Familie
Von: аddі3339, 30.9.2010 02:07 Uhr
Wie oft darf eine alleinerziehende Mutter ihre beiden Kinder(11,13) allein lassen, um dann bei ihrem Freund zu übernachten? Auch wenn sie das mit den Kindern "abgeklärt" hat und am nächsten Morgen um 6Uhr wieder da ist, verletzt sie doch ihre Aufsichtspflicht oder ?!



  1. Re: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein lass
    Hallo,

    dass bloße alleine lassen der Kinder bedeutet nicht, dass man die Aufsichtspflicht verlässt - es kommt wohl auch darauf an, was den Kindern entsprechend ihres persönlichen Entwicklungsstandes zuzutrauen ist und wie das Umfeld organisiert ist. Wir als Kinder wurden häufiger in dem Alter alleine gelassen, weil die Eltern zum Sport/Feiern oder sonstiges sind - ähnlich hier bei Nachbarskindern die jetzt so in dem Alter sind - allerdings wussten wir auch wo wir klingeln mussten, wenn was ist. Da ist es dann unrelevant, ob die Eltern nur ne Stunde weg sind oder 5 Stunden.

    Aber davon abgesehen - zu jeder aleinerziehenden Mutter gibt es auch in vielen Fällen einen Vater oder Schwiegereltern, die sich ja auch mal an der Erziehung und Betreuung der Kinder beteiligen können - nirgendwo steht geschrieben, dass alleinerziehende Mütter ununterbrochen an den Kindern kleben müssen und ab sofort kein Recht mehr auf ein eigenes Privatleben haben, während die andere Hälfte seine Freizeit gestalten kann wie sie mag.

    Gruß,
    Alexandra
    3 Kommentare
    • Re^2: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein la
      Sag das mal den Vätern, den (Ex-)Schwieger- und Grosseltern. :?
      Ich kenne keine Mutter, die sich nicht mal darüber geärgert hat, dass der Ex jetzt einfach wirklich Freizeit hat - vor allem wenn besagte dann auch noch jammern, dass sie ja soooo keine Zeit haben, mal auf die Kids zu schauen.
    • von Јulе959 1
      Re^2: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein la
      Hallo, nirgendwo steht geschrieben, dass alleinerziehende Mütter ununterbrochen an den Kindern kleben müssen und ab sofort kein Recht mehr auf ein eigenes Privatleben haben
      Nicht von ungefähr kommen Anfragen wie die der UP gerne mal von den Expartnern der "Rabenmütter" :)

      Schöne Grüße,
      Jule, die dir in allem zustimmt.
    • Re^3: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein la
      Naja, dann soll der Supervater sich doch einfach um seine Brut kümmern, wenn er soooo besorgt ist. Es soll immerhin die Möglichkeit bestehen auch als Vater ein Kinderzimmer bereit zu halten und auch von seinem Sorgerecht Gebrauch zu machen :o)

      Ganz ehrlich, würde mir mein Expartner so blöd daher kommen, könnten die Kinder zu Abwechslung da mal komplett für ein paar Wochen einziehen und ich würde mir erst mal 2 Wochen Urlaub gönnen - alleine und mal richtig abschalten.

      Gruß,
      Alexandra
  2. Antwort von Τіnсһеn 0
    Re: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein lass
    Hallo addi3339,

    warum übernachtet nicht der Freund bei der Mama? Dann wären die beiden Kinder nicht allein.
    11 und 13 Jahre erscheint mir u.U. doch recht jung um die beiden Kinder über nacht allein zu lassen. Hängt aber sicher von der Reife der Kinder ab...

    Grüße von
    Tinchen
    2 Kommentare
    • Re^2: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein la
      ... es gibt da wohl diverse Gründe warum man auch als Frau

      a) mal alleine sein will mit seinem Partner - erst recht, wenn er neu ist
      b) es nicht unbedingt toll für die Kinder sein muss, wenn der neue Partner mit nach Hause gebracht wird (vor allen Dingen nicht, wenn man sich da noch nicht so 1000% sicher ist obs mit den Kindern passt)

      und sicher gibt es da noch mehr Gründe. Aber in so Situationen ist es wie mit so vielem im Leben - es ist egal wie man es macht - irgendeiner meckert immer.

      Gruß,
      Alexandra
    • von 3Dіngе (abgemeldet) 0
      Re^3: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein la
      Vorab: es handelt sich nicht um ein "mal" alleine lassen oder um
      ein Alleinlassen für wenige Stunden.


      Definitiv Nein, nicht regelmäßig und nicht häufig.
      In Ausnahme(!!)-fällen wäre das noch zu tolerieren.

      Es handelt sich um Kinder und noch nicht um Jugendliche. Die Aufsichtspflicht wäre verletzt.

      Von 13 und 11 Jahre alten Kindern kann nicht erwartet werden, dass
      sie sich im Ernstfall vernünftig wie Erwachsene verhalten. Auch wenn sie im Alltag sonst einen recht "erwachsenen" Eindruck machen.
      Man kann nicht von dem einen Verhalten auf ein anders in einer Not- Situation schließen.

      Bei Kindern in der Pubertät (oder kurz davor) ist bei allem Vertrauen damit zu rechnen, dass neugierig aufs Leben sind und sie ihre nächtelangen Freizeiten anders nutzen, als es der Mutter lieb wäre. (z.B. Internet, Besuche einladen oder noch schlimmer, Besucher, die sich selbst einladen)

      Hat hier keiner in seiner Pubertät Dummheiten gemacht, über die er heute erschrickt?


      Und drittens - und das scheint mir das Wichtigste zu sein -
      wie verkraften die Kinder das, nachdem ein Elternteil nicht
      mehr so für sie da ist, nun auch die Mutter ihre eigenen Wege geht.
      Und wie denken Pubertierende über ein Sexleben ihrer Mutter?

