Übersetzen als Nebenjob

Von: , Frage gestellt am Mo, 25. Okt 2004

Hallo. Ich hoffe mal, dass mir jemand weiterhelfen kann. Ich habe gehört, dass man (für einen geringeren Stundenlohn als ein Fachübersetzer selbstverständlich) auch z.B. als Student oder einfach jemand der die Sprache sehr gut kann, nebenberuflich übersetzen kann. Das würde ich wirklich SEHR gerne machen, da ich so mit etwas Geld verdienen könnte was mir Spaß macht und ich auch wirklich gut kann (In Englisch/Französisch halte ich mich für kompetent für "einfachere" Übersetzungen).

Hat vll. irgendjemand eine Ahnung wie ich an so eine Art Job kommen könnte? Ich erwarte auch keinen besonders hohen Stundenlohn aber ich würde wirklich lieber jeden Tag 2 Stunden dasitzen und als Nebenjob übersetzen, was mich gewissermaßen reizt (v.a. da ich sowieso jeden Tag weiterhin Englisch und Französisch lerne) statt irgendnen 400 Euro Job zu machen nachdem ich jedes mal total kaputt nachhause komme...lässt sich auch nicht so gut mit dem Studium vereinbaren :-/

VIELEN DANK für alle Hinweise!

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
    Re: Übersetzen als Nebenjob

    Hallo!
    Leider hast Du Recht, da die Bezeichnung Übersetzer noch keine geschützte Berufsbezeichnung ist, kann theoretisch jeder als Übersetzer sein Geld verdienen. Eine Anmerkung allerdings: Übersetzen ist nicht gleich Übersetzen. Schließlich ist Übersetzen auch ein Wissenschaft. Nicht umsonst gibt es einen Studiengang hierfür. Von sich zu glauben, dass man kompetent ist, heißt allerdings nicht, dass man es auch ist (sorry, nichts gegen Dich persönlich). Glaubst Du wirklich, dass 2 Stunden am Tag für "einfachere" Übersetzungen genügen? Denn es ist so, dass man als Übersetzer eine gewisse Verantwortung trägt, die man nicht unterschätzen sollte. Das trifft auch für "einfachere" Übersetzungen zu. Man muss nicht nur zwei Sprachen gut beherrschen, sondern auch deren Kulturen kennen.
    Inserier doch in verschiedenen Zeitungen: Übernehme Übersetzertätigkeiten. Oder es gibt oft an schwarzen Brettern einen Aushang, wo Studenten Hilfe bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen brauchen a.Ä.

    Außerdem gibt es einige Jobs bei denen man seine Fremdsprachenkenntnisse gut nutzen kann. Aber arbeiten ist immer anstrengend - auch das Übersetzen. Wie gut oder wie schlecht man einen Job mit seinem Studium vereinbaren kann, hängt ganz von einem selbst und, seien wir ehrlich,seinem Ehregeiz ab. Studieren und Geld von anderen kassieren, ist zu einfach....

    dennoch wünsche ich Dir viel Erfolg

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Übersetzen als Nebenjob

      Hi. Danke für die Antwort!

      Keine Angst ich kenn mich damit schon einigermaßen aus und ich weiß, dass Übersetzen schwerer ist als es erscheint. Deswegen halt ich mich auch in französisch obwohl ich mich darin (einigermaßen) fließend unterhalten kann nicht für kompetent genug um Übersetzungen zu machen. Englisch sprech und v.a. schreib ich aber wirklich fließend und hab auch ein Vokabular von ca. 15 000 Vokabeln. Ich hatte auch selbst vor Übersetzer/Dolmetscher zu werden, hab mich dann aber doch für BWL mit Sprachen als Zusatz entschieden. Ich denk mir aber auch wirklich bei so ziemlich jedem Film/jeder Serie die ich seh die aus dem Englischen übersetzt wurden, dass da jede Menge Fehler bzw. Unsauberheiten drin sind und bin mir sicher, dass ich da die meisten Übersetzungen besser hinkriegen würde (zumindest angenommen ich stünde nicht unter Zeitdruck wie die meisten Übersetzer).

      Dazu hätt ich jetzt gleich mal ne Frage: Ein Übersetzer übersetzt ja eigentlich immer in seine Muttersprache soweit ich weiß, aber woran liegts, dass man im Fernsehen ständig auf Übersetzungen (aus dem Englischen) stößt die sich teilweise total englisch eingefärbt anhören? Es kann doch eigentlich nicht sein, dass bei Hollywoodfilmen die aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt werden keine Deutschen Muttersprachler die Englisch können eingesetzt werden oder?

      Wobei ich natürlich keine Fachdokumente o.ä. übersetzen könnte, weil mir dazu natürlich das Fachvokabular (und an sich die Übung mit solchen Texten) fehlt das einem wahrscheinlich bei einem Übersetzerstudiengang vermittelt werden würde. Außerdem könnte es auch u.a. damit zusammenhängen, dass man den Beruf des Übersetzers studieren kann, da viele ja auch noch erst die Sprache lernen bzw. verbessern müssen ;-)

      Übrigens will ich mich überhaupt nicht mit Studenten messen die Übersetzen/Dolmetschen studieren aber ein Freund von mir in den USA (der an sich auch sehr fremdsprachenbegeistert ist) hatte früher auch des öfteren mal Gelegenheitsübersetzungsjobs obwohl er kein studierter Übersetzer war...bekam dafür aber auch nicht das Gehalt eines studierten/professionellen Übersetzers, da es sich um "einfachere" Texte handelte bei denen der ein oder andere kleine Fehler kein Weltuntergang gewesen wären (bzw. waren wer weiß...).

      Schau dir doch bloß mal die ganzen Internetseiten und deren Übersetzungen an wie scheiße die teilweise sind. Könnte ja durchaus sein, dass manche Menschen auf die Idee kommen Leuten die die jeweilige Sprache fließend sprechen, GERINGE Summen dafür zu zahlen, dass die ihnen diese Texte (einigermaßen) ordentlich übersetzen - wenn auch nicht so perfekt wie ein studierter Übersetzer ...

      Und gib mir bitte mal ein Beispiel in eines "einfacheren" bzw. nicht hochkomplizierten Textes auf Englisch bei dem der kulturelle Unterschied so wichtig ist, dass jemand der fließend Englisch spricht einen solchen Text nicht sinngemäß übersetzen kann, da er die Kultur nicht gut genug kennt (wie auch immer man das schaffen sollte, wenn man es gelernt hat die Sprache durch Kommunikation mit Bürgern des jeweiligen Landes richtig gut zu erlernen...). Und wenn du eins gefunden hast sag mir bitte wie oft sowas vorkommt. Danke ;-)

      Nichts für ungut aber wer ein bischen austeilt muss auch ein bischen einstecken können ;-)

      Grüße

      P.S.: Danke auch für die Belehrung über Ehrgeiz & Co. Ich geh jetzt glaub ich los und suche mir den schlechtesten Job den ich finden kann (da ich ja behauptet hab, dass ich nebenbei übersetzen will ohne den geringsten Ehrgeiz zu zeigen oder irgendwas zu tun und ich auch glaube, dass das total einfach sein muss und man mir dann hoffentlich das Geld hinterherschmeißt :-)) [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einem Tag 4 hilfreich
        Re^3: Übersetzen als Nebenjob

        Ich denk mir aber
        auch wirklich bei so ziemlich jedem Film/jeder Serie die ich
        seh die aus dem Englischen übersetzt wurden, dass da jede
        Menge Fehler bzw. Unsