Hallo!
Ich wende mich an Euch, weil ich verzweifelt bin und nicht weiß, was ich weiter machen soll.
Ich bin fast 24 Jahre alt und wurde von meiner Krankenkasse ausgesteuert und beim Abreitsamt mit einer Absage auf die Straße geschickt… Niemand fühlt sich für mich zuständig…
Es war bei mir so:
Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung wollte ich unbedingt arbeiten. Ich habe mich überall beworben und nach nur 2 Wochen Arbeitslosigkeit einen Job bei einer Leihfirma angenommen. Dort habe ich 1 Jahr gearbeitet. Dann wurde ich krank (Knochenarthrose). Ich wurde operiert und laut Aussage meiner Ärzte erwartet mich die nächste OP.
Ich bin also seit mehreren Monaten (Mitte März bis heute) krankgeschrieben.
Als meine Firma von der Krankheit erfahren hat wurde ich gnadenlos gekündigt.
Meine Krankenkasse hat mir nach der Entlassung weiterhin das Krankengeld gezahlt (insgesamt 43 Wochen). Vor zwei Wochen hat man mir seitens Krankenkasse telefonisch mitgeteilt, daß die Zahlung von Krankengeld eingestellt wird und ich soll mich beim Arbeitsamt als arbeitslos melden (ich habe allerdings keinen schriftlichen Bescheid erhalten!).
Ich wurde also ausgesteuert!
Beim Arbeitsamt habe ich (heute) auch eine Absage bekommen, mit folgender Begründung:
„Anspruch auf Leistungen hat nur, wer arbeitslos ist. Arbeitslos ist unter anderem aber nur derjenige, der den Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung steht. Dies setzt Arbeitsfähigkeit und Arbeitsbereitschaft voraus. Arbeitsfähig ist ein Arbeitsloser, wenn er eine Versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung unter den üblichen Bedingungen des für ihn in Betracht kommenden Arbeitsmarktes aufnehmen und ausüben kann und darf.
Sie haben erklärt, dass Sie seit mehreren Monaten arbeitsunfähig krank sind.
Damit stehen Sie der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung, sind nicht arbeitslos und haben keinen Leistungsanspruch.
Die Entscheidung beruht auf §§ 117, 118 Abs. 1 Nr. 1, 119 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 5 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III).“
Ich habe sofort meine Krankenkasse darüber informiert. Dort wurde mir gesagt, ich wurde ausgesteuert und im Bezug darauf ist die Krankenkasse für mich nicht mehr zuständig.
Was soll ich jetzt machen?
Darf mich meine Krankenkasse nach so kurzer Zeit und zwar ohne Grund und ohne einen schriftlichen Bescheid aussteuern?
Darf mir die Bundesagentur für Arbeit jegliche Leistungen verweigern und auf die Straße setzen?
Wie ich erwähnt habe, erwartet mich eine komplizierte OP. Muß ich die Kosten aus eigener Tasche zahlen? Bin ich überhaupt noch krankenversichert?
Ich bitte dringend um Hilfe. Ich bin wirklich verzweifelt und niemand in meinem Bekanntenkreis kann mir was Konkretes sagen.
Ich warte ungeduldig auf eure Hinweise!
Danke im Voraus.
JustineMaria

