Matratzen und Hygiene

Moin,
ich hoffe das ich hier mit meiner Frage fast richtig bin.

Wir haben neue Matratzen gekauft.
So im letzten 3 stelligen Bereicht.
Die Lieferung sollte lange dauern.
Ging dann aber doch ganz schnell.

Ausgepackt und festgestellt. — Da hat schon mal jemand drauf geschlafen.
Der Bezug war einseitig „abgeschubbelt“

Sagt der Lieferant und der Verkäufer unisono , es ist Sommer für Reklamationen brauchen wir 4 Wochen Vorlaufzeit. Das würde ja vielleicht schon gehen - aber - ich schlafe nur ungern auf einer Matratze wo schon vor mir eine Reingepupst hat.
Hotel ist was anderes - aber privat?

Wie seht Ihr das?
D.

PS: Zusatzfrage: Wie muß eine M. fachgerecht gelagert werden? oder darf man die auch mal ein paar wochen an die Wand stellen? Hochkannt oder quer?

Wie sicher seid ihr Euch da?

Falls 100% ist der Vertrag mangelhaft erfüllt und ihr hab die klassischen Möglichkeiten wie Wandelung/Rücktritt/Minderung usw. (§ 437 BGB ff.)

Danke, is ja alles Richtig.
Uns geht es mehr darum warum gibt es ein Geschäftsmodell in dem man gebrauchte
ganz persönliche Gebrauchgüter weiter als NEU verkaufen kann?
D.

das schließt sich aus: gebraucht ist nicht neu und kann damit nicht als solches verkauft werden.

Ausnahmen:

  • unbenutzte !! Retouren, die lediglich kurz ausgepackt wurden und direkt zurückgeschickt wurden, ohne Gebrauchsspuren !! (in Deinem Fall nicht gegeben, daher meine Frage oben) dürfen unter bestimmten Bedingungen wieder als neu verkauft werden, sofern sie geprüft und einwandfrei sind
  • B-Ware, die muss aber als solche gekennzeichnet sein
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das gibt es nicht.

Was es gibt, ist

und dieses Geschäftsmodell heißt schlicht „Bauernfängerei“ und existiert schon so lange, wie es Händler und Kaufleute gibt.

Relativ neu, konkret vom 21.03.1804, ist ein Zivil- und später auch Handelsrecht, das für alle Beteiligten einheitliche Regeln definiert, die einerseits Betrug untersagen und festlegen, wie der Betrogene schadlos zu halten ist, aber andererseits auch verhindern, dass ein Bäcker, der seine Brötchen etwas leichter gebacken hat als erlaubt, gefesselt in einem Käfig so lange von einer Brücke wieder und wieder ins Wasser getaucht wird, bis er nicht mehr in der Lage ist, einen solchen Betrug am Brötchenkäufer zu wiederholen.

Napoleon Bonaparte war übrigens weitsichtig genug, um vorauszusehen, dass der Code Civil das Stück von ihm sein würde, was der Nachwelt auf Dauer erhalten bliebe.

In diesem Sinne

MM

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