      (Die meisten Erwachsenen mögen sich schon nicht vorstellen, dass ihre
      Eltern Sex haben)

      Nun könnte die Mutter ja auf den Gedanken kommen, ihre Kinder um
      Erlaubnis zu bitten: "ihr habt doch nichts dagegen, wenn ich heute nacht bei XY bin? Wenn ihr was dagegen habt, bleibe ich natürlich hier" wäre manipulativ und käme einer Erpressung gleich.


      Natürlich hat die Mutter Recht auf ein eigenes Leben mit allem, was dazu gehört.
      Aber nur im Rahmen ihrer Fürsorge und Verantwortung und immer mit Blick auf das, was sie als Vorbild ihren Kindern spiegelt.


      D.h., will sie über Nacht wegbleiben, muss sie für eine Vertretung
      sorgen oder wenigstens eine Nachbarin gleich nebenan bitten, ein Auge
      auf ihre Kinder zu haben.
  3. Antwort von Ѕаmа 2
    Re: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein lass
    hi

    genaus so war es bei mir auch, schon ein bisschen früher. War für beide Seiten kein Problem. Meiner Mutter war es damals immer wichtig, mit den Leuten im Haus klar zu kommen, ich hätte dort klingeln können, wenn was gewesen wäre. Wie man mit Telefon, Herd und Feuer umgeht habe ich unter anderem deshalb sehr früh gelernt, denn ich war schon als Grundschülerin tagsüber viel allein (sie hat ja gearbeitet).

    Als es dann mit dem einen Freund ernster und fester wurde und ich mich mit ihm auch verstand, bin ich übers Wochenende mitgefahren, da er eine riesige Wohnung hatte und Kinder im Haus lebten, war das auch ziemlich problemlos.

    Fazit: Wenn die Kinder verständig genug sind und es für Notfälle eine Anlaufstelle gibt, können sie auch mal allein bleiben.

    Aufsichtspflicht ist ein schwammiger Begriff, Kinder sind tagsüber ja oft unbegleitet unterwegs und stellen allerhand an, was soll da nachts und zu Hause anders sein?

    Gruss, Sama
    1 Kommentare
    • Re^2: Darf eine mutter ihre 2kinder11,13 allein la
      Hallo Sama,

      Ironie an: Nachts kann es ja brennen und was ist wenn die großen Monster raus kommne??? Ironie aus.

      Gruß,
      Alexandra
  4. Antwort von ѕtеfаnһосһ 1
    rabenmutter!
    ich bin der Meinung, dass man die Kinder in diesem Alter für einige Augenblicke alleine lassen kann. Wenn man mal was besorgen möchte oder so. Aber bitte nicht für die ganzen Nacht! Nur damit die Mutter sich mit ihrem Freund in der Nacht vergnügen kann!!! Was kann alles in der nacht passieren. Klar die Kinder sind in einem Alter, in dem sie sich benehemen können. Aber was ist wenn z.B. ein Feuer ausbricht oder so ähnlich. Die Kinder werden doch vor Angst nicht richtig reagiern. verantwortungslos in meinen Augen.
    20 Kommentare
    • Re: rabenmutter!
      hallo,

      ab welchem alter können "kinder" denn deiner meinung nach nachts alleine bleiben?

      viele grüße

      tabaiba
    • von ℮klаѕtіс (abgemeldet) 5
      Re^2: rabenmutter!
      Hallo, ab welchem alter können "kinder" denn deiner meinung nach
      nachts alleine bleiben?

      Die Frage ist falsch gestellt. So wie der Artikel verfasst ist, sollte man fragen: ab welchem Alter der Kinder dürfen Mütter mal wieder eine Leben haben.

      Er schreibt: Nur damit die Mutter sich mit ihrem Freund in der Nacht vergnügen kann!!!
      Mit drei Ausrufezeichen - damit wirklich jeder merkt, wie verwerflich es ist, wenn eine Mutter mal an sich denkt.

      Gruß
      Elke
    • Re^3: rabenmutter!
      Hallo, Nur damit die Mutter sich mit ihrem Freund in der Nacht vergnügen kann!!!
      Mit drei Ausrufezeichen - damit wirklich jeder merkt, wie
      verwerflich es ist, wenn eine Mutter mal an sich denkt.
      Ja nicht nur das, manchem stößt wahrscheinlich schon allein die Kombination von Mutter und Vergnügen in einem Satz auf... Tsss..
    • Re^3: rabenmutter!
      hi, ab welchem alter können "kinder" denn deiner meinung nach
      nachts alleine bleiben?

      Die Frage ist falsch gestellt. So wie der Artikel verfasst
      ist, sollte man fragen: ab welchem Alter der Kinder dürfen
      Mütter mal wieder eine Leben haben.
      ja, deshalb war ja meine frage auch neutral. es gibt nämlich durchaus auch andere gründe, weshalb manche kinder schon früher mal nachts alleine bleiben. ich wollte ganz grundsätzlich wissen, ab welchem alter man kinder in seinen augen - aus welchen gründen auch immer - alleine lassen kann.

      schönen abend!

      tabaiba
    • von Νіnа (abgemeldet) 1
      Re: rabenmutter!
      Hallo Stefan, ich bin der Meinung, dass man die Kinder in diesem Alter für
      einige Augenblicke alleine lassen kann. Wenn man mal was
      besorgen möchte oder so.
      ...
      Aber was ist wenn z.B. ein Feuer ausbricht oder so
      ähnlich. Die Kinder werden doch vor Angst nicht richtig
      reagiern. verantwortungslos in meinen Augen.
      wenn ein Feuer ausbricht, muss auch bei einigen Augenblicken (du meinst wohl in einem Bereich von einigen Minuten, oder?) Abwesenheit zwischenzeitlich rasch und richtig reagiert werden.
      Wenn es danach ginge, dürfte man auch nicht die kurze Besorgung tagsüber machen, während derer die Kinder unbeaufsichtigt sind.

