ich lese hier gerade die Frage von Dennis (unbekannte Melodie gesucht) und mit seiner Beschreibung hat ja auch gleich jemand gewusst, was es war …
Dazu fällt mir folgendes ein:
Vor einiger Zeit gab es einmal ein Buch „The Directory of Tunes And Music“ (oder so ähnlich; vom British Museum, gibt’s glaube ich nicht mehr) für genau diesen Zweck und damit ging man so vor:
Wenn man eine Melodie sucht, schreibe man eine Zeichenfolge auf, die die Notenfolge beschreibt: Für die erste Note eine 0, für die nachfolgenden Noten ein „+“, wenn die Note höher ist als die vorherige, ein „-“, wenn sie tiefer ist und bei gleicher Tonhöhe eine 0. Also zum Beispiel für die deutsche Nationalhymne:
0+±±—±---±+
Und damit konnte dann in das Buch gucken, in denen diese Zeichenfolgen „alphabetisch geordnet“ aufgelistet waren und die gesuchte Melodie war hoffentlich dabei!
Ist doch genial, oder? Könnte man in diesem Brett auch gut benutzen. Und die Leser wissen bestimmt mehr als jedes olle Buch.
aber es gibt auch eine Diss. aus den 30ern, wo der ganze Bruckner in Zahlen beschrieben ist - nach einer etwas anderen Methode.
Wenn ich mal in meinen Keller komme, kann ich die Fundstelle mitteilen. Im Moment leider utopisch, aber Dissertationen zu Bruckner sind nicht so häufig. Vielleicht findest du es auch ohne den exakten Hinweis.
Ist doch genial, oder? Könnte man in diesem Brett auch gut
benutzen. Und die Leser wissen bestimmt mehr als jedes olle
Buch.
Das Problem dabei ist, dass diese Zuordnung nicht eineindeutig ist. Durchaus verschiedene Melodien ergeben das gleiche Suchwort aus 0, + und -. Sicher kennen alle Leser zusammen hier jede Menge Melodien, aber bei einer Anfrage müsste jeder Leser alle Melodien in Gedanken herunterpfeifen, um zu überprüfen, ob eine passende dabei ist. Wenn er eine passende findet, dann gibt es keine Garantie, ob es wirklich die richtige ist.
Grundsätzlich halte ich das aber für äußerst sinnvoll, Melodien nach diesem Prinzip zu katalogisieren.
Bei den Indizes meiner Notenbestände habe ich damit begonnen, aber bisher sind nur rund 200 von 6500 Liedern so erfasst.
Falls es also schon Datenbestände gibt, möchte ich die auch gerne übernehmen.
Das Problem dabei ist, dass diese Zuordnung nicht eineindeutig
ist. Durchaus verschiedene Melodien ergeben das gleiche
Suchwort aus 0, + und -. Sicher kennen alle Leser zusammen
hier jede Menge Melodien, aber bei einer Anfrage müsste jeder
Leser alle Melodien in Gedanken herunterpfeifen, um zu
überprüfen, ob eine passende dabei ist. Wenn er eine passende
findet, dann gibt es keine Garantie, ob es wirklich die
richtige ist.
Hallo Stefan,
ich meinte das so, das man nur aus der „Niederschrift“ wieder eine Tonfolge generiert und aus dieser „vereinfachten“ Melodie den Titel dann hoffentlich erkennt (auch wenn man die absoluten Tonhöhen zunächst nicht weiss).
Also zum Beispiel: „Wer kennt folgendes bekanntes Rockstück aus den Siebzigern ??“:
„0+±+±-+±-“
Oder „wie zum Teufel heisst doch gleich der Agentenfilm mit dieser Musik?“
nur aus der „Niederschrift“ wieder
eine Tonfolge generiert und aus dieser „vereinfachten“ Melodie
den Titel dann hoffentlich erkennt (auch wenn man die
absoluten Tonhöhen zunächst nicht weiss).
Eben das ist eigentlich wenn auch nicht unmöglich, so dennoch unpraktisch, weil man eben nichts über die Intervalle weiß und man da nichtmal rauskriegt, ob das in Dur oder Moll ist. vom Rhythmus ganz zu schweigen.
Also zum Beispiel: „Wer kennt folgendes bekanntes Rockstück
aus den Siebzigern ??“:
„0+±+±-+±-“
Oder „wie zum Teufel heisst doch gleich der Agentenfilm mit
dieser Musik?“
„0+±-+±–±“
Keine Chance. Ich hatte mal „Oh Tannenbaum“ gehört in Moll und viel zu langsam. Das hört sich an wie ein Trauermarsch.
0+00++00
Dieser Zeichenfolge siehst Du eben nicht an, ob es ein Weihnachtslied oder ein Trauermarsch ist.
Spiel mal den Hochzeitsmarsch aus Lohengrin ohne die Vorzeichen. Das klingt ziemlich nach Scheidung. Im Melodienlexikon ist es ein Synonym.
Dein Vorhaben scheitert daran, dass die Melodie eben daraus nicht rekonstruierbar ist. Man kann von der Melodie auf den Melodiestring schließen aber nicht umgekehrt. Damit ist diese Methode nur mit einer Datenbank praktikabel und da befürworte ich dieses System.