Steuern
Von: Ρfеrdеflüѕtеrеr, 20.7.2009 10:26 Uhr
Wie bekannt, muss man bei der 1% Sachbezugsregel den Bruttolistenpreis versteuern. Woher nimmt der Prüfer denn diesen Preis? Gerade in der heutigen Zeit haben diverse Marken immer wieder Sondermodelle, wo Sonderausstattung verschenkt wird. Dann ist doch der Listenpries für diese 3 Monate, wo diese Regel gilt eben weniger. Meines Wissens wird das in der Schwacke-Liste nicht berücksichtigt.

Oder was macht der Prüfer, wenn es um ein Auto geht, das in Deutschland nicht erhältlich ist?

Gibt es denn gegen diese doofe Regel noch kein BFH Urteil?



  1. Antwort von Сlеmаtіѕ 2
    Re: Bruttolistenpreis Sachbezug Auto
    Wem die "doofe" Regel nicht passt, der braucht nur ein Fahrtenbuch zu führen, ganz einfach.

    Die Sonderangebote interessieren bei der Ermittlung des BLP nicht.
    3 Kommentare
    • Re^2: Bruttolistenpreis Sachbezug Auto
      Na danke für den freundlichen Hinweis mit dem Fahrtenbuch, aber wenn von 2500 km Schnitt im Monat 2200 km Fahrtweg zur Arbeit sind, erübrigt sich das wohl.

      Meine Frage wäre gewesen, wo das im Gesetz mit der Definition des Bruttolistenpreises steht. Und dass solche Aktionspreise nicht der Bruttolistenpreis zu diesem Augenblick ist.
    • Re^3: Bruttolistenpreis Sachbezug Auto
      Na danke für den freundlichen Hinweis mit dem Fahrtenbuch,
      aber wenn von 2500 km Schnitt im Monat 2200 km Fahrtweg zur
      Arbeit sind, erübrigt sich das wohl.
      Wieso?
      Meine Frage wäre gewesen, wo das im Gesetz mit der Definition
      des Bruttolistenpreises steht. Und dass solche Aktionspreise
      nicht der Bruttolistenpreis zu diesem Augenblick ist.
      Nicht im Gesetz, sondern in zahlreichen Urteilen bzw BMF-Schreiben, zB BMF vom 21.1.2002 (BStBl I S. 148) und vom 7.7.2006 - BStBl I S. 446
    • von bаrul76 (abgemeldet) 0
      Ausgangsbasis für 1%-Regel
      Hi ! Na danke für den freundlichen Hinweis mit dem Fahrtenbuch,
      aber wenn von 2500 km Schnitt im Monat 2200 km Fahrtweg zur
      Arbeit sind, erübrigt sich das wohl.
      Der Nachweis muss, wenn man denn unbedingt diese Fahrten ansetzen will, ZWINGEND mittels Fahrtenbuch geführt werden. Ein Anscheinsbeweis genügt nicht. Wie will man denn auch die Behauptung entkräften, man sei bei einem Arbeitskollegen mitgefahren, wäre nur bis zum nächsten Bahnhof gefahren und von dort mit dem ÖPNV weiter oder habe gar in der Nähe des Arbeitsortes übernachtet. Nur mittels Fahrtenbuch lassen sich solche Zweifel ausräumen. Meine Frage wäre gewesen, wo das im Gesetz mit der Definition
      des Bruttolistenpreises steht. Und dass solche Aktionspreise
      nicht der Bruttolistenpreis zu diesem Augenblick ist.
      Diese Regelung findet sich in § 6 Abs. 1 Nr. 4 Sätze 2 ff EStG
      http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__6.html

      Es ist anzumerken, dass es sich hierbei um eine Pauschalierung der Privatnutzung handelt. Bei der Ausgestaltung der Pauschalierung ist der Gesetzgeber relativ freigestellt. Er hätte daher auch einfach monatlich einen Betrag von € XXX für alle Steuerpflichtigen festlegen können. Da aus verschiedenen verfassungsrechtlichen Grundsätzen eine solche Art der Pauschalierung wohl wenig hilfreich erschien, wurde als Ausgangsbasis eben auf den Bruttolistenneupreis abgestellt. Ob man diesen tatsächlich bezahlt hat, soll egal sein. Genausogut hätte der Gesetzgeber auf Hubraum, Leistung oder Höhe eines Fahrzeugs irgendeinen Maßstab anwenden können, um dann zu einem Ergebnis zu gelangen.
      Es gibt diverse Fälle, in denen die 1%-Regel für den Steuerpflichtigen (meist leidenden Angestellte) erheblich günstiger ist, als die Fahrtenbuchmethode. Wem mit der 1%-Regel nicht geholfen ist, weil diese für ihn zu einem wirklich unzutreffenden Ergebnis führt, sollte zum Nachweis seiner tatsächlichen Fahrten ein Fahrtenbuch führen.

      BARUL76


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