      Ob Tag oder Nacht, macht diesbezüglich also gar keinen Unterschied.
      Ferner denke ich nicht, dass ein Feuer oder ein Haushaltsunfall nachts wahrscheinlicher ist: Nachts wird nicht gekocht, werden keine Elektrogeräte benutzt, wird nicht herumexperimentiert (... und wenn doch, wird dies gewiss nicht mehr als tagsüber gemacht).

      Einem geistig mindestens altersgerecht entwickelten Kind, das auch keine schwerwiegenden körperlichen Einschränkungen hat, würde ich auf jeden Fall zutrauen, die Zeit alleine zu bleiben und unbeschadet zu überstehen.
      Ich bin auch häufiger abends/nachts ab einem Alter von ca. 6 Jahren alleine geblieben. Das war z.B. der Fall, wenn in der Schule Elternsprechabend war - gut, 6 Jahre mag ggf. zu jung sein, aber problematisch war das bei mir nie (zündeln, irgendwelche Sachen einschalten etc. wäre mir nicht in den Sinn gekommen, wussten auch die Eltern). Und ich wusste, wenn was "komisch" ist, konnte ich zur Oma ein Stockwerk tiefer gehen (Eltern anrufen wäre nicht gegangen, war noch vorm Handyzeitalter).

      Viele Grüße,
      Nina
    • Re: rabenmutter!
      Hallo,

      die Wahrscheinlichkeit, dass ein Feuer ausbricht während die Kinder im Bett liegen geht mal ganz ehrlich gegen 0.

      Viel höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Kind auf dem Weg zur Schule von nem Auto überrollt wird etc.

      Aber das Feuer ist ja dann ab nächstem Jahr oder übernächstem Jahr auch kein Problem mehr, dann sind ja in allen Schlafräumen und Flur Feuermelder vom Gesetzgeber vorgesehen - Kinder hören diese zwar nicht, dafür aber dann wohl die Nachbarn - denn in Siedlungen müssen diese Melder miteinander kommunizieren und gleich in mehreren Wohnungen eines Objektes gleichzeitig auslösen.

      Schlimm aber auch, dass Mütter auch bedürfnisse haben und einfach nur Frauen und Menschen sind, die auch mal so was wie Anlehnung suchen und die Zweisamkeit in einer Beziehung auf Augenhöhe.

      Gruß,
      Alexandra
    • von Νіnа (abgemeldet) 0
      Re^2: rabenmutter!
      Hallo Alexandra, Aber das Feuer ist ja dann ab nächstem Jahr oder übernächstem
      Jahr auch kein Problem mehr, dann sind ja in allen
      Schlafräumen und Flur Feuermelder vom Gesetzgeber vorgesehen -
      Kinder hören diese zwar nicht
      wie meinst du das bzgl. "Kinder hören diese zwar nicht"? Ist das von dir ironisch gemeint, oder können sie tatsächlich von Kindern aus irgendeinem Grund nicht gehört werden?

      Viele Grüße,
      Nina
    • Re^3: rabenmutter!
      Hallo Nina,

      sie können es tatsächlich im Spiel versunken etc. nicht hören, bzw blenden es auch in anderen Daseinszuständen aus. Daher gibt es z.B. Rauchmelder die besprechbar sind und denen die Eltern dann eine sinnvolle Nachricht draufreden können, wie z.B. das Zimmer zu verlassen und das Fenster zu schließen etc.

      Gruß,
      Alexandra
    • von Νіnа (abgemeldet) 0
      Re^4: rabenmutter!
      Hallo Alexandra, sie können es tatsächlich im Spiel versunken etc. nicht hören,
      bzw blenden es auch in anderen Daseinszuständen aus. Daher
      gibt es z.B. Rauchmelder die besprechbar sind und denen die
      Eltern dann eine sinnvolle Nachricht draufreden können, wie
      z.B. das Zimmer zu verlassen und das Fenster zu schließen etc.
      danke für die Info!
      Bei der Lautstärke hätte ich nämlich nicht vermutet, dass sie (von jemandem, dessen Ohren okay sind) tatsächlich überhört werden können, gerade, weil das Geräusch alltagsuntypisch und derb laut ist.

      Bzgl. des Besprechens geht es aber eher um eine sinnvolle Anweisung, anstatt ums besser gehört werden, oder?
      Eine häufig zu hörende elterliche Stimme wird meiner Vermutung nach sogar eher ausgeblendet als ein nicht zum Alltag gehörendes schrilles Pfeifen oder Piepen. Zumindest hab' ich eine mir bekannte Stimme beim Spielen, oder auch als älteres Kind und als Erwachsener bei konzentrierten Beschäftigungen wie Lesen durchaus mal überhört bzw. ausgeblendet, Dinge wie Telefon, Türklingel, (tagsüber gestellten, um Termin nicht zu verpassen) Wecker, den Feuerwehrsirenentest (auf dem Land eben ;-) ) etc. nicht.

      Oder kommt das in Kombination - Piep-/Pfeifalarm und danach die Sprachnachricht? So fände ich das sehr sinnvoll!

      Viele Grüße,
      Nina
    • von Gооѕі (abgemeldet) 1
      Re^2: rabenmutter!
      Hi, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Feuer ausbricht während die
      Kinder im Bett liegen geht mal ganz ehrlich gegen 0.
      Aua. Wo hast Du das denn her? Viel höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Kind auf dem
      Weg zur Schule von nem Auto überrollt wird etc.
      Das stimmt. Kinder hören diese zwar nicht,
      Sorry, ich glaube Du hast noch nie einen solchen Alarm gehört. So tief schlafen oder so versunken spielen kann auch ein Kind nicht. dafür aber dann wohl die
      Nachbarn - denn in Siedlungen müssen diese Melder miteinander
      kommunizieren und gleich in mehreren Wohnungen eines Objektes
      gleichzeitig auslösen.
      Auch hier: wo hast Du das denn her? Das ist schlicht falsch (das "müssen").

