Nun, ich denke, es hat richtig Tiefgang, was Schulz da mitteilt. Bereits im zweiten Absatz „Klug deklinierte der SPD-Politiker…“ heißt es:
Für Schulz bedeuten Heimat und Identität heute vor allem das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Wertegemeinschaft.
Das ist sowas von tiefgängig flach, denn gestern war das selbstverständlich völlig anders!
Was Schulz, entgegen den Annahmen des Artikelautors, tatsächlich versucht: Seine Kenntnis der außenpolitischen EU-Unfähigkeit zu verschweigen, es auf D zu projezieren, es D schmackhaft zu machen, und alle Probleme zu verniedlichen. Seine „Werte“ als absolut durchzudrücken.
Im Grunde genommen ähnelt es und stützt er die weitgehend positive Medienansage dieser Tage hinsichtlich Wirtschaftswachstum. Je mehr Flüchtlinge kommen, umso höher das Wachstum. Positiver Effekt. Zitat aus dem Artikel:
Erstens: „Wir müssen zurück zum ,Global denken, lokal handeln’.“ Er sei durchaus dafür, wieder mehr Kompetenzen auf die lokale, regionale und nationale Ebene zurückzugeben. „Im Umkehrschluss braucht die EU dann aber auch die eindeutige Kompetenz, jene Dinge zu regeln, die mit nationalen Alleingängen eben nicht machbar sind.“ Stichwort Flüchtlinge.
Das ist (wirtschaftspolitischer) Unsinn, weil der Staat bisher alles alimentert (Staatskonsum fördert Wachstum), die Kohle nicht vom Himmel fällt und von anderen verdient werden muss, und die Erfolge nach Einschätzung nahezu aller Wirtschafts- und sonstiger Experten langfristig, insbesondere unter Berücksichtigung der Alterssicherungen, ausbleiben werden. Die EZB wird das Gelddrucken spätestens dann einstellen, wenn der Euro in größere Gefahr Gerät.
Daher ist die Ansage, dass eine EU das Thema Flüchtlinge über alleinige Kompetenz für alle Regeln muss, völlig verfehlt. Unter der Präsidentschaft eines Herrn Schulz ist es zur klären Abgrenzung zwischen D und allen anderen EU-Staaten gekommen, bis hin zum BREXIT. Dass dieser Mann nun das Thema als möglicher Kanzler von D noch besser in den Griff bekommen will:
Davor möge man uns bewahren!!!
Kaum hat Merkel im vergangenen Jahr ein wenig Einsicht gezeigt, kommt die SPD daher und meint: Fangen wir das alles 2018 nochmals von Null an und machen das anders.
D’ont vote Schulz!
Franz