hier bitteschön … mT
Salü,
Der auch unter dem Namen Dr. Rockit bekannte Mensch hat heute
eine neue CD veröffentlicht, die gestern Abend auf EinsLive
teilweise vorgestellt worden ist. Aber die läuft nicht unter
Dr. Rockit, sondern unter nem anderen Pseudonym von dem. Wer
kann mir sagen unter welchem? Bitte helft mir, bin auch
dankbar für Tips, wo ich das finden kann!
http://www.matthewherbert.com/
http://www.groove.de/groove_titel/69/rechts.html
hier zwei aktuelle cd-kritiken (Groove u. de:bug) - aber: ALLES von ihm ist hörens- bzw. kaufenswert!
Herbert
Bodily Functions
(!K7/Zomba)
Matthew Herbert ist Gott. In all seinen Inkarnationen. Und wie vielerorten verwischen auch bei ihm allmählich die Grenzen zwischen Techno (Wishmountain, Radioboy), Experimentellem & Elektro (Dr. Rockit) und House (Herbert). Auf dem letztjährigen Dr. Rockit-Album gab es zwischen allerhand Schrägheiten das französich angehauchte, mit Jazz-Drums versehene Akkordeon-Minimal-House-Meisterwerk „Café De Flore“. Mit dem neuesten Herbert-Album macht er nun den nachvollziehbaren, wenn nicht sogar spätestens nach seinen fantastischen Nils Petter Molvaer-Remixen zu erwarteten Schritt zum Jazz. Die von Dani Siciliano vorgetragenen Songs auf „Bodily Functions“ sind moderne Torch-Songs, auf jazzigen Akkorden und Soundkoloraturen, seltsamen, alltäglichen Geräuschen (habe ich da gerade jemanden seine Zähne putzen hören?) und tiefen Bässen aufgebaut. Fragil scheinende, aber auf genau austarierten, tighten Beats sitzende Schönheiten. Denn Schönheit ist keine flüchtig hingeworfene Skizze (auch wenn das Cover anderes suggeriert). In Schönheit steckt Arbeit, die man nicht sieht/hört. Die Schönheit sitzt genau im Detail. DW
Herbert - Bodily Functions (K7/ Soundslike)
Hier reichen sich House und Chanson neugierig die Hand. ‚Bodily Functions‘ ist wie ‚Around the House‘ eine deutlich von Dani Siciliano geprägte Herbert, eine eher ‚musikalische‘ Platte mit viel Piano, Gesang und Harmonieieieieie. Sogar traumhaft schöner Gesang. Kann graue Tage himmelblau machen, diese Platte. Und Regen warm. Man hüpft zum funky eckigen Groove von Herbert geleitet von Dani Sicilianos leichten und gleichzeitig so klaren Stimme durch die verschiedenen Tracks. Beinahe merkt man gar nicht, dass man hier durch ein ganzes Gewusel von Genres geführt wird. Von trockenen Housetracks die sich in der Mitte zu Chansons verwandeln (You saw it all) bis zu klassischem Modern Bar Jazz (I know). Eine jazzigere Version von ‚The Last Beat‘, das ja auch schon auf ‚Around the House‘ gewesen ist, 1997 aufgenommen. Zwischen durch lupft immer mal ein Sample dazwischen, winkt kurz auf oder rennt als Querulant mal kurz über den Track. Man sollte sich einfach das Recht heraus nehmen daran zu glauben, dass warme Musik, die nicht cheesy ist, unbedingt hoch gehalten werden muss. Ganz hoch. Und deshalb sofort losziehen und K7 neuestes Release erstehen. Nur das Cover ist ein bisschen komisch. Mann (der mit Pimmel) steht Frau (mit einem Busen) Auge in Auge gegenüber. Vornehmlich grundlegende Differenzen zwischen Menschengruppen also mal wieder in biologische Körperteile zurückgeführt, die eigentlich komplett unschuldig sind, aber mit imaginären „Vorsicht Sex!“-Zaunpfählen belegt werden. Zum Glück kann man beim Musikhören die Augen schließen. Die Herbert Hysterie geht weiter.
ciao, willi