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Von: Finus, 16.5.2004 18:51 Uhr
Hallo,

wenn jemand etwas stibiezt, dann nimmt er es heimlich (jemandem anderen) weg.

Aber woher kommt das Wort stibiezen?
Ich habe da so eine Ahnung, dass es aus der russischen Vulgärsprache kommen soll.
Weiß jemand genaueres?

Gruß Finus



  1. Antwort von kreszenz 4
    Re: stibiezen? woher kommt das Wort?
    Hallo,

    wenn jemand etwas stibiezt, dann nimmt er es heimlich
    (jemandem anderen) weg.

    Aber woher kommt das Wort stibiezen?
    Hallo, Finus,

    in aller Kürze der Duden:

    sti|bit|zen <sw. V.; hat> [urspr. Studentenspr., H. u.] (fam.): auf listige Weise entwenden, an sich bringen:
    Schokolade s.


    Quelle: DUDEN - Deutsches Universalwörterbuch

    und in aller Ausführlichkeit Grimm:

    STIBITZEN, s t i p i t z e n , vb., heimlich und listig kleinigkeiten entwenden. h e r k u n f t u n d f o r m .

    seit dem 18. jh. bezeugt, zufrühest in der gleichbedeutenden zusammensetzung wegstibitzen teil 13, 3043 (doch sieh auch unten stibitzer, m., seit 1706 belegt). 1781 und 1795 in der form stibitzen als studentisch gebucht bei KINDLEBEN studentenlex. 183 ndr. und im id. der burschensprache bei BURDACH studentenspr. und -lied in Halle 106, vgl. KLUGE studentensprache 128a. um die gleiche zeit lexikalisch auch auszerhalb des studentischen bereichs: CHR. FR. SCHRADER dt.-frz. 2, 1308b; CAMPE 4, 650a; jedoch noch nicht bei ADELUNG. früh auch als mundartlich bezeugt: stiewitzen SCHMIDT westerw. (1800) 236; stipizzen SCHÜTZE holst. (1800) 3, 134. jetzt gemeingut der niederen umgangssprache und mundartlich auf dem ganzen sprachgebiet, s. stipitzen SCHMELLER - FR. 2, 774; MARTIN - LIENHART 2, 607b; STAUB - TOBLER 10, 1096 (stibitzen, auch -p-); stibitzen, -w- FISCHER schwäb. 5, 1749; CRECELIUS oberhess. 810; KEHREIN nass. 1, 392 (stipitzen, stiewitzen); MÜLLER-FRAUREUTH 2, 562a (stibiezen, stiiwiizen); FRISCHBIER 2, 370b (stibitzen); MENSING 4, 846 (stiebitzen); SCHMIDT - PETERSEN nordfries. 127b (stibitsi). s. auch unten.
    Bd. 18, Sp. 2672

    das wort ist formal sehr vielgestaltig. die art des labials schwankt von anfang an. in der schriftsprache ist -p- bis in das 19. jh. häufig, sieh s. v. wegstipitzen die belege aus LESSING und BÜRGER, ferner z. b. stipitzen Leipz. almanach d. dt. mus. (1779) 251; H. V. KLEIST 4, 33 E. Sch.; A. V. DROSTE 1, 240 Schücking; MOMMSEN röm. gesch. (1856) 1, 869. heute hat sich -b- schriftsprachlich durchgesetzt. -- der vocal der mittelsilbe ist gewöhnlich kurz, lang nur mundartlich, bes. ostmd., vgl. oben sowie GÖPFERT sächs.-erzgeb. 46; ALBRECHT Leipz. 217; BLUMER Nordwestböhm. 87b; auch STAUB-TOBLER schweiz. 10, 1096. -- stibitzen trägt den hauptton auf der mittelsilbe. -- das partic. wird in der regel ohne präfix ge- gebildet; gestibitzt mehrfach mundartlich, s. MARTIN-LIENHART a. a. o.; FOLLMANN lothr. 498a; STAUB-TOBLER a. a. o.
    die herkunft des wortes ist nicht völlig geklärt. gewöhnlich wird es als streckform zu mundartl. stîzen 'stehlen' (s. MENSING 4, 850; STAUB-TOBLER 10, 1096) gestellt, gebildet durch willkürliche infigierung einer lautgruppe, und zwar nach KLUGE etym. wb. 11593a und studentensprache 61 -bi-, -pi- in der schüler- oder auch gaunersprache, nach SCHRÖDER streckformen 80 -ib-. ebenso wird das vereinzelt schon 1764 bezeugte stribitzen (s. d.) von mundartl. striezen, stritzen abgeleitet, s. SCHRÖDER 133. andere anknüpfungsversuche: an nd. stippen 'sich eine sache aneignen' (MENSING 4, 855), in der gaunersprache 'durch heimliches hineinlangen wegnehmen, namentlich von kleinern gegenständen' bei AVÉ-LALLEMENT 2, 221; schwäb. stippen, stibben 'einen stosz geben, betteln' FISCHER schwäb. 5, 1777; s. auch ebda 1749. vgl. noch in derselben bedeutung 'stehlen' wörter wie stiepsen, stipsen MENSING 4, 850; FRISCHBIER 2, 373b; MARTIN-LIENHART 2, 607a. b e d e u t u n g u n d g e b r a u c h .