      Gruß Stefan
    • Re^3: rabenmutter!
      Hallo Goosi,

      wir haben diese Melder bei uns im Haus und unser Sohn hört sie nicht, wenn wir sie auslösen - es ist im übrigen nachgewiesen, dass sie das nicht machen.

      Ja, das macht Sinn in nem 10 Stöckigen Haus, wenn ein Alarm in einer Wohnung ausgelöst wird und der Rest des Hauses nicht gewarnt wird. Du hast ca. 4-6 Minuten um aus so einem Gebäude raus zu kommen, bevor Du wegen möglicher Rauchentwicklung nichts mehr sehen und atmen kannst. Daher werden in diesen Anlagen tatsächlich Systeme eingebaut, die aufeinander abgestimmt und programmiert sind. Habe gerade einen Kunden aus der Branche, der da ganz tolle Technik liegen hat.

      Gruß,
      Alexandra
    • von Gооѕі (abgemeldet) 0
      Re^4: rabenmutter!
      Hi, wir haben diese Melder bei uns im Haus und unser Sohn hört sie
      nicht, wenn wir sie auslösen - es ist im übrigen
      nachgewiesen, dass sie das nicht machen.
      das lasse ich einfach mal stehen. Meine Erfahrungen sind andere und den Teil nach dem Spiegelstrich glaube ich auch nicht, aber ich habe auch keine Belege. Ja, das macht Sinn in nem 10 Stöckigen Haus, wenn ein Alarm in
      einer Wohnung ausgelöst wird und der Rest des Hauses nicht
      gewarnt wird. Du hast ca. 4-6 Minuten um aus so einem Gebäude
      raus zu kommen, bevor Du wegen möglicher Rauchentwicklung
      nichts mehr sehen und atmen kannst. Daher werden in diesen
      Anlagen tatsächlich Systeme eingebaut, die aufeinander
      abgestimmt und programmiert sind. Habe gerade einen Kunden aus
      der Branche, der da ganz tolle Technik liegen hat.
      Ein Haus mit 10 Geschossen ist ein Hochhaus und damit ein Sonderbau. Da gelten noch ganz andere Vorschriften. Aber auch hier ist keine solche Vernetzung vorgeschrieben.
      Die 4-6 Minuten sind in dieser Pauschalität übrigens auch falsch, sie gelten höchstens in Altbauten ohne aktuellen Brandschutz. Gerade in einem Hochhaus hat man deutlich länger Zeit, weil entweder zwei bauliche Rettungswege (zwei Treppenräume) oder ein Sicherheitstreppenraum vorgeschrieben ist.
      Eine Vernetzung der Rauchwarnmelder macht nur in Ausnahmefällen wirklich Sinn. Eine solche Vernetzung zwischen fremden Nutzungseinheiten ist i.d.R. sogar kontraproduktiv, weil nach kurzer Zeit die Nutzer die Alarmmeldung abschalten oder, wenn das nicht möglich sein sollte, spätestens nach dem zweiten Fehlalarm diese Alarme ignorieren.

      Ein Vorschlag: für jedes normale Haus mit mehr als drei Wohnungen und ohne sonstige Besonderheiten (wie z.B. eine 24/7 besetzte Pforte oder ein miteinander verbundener Nutzerkreis) dessen Rauchwarnmelder über die Nutzungseinheiten hinweg miteinander vernetzt sind (und dabei Alarm in allen Wohnungen auslösen), zahle ich Dir 10 Euro, wenn Du mir als Wetteinsatz 100 Euro zahlst. Ich glaube, mir bleibt genug um mit meiner Familie Essen gehen zu können...

      Aber noch mal kurz zu den gesetzlichen Vorschriften: Vorgeschrieben werden nur einfache Rauchwarnmelder ohne Vernetzung. Und der Zeitpunkt für die Ausrüstung bestehender Gebäude differiert von Bundesland zu Bundesland, in Hessen ist es z.B. der 31.12.2014

      Gruß Stefan
    • von Gооѕі (abgemeldet) 0
      Ergänzung
      Eine Vernetzung der Rauchwarnmelder macht nur in
      Ausnahmefällen wirklich Sinn.
      Vernetzte RWM innerhalb einer Wohnung sind natürlich sehr sinnvoll.
    • von Сһіlі 2
      Me, myself and I...
      Hallo,

      die Wahrscheinlichkeit, dass ein Feuer ausbricht während die
      Kinder im Bett liegen geht mal ganz ehrlich gegen 0.

      Viel höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass mein Kind auf dem
      Weg zur Schule von nem Auto überrollt wird etc.
      Woher hast Du diese "Statistik"? Es können noch andere Dinge passieren als Feuer: die Kinder könnten einfach mal beschließen raus zu gehen, jemand Fremdes in die Wohnung lassen, bis in die tiefe Nacht Fernseher gucken, krank werden oder einfach Angst haben und sich allein fühlen. Aber das Feuer ist ja dann ab nächstem Jahr oder übernächstem
      Jahr auch kein Problem mehr, dann sind ja in allen
      Schlafräumen und Flur Feuermelder vom Gesetzgeber vorgesehen -
      Kinder hören diese zwar nicht, dafür aber dann wohl die
      Nachbarn - denn in Siedlungen müssen diese Melder miteinander
      kommunizieren und gleich in mehreren Wohnungen eines Objektes
      gleichzeitig auslösen.
      Dann sind die Kinder auch in etwa so alt, dass man sie nachts alleine lassen kann.
      Schlimm aber auch, dass Mütter auch bedürfnisse haben und
      einfach nur Frauen und Menschen sind, die auch mal so was wie
      Anlehnung suchen und die Zweisamkeit in einer Beziehung auf
      Augenhöhe.
      Die Bedürfnisse der Mütter dürfen nicht auf die Kosten der Kinder gehen.
      Ihre "Bedürfnisse" kann sie auch tagsüber oder zu Hause nachgehen. Wenn nachts in ihrer regelmässigen Abwesenheit den Kindern etwas passiert wird das Jugendamt und der Richter ihr einen husten, wenn sie mit ihren Bedürfnissen kommt.

