Nochmal Rasur

Hallo Renate,

na, es geht doch:smile:
Eine klare Situationsbeschreibung.
Nun vermag ich Deine Bestürzung zu verstehen.

Ich gehe in die Stadt. Ich bewege mich im
Haupteinkaufsbereich.

Wo ist das? Ist das im westeuropäischen Kulturkreis oder bist
Du da in Anatolien oder in einem arabischen Land?

Ich bin in Karlsruhe. Ich habe vorher 250 Kilometer von hier entfernt an der Schweizer Grenze gewohnt in Frieden. Ich habe allerdings daran gedacht, in den Iran auszuwandern. Da ziehe ich dann die Übersachen an inklusive Schleier, bin aber unter Frauen, die unter Einsatz ihres Lebens ungenehmigt füreinander auf die Straße gehen. Und in einem Land, in dem prozentual mehr Frauen in Führungspositionen sind, mehr Scheidungen von Frauen gefordert und dann ausgesprochen werden als hier. Nur mal als Beispiele.

Plötzlich steht ein weibliches Wesen direkt vor meinen Füßen. - Das :verdutzt mich schon. - Ich stoppe meinen langsamen Gang auf Stehen :runter und höre eine Art Schimpfen. Natürlich bin ich erschrocken.

Deine Art Dich zu formulieren ist zwar etwas eigenartig aber
ich kann Dir folgen. Offensichtlich schimpfte diese Frau mit
Dir in einer Dir unbekannten Sprache. Auch deshalb würde schon
interessieren wo Du da bist.

Das sind schon deutsche Worte. Aber sie ergeben keinen Sinn. Ich würde nicht von Sätzen sprechen, auch wenn mir immer wieder Ausrufezeichen offensichtlich entgegengeschleudert werden.

Ich bin mir keiner Tat bewusst, die das hervorrufen könnte. Ich bin :mit niemand angerempelt, habe auch niemand angesehen oder sonst
irgend etwas. Ich bin normal gekleidet, normal frisiert… .

Renate, ich vermute wirklich stark, dass du Dich nicht im
westeuropäischen Kulturkreis bewegst. Wo ist das geschehen?

Das Erlebte lässt mich erst mal Luft holen, weil es so stark
ist. Ich höre Worte,komme aber nicht auf einen Sinn. Die
Stimme mir gegenüber überschlägt sich, ist sehr hoch, laut und
heftig. Und bis ich diese Person auch nur genau in Augenschein
genommen habe ist der Spuk vorbei. Ich schaue mich um.
Ich sehe Bekannte vor einem Cafe sitzen und gehe hin. Ich frage
nach, ob ich einer Halluzination aufgesessen bin. Nein, das
bin ich nicht. Ich lasse mir übersetzen, was da passiert ist.

Also wo?

Um was es da geht, ob die Person bekannt ist. Männer sagen mir
dann, es geht um Rasieren an den Beinen, Frauen, ich würde das
nicht verstehen. Weitere oder gar konkretere Angaben habe ich
nie erhalten.

Du bist eine Ausländerin in einem fremden Land und hast gegen
den Frauen-Kodex verstossen. Andere Länder, andere Sitten.

Das würde immerhin erkläre, warum ich immer wieder in Baden-Württemberg vor der Rezidenzstadt Karlsruhe gewarnt wurde und warum so viele Menschen ungefragt sich veranlasst gesehen haben in meinem Leben zu betonen, das sie mit Karlsruhe nichts zu tun haben wollen. Man nennt sie auch Gelbfüßler und betont, dass das nicht nur was mit der alten Uniform, die solche Strümpfe beinhaltete, zu tun hat.

Also hab ich mich um Therapie bemüht. Da gibt es Listen von
verschiedenen Stellen. Da ruft man dann an und fragt nach
einem Termin. Und sagt, um was es geht. Und vier von diesen
Therapeutinnen haben mir bei dieser telefonischen Anfrage
geantwortet, ihre Praxis sei voll bis auf unabsehbare Zeit mit
Frauen, die auch Schwierigkeiten hätten. Dann darf ich
vielleicht noch mal in einem halben Jahr nach einem Termin
fragen. Ich werde allerdings gebeten, mich nach einer anderen
Lösung umzusehen. Die Anfrage wegen Termin hab ich dann auf
Wiedervorlage gelegt ein paar Jahre und war erfolglos. Immer
die Bitte, eine andere Lösung zu suchen.

