Kostenübernahme Umzug

Hallo an alle!

Angenommen ein Kurzzeit-Arbeitsloser (seit 6-8 Wochen arbeitslos) bekommt ein Job Angebot, allerdings wäre der neue Arbeitgeber ca. 100 km entfernt.
Angenomen der Arbeitslose erhält ca. 1300 Euro Arbeitslosengeld1 pro Monat.

Inwieweit ist es möglich vom Arbeitsamt finanzielle Unterstützung für den Umug zu bekommen?

Flüssig wäre der Arbeitslose nicht. Er kann es also nicht selbst finanzieren, da er erst vor 2 Jahre aus dem Ausland nach Deutschland gekommen ist (er ist aber deutscher Staatsbürger) und sämtliches Geld für Neuanschaffungen (Möbel, Auto usw.) ausgeben musste (keine Ersparnisse übrig). Dann 2 Jahre lang für eine deutsche Firma tätig war und nun ALG1 bekommt.

Der angebotene „neue“ Job hinge von der Übernahme/Unterstützung der Umzugskosten ab, welche der Arbeitslose momentan finanziell nicht aufbringen kann.

Welche Möglichkeiten könnte das Arbeitsamt dem Arbeitslosen in solchem Fall anbieten?

Meine Überlegung ginge dahin, dass das Arbeitsamt es „billiger“ hätte den Umzug zu übernemen, als 1 - 4 Monate weitere Monate ALG 1 zu zahlen, oder wie lange es auch immer dauert einen neuen Job zu finden. Da man wegen der momentanen wrtschaftlichen Lage auch nicht davon ausgehen kann, dass der Arbeitslose sofort eine neuen Job bekommt.

LG Jasmin

Hallo Jasmin,

Ich möchte keine öffentlichen Instrumentarien der Behörden erläutern,
sondern aus eigener Erfahrung etwas Sensiblität in Selbstverantwortung
hervorrufen:

Auch ich hatte schon Arbeitsstellen in mehr als 100 KM Entfernung zum
Wohnort.

  • wie sieht es aus mit eigener Mobilität oder eigenfinanzierbarem
    Zimmer in Arbeitsnähe ?
  • Welche Kosten sind dafür zu erwarten…kann ich das bis zur
    Festeinstellung tragen ?
  • Wie sicher wäre eine mögliche Festeinstellung, weil ständige Reisebereitschaft, Mobilität und charakterliche Eignung vorraussetzen
    würde.
  • Keine Anverwandten, die wegen Alter irgendwann mal Unterstützung
    benötigen ?

Nun rechne mal selber…Umzug und ggf. Verschuldung wegen einer
beruflich ungewissen " Eintagsfliege " ? Was sagt das private Budget
nach intensiver Berechnung dazu ?
Was würden sich für Umzugskosen in Deinem privaten Fall ergeben?
Wenn es negativ ausfällt: Gibt es Alternativen in der Region ?
Rechnen und berücksichtigen müssen wir alle. Was den Alten Papier und
Bleistift waren, ist der Jugend die Tabellenkalkulation.

mfg

nutzlos

wow

du hast ja locker mit 10 mal so vielen Fragen geantwortet.
Danke für deine Fragen …

LG Jasmin

Hallo Jasmin,

Kurzzeit oder Arbeitslos?

Aber unabhängig davon würde ich in jedem Fall bei einer Stelle in 100 km Entfernung von einem sofortigen Umzug abraten. Das ist, so man kein preiswertes Zimmer wo bekommt, mit Pendeln machbar. Man kann und sollte dann diese Entfernung sofort beim Finanzamt angeben, so dass man sofort von der STeuerentlastung profitiert, dann tut es nicht arg so weh.

Bei jedem neuen Job, egal aus welcher Position heraus, muss ich damit rechnen, dass ich die Probezeit nicht überlebe. Deshalb würde ich nie umziehen, so es nicht unbedingt sein muss.

LG Petra

Hallo Jasmin,

Kurzzeit oder Arbeitslos?

Kurzzeitig arbeitslos, wie gesagt seit 6 Wochen arbeitslos.

Aber unabhängig davon würde ich in jedem Fall bei einer Stelle
in 100 km Entfernung von einem sofortigen Umzug abraten.

Der Umzug kann sowieso erst 3 Monate nach Kündigung der Wohnung passieren und nicht sofort.

ist, so man kein preiswertes Zimmer wo bekommt, mit Pendeln
machbar.