      Viele Grüße
    • Re: Me, myself and I...
      Sehe ich haaaaargenau so wie Du.
    • Re: Me, myself and I...
      Hallo Chili,

      die Kinder in dem genannten Beispiel sind 11 und 13.

      Wenn Kinder in diesem Alter nicht gelernt haben, Fremden nicht die Tür zu öffnen oder ein Telefon zu bedienen, sollten sie plötzlich und unerwartet erkranken, ist meiner Ansicht nach mit der Erziehung etwas gewaltig schiefgelaufen. Zumal sie ja nicht allein sind, sondern zu zweit. Man sollte Kindern auch etwas zutrauen!

      Zumindest mein Tochterherz hätte mich in dem Alter bestimmt angeschaut wie ein Auto, wenn ich angedeutet hätte, dass sie zu klein ist, um alleine gelassen zu werden; und auch ich selbst bin schon in deutlich zarterem Alter bei einem gemeinsamen Uralub mit Bekannten an überdies fremdem Orte mit der gleichaltrigen Tochter derselben bis weit in die Nacht hinein alleine geblieben, ohne dass dies zu lebenslangen Schäden geführt hätte.

      Grüße

      =^..^=
      *rabenmutter*

      PS: Ich lasse meine inzwischen 15jährige Tochter auch mit ihrem 6jährigen Bruder abendlich alleine, wenn ich mich verwerflichren hedonistischen Aktivitäten wie z.B. Elternabenden oder dem monatlichen Stammtisch hingebe.

      PPS: Einmal heimlich länger fernzusehen führt meiner Erfahrung nach auch zu keinen nennenswerten Traumata, sondern gehört imho zum Heranwachsen dazu.
    • von Сһіlі 1
      Re^2: Me, myself and I...
      Hallo Chili,

      die Kinder in dem genannten Beispiel sind 11 und 13.

      Wenn Kinder in diesem Alter nicht gelernt haben, Fremden nicht
      die Tür zu öffnen oder ein Telefon zu bedienen, sollten sie
      plötzlich und unerwartet erkranken, ist meiner Ansicht nach
      mit der Erziehung etwas gewaltig schiefgelaufen. Zumal sie ja
      nicht allein sind, sondern zu zweit. Man sollte Kindern auch
      etwas zutrauen!
      Ja, sollten sie wohl gelernt haben. Und man soll Kindern auch etwas zutrauen. Auch richtig.
      Zumindest mein Tochterherz hätte mich in dem Alter bestimmt
      angeschaut wie ein Auto, wenn ich angedeutet hätte, dass sie
      zu klein ist, um alleine gelassen zu werden; und auch ich
      selbst bin schon in deutlich zarterem Alter bei einem
      gemeinsamen Uralub mit Bekannten an überdies fremdem Orte mit
      der gleichaltrigen Tochter derselben bis weit in die Nacht
      hinein alleine geblieben, ohne dass dies zu lebenslangen
      Schäden geführt hätte.
      Ja, ich war auch in dem Alter mal Abends alleine. Hatte aber keine Trennung meiner Eltern hinter mich und eine Mutter, die die regelmässig die ganze Nacht bei ihrem Lover verbrachte. Ich meine, dass ist ein ganz gewaltiger Unterschied.
      PS: Ich lasse meine inzwischen 15jährige Tochter auch mit
      ihrem 6jährigen Bruder abendlich alleine, wenn ich mich
      verwerflichren hedonistischen Aktivitäten wie z.B.
      Elternabenden oder dem monatlichen Stammtisch hingebe.
      Herrgott, sitzt Du bis morgens um 6 beim Stammtisch oder beim Elternabend??
      Was geht denn in einem kindlichen Kopf vor, dessen Mutter die Nächte bei einem Mann verbringt? Das ist an Unsensibilität und Egoismus kaum zu überbieten.
      PPS: Einmal heimlich länger fernzusehen führt meiner Erfahrung
      nach auch zu keinen nennenswerten Traumata, sondern gehört
      imho zum Heranwachsen dazu.
      Ja, kommt darauf an was gesehen wird.

      Viele Grüße
    • von Νіnа (abgemeldet) 1
      Re^3: Me, myself and I...
      Hallo Chili, Herrgott, sitzt Du bis morgens um 6 beim Stammtisch oder beim
      Elternabend??
      die Gemeinsamkeit ist hier aber: Die Rückkehr wird erst am Morgen wahrgenommen - auch, wenn man vor Mitternacht vom Elternabend, von einer Geburtstagsfeier o.ä. zurück kommt, werden doch die meisten jener Kinder, die durchschlafen und nicht vor sich hin zittern (letztere würde man doch sowieso nicht ganz alleine lassen), erst morgens wieder ihre Eltern sehen. Ich wurde jedenfalls nicht bei der Rückkehr meiner Eltern von Elternabend, Feiern etc. von ihnen geweckt. Was geht denn in einem kindlichen Kopf vor, dessen Mutter die
      Nächte bei einem Mann verbringt? Das ist an Unsensibilität und
      Egoismus kaum zu überbieten.
      Ob das unsensibel ist, hängt doch wirklich von der Gesamtsituation ab.