Du suchst wegen einer solchen Bagatelle eine Therapeutin auf?
DAs ist nicht die ganze Wahrheit. Das ist nicht stimmig.

Ein Erlebnis, bei dem ich Worte verstand, kann ich schildern.
Da bin ich in einen Laden gegangen und sah aus dem Augenwinkel
eine mir unbekannte Frau, die ihren Weg sichtlich änderte, als
sie in meine Richtung sah. Ich dachte noch, sie hat eine
Bekannte gesehen und ging meines WEges. Im Laden wurde ich
angerempelt von dieser Person. Als ich darauf nicht reagierte
rückte sie mir körperlich auf die Pelle. Das heißt, jede
meiner Bewegungen wurde von ihr in einem Abstand von maximal
10 cm nachgemacht. Auch das habe ich ignoriert. An der Kasse
versuchte sie, mit mir einen Streit darüber auszufechten, wer
wo stehen darf. („Gehen sie weg da, hier stehe ich“ mit
anrempeln und schubsen.) Auch darauf habe ich mich nicht
eingelassen. Ich habe den Laden verlassen und bin schnell um
die nächste Ecke. Die Person tauchte immer wieder auf und ich
habe mich immer wieder verflüchtigt. Dann wollte ich eine
Straßenbahn nehmen und ging zur Haltestelle. Da stellt sie
sich vor mich hin und verlangt von mir, ich solle mich
unterordnen, da sie die Ältere sei. Während sie sprach,
versammelten sich andere mir unbekannte weibliche Wesen in
einem Kreis um mich und nickten ihr zu. Jetzt hatte ich denn
wirklich genug. Ich hab ihr vor die Füße gespuckt. Dann kam
die Bahn, ich stieg ein und sie blieb draußen. - Ich weiß
nicht, wer die Person war, noch wo sie herkommt oder hingeht.
Und an dem Tag hatte ich eine Jeans an und ein Blüschen
drüber.

Wenn das in Sizilien oder einem arabischen oder anderen
muslemischen Land war, ist die Sache doch wohl klar, oder?

Ich weiß aber nicht, ob ein Zusammenhang mit den anderen
Erlebnissen besteht. Ich verkehre nicht in solchen Kreisen,
noch kann ich mir vorstellen, was es für Kreise sind. Wenn
überhaupt, dann scheint es mittlerweile in mir eine Reaktion
wie bei dem Geräusch von Mücken auszulösen. Und da wehre ich
dann mit den Händen ab.

Habe ich das richtig verstanden? Wenn Du in eine dir
unangenehme oder unsichere Situation geräts „wehrst“ Du Dich
mit, nun formulieren wir mal „fuchtelnden“ Armen? Ich glaube
nicht - das habe ich sicherlich nicht verstanden.

Ich stehe wohl kurz davor, da mir sowas immer wieder passiert und ich in irgendeiner Form Ruhe davor haben möchte.

Ich hoffe, es wird verständlicher.

Nich unbedingt aber ich glaube, wir sind auf dem richtigen
Weg.

Ich bitte zu verstehen, ich versuche etwas zu schildern, was ich :erlebe, mir aber einfach unfassbar ist.

Wir bemühen uns wirklich, Renate - wir bemühen uns.

Vielleicht steht ‚Beine rasieren‘ ja auch für
was anderes. Aber bis auf diesen Quark hab ich mich der
Kleiderordnung in einem Büro angepasst, bin sogar durch
Deutschland und habe liebe Freunde mit mehr Lebenserfahrung
gefragt, ob das nun meiner Lebenssituation entspricht. Die
hatten nichts auszusetzen.

Vielleicht eine Frage wie Du die Zusammenhänge erklärt hast.
Möglicherweise ist Deine Kleiderordnung in Deutschland nicht
ungewöhnlich in diesem anderen Land aber „unmöglich“. Jetzt
versuch Dir doch bitte mal vorzustellen eine Afrikanerin,
welche in ihrer Heimat vielleicht, nun formulieren wir mal
„sehr leicht beschürzt“ ist, läuft so hier in Deutschland rum.
Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen - schliesslich
handelt es sich um ihre Landestracht - indes, sie würde
möglicherweise falsch verstanden werden und die Reaktionen
würden sie sehr verunsichern. Das muss natürlich nicht so sein
und ich will auch gewiss keine Afrikanerin verunglimpfen - es
sollte hier nur als bildliches beispiel dienen.