Geht nicht wegen Kindern. Umzug sollte schnellst möglichst erfolgen.

Man kann und sollte dann diese Entfernung sofort beim
Finanzamt angeben, so dass man sofort von der STeuerentlastung
profitiert, dann tut es nicht arg so weh.

Gute Idee.

Bei jedem neuen Job, egal aus welcher Position heraus, muss
ich damit rechnen, dass ich die Probezeit nicht überlebe.

Sicher. Allerdings ist es eine Leitende Position, mit hohen Anforderungen und hoher Dotierung. Die Auswahl und demnach auch die Fluktruation bei einer solchen Position ist nicht so kritisch wie bei mittelständigen Jobs.
So denke ich jetzt mal …

Abgesehn davon, muss man ein Risiko eingehen. Heutzutage ist nichts mehr sicher. Es liegt an jedem selbst zu riskieren und dadurch zu gewinnen.
Finde ich persönlich besser als pessimistisch zu Hause zu sitzen und zu bedauern, dass man sowieso keinen Job bekommt, weil die Wirtschaft ja so schlimm ist …

Deshalb würde ich nie umziehen, so es nicht unbedingt sein
muss.

Ich würde es sofort wenn ein besserer Job in Aussicht ist :smile:
Oder in diesem Fall ein guter Job.

Allerdings ist meine Ursprungsfrage immer noch nicht beantwortet.

Ehrlich gesagt wollte ich den all nicht zur Diskusion freigeben, sondern hoffte auf Antworten von Experten.

Aber danke trotzdem für … naja, eben für deine Meinung, I guess

LG Jasmin

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Risiko auslagern, Gewinne selbst einstecken

Bei jedem neuen Job, egal aus welcher Position heraus, muss
ich damit rechnen, dass ich die Probezeit nicht überlebe.

Sicher. Allerdings ist es eine Leitende Position, mit hohen
Anforderungen und hoher Dotierung.

Und bei dieser hohen Dotierung hat doch dieser hoch dotierte Arbeitslose sicherlich noch einen Disporahmen, der sich ausschöpfen lässt um unerwartete Ausgaben decken zu können.
Sollte es dem hochdotierten leitenden Positionierten das Risiko nicht wert sein, den Dispo auszureizen, die Probezeit nicht zu überleben und nachher mit einem Konto in den Miesen dazustehen, warum soll dann die Sozialgemeinschaft dafür geradestehen, in dem die Arbeitsagentur das Risiko tragen soll?

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Hallo,

Ich verstehe nicht, warum alle diskutieren wollen was wie wo der Jenige machen könnte. Die Zeigefinger aller antworteten scheinen steif hoch zu stehen.

Aber nicht einer von euch kann eine Antwort geben.

Wirklich schade

LG Jasmin

Tja, das liegt wohl daran dass viele unser Sozialsystem ausnutzen.
Die Kosten müssen wir alle tragen, warum sollten wir also nicht alle ein Interesse haben, diese zu reduzieren?
Ist ja wohl auch nicht ernsthaft ein Problem, für einen gutdotierten Job die Umzugskosten zu tragen? Dann lässt man sich eben helfen.
Und es ist ja nicht das Problem der Sozialgemeinschaft (aka wir alle) wenn der Fragesteller sein gesamtes Geld verantwortungslos ausgibt in den Monaten wo er gut verdient hat.
Ich weiß, das ist keine direkte Antwort auf deine Frage, aber erklärt dir vielleicht warum die Reaktionen auf deine Frage so ausfallen.

Gruß
Granini

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Tja, das liegt wohl daran dass viele unser Sozialsystem
ausnutzen.
Die Kosten müssen wir alle tragen, warum sollten wir also
nicht alle ein Interesse haben, diese zu reduzieren?

Ja, ihr habt ja alle Recht. Er sollte nicht umziehen.
Flexibilität könnte dann letztendlich sein Nachteil sein.

Er ist ja auch nur verpflichtet Jobs von bis zu 50km Entfernung zu suchen. Daran sollte er sich halten, so ist das System.
Er sollte sich einfach zurück lehnen und seinen Arbeitslosigkeit geniesen, genug ALG1 bekommt er ja.
Wahrscheinlich wird er irgendwann mal etwas in seiner Nähe finden.