      Es _kann_ unsensibel sein - muss aber nicht. Es kann von "Mama zieht immer um die Häuser, wir hocken alleine zu Hause, dabei bräuchten wir doch sie - nie denkt sie an uns..." bis zu "Mama ist verliebt in xyz, den finde ich auch toll, der streitet nicht so mit Mama wie Papa immer. Wir - meine Schwester und ich - haben heute mal sturmfreie Bude, das ist auch klasse.".
      Ich denke schon, dass Kinder, die die Partnerschaft ihrer zusammenlebenden Eltern eher als negativ empfunden haben (Stress, Eltern wirkten unglücklich), es durchaus als positiv empfinden, wenn die Mutter glücklich ist, offensichtlich verliebt ist...
      Recht viele Scheidungskinder scheinen mir nicht unter der Scheidung selbst, sondern dem, was dem vorausging, zu leiden.
      Und ich kenne Scheidungskinder, die sich darüber gefreut haben, wenn ein Elternteil (vor allem das, bei dem sie leben) neu "verpartnert" war und es mit den beiden zusammen besser lief als die ewigen elterlichen Streitereien.
      Natürlich kenne ich auch Kinder, die mit großer Eifersucht reagiert haben.
      Wie gesagt: Hängt eben immer vom Einzelfall ab. Pauschal kann man meiner Meinung nach nicht sagen, dass es unsensibel ist.

      Viele Grüße
      Nina
    • von ΗоngLаn (abgemeldet) 0
      Re^2: Me, myself and I...
      Hallo.
      die Kinder in dem genannten Beispiel sind 11 und 13.

      Wenn Kinder in diesem Alter nicht gelernt haben, Fremden nicht
      die Tür zu öffnen oder ein Telefon zu bedienen, sollten sie
      plötzlich und unerwartet erkranken, ist meiner Ansicht nach
      mit der Erziehung etwas gewaltig schiefgelaufen. Zumal sie ja
      nicht allein sind, sondern zu zweit. Man sollte Kindern auch
      etwas zutrauen!

      Wenn sie unerwartet erkranken, ist was schief gelaufen??
      Noch nie plötzliches hohes Fieber bei Kindern erlebt?
      Das soll man einem 11 und 13 Jährigen zumuten? Sehr gewagt. Mit 15 ist man schon ein Stück weiter würde ich mal meinen. Sofern geübt wurde. Also ich traue einem 11 Jährigen nicht zu bei einem Brand richtig zu reagieren, und ehrlich das darf man auch gar nicht verlangen. Und das kann schneller passieren als man denkt. Und eingebrochen werden kann immer, da müssen die Kinder gar nicht Türen öffnen.

      Ich würde mal sagen, dass ein Kind sogar mit 15 dann schneller aus der Fassung gebracht und somit handlungsunfähig als Du Erwachsene. Zumindest mein Tochterherz hätte mich in dem Alter bestimmt
      angeschaut wie ein Auto, wenn ich angedeutet hätte, dass sie
      zu klein ist, um alleine gelassen zu werden; und auch ich
      selbst bin schon in deutlich zarterem Alter bei einem
      gemeinsamen Uralub mit Bekannten an überdies fremdem Orte mit
      der gleichaltrigen Tochter derselben bis weit in die Nacht
      hinein alleine geblieben, ohne dass dies zu lebenslangen
      Schäden geführt hätte.

      Solange Hilfe schnell erreichbar und auch wachsam ist, damit meine ich in der Nähe, kann man so üben.

      Davon habe ich im Up aber nichts gelesen.
    • von Νіnа (abgemeldet) 1
      Re^3: Me, myself and I...
      Hallo HongLan, Wenn sie unerwartet erkranken, ist was schief gelaufen??
      Noch nie plötzliches hohes Fieber bei Kindern erlebt?
      Das soll man einem 11 und 13 Jährigen zumuten? Sehr gewagt.
      diesbezüglich sollte man aber seine Kinder nach nunmehr 11 bis 13 Lebensjahren einschätzen können. Manche neigen dazu, manche in der Tat überhaupt nicht (und kriegen höchstens mäßiges Fieber im Rahmen einer sich gemächlich ankündigenden Erkältung, nicht plötzlich innerhalb Stunden).
      Ferner halte ich es im Durchschnitt (man muss natürlich immer sehen, wie's beim individuellen Kind ist) nicht für zu viel verlangt, im tatsächlichen Krankheitsfall die Mutter oder eine andere, evl. besser erreichbare nahestehende Person anzurufen bzw. zu dieser Person zu gehen.
      Auch, wenn die Eltern da sind, werden sie bei einem 11-jährigen Kind nicht die ganze Zeit und vor allem nachts die Gesundheit überwachen - auch da muss das Kind aufstehen und zu den Eltern ins Schlafzimmer gehen. Also ich traue einem 11 Jährigen nicht zu
      bei einem Brand richtig zu reagieren, und ehrlich das darf man
      auch gar nicht verlangen.
      Warum sollte so ein Brand aber ausgerechnet nachts passieren?
      Die Brandgefahr bei einem tagsüber kurze Zeit gelassenen Kind (und ich denke, es wird doch jeder ein elf Jahre altes Kind mal zehn Minuten - die reichen, um einen Brand gefährlich werden zu lassen, locker aus - alleine lassen, oder?) würde ich für mindestens genauso hoch, wenn nicht höher halten (da hier zusätzliche potentiell gefährliche Situationen hinzu kommen, wie z.B. heiß laufende Elektrogeräte, Kochunfälle, mit ggf. noch vorhandenen Holz- oder Ölöfen nicht richtig umgehen können etc).
      Tagsüber können dann noch Haushaltsunfälle passieren, was abends oder nachts auch deutlich unwahrscheinlicher ist. Und eingebrochen werden kann immer, da müssen die
      Kinder gar nicht Türen öffnen.
      Klar. Aber wodurch sollte dies deutlich harmloser ausgehen, wenn Erwachsene anwesend sind? Solange Hilfe schnell erreichbar und auch wachsam ist, damit meine :ich in der Nähe, kann man so üben.
      Einem Kind, das sich Hilfe in Form von (nebenan oder im Nebenzimmer) anwesenden Eltern holen kann, sollte sich aber in den meisten Fällen auch Hilfe per Telefon oder rübergehen zu Nachbarn holen können, oder?