    stibitzen gehört, ebenso wie z. b. mausen, klemmen, klauen, zu den zahlreichen mildernden und abschwächenden ausdrücken für stehlen (vgl. teil 10, 2, 1742). von KINDLEBEN wird es mit stehlen gleichgesetzt, doch ist es von vornherein von diesem differenziert, vor allem durch fast ausschlieszliche beziehung auf geringfügige gegenstände, meist auch durch eine 'nebenbedeutung des listigen und feinen' (id. der burschenspr. a. a. o.) und durch einen spaszhaft-vertraulichen beiklang.
    einen kleinen, menschlich verzeihlichen diebstahl begehen, gewöhnlich aus der gelegenheit heraus oder zur befriedigung unmittelbar dringender bedürfnisse wie beim mundraub und dgl. so dem eigentlichen stehlen gelegentlich ausdrücklich entgegengesetzt: wer millionen zusammengaunere und stehle, bekomme orden; wer aus hunger eine wurst stibitze, komme ins zuchthaus P. BARSCH von einem der auszog (1905) 1, 149; (frau Wolff) ... das (das holz) is uff dr auktion gekooft. (Adelheid) ja, ja, wennt man wah wär. det is ja stibietzt ... (frau Wolff) ... mir sein keene diebe G. HAUPTMANN ges. w. 1, 495 Fischer; ich (ein schneider) arbeite schon dreiszig jahre in deinem haus, und dasz ich dir noch nicht ein handbreit tuch stibizt hab, das gefreut mich heute zwiefach ROSEGGER schr. I 9, 77. doch auch vom gewerbsmäszigen diebstahl, soweit er sich auf kleine gegenstände richtet: in derselben nacht wars, dasz zwei strolche durch Oberabelsberg schlichen und umherspähten, ob es nicht irgendwo was zu stibitzen gäbe ebda II 14, 396; der koch, der nicht blosz mit unerhörten saucen zu renommiren, sondern auch wie ein gelernter dieb zu stipitzen versteht MOMMSEN röm. gesch. (1856) 1, 869. vom geistigen diebstahl: es handelte sich nicht um jene höhere schönmalerei, wie sie der motive stibitzende meister handhabte KELLER ges. w. 3, 44. bildlich-scherzhaft ...


    Gruß
    Kreszenz
    1 Kommentare
    • von Finus 0
      Re^2: stibiezen? woher kommt das Wort?
      Hallo Kreszenz,

      vielen Dank für die ausführliche Erklärung, das gibt einen Punkt.

      Gruß Finus
  2. Antwort von Gandalf 0
    Re: Kölsche Variante
    Hallo Finus,

    eine Variante ist in Köln das 'Fringsen'

    Das hat folgenden Ursprung
    Nach dem Krieg wurde viel Kohle von Kohletransporten geklaut, indem Kinder auf die Wagen sprangen und die Kohle herunterwarfen, die von den anderen aufgesammelt wurden. Das geschah weniger zur Bereicherung, sondern schlicht, um nicht zu erfrieren.