Iss klar :smile:

LG
Jasmin

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Es wurden genug Möglichkeiten aufgezeigt, den Umzug auch ohne Geldhilfe vom Staat zu schaffen.
Und wie gesagt, wer das 1x1 des Geldes, nämlich mindestens zwei Monatsgehälter für unvorhergesehene Ausgaben zurückzulegen, nicht einhält, dem kann nur schwer geholfen werden. Ist mir persönlich völlig unverständlich, wie man nicht mal ein paar hundert Euro liquide haben kann, wenn man schon gearbeitet hat.
Ach so, und leihen kann man sich diesen unglaublich hohen Betrag natürlich auch nicht von Familie, Freunden oder der Bank. Da muss dann das Sozialamt herhalten…
Findest du denn nicht, dass solche Leistungen nur für wirklich Bedürftige gezahlt werden sollten? Und das liegt in diesem Fall ja nun wirklich nicht vor!
Naja, wenn man selber betroffen ist, sieht man die Dinge nicht mehr ganz so objektiv, das ist mir ja auch klar. :wink:

Ich bin jedenfalls sicher, dem neuen Job steht nichts gewichtiges entgegen und natürlich ist es schön dass jemand lieber arbeiten geht als es sich vom ALG gut gehen zu lassen.

In diesem Sinne
Gruß
Granini

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Hallo,

Ist mir persönlich völlig unverständlich, wie man
nicht mal ein paar hundert Euro liquide haben kann, wenn man
schon gearbeitet hat.

Ja, die Umstände werde ich hier nicht detailliert aufdröseln. Das ist eine andere Geschichte.
Ganz kurz, Frau im Ausland geheiratet, nach 17 Jahren im Ausland wieder zurück nach D land, mit Frau und 2 Kindern.
Frau velässt Mann nach Verlust der Abeit, Auto mitgenmmen, Konto leer geräumt, Dispo und Kreditkarte bis aufs letzte ausgeschöpft.
Kinder beim Mann gelassen. Frau ist spurlos verschwunden. Mann ist völlig ausgebrannt und sucht verzweifelt nach Möglichkeiten ganz schnell wieder was zu vedienen. Banken geben keinen Kredit da arbeitslos und verschuldet.

Ach so, und leihen kann man sich diesen unglaublich hohen
Betrag natürlich auch nicht von Familie,

Freunde gibt es kaum, er ist ja erst seit 2 Jahren wieder in Deutschland. Jedenfalls niemand der ihm so viel Geld leihen würde. Familie gibt es in Deutschland nicht.

Da muss dann das Sozialamt herhalten…

Muss es nicht stimmt, könnte es aber in der Aussicht, dass er in einem Monat wieder eine neue Arbeit hat.

Findest du denn nicht, dass solche Leistungen nur für wirklich
Bedürftige gezahlt werden sollten?

Ja, das finde ich.

Und das liegt in diesem Fall ja nun wirklich nicht vor!

Da kenn ich mich nicht aus. Deshalb frag ich hier.
Ich persönlich finde diesen Fall grenzwertig. Das Problem ist sein langer Auslandaufenthalt und die Kinder. Sonst wäre er wohl flexibler und würde schneller etwas passendes finden. So lange die Kinder noch nicht zur Schule gehen kann er umziehen. Nächstes Jahr sieht es anders aus.

Naja, wenn man selber betroffen ist, sieht man die Dinge nicht
mehr ganz so objektiv, das ist mir ja auch klar. :wink:

Stimmt. Bist du denn selber betroffen?

Ich bin jedenfalls sicher, dem neuen Job steht nichts
gewichtiges entgegen und natürlich ist es schön dass jemand
lieber arbeiten geht als es sich vom ALG gut gehen zu lassen.

Genau so sehe ich das auch. Aber die Kohle zum umziehen hat er nicht und ich kann ihm nichts geben. Sonst kennt er kaum jemanden ausser seinen Nachbarn und seine Ex-Kollegen.

LG Jasmin

Hallo Jasmin,

man könnte bei der Agentur mal nach Umzugskostenbeihilfe fragen (SGB III § 54). Wenn man aber nur ein Auto mietet und den Rest selbst erledigt, gibt es einen Umzug über 100 km doch schon ab 200-300 Euro. Das sollte doch machbar sein!?

Grüße!

Hallo Jasmin,

man könnte bei der Agentur mal nach Umzugskostenbeihilfe
fragen (SGB III § 54).

Danke

Wenn man aber nur ein Auto mietet und
den Rest selbst erledigt,

Angenommen er hätte bereits ein Leihwagen angefragt, da die fiktive Ehefrau mit seinem Auto verschwunden ist.
Leider akzeptiert die eVrmietung seine inaktive Kreditkarte nicht, da diese ausgereizt ist :frowning:

schon ab 200-300 Euro. Das sollte doch machbar sein!?