      Viele Grüße,
      Nina
  5. Antwort von kеrnіg 0
    Kommt auf die Kinder an
    Hi!

    Unser Sohn ist 10, er bleibt am Abend allein zu hause, wenn wir mal weg gehen wollen. Er kann uns anrufen und er weiß, zu welchen Nachbarn er im absoluten Notfall gehen kann.

    Ich denke, dass wir ihn in 1 oder 2 Jahren auch bald mal über Nacht allein lassen können. Und er hat kein 13jähriges Geschwisterkind.

    Wenn die Kinder also keine Angst haben und auch sonst einigermaßen altersgerecht vernünftig sind, spricht in meinen Augen nichts dagegen, sie nachts allein zu lassen. Mit entsprechender Vorbereitung vielleicht, kleine Notfallübung für den Brandfall wäre angebracht. Klare Regeln über das öffnen der Haus- oder Wohnungstür und sowas in der Art.

    Mal ganz im Ernst: Was glaubst Du, kann denn wirklich passieren?

    Grüße von einer Rabenmutter
    kernig
    3 Kommentare
    • von Сһіlі 0
      Re: Kommt auf die Kinder an
      Hallo Kernig,
      Du hast Recht, aber: Du schreibst UNSER Kind und ABENDS allein lassen. Es geht hier um Scheidungskinder und eine Mutter, die bei ihrem Freund übernachtet. Mehr wissen wir nicht - nicht wie oft sie das macht und warum. Warum schläft der Freund nicht bei ihr? Kennen die Kinder den Freund? Fühlen sie sich geborgen oder haben sie Verlustängste?

      Wir reden hier nicht über einen Kinoabend oder Elternabend.

      Und ich frage mich, was ihr vorhabt, in 1-2 Jahren? Was macht man so, wenn man eine Nacht wegbleibt? Ins Hotel gehen oder die Nacht durchzechen? Im letzteren Fall wäre man ja den kommenden Tag auch nicht gerade "ansprechbar".

      Viele Grüße

      Keine "Rabenmutter", aber dennoch Mutter mit Privatleben
    • von kеrnіg 1
      Genau das sage ich doch.
      Hi Chili!
      Aber genau das meine ich doch, dass es eben vom Einzelfall abhängig ist. Und pauschal nicht beurteilt werden kann. Und ich frage mich, was ihr vorhabt, in 1-2 Jahren? Was macht
      man so, wenn man eine Nacht wegbleibt?
      Keine Ahnung, ehrlich, ich hab da nichts Festes im Blick. Meine aber trotzdem, dass es möglich ist einen 12 oder 13jährigen mal eine Nacht allein zu lassen (um was auch immer zu tun :-) ). Momentan sehen wir halt schon zu, frühzeitig (22 oder 23 Uhr allerspätestens)wieder zuhause zu sein. Das könnte man dann doch im Einzelfall mal ausdehnen.

      Grüße
      kernig
    • von Αіа 0
      Re: Genau das sage ich doch.
      Ich erinnere mich, daß ich als etwa Zwölf- oder Dreizehnjährige panisch war, wenn ich mit meiner vier Jahre jüngeren Schwester abends allein zuhause blieb, weil die Eltern bei Freunden eingeladen waren.

      Unsere Kinder konnten wir hingegen ohne Probleme in dem Alter und sogar schon eher abends allein lassen. Und Händis hatten wir da noch keinswegs.

      Neulich aber war ich doch sehr verblüfft, als unser 11jähriger Neffe ein Wochenende bei uns verbrachte (was er das erste Mal überhaupt tat), wobei vorher geklärt war, daß wir für den Samstagabend Theaterkarten hatten und ihn dann in dem für ihn fremden Haus allein lassen würden. Er hatte damit nicht das geringste Problem (und meine Schwester auch nicht), sondern war völlig entspannt (und wir waren im Theater eben auch nicht telefonisch erreichbar).

      Es liegen also Welten zwischen dem, was man Kindern in dem Alter "zumuten" kann.

      Gruß,
      Aia
  6. Antwort von Сlеmаtіѕ 0
    Das mag ja alles sein...
    ...dass der Mutter auch ein Privatleben zusteht,
    ...dass Kinder das können, wenn entsprechend besprochen...

    Aber ich hab jetzt grad so mal an meine Kindheit zurück gedacht...ich hatte genau in dem Alter viele Alpträume, und wenn ich da aufgewacht wäre und es wäre keiner da gewesen...mag ich mir nicht vorstellen.
    Und ich hatte auch noch ein Geschwisterkind zuhause.

    Also das dürfen ist die eine Sache-ich würds nicht tun, das würd ich meinen Kindern nicht antun wollen. Da hätt ich auswärts keine Ruhe...

    (Aber wenn doch was passiert ist eines klar-die Mutter hat ihre Aufsichtspflicht verletzt! Das nur so als Ergänzung)
    6 Kommentare
    • von Νіnа (abgemeldet) 2
      Re: Das mag ja alles sein...
      Hallo Clematis, Aber ich hab jetzt grad so mal an meine Kindheit zurück
      gedacht...ich hatte genau in dem Alter viele Alpträume, und
      wenn ich da aufgewacht wäre und es wäre keiner da
      gewesen...mag ich mir nicht vorstellen.
      Und ich hatte auch noch ein Geschwisterkind zuhause.