    Kardinal Frings (sehr volkstümlich und mindestens genauso beliebt) wurde dazu gefragt, ob dies denn eine Sünde sei, worauf er meinte, er könne sich nicht vorstellen, daß der liebe Gott etwas dagegen habe, daß die Menschen sich um des blanken Überlebens willen Kohlen 'organisieren'.

    Daraufhin wurde erst speziell das Kohlenorganisieren, später alle Arten des Stibitzen zu 'Fringsen'

    Gandalf
    • Antwort von peter groen (abgemeldet) 0
      Re: stibiezen? woher kommt das Wort?
      In der niederlandische provinz limburg,bedeutet heimlich wegnehmen auch, bietzen.

      peter [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
      • Antwort von Franz (abgemeldet) 0
        schnorren
        Hallo,
        bei dieser Gelegenheit ist mir Schnorren eingefallen. Kann jemand nachgucken, woher das kommt, vielleicht vom Katzengeschnurr?
        Grüße
        Franz wenn jemand etwas stibiezt, dann nimmt er es heimlich
        (jemandem anderen) weg.

        Aber woher kommt das Wort stibiezen?
        Ich habe da so eine Ahnung, dass es aus der russischen
        Vulgärsprache kommen soll.
        Weiß jemand genaueres?

        Gruß Finus
        4 Kommentare
        • von Bernhard 2
          Geheimtipp: Grimmsches Wörterbuch
          Hallo Franz, bei dieser Gelegenheit ist mir Schnorren eingefallen. Kann
          jemand nachgucken, woher das kommt,
          Ich mag nicht für dich nachschauen, kannst du es nicht selbst?

          http://germa83.uni-trier.de/DWB/welcome.htm

          Bernhard
        • von A.Adler (abgemeldet) 4
          Re: Geheimtipp: Grimmsches Wörterbuch
          Hey Bernhard, Ich mag nicht für dich nachschauen, kannst du es nicht selbst?
          Das ist aber gemein! Es gibt Leute, die kassieren ihre Sternchen nur darüber, dass sie den Kluge, den Grimm oder den Duden zitieren...

          z.B.:
          STIBITZEN, s t i p i t z e n , vb., heimlich und listig kleinigkeiten entwenden. h e r k u n f t u n d f o r m .

          seit dem 18. jh. bezeugt, zufrühest in der gleichbedeutenden zusammensetzung wegstibitzen teil 13, 3043 (doch sieh auch unten stibitzer, m., seit 1706 belegt). 1781 und 1795 in der form stibitzen als studentisch gebucht bei KINDLEBEN studentenlex. 183 ndr. und im id. der burschensprache bei BURDACH studentenspr. und -lied in Halle 106, vgl. KLUGE studentensprache 128a. um die gleiche zeit lexikalisch auch auszerhalb des studentischen bereichs: CHR. FR. SCHRADER dt.-frz. 2, 1308b; CAMPE 4, 650a; jedoch noch nicht bei ADELUNG. früh auch als mundartlich bezeugt: stiewitzen SCHMIDT westerw. (1800) 236; stipizzen SCHÜTZE holst. (1800) 3, 134. jetzt gemeingut der niederen umgangssprache und mundartlich auf dem ganzen sprachgebiet, s. stipitzen SCHMELLER - FR. 2, 774; MARTIN - LIENHART 2, 607b; STAUB - TOBLER 10, 1096 (stibitzen, auch -p-); stibitzen, -w- FISCHER schwäb. 5, 1749; CRECELIUS oberhess. 810; KEHREIN nass. 1, 392 (stipitzen, stiewitzen); MÜLLER-FRAUREUTH 2, 562a (stibiezen, stiiwiizen); FRISCHBIER 2, 370b (stibitzen); MENSING 4, 846 (stiebitzen); SCHMIDT - PETERSEN nordfries. 127b (stibitsi). s. auch unten.