Vor einigen Monaten ist mir dann mal gesagt worden, ich solle
mir ein anderes GEsicht zulegen.

Nun, sowas kann Dir auch hier passieren - diese direkte
unangenehme „Anmache“. Wenn Du mit einem so fürchterlichen
Gesicht, wie meine Wenigkeit gezeichnet bist (ein Gesicht,
welches nur eine Mutter lieben kann - vorausgesetzt diese ist
sehbehindert), machen Dir Bemerkungen nichts mehr aus. Es wird
zum Normalzustand.
Nein, kleiner Spaß beiseite - bei dieser Äusserung ging es
ausschliesslich darum Dich zu verletzen. Vergiss es einfach.
Es war dummes Zeug.

Ob das nun auch in den Zusammenhang gehört, da es auch von wildfremd :weiblich kam, keine Ahnung.

Also Renate, Dein Wortgebrauch mutet schon etwas seltsam an.
Üblicherweise werden andere weibliche Primaten unserer Spezies
und in unserer Sprache als „Frauen“ bezeichnet.

Das hilft mir schon mal.

Gut, Renate, sehr gut.

Meine Freunde sagen nämlich, bleibt auf deinem Weg dazu.

Vertraue Deinen Freunden.

Gruss
Ray

weia (owt)
.

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Hallo,

Ja, ich finde das alles auch äußerst unglaublich. Drum frag
ich Euch ja. Beine hab ich mir ja nun eine Weile rasiert um
des lieben Friedens willen. Hörte aber nicht auf.

dann kann es daran wohl nicht liegen.

Gruß,

Malte.

Hi,

danke. Es handelt sich nicht um ein einmaliges Erlebnis, dann würde ich ja an Psychiatrie und so denken und weg damit. Aber es tut schon gut zu hören, dass noch andere das für verrückt halten.
Ich hab leider keine Psychiatrieausbildung. Sonst würde ich vielleicht verstehen, was genau geredet wird. Ein Liedchen singen ist allerdings eine gute Idee. Das ist einen Versuch wert beim nächsten Mal.
SHG hatte ich den Therapeutinnen auch vorgeschlagen. Wenn wir doch so viele sind, dann tun wir uns zusammen und machen uns stark. Aber irgendwie hielten die nichts davon. Ob das nur am Geld lag, mag ich nicht unterstellen. Anonsten läuft da ja immer mehr. Also neue Themen werden ans LIcht der WElt geholt in dieser Stadt. Ich unterstelle mal, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte. Wenn ich mich mit Kindererziehung befasse, einen Ansprechpartner hab, in der Schule wieder über Kochen geredet wird, über basteln, und eben lauten Themen auf dem Boden des Lebens, vielleicht hört es dann auf.

Gruß
R

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Ja, lieber Ray, was glaubst Du denn, was ich tue? Guten morgen, auch. Mir verschlägt es offensichtlich die Sprache schon beim Gedanken. Aber mit Hilfe hab ich ja was schildern können. Vielleicht komme ich nicht nur aus einem Erziehungsmuster, wo es für die Erlebnisse nichts gibt, sondern habe auch in meinem Erwachsenenleben sowas noch nie erlebt. Vielleicht verhält es sich vergleichsweise ja so, dass die hier eine Computersprache benutzen, von der ich keine Ahnung habe, oder einer Sekte angehören, von der ich noch nie was hörte?
R

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miniröcke
Hi Elke,

sag, wenn ich alte Fernsehausschnitte sehe, kann ich keine
Beinbehaarung erkennen. Hatten die Mädels damals ihre Beine
rasiert oder nicht oder wie war das damals?

Ich würd meinen, daß gerade aufgrund des Minis rasieren „in“ wurde!