      Also das dürfen ist die eine Sache-ich würds nicht tun, das
      würd ich meinen Kindern nicht antun wollen. Da hätt ich
      auswärts keine Ruhe...
      das hängt natürlich immer vom Kind ab.

      Nur, weil man manche Kinder (die Alpträume haben, die nachts etwas anstellen, die sich Filme angucken die ihnen nicht zuträglich sind, die aufgrund einer Behinderung nicht alleine zurecht kommen etc.) nicht nachts alleine lassen kann, heißt das doch nicht, dass man generell kein Kind diesen Alters nachts alleine lassen kann.
      Neben denen, die dabei Probleme haben, gibt's definitiv (ich kenne mindestens drei solche Kinder oder "ehemalige Kinder") auch jene, die sich in der Abwesenheitszeit einfach ganz normal beschäftigen, sich ihr Abendbrot machen, zu einer angemessenen Zeit ins Bett gehen, die Haustür nicht öffnen, gut durchschlafen und bei Problemen das Telefon nutzen bzw. zu Nachbarn rübergehen.
      Was spricht dagegen, bei Kindern nach letzterer Beschreibung mal einige Stunden abwesend zu sein?
      Wie bei allem, sollte man sich immer nach den Bedürfnissen des eigenen Kindes richten, nicht nach den Durchschnittsbedürfnissen.

      Viele Grüße,
      Nina
    • von Сһіlі 0
      Re^2: Das mag ja alles sein...
      Hallo,
      vielleicht solltest Du neben dem juristischen Standpunkt auch den pädagogisch psychologischen Aspekt berücksichtigen.

      Viele Grüße
    • von Νіnа (abgemeldet) 1
      Re^3: Das mag ja alles sein...
      Hallo Chili, vielleicht solltest Du neben dem juristischen Standpunkt auch
      den pädagogisch psychologischen Aspekt berücksichtigen.
      sollte die Antwort wirklich an mich gehen?
      Ich hatte mich doch gerade auf den den
      pädagogisch-psychologischen Aspekt bezogen - dass es eben darauf ankommt, wie sich die Kinder dabei _fühlen_, wie sie damit umgehen. Das hat doch deutlich mehr mit pädagogisch-psychologischem Denken zu tun als mit juristischem, oder?
      (Nicht böse gemeint - ich bin nur gerade etwas irritiert, weil
      ich nicht ganz zuordnen kann, was du mir damit sagen willst.)

      Wenn du dich auf das beziehst, was du auch unten detaillierter schreibst:
      Scheidungskinder, Mutter verbringt "die Nacht mit einem anderen Lover" - auch Scheidungskinder sind nicht gleich. Die Situation mag sicherlich für ein Kind, das, salopp gesagt, die Scheidung eher als "verlassen werden" erlebt hat, anders sein als für ein Kind, das die Scheidung eher als gütliche Trennung mit sich immer noch "als Eltern" verstehenden Eltern erlebt hat, oder auch, das froh ist, dass endlich Ruhe ist vor Streitereien und ggf. Gewalttätigkeit.
      Desweiteren wurde hier, wenn ich mich recht erinnere, nicht genannt, wann die Scheidung stattfand und wie lange die Beziehung zwischen Mutter und ihrem Freund schon besteht.
      Der neue Freund der Mutter muss nicht zwingend "der böse Feind, der sich dazwischen schiebt" sein - kann, muss nicht.

      Da greift eben wieder der Punkt "Kinder sind verschieden".

      Viele Grüße
      Nina
    • von Dеnkеr 0
      Re: Das mag ja alles sein...
      Hallo! (Aber wenn doch was passiert ist eines klar-die Mutter hat
      ihre Aufsichtspflicht verletzt!
      Nö, so klar ist das ganz und gar nicht. Selbst wenn etwas passiert, ist das kein Beweis dafür, daß die Aufsichtspflicht verletzt wurde. Ein Minderjähriger kann ganze Stadtviertel abfackeln und trotzdem lässt sich unter Umständen keine Verletzung der Aufsichtspflicht festellen - da staunst du, was?

      Die Kinder in diesem Alter alleinezulassen muss keine Verletzung der Audsichtspflicht sein. Wie schon mehrfach geschrieben, hängt das vom Reifegrad der Kinder ab. Und das ist unabhä#ngig davon, ob etwas passiert.

      Gruß,
      Max
    • Re^2: Das mag ja alles sein...
      da staunst du,was?
      Nö, überhaupt nicht-weil Dein Beispiel hier nicht passt.
      Es mag schon sein, dass die Aufsichtspflicht nicht verletzt wurde, wenn ein Kind das halbe Wohnviertel abfackelt-weil eben Eltern auch nur 2 Augen haben, und sowas im dümmsten Fall auch passieren kann, wenn man mal 5 Min nicht kuckt-aber wenn die Kinder die ganze Nacht (oder von mir aus auch den ganzen Tag) alleine gelassen werden, ist da nicht nur die Aufsichtspflicht verletzt, vielmehr gibt es da dann gar keine Aufsicht!
    • von Dеnkеr 0
      Re^3: Das mag ja alles sein...
      aber wenn die
      Kinder die ganze Nacht (oder von mir aus auch den ganzen Tag)
      alleine gelassen werden, ist da nicht nur die Aufsichtspflicht
      verletzt, vielmehr gibt es da dann gar keine Aufsicht!
      ... und es muss trotzdem nicht zwangsläufig eine Aufsichtspflichtverletzung sein.

      Gruß,
      Max