Die Umstände sprechen gegen ihn. Ich weiss wie es bei mir war als ich vor 2 Jahre mit Möbeln usw. (und Katze) umgezoen bin. Wenn ich mir das noch alles mit 2 kleinen Kindern und ohne Babysitter vorstelle würde ich durchdrehen.

LG Jasmin

Hallo Jasmin,

versteh ich trotzdem nicht.

Gerade wenn Kinder im Spiel sind, dann pendel ich eben. 100 km lassen sich selbst bei nicht ganz optimalen Bedingunge mit 2-3 Fahrtstunden pro Tag machen. Das ist nicht optimal, aber lösbar (das sage ich aus eigener Erfahrung, Kindesalter 6-14)

Gerade weil Kinder im Spiel sind, sollte gependelt werden, weil wir jetzt mitten im Schuljahr sind (selbst für Kindergartenkinder gilt der Rhythmus) Das heißt: Wenn jetzt der Job angetreten wird, dann ist das ideal - denn dann sind wir in den Sommerferien, wenn die Probezeit rum ist.

Zum Thema hoch dotiert: Klar ist da Mist, wenn die Frau da alles leer räumt. Nur: Die Einstellung, dann nimmt derjenige halt den Job nicht an, wenn er nix bekommt, und liegt der Allgemeinheit auf der Tasche, ist nicht nicht nur a-sozial, weil das Geld denen zu gute kommen sollte, die keinen gut dotierten Job bekommen können - sondern derjenige schneidet sich sogar ins eigene Fleisch, denn es ist langfristig seine eigene berufliche Zukunft, sein Lebensstandard und der seiner Kinder, den er sich versaut!

Was man ggf. machen kann, wenn wirklich nichts anderes geht: Mal beim Amt nachfragen, ob die ein Darlehen geben. Aber wie gesagt - ich würde eigentlich eh erstmal nicht pendeln. Dann ist auch noch Zeit, ein halbes Jahr was zurückzulegen.

LG Petra

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Naja, also wenn die Frau uneingeschränkten Zugriff auf alle Finanzen hat, ist aus meiner Sicht auch das 1x1 des Geldes nicht beachtet worden.
Daher auch nicht ganz unverschuldet in diese Lage gekommen…

Aber egal, ein Tipp der mir noch einfiele ist ein Kredit über smava oder auxmoney. Die Zinsen sind recht hoch (denke so 10-12%), aber für 1000€ fällt das ja auch nicht so riesig ins Gewicht, wenn ein guter Job gefunden wird. Der Umzug kann so auf jeden Fall finanziert werden.
(das sind seriöse Plattformen, nichts zwielichtes, falls du die nicht kennst)

Gruß
Granini

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Gibt’s nicht mehr!
Hi!

man könnte bei der Agentur mal nach Umzugskostenbeihilfe fragen (SGB III § 54).

Der Paragraph wurde gestrichen; Umzugskosten- sowie die anderen sog. Mobilitätshilfen wurde abgeschafft: http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/BJNR059500997.html…

Gruß
Jadzia

Hallo Jasmin,

Wenn ich im Enthusiasmus auf manche Versprechen nicht auch mal die
ein oder andere herbe Bruchlandung erlebt hätte, würde ich mir
selber auch nicht diese Fragen stellen…:wink:
Papier, Bleistift und Excel machen es mir nun vorab etwas einfacher,
eine Kosten - Nutzenrechnung zu erstellen.
Glaube mir, in Vollzeitarbeit hatte ich schon Phasen durchlebt, wo
ich im übertragenen Sinn noch Geld für meine Vollzeitarbeit mitbringen
mußte.

mfg

nutzlos

Wie alle Anträge sind diese kommunenabhängig, also da werden Umzugskosten übernommen, dafür aber keine Tauffeierkosten oder umgekehrt.

Motivierte Arbeitsaufnahme wird sicherlich überall gerne unterstützt und sicher lässt keine Arge dies an den Umzugskosten scheitern !

Marleen

Alg I, nicht Alg II!

Wie alle Anträge sind diese kommunenabhängig,

Unsinn! Wenn, liegt das im Ermessen des zuständigen SB.
Darüber hinaus geht es um Alg I und die AA, nicht um Alg II und die ARGE!

Gruß
Jadzia

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