Gruß
Gerald

Hallo Renate,

sorry, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass du dich da in irgendetwas hineinsteigerst. Sicherlich passiert es dem ein oder anderen von uns ab und an mal, dass er in Menschenmengen angesprochen oder angerempelt wird. Ich mache mir in so einem Fall absolut keine Gedanken darüber. Du scheinst solche Geschehnisse auf dich selbst zu reflektieren. Warum?

Dein Beispiel mit der Frau, die auf dich zukam und dich ansprach ist das beste Beispiel. Du hast kein Wort verstanden, weißt also gar nicht, was sie überhaupt gesagt hat und ob es dich überhaupt direkt betroffen hat. Deine Bekannten haben irgendetwas von Rasieren gesagt - genau weißt du es aber nicht. Du interpretierst da irgendetwas rein. Kann es nicht genauso gut sein, dass die Frau ein Problem hatte, welche Art auch immer und das alles gar nichts mit dir zu tun hatte.

Hier mal ein Beispiel:
Vor ein paar Wochen war ich in Berlin mit der U-Bahn unterwegs. Dort hat mich plötzlich eine Frau wüst beschimpft. Ich habe ihr absolut keinen Grund dafür geliefert. Sie hatte wohl einfach selber ein Problem. Sie schimpfte wirr und wild vor sich hin und hatte wohl offensichtlich ein psychisches oder Drogenproblem. Mir wäre nie eingefallen mir nach so einem Vorfall Gedanken zu machen, dass irgendetwas an mir der Frau nicht gefallen hat. Und selbst wenn - das wäre mir sowas von egal gewesen. Ich fand die Frau einfach nur peinlich und völlig daneben.

Vielleicht solltest du solche Vorfälle nicht zu sehr auf dich beziehen. Ich schätze das ist hier das eigentliche Problem

Viele Grüße

Phoebe

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Ja, lieber Ray, was glaubst Du denn, was ich tue? Guten
morgen, auch. Mir verschlägt es offensichtlich die Sprache
schon beim Gedanken. Aber mit Hilfe hab ich ja was schildern
können. Vielleicht komme ich nicht nur aus einem
Erziehungsmuster, wo es für die Erlebnisse nichts gibt,
sondern habe auch in meinem Erwachsenenleben sowas noch nie
erlebt. Vielleicht verhält es sich vergleichsweise ja so, dass
die hier eine Computersprache benutzen, von der ich keine
Ahnung habe, oder einer Sekte angehören, von der ich noch nie
was hörte?
R

Hallo Renate,
keine Angst, wie gehören keiner Sekte an (nicht, daß ich wüßte).
Aber es stimmt, wir benutzen zur Kommunikation eine Art Computersprache, nämlich die Sprache der Logik. Ein Schritt nach
dem Anderen, ein Satz nach dem Anderen, mit einer Schrittlänge,
die es dem Leser erlaubt, zu folgen. So ermöglichen wir dem Leser,
ihm (klaro, auch ihr) unser Anliegen, unser Problem zu verstehen.
Gedankensprünge erschweren oder verhindern sogar das Folgen.

Gruß
Gerald

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Ja, lieber Ray, was glaubst Du denn, was ich tue? Guten
morgen, auch. Mir verschlägt es offensichtlich die Sprache
schon beim Gedanken. Aber mit Hilfe hab ich ja was schildern
können. Vielleicht komme ich nicht nur aus einem
Erziehungsmuster, wo es für die Erlebnisse nichts gibt,
sondern habe auch in meinem Erwachsenenleben sowas noch nie
erlebt. Vielleicht verhält es sich vergleichsweise ja so, dass
die hier eine Computersprache benutzen, von der ich keine
Ahnung habe, oder einer Sekte angehören, von der ich noch nie
was hörte?
R

Ähhm, ja ???

Was will uns dieser wiedermal verwirrte Beitrag sagen.

Inzwischen gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass du ganz andere Probleme hast, Renate.

