Covern ohne Ende

Hallo,

geht es nur mir so oder wird zur Zeit in allen Sparten
(Hip Hop, Pop, Rock, usw.) nur noch gecovert was das Zeug hält?
Mich würde interessieren, ob es eine Statstik gibt, die zeigt
wie groß der Prozentsatz an gecoverten Songs in der
Dudelmusik (= Radiomusik = mainstream)in einem Jahr ist.

Eure Meinung hierzu würde mich auch interessieren.

Gruß,
Sebastian

Hallo, Sebastian!

Das Thema hatten wir hier ja schon des öfteren … Mit allem für und wider; mit allen (?) Vor- und Nachteilen. Mein pers. Fazit: Verhindern lassen sich Coverversionen nicht. So weh es manchmal auch tut.

Als Vorteil dessen sehe ich (manchmal) an, daß bedingt durch die Cover auch die Originalversionen auf manchen Sendern häufiger mal wieder gespielt werden. Und das ist gut so! Ertappe mich nämlich auch oft dabei, daß ich denke: „Hey, Sender xx hat ne neue CD geschenkt bekommen!“ - weil da wochenlang immer das selbe läuft …

Wenn´s gar nicht anders geht: wegschalten, weghören, usw. Das sog. „Stars“ damit auch noch ein Schweinegeld verdienen und von null in die top 10 einsteigen tut mir allerdings auch immer wieder weh.

Da müssen wir wohl durch.
Vince.

P.S.: Wer will, daß alles bleibt wie es ist, muß zulassen, daß es sich verändert. (Quelle unbekannt)

man kann sich aber auch freuen…

Das
sog. „Stars“ damit auch noch ein Schweinegeld verdienen und
von null in die top 10 einsteigen tut mir allerdings auch
immer wieder weh.

…dass die Originalinterpreten (bzw. die Komponisten) die ganzen Urheber-Tantiemen bekommen, ganz egal wieviel am Song verändert wurde.

HOFee

Statistics
hªLL°!

Wäre wirklich ne nette Sache, das mit der Statistik. Ich kenne aber leider keine solche. Wenn du eine findest, benachrichtige mich bitte.
Zur Zeit ist Phil Collins gut im Rennen. Ständig neue Cover-Versionen von seinen Songs.
nunja, gelegentlich sind coverversionen auch anspruchsvoll und gut. Ich habe beispielsweise eine Kassette mit ca 20 Covers von „Stairway to heaven“.

Daniel

No Angels, Brandy feat. Ray J, Christina Aguilera, Atomic Kitten, A*Teens, Geri Halliwell, Westlife…

…das ist zum kotzen!!!

Gruss

mAtt.ch

Urban Renewal
Hi!

Zu Phil Collins ist zu sagen, dass der ein komplettes „Album“ mit „Coversongs“ draussen hat. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass er zuerst mit „Another day in Paradise“ und jetzt mit „In the air tonite“ in den charts ist. Desweiteren ist hierzu zu sagen, dass es klar erkennbar ist, da vermerkt ist feat. Phil Collins. Blanker Hohn in meinen Augen zwar, aber wenn er es mit sich machen laesst, denn wer ist schon Brandy? Oder Li’l Kim im Vergleich zu Phil Collins?

Urban Renewal, so heisst uebrigens besagtes Album, ist aber ein Projekt, welches er selber eingefaedelt hat. In Deinem Artikel hoert es sich mehr so an, als ob auf einmal viele Interpreten Lust bekommen haetten Phil Collins zu covern. Nein, Phil Collins hat sich mit diversen contemporaeren Musikern zusammengetan und seine alten Songs geschliffen und neu auf den Markt gebracht.

Gut, man kann es jetzt moegen oder nicht, was ich dazu sagen kann ist, dass Phil Collins es mit Sicherheit nicht noetig hat Geld zu scheffeln, weil es ihm gerade ausgegangen ist. Auch hierzu gibt es natuerlich wieder hoechst kontroverse Standpunkte zu. Egal will ich hier nicht ausdiskutieren, aber schlecht finde ich’s in diesem Rahmen nicht.

MfG

� � � � � � � � � eclipze

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Hallo!

Ich habe mal am WE bei Viva in den Charts mitgezählt, weils mich aufregt.
Alleine bei den Plätzen 1-13 waren insgesamt, 6 Coverversionen, Platz No. 1 habe ich leider nicht mitbekommen, aber davon ausgehend das die „NoAngels“ (warum auch immer) den ersten Platz inne haben, wären es dann ja wahrscheinlich 7 Versionen.

