Hallo Andre,
das Ganze erscheint mir fragwürdig, daher habe ich im MLM-Beobachter und in Finanztest mal nachgeschaut.
Der Artikel aus FINANZTEST hier:
Quelle: Finanztest, Ausgabe, 02/2004
Firma: Alternative Kollektive Wertschöpfung (AKW)
Zitat: Abzockerangebote
Wo der Nepp lauert
Ob per Brief, Fax, E-Mail oder auf Internetseiten, überall locken Anbieter mit lukrativen Gewinnen. Doch viele Offerten sind unseriös und enden für Verbraucher mit Verlusten.
Etwas gewinnen, günstig einkaufen oder eine lukrative Geldanlage abschließen, wer möchte das nicht. Doch gerade, wenn Gewinne garantiert werden, Waren billiger als in jedem Laden sind oder die Rendite traumhaft hoch ist, sollten die Alarmglocken schrillen. Denn fast immer lauert hier Nepp. FINANZtest nennt ein paar besonders dreiste Maschen und Angebote.
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Programmierter Verlust
Fette Verdienste machen auch die Organisatoren so genannter Pyramidensysteme. Ein als „Alternative Kollektive Wertschöpfung“ (AKW) auch mit einer Homepage im Internet auftretendes System macht derzeit in Berlin die Runde. Die AKW lockt mit billigen Einkaufsmöglichkeiten. Wer mitmacht, zahlt 250 Euro ein und erhält damit die Möglichkeit, sich binnen drei Monaten einen Wunsch im Wert von 650 Euro zu erfüllen. Egal wo der Kunde einkauft, die AKW zahlt.
Wem das gefällt, der wird sich gerne an einem weiteren AKW-Angebot beteiligen. Werbern neuer Mitglieder sollen Provisionen von bis zu 17 000 Euro winken. Die können die Initiatoren aber nur zahlen, wenn die Zahl der Mitglieder rasant ansteigt und so immer mehr Geld in das System gepumpt wird.
Gerade hier liegt die Krux dieser als Pyramiden- oder Schneeballsystem bekannten Verfahren. Je länger der Schneeball rollt, desto schwieriger wird es, weitere Mitglieder zu werben. Die sind aber nötig, um von deren Eintrittsgeldern die Provisionen an die Werber, deren „Vorgesetzte“ sowie an deren „Chefs“ zahlen zu können.
Werden keine zahlungswilligen Neulinge mehr gefunden, bricht das System zusammen. Die breite Masse verliert dann ihr Geld, während die Initiatoren satt abkassiert haben.
Auch die „Alternative Kollektive Wertschöpfung“ , die derzeit nach eigenen Angaben 2 700 Mitglieder zählt, wird schon bald nicht mehr in der Lage sein, die versprochenen Waren im Wert von 650 Euro, geschweige denn die Provisionen zu zahlen, warnt die Verbraucherzentrale in Berlin.
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Also, meiner Meinung nach kommt hier schon § 6c UWG in Frage:
§ 6c Progressive Kundenwerbung, Schneeballsystem
„Wer es im geschäftlichen Verkehr selbst oder durch andere unternimmt, Nichtkaufleute zur Abnahme von Waren, gewerblichen Leistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, ihnen besondere Vorteile für den Fall zu gewähren, dass sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, denen ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer gewährt werden sollen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Nichtkaufleuten im Sinne des Satzes 1 stehen Personen gleich, deren Gewerbebetrieb nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert.“
Au weh.
Michael