Einteilung deiner Erlebnisse
Hallo Renate,

so wie ich das heraushöre, hat nicht jedes deiner Erlebnisse etwas
mit deiner beinbehaarung zu tun.

kannst du dich an jedes dieser erlebnisse erinnern? dann überlege
einmal (du mußt sie ja hier nicht posten, kannst sie ja nur für
dich nocheinmal durchgehen) was der „inhalt“ dieser erlebnisse war.

dann kannst du diese einteilen, in etwa so
(die zahlen stimmen natürlich nicht)

 | Man konnte meine | ich war | ich war
Die Person hat | unrasierten Beine | normal | irgendwie
zu mir gesagt | sehen | gekleidet | gekleidet
---------------------------------------------------------------------
1) "rasiere deine beine" | 100 3 0
 |
2) "wechsel dein gesicht" | 6 5 2
 |
3) ich habe es nicht | 5 8 1
 verstanden |

Du kannst dann leichter beurteilen, was der grund für deine erlebnisse
war. natürlich helfen wir dir dabei, wenn du so eine tabelle machst.

Gruß
Gerald

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ein handtuch tut auch immer not

Ich bin in Karlsruhe.

erklärt vieles!

Ich habe vorher 250 Kilometer von hier
entfernt an der Schweizer Grenze gewohnt in Frieden.

wenig schleier, wenig demos, wenig überhaupt, aber viel frieden!

Ich habe
allerdings daran gedacht, in den Iran auszuwandern. Da ziehe
ich dann die Übersachen an inklusive Schleier,

…und man sieht die ganzen haare nicht mehr bzw.
müssen auch nicht wegrasiert werden, oder…??

bin aber unter
Frauen, die unter Einsatz ihres Lebens ungenehmigt füreinander
auf die Straße gehen.

dann ist es mit dem frieden vorbei - gut das war es
auch in karlsruhe schon…

Und in einem Land, in dem prozentual
mehr Frauen in Führungspositionen sind, mehr Scheidungen von
Frauen gefordert und dann ausgesprochen werden als hier. Nur
mal als Beispiele.

wenn man nach dem geht, wäre die usa auch ganz vorne, nur dort
ist beine rasieren (und nicht nur die) pflicht!!!

gruß
ad

Hi,

die Aussage, ob du wirklich nicht durch Mode beeinflusst
bist, will ich mal in Frage stellen.

du hast natürlich Recht. Ich räume auch gerne ein, dass ich – um es mit Maltes Worten zu sagen – durch die Mode inspiriert werde. Aber ich fühle mich nicht genötigt, z. B. bauchfrei und Stilettos anzuziehen, nur weil es gerade in ist. Aber man kann sich natürlich nette Anregungen holen, auf die man von selbst vielleicht nicht kommen würde.

Ich relativiere also meine Aussage von oben und sage:
Sicher lasse ich mich von der Mode inspirieren, ich nehme sie aber nicht als zwingend und mache vor allem nichts, womit ich mich nicht wohlfühle.
Rasieren fand ich einfach schöner, hab es ausprobiert und sozusagen „für mich entdeckt“.

LG,
Cess

ps
Noch ein kleines PS,

ich hätte da ein Beispiel anzubieten: Ich habe ein Tattoo auf dem Schulterblatt – das stammt aber aus einer Zeit, wo Tattoos lange noch nicht Mode waren. Ich habe irgendwann im Teenie-Alter mal eines bei irgendwem gesehen und fand es toll. Dann habe ich mir eine ganze Menge Gedanken dazu gemacht und mich mit 18 Jahren dazu entschlossen, dass das was für mich ist – und es machen lassen.

Später kam es dann „in Mode“ und fast jeder hatte mindestens ein Tattoo.

LG,
Cess

Hi,

also so wie du das jetzt schilderst, hört sich das nach dem „ganz normalen Wahnsinn an“. Es sind so viel Bekloppte, Frustrierte, was weiß ich unterwegs heutzutage.
Ich werde täglich auf dem Weg zur Arbeit agressiv angeschaut, angerempelt und teilweise auch blöde angemacht, nur weil die Bahn einfach immer sehr voll ist und sich Männlein und Weiblein um Sitzplätze prügeln, als hätten sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. Oder noch trivialer, weil im Bahnhof die Neuzusteigenden nicht erst die Aussteigenden aussteigen lassen. Oder weil der Bahnhof super voll ist und man unvermeidlich jemanden anrempelt.

Ich glaube, du nimmst dir das nur mehr zu Herzen oder nimmst es persönlicher als andere – so wie du es beschreibst hat es imho nichts mit deiner Person zu tun.

LG,
Cess