Ich persönlich finde es extrem traurig, daß es scheinbar nicht möglich ist was neues zu entwickeln, oder Einfach mal Kreativ zu sein.
Aber das Kostent ja wahrscheinlich zu viel Geld. Gerade in einer Zeit, wo man ins Labor geht, oder zu H&M und sich die Artisten von der Stange holt.
Traurig…traurig…

Gruß Frank

Ich wusste tatsächlich nicht, dass das ein Projekt von Phil Collins selbst war.

Danke
DANIEL

hallö.

hab’ mich schon öfter nach sowas umgesehen, weil’s mich selber interessiert, scheint mir aber so , als gäb’s sowas nicht…
tja, was soll man da machen-am besten, du machst dir selber eine…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Das
sog. „Stars“ damit auch noch ein Schweinegeld verdienen und
von null in die top 10 einsteigen tut mir allerdings auch
immer wieder weh.

…dass die Originalinterpreten (bzw. die Komponisten) die
ganzen Urheber-Tantiemen bekommen, ganz egal wieviel am Song
verändert wurde.

Leider bekommt man als Hörer kein Schmerzensgeld, wenn die von irgendeinem Ghettoschwätzer unterlegte Cover- Version des Originals im Radio angeboten bekommt. Da hilft, wie Vince bemerkte, nur Abschalten.
Sicherlich muss man die momentane Cover- Versionsflut nicht gut finden, nur weil sie sich in den Charts wiederspiegelt, erfreulicherweise zeigt schon die Kritik an den Cover- Versionen, daß hier seitens der Konsumenten nachgedacht wird. Betrachtet man allerdings die Zielgruppe, die durch diese Cover- Versionen angesprochen werden soll, so stellt es sich für eben diese Zielgruppe entweder als neuen Song dar, weil man sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Originals gerade im Kindergarten oder Laufstall befand (das ging mir selbst so ;-}) oder weil mit der Cover- Version nun endlich der Staub der vorherigen Generation weggeblasen wird. Witzigerweise geht es jeder Generation so, an dem Prinzip hat sich nichts geändert. Ob es sich um die 1974 von Ringo Starr cecoverte Version von „Stand by me“ (Original von Ben E. King) handelt oder um „Killing me softly“ von ??? (Original von Roberta Flack, 1974/75), Cover- Versionen gab es schon immer.
Damit kommt man wieder auf den Ausgangspunkt der Diskussion zurück, wonach die Frage nach der statistischen Häufigkeit von Cover- Versionen gestellt wird. Interessant wäre allerdings der Aspekt, wonach die Charts früher erstellt wurden und wie sie heute erstellt werden. Ich habe so im Hinterkopf, daß in früheren Jahren die Verkaufszahlen eine untergeordnete Rolle gespielt haben, hauptsächlich wurden die Charts über die gespielte Häufigkeit im Radio sowie Umfragen (z.B. Bravo u.ä.) erstellt. Es gab ein Umfrage- Institut namens Media- Control, die die Charts erstellte. Sogar der Schlagervermarkter Dieter- Thomas Heck mit seiner Hitparade bezog sich drauf.
Es stellt sich die Frage, wie die aktuellen Charts überhaupt zustande kommen. Da heute mit Werbung die Titel viel mehr „gepushed“ werden, sind es dann u.U. die Wunsch- Charts der Plattenfirmen, an denen sich dann die Musikgemeinde orientiert, was einen Vergleich mit älteren Chartlisten verzerrt.

Gruß W.

Moin!

Es gab ein Umfrage- Institut namens Media- Control, die die Charts erstellte.

Genau. Bis heute weiß kein Mensch, welche Quellen MediaControl angezapft hat, um die Verkaufszahlen zu beeinflussen. Als sicher gilt jedoch, daß nicht ausschließlich Meinungsumfragen und Verkaufszahlen die resultierenden Top-100 ergaben. An der Unabhängigkeit dieses Vereins waren berechtigte Zweifel angebracht.

Obendrein der Name: MediaControl - das hätten sie wohl gern gehabt. Hatten sie faktisch leider auch. Ich habe mich immer gefragt, wer diese „Meinungsforschung“ und die daraus resultierende Hitliste bezahlt hat. Die Antwort auf diese Frage liegt jedoch auf der Hand…

Heute macht man das viel raffinierter. Es gibt soviele populäre Hitlisten. Nehmen wir an, Firma XXX besitzt ein Plattenlabel. Fa. XXX besitzt weiterhin einen Verlag, der eine populäre Jugendzeitschrift herausgibt. Weiters besitzt Fa. XXX Anteile an diversen Fernsehsendern. Der Rest ist einfach…

Munter bleiben… TRICHTEX