hallo,
warum hört man eigentlich so wenig positives von ABM-Projekten
-Arbeitsbeschaffung genannt- bei 5 Millionen Arbeitslosen?
danke
Friedrich
Hallo Friedrich,
warum hört man eigentlich so wenig positives von ABM-Projekten
-Arbeitsbeschaffung genannt- bei 5 Millionen Arbeitslosen?
kurz gesagt, weil es ein „Schweinegeld“ kostet und aus Sicht der Volkswirtschaft nix bringt bzw. sich sogar negativ auswirkt.
Aus der Perspektive der Betroffenen sind ABM natürlich nicht schlecht, da man sich nicht vollkommen nutzlos vorkommt und bisschen mehr Geld in der Tasche hat. Gleichzeitig lassen sich auch die beruflichen Kenntnisse „konservieren“ (wenn man nicht gerade die Straße fegt), so dass man seine Qualifikation für den Arbeitsmarkt nicht verliert.
Andererseits verdrängen subventionierte ABM-Stellen, Jobs in der freien Wirtschaft. So wird ein Unternehmen bestehend aus ABM´lern seine Preise, aufgrund der niedrigeren Arbeitskosten, derart absenken können, dass die nicht subventionierte Konkurrenz, die sich so gerade noch halten kann, nicht mehr mithalten kann und den Bach runtergehen wird. D.h. entweder entstehen gar keine neuen Stellen, oder es kommen noch ein paar Arbeitslose dazu (was wahrscheinlicher ist). Wenn die ABM vorbei ist, sitzen die ehemaligen ABM´ler auch bald wieder beim Arbeitsamt, da ihr Unternehmen nicht nur die Marktpreise kaputt gemacht hat, sondern zudem nicht mehr zu marktgerechten Kosten produzieren kann. Die ehemals hergestellten Dienstleistungen und Produkte kommen wegen des „hausgemachten“ Preisdrucks dann entweder aus dem Ausland, oder werden von einigen wenigen Unternehmen angeboten, welche aufgrund ihrer Technologie fast gänzlich auf menschliche Arbeit verzichten können. Klar, am Ende setzen sich immer die Stärksten durch, aber warum soll dieser Prozess auch noch durch teure ABM beschleunigt werden? Was soll an ABM positiv sein? Ok man hält den einen oder anderen Arbeitslosen von Selbsmord, Alkoholismus, Kriminalität etc. ab. Aber ist es das wirklich wert? Soll Vater Staat alle Arbeitslosen bemuttern und von allem „Bösen“ fernhalten?
Bin ja man auf andere Antworten gespannt! Vielleicht gibts ja wirklich was Positives, das ich bisher nicht gesehen habe.
MfG
Stephan
hallo,
warum hört man eigentlich so wenig positives von ABM-Projekten
-Arbeitsbeschaffung genannt- bei 5 Millionen Arbeitslosen?
danke
Friedrich
Hallo Friedrich,
ich habe vor ein paar Jahren mal eine ABM auf einem Recyclinghof gemacht bzw. machen müssen. Du kannst Dich ja auf meiner HP mal dazu informieren, auch wenn die Seite nicht komplett ausgearbeitet ist (dennoch steht einiges zum Thema ABM dort). Meine Page ist:
http://www.8ung.at/hermann.seegert
Klicke dort auf ARBEIT in der Navigationsleiste. Nebenbei: Ich bin kein Österreicher, falls Dich ABM in Deutschland interessiert und es in Österreich überhaupt sowas gibt.
Gruß
Hermann
Hallo Stephan,
kurz gesagt, weil es ein „Schweinegeld“ kostet und aus Sicht
der Volkswirtschaft nix bringt bzw. sich sogar negativ
auswirkt.
vieles was Du schreibst, hat Hand und Fuß, aber eines hast Du vergessen:
Aus der Perspektive der Betroffenen sind ABM natürlich nicht
schlecht, da man sich nicht vollkommen nutzlos vorkommt und
bisschen mehr Geld in der Tasche hat. Gleichzeitig lassen sich
auch die beruflichen Kenntnisse „konservieren“ (wenn man nicht
gerade die Straße fegt), so dass man seine Qualifikation für
den Arbeitsmarkt nicht verliert.Andererseits verdrängen subventionierte ABM-Stellen, Jobs in
der freien Wirtschaft. So wird ein Unternehmen bestehend aus
ABM´lern seine Preise, aufgrund der niedrigeren Arbeitskosten,
derart absenken können, dass die nicht subventionierte
Konkurrenz, die sich so gerade noch halten kann, nicht mehr
mithalten kann und den Bach runtergehen wird.
Es sind nicht aussschließlich Unternehmen, die ABMler eingestellt haben. Überwiegend ehrenamtlich getragene Initiativen konnten schon gut öffentlich geförderte Arbeitkräfte brauchen. Und die meisten davon haben Arbeit erledigt, die sonst liegen bleibt. Dass man keine hauptamtlichen Unterstützer mehr gefördert bekommt, motiviert einen als Ehrenamtlichen, die oder der ja die eigene Freizeit opfert, nicht gerade dazu weiter zu machen.
Bin ja man auf andere Antworten gespannt! Vielleicht gibts ja
wirklich was Positives, das ich bisher nicht gesehen habe.
Gruß, Karin