          Bd. 18, Sp. 2672


          das wort ist formal sehr vielgestaltig. die art des labials schwankt von anfang an. in der schriftsprache ist -p- bis in das 19. jh. häufig, sieh s. v. wegstipitzen die belege aus LESSING und BÜRGER, ferner z. b. stipitzen Leipz. almanach d. dt. mus. (1779) 251; H. V. KLEIST 4, 33 E. Sch.; A. V. DROSTE 1, 240 Schücking; MOMMSEN röm. gesch. (1856) 1, 869. heute hat sich -b- schriftsprachlich durchgesetzt. -- der vocal der mittelsilbe ist gewöhnlich kurz, lang nur mundartlich, bes. ostmd., vgl. oben sowie GÖPFERT sächs.-erzgeb. 46; ALBRECHT Leipz. 217; BLUMER Nordwestböhm. 87b; auch STAUB-TOBLER schweiz. 10, 1096. -- stibitzen trägt den hauptton auf der mittelsilbe. -- das partic. wird in der regel ohne präfix ge- gebildet; gestibitzt mehrfach mundartlich, s. MARTIN-LIENHART a. a. o.; FOLLMANN lothr. 498a; STAUB-TOBLER a. a. o.
          die herkunft des wortes ist nicht völlig geklärt. gewöhnlich wird es als streckform zu mundartl. stîzen 'stehlen' (s. MENSING 4, 850; STAUB-TOBLER 10, 1096) gestellt, gebildet durch willkürliche infigierung einer lautgruppe, und zwar nach KLUGE etym. wb. 11593a und studentensprache 61 -bi-, -pi- in der schüler- oder auch gaunersprache, nach SCHRÖDER streckformen 80 -ib-. ebenso wird das vereinzelt schon 1764 bezeugte stribitzen (s. d.) von mundartl. striezen, stritzen abgeleitet, s. SCHRÖDER 133. andere anknüpfungsversuche: an nd. stippen 'sich eine sache aneignen' (MENSING 4, 855), in der gaunersprache 'durch heimliches hineinlangen wegnehmen, namentlich von kleinern gegenständen' bei AVÉ-LALLEMENT 2, 221; schwäb. stippen, stibben 'einen stosz geben, betteln' FISCHER schwäb. 5, 1777; s. auch ebda 1749. vgl. noch in derselben bedeutung 'stehlen' wörter wie stiepsen, stipsen MENSING 4, 850; FRISCHBIER 2, 373b; MARTIN-LIENHART 2, 607a. b e d e u t u n g u n d g e b r a u c h .

          stibitzen gehört, ebenso wie z. b. mausen, klemmen, klauen, zu den zahlreichen mildernden und abschwächenden ausdrücken für stehlen (vgl. teil 10, 2, 1742). von KINDLEBEN wird es mit stehlen gleichgesetzt, doch ist es von vornherein von diesem differenziert, vor allem durch fast ausschlieszliche beziehung auf geringfügige gegenstände, meist auch durch eine 'nebenbedeutung des listigen und feinen' (id. der burschenspr. a. a. o.) und durch einen spaszhaft-vertraulichen beiklang.
          einen kleinen, menschlich verzeihlichen diebstahl begehen, gewöhnlich aus der gelegenheit heraus oder zur befriedigung unmittelbar dringender bedürfnisse wie beim mundraub und dgl. so dem eigentlichen stehlen gelegentlich ausdrücklich entgegengesetzt: wer millionen zusammengaunere und stehle, bekomme orden; wer aus hunger eine wurst stibitze, komme ins zuchthaus P. BARSCH von einem der auszog (1905) 1, 149; (frau Wolff) ... das (das holz) is uff dr auktion gekooft. (Adelheid) ja, ja, wennt man wah wär. det is ja stibietzt ... (frau Wolff) ... mir sein keene diebe G. HAUPTMANN ges. w. 1, 495 Fischer; ich (ein schneider) arbeite schon dreiszig jahre in deinem haus, und dasz ich dir noch nicht ein handbreit tuch stibizt hab, das gefreut mich heute zwiefach ROSEGGER schr. I 9, 77. doch auch vom gewerbsmäszigen diebstahl, soweit er sich auf kleine gegenstände richtet: in derselben nacht wars, dasz zwei strolche durch Oberabelsberg schlichen und umherspähten, ob es nicht irgendwo was zu stibitzen gäbe ebda II 14, 396; der koch, der nicht blosz mit unerhörten saucen zu renommiren, sondern auch wie ein gelernter dieb zu stipitzen versteht MOMMSEN röm. gesch. (1856) 1, 869. vom geistigen diebstahl: es handelte sich nicht um jene höhere schönmalerei, wie sie der motive stibitzende meister handhabte KELLER ges. w. 3, 44. bildlich-scherzhaft:

          das macht Schönkätchen wohl am Rhein,
          das all mein herz stipitzt!
          Leipziger almanach d. deutschen musen 1779 s. 251.


          auf harmlose weise entwenden, ohne dasz noch von diebstahl die rede sein könnte. die täter sind vielfach kinder oder dem besitzer nahestehende personen: nach schneidenden werkzeugen haben alle kinder ... ein brennendes gelüst

          Bd. 18, Sp. 2673

          ... wir stibitzten grosze nägel, indem wir sie mit mühsal aus einem alten gerüllkasten herauszogen GOLTZ buch der kindheit (1854) 156. gern von genuszmitteln: was! meine herlitzchen, die ich selbst so gern geniesze, hast du kleiner schlingel mir stibitzt? i, das ist ja recht schön! GÖTHE gespräche2 2, 263 Biedermann; näscherinnen, die ... aus den speisekammern backobst und andre süszigkeiten gar pfiffig zu stibitzen verstehen HOLTEI erzähl. schr. 13, 119; der page hatte aber, das sah man seinem sirupverschmierten stulpnäslein ... an, unterwegs wie ein vogel mit dem schnabel aus der gehäuften pfirsichschale stibitzt FEDERER Sisto è Sesto (1916) 74; ähnlich:

          ich will zum garten noch des schaffers gehn,
          dort wächst am zaune schöner majoran,
          davon stipitz ich etwa dir ein händchen
          GRILLPARZER 8, 45 Sauer.

          zuweilen wird das moment der list und heimlichkeit noch eigens hervorgehoben:

          (der erste Türke)
          denn da der himmel sich zu wolken begunte,
          herr Mahomet unser zechen nicht sehen kunte ...
          könnten so ruhig im schiff sizen
          und hübsch den wein aus den flaschen stipizen
          SCHINK marionettentheater (1778) 32;

          einen bedeutenden butterkübel, den sie hinter Joggelis (ihres mannes) rücken aus ihrem keller stibitzt hatte, dem besten schmuggler zum trotz J. GOTTHELF ges. schr. 3, 29; könnt ich nit zum beispiel durch meine pfiffigkeit den gewissen spiegel da stibitzen, derweil die ritter so dumm sind, sich ... rumzuraufen? GRAF POCCI komödienbüchl. 3, 61. so auch vom fuchs:

          Reinecke, der fuchs, der sitzt
          lichtscheu in der erden,
          und verzehrt, was er stipitzt,
          ohne fett zu werden
          H. V. KLEIST 4, 33 E. Schmidt.

          Falls jemand bis hier gelesen hat schmettere ich noch einen herzlichen Grinsegruß hinterher,
          Anja
        • von Eckard (abgemeldet) 3
          Re: schnorren
          bei dieser Gelegenheit ist mir Schnorren eingefallen.
          Es hat nicht mit der Katze zu tun, Franz.
          Ursprünglich war "schnurren" ein Gaunerwort. Mit Musik (Schnurrpfeife) betteln,
          Übrigens hängt damit auch der Schnurrbart zusammen. Nachtwächter trugen nicht nur selbigen, sondern als Alarminstrument auch eine Schnarre/Schnurre. Pars pro toto stand damit der Bart für den Ordnungshüter mit seiner Schnarre bzw. Ratsche.
          Gruß
          Eckard
        • von Franz (abgemeldet) 0
          Re^2: schnorren
          Da hat sich ja mein Schnorren gelohnt! Es hat nicht mit der Katze zu tun, Franz.
          Ursprünglich war "schnurren" ein Gaunerwort. Mit Musik
          (Schnurrpfeife) betteln,
          Übrigens hängt damit auch der Schnurrbart zusammen.
          Nachtwächter trugen nicht nur selbigen, sondern als
          Alarminstrument auch eine Schnarre/Schnurre. Pars pro toto
          stand damit der Bart für den Ordnungshüter mit seiner Schnarre
          bzw. Ratsche.
          Gruß
          Eckard