Hallo!
Ich habe mir gerade das Lied „Live is Life“ (na na na ne nah)
angesehen und finde die Harmonosierung irgendwie recht ungewöhnlich:
Refrain: Am Dm G G
Strophe: Am F Dm G
In welcher Tonart steht das Stück? A-moll? obwohl es doch fröhlich klingt. Und wieso ist gar keine Dominante da?
Oder ist die Grundtonart eine andere?
Ich rätsel aber immer noch etwas an dem G-Dur rum. Es muss Dominantfunktion haben, das meine ich auch. Entweder die 7. Stufe (in a-Moll) als Dominantersatz oder, wie Du sagst Dominant-Paralle.
Aber ist die Dominante in Moll nicht immer in Dur? also hier dann nicht E-Moll, sondern E-Dur. Und die Paralle zu E-Dur ist cis-Moll.
Oder ist die Dominante nur beim harmonischen Moll in Dur?
*verwirrt sei*
Durch die Dominante in Dur kriegt das ganze Ding einen
Dur-Charakter, zumal diese auch ziemlich im Vordergrund ist.
Ich rätsel aber immer noch etwas an dem G-Dur rum. Es muss
Dominantfunktion haben, das meine ich auch. Entweder die 7.
Stufe (in a-Moll) als Dominantersatz oder, wie Du sagst
Dominant-Paralle.
Aber ist die Dominante in Moll nicht immer in Dur? also hier
dann nicht E-Moll, sondern E-Dur. Und die Paralle zu E-Dur ist
cis-Moll.
Oder ist die Dominante nur beim harmonischen Moll in Dur?
Letzteres. Beim melodischen Moll zwar teilweise auch, nur hier gibts beide Varianten (sowohl Subdominante als auch Dominante in Dur und in Moll). Bei reinem Moll ist die ganze Kadenz im „Normalfall“ in Moll.
Vereinfacht könnte man bei Life is Live vielleicht auch sagen:
Ja, aber, warum denn nicht? Genau das ist m.E. die Lösung …
im übrigen kommt man darauf, wenn man den sinnvollen Text nananananaaa oder so gesungen hört; genau beim dritten na geht das Ganze von a-Moll nach C-Dur über. Eigentlich kein richtiger Tonartwechsel, wegen der Gleichheit der Tonleitern - od’r?
Ja, aber, warum denn nicht? Genau das ist m.E. die Lösung …
Hm, ich würde sagen, musikwissenschaftlich ist es nicht richtig, aber ich kann mich auch täuschen.
im übrigen kommt man darauf, wenn man den sinnvollen Text
nananananaaa oder so gesungen hört; genau beim dritten na
geht das Ganze von a-Moll nach C-Dur über.
Hm, ne, da ist doch schon D-Moll *grübel* … bzw. wenn du den Auftakt am Anfang nicht mitzählst, ist das 3. (also das 4. na schon der Auftakt zu G-Dur … und hat nur ne Leitfunktion.
Macky
Musikabschlussprüfung:
Der Prüfer: Nennen Sie uns doch mal die Subdominante von F-Dur!
Prüfling (erst überlegend): Ich habs, sie wollen mich reinlegen, F-Dur ist doch schon die Subdominante!
Musikabschlussprüfung:
Der Prüfer: Nennen Sie uns doch mal die Subdominante von
F-Dur!
Prüfling (erst überlegend): Ich habs, sie wollen mich
reinlegen, F-Dur ist doch schon die Subdominante!
LOL
Herr Dirigent, Herr Dirigent! Der Klarinettist ist so gemein zu mir. Er verstimmt mir immer eine Saite und sagt nicht, welche!
Musiktheorie Teil 2
Der Dozent sagt:
Also, wenn wir Kreuze vorgezeichnet haben, dann handelt es sich um Dur, wenn wir b’s vorgezeichnet haben, dann handelt es sich um Moll.
Schüler: Und wenn gar nichts vorgezeichnet ist?
Dozent: Mann muss manchmal auch improvisieren.
juchhei, musikerwitze. erzählt doch mal den mit den typen die mit den musikern rumhängen und den mit den drumsticks auf dem armaturenbrett. dann erzähl ich euch auch, wie deutsche einen siebenvierteltakt zählen.
od*
Also mit der C-Dur-Geschichte kann ich mich ganz und gar nicht anfreunden.
Wenn die ganze Kadenz „normal“ in Moll steht kommt es ja ganz gut hin mit der Dominantparallele, die dem ganzen Stück einen Dur-geschmack verleiht.
Meike,
die sich jetzt ganz entspannt das Stück anhört.
Gleich drei:
In der Mitte eines Fußballstadions liegt ein 100 DM-Schein. Am Rand stehen ein Dirigent, ein Bassist, ein schneller und ein langsamer Bratscher. Wer holt sich den Schein?
Logo, der langsame Bratscher.
Denn:
Der Dirigent bewegt sich für 100 DM noch lange nicht.
Der Bassist weiß - wie immer - nicht, worum es geht.
Schnelle Bratscher gibts nicht.
Was ist, wenn einem Hornisten während des Spielens die Spucke am Mundstück vorbei aus dem Mund tropft?
Musikerwitze
Wie wird man einen Bassisten an der Haustür wieder los?
Ganz einfach, man bezahlt die Pizza.
Was ist eine verminderte Sekunde?
Zwei Bassisten die auf einen Fretless-BAss den gleichen Ton spielen.
Falls es tatsächlich Musiker gibt, die es noch nicht kennen: Es gibt ein kleines Büchlein, randvoll mit Musikerwitzen. Heißt Musikerwitze ist von Bruno Kassel und Carlo May und bei Voggenreiter erschienen.
war etwas schwierig, sich an der „passenden“ Stelle des Threads reinzuhängen…
Also:
Letztlich kommt es vor allem darauf an, WIE man das ganze hört, um die Tonart zu bestimmen.
2 Möglichkeiten:
Klingt A-Moll oder C-Dur als (gedachter) Schlussakkord des ganzen besser?
Für mich funktioniert eigentlich beides gleich gut.
2 Lösungen:
C-Dur ohne Tonika
A-moll im Sinne von aeolisch(=natürlich Moll), also ohne alterierte Töne.
Alle anderen angebotenen Lösungen (vor allem die G-Dur-Lösung) sind defintiv falsch.
Kadenzen ohne Tonika sowie die Verwendung von modalen Skalen stammen eingentlich eher aus dem Jazz-Bereich, sind aber auch schon seit Ewigkeiten in Pop- und Rockmusik zu finden.
In solchen Fällen ist es eigentlich besser, nicht von Tonarten, sondern eher von „Klangebenen“ zu sprechen, also in diesem Fall von der Klangebene „keine Vorzeichen“.
Und noch eine Anmerkung zu den A-Moll-Lösungsvorschlägen:
Es gibt schlichtweg kein Stück, dass z.B. in harmonisch Moll, oder melodisch Moll steht.
Die Aufteilung in verschiedene Moll-Tonleitern ist ein rein theoretischer Ansatz (und lässt sich prima im Musikunterricht abfragen), in der Praxis handelt es sich bei Moll um einen Tonvorrat von 9 anstatt 7 Tönen, mit variabler 6. und 7. Stufe.
Im übrigen ist die Literatur z.B. auch voll von Beispielen absteigender Molltonleitern MIT erhöhter 6. und 7. Stufe…
Empfehlenswerter Litarturtipp zum Thema:
Diether de la Motte: Harmonielehre, dtv