. „Gödel, Escher, Bach“
steht seit mindestens 10 Jahren halbgelesen in meinem
Bücherregal. Naja, ein guter Grund, damit mal wieder
anzufangen.

Ohne Zweifel ist GEB ein Bestseller. Es ist auch der einzige best-half-reader, den ich kenne. Kaum ein anderes Buch wurde so oft halb durchgelesen. Unverdientermaßen, wohl bemerkt.

Viele Grüße
Stefan.

Hallo Stefan,

Rhythmomachia: Der Kampf der Zahlen auf Fünf- und
Sechseckfeldern

Wenn ich richtig nachgezählt habe, macht das nach A. Riese
4-Eckige Felder. Wie geht denn die Variante mit 5 und 6 Ecken?

Tja, die genaue Funktionsweise kann ich Dir leider auch nicht erklären. Ich habe die Infos aus dem Vorwort zu einem uralten Strategie/Taktik-PC-Spiel namens Panzer General. Habe ich mir damals photokopiert, weil es mir ganz interessant erschien. Wenn Du willst, kann ich Dir die Seite zukommen lassen. Faxen oder E-Mail geht leider nicht. Ansonsten gibt es noch ein Buch dazu:

Rhythmomachia, D. Illmer u.a., ISBN 3 3194 588034, Hugendubel Verlag

Und schwupps - da bin ich schon das zweite Mal überrascht, was so alles in meinen Ecken rumliegt.

Gruß Dirk

Wenn Du willst, kann ich Dir die Seite zukommen lassen.

Gernbe, ich maile Dir meine Adresse.

Faxen

oder E-Mail geht leider nicht. Ansonsten gibt es noch ein Buch
dazu:

Rhythmomachia, D. Illmer u.a., ISBN 3 3194 588034, Hugendubel
Verlag

Wird das noch angeboten? Ich konnte das in keinem Internetbuchladen finden.

Und schwupps - da bin ich schon das zweite Mal überrascht, was
so alles in meinen Ecken rumliegt.

Schau doch mal weiter in den restlichen Ecken. Da ist bestimmt noch mehr Interessantes.

Gruß
Stefan

Noch’n Tipp…
Hallo Dirk,

auch der Schweizer(?) Mathematiker Paul Schatz hat sich mit dem Zusammenhang von mathematischen (geometrischen) Zusammnhängen und Tönen/Harmonien beschäftigt.

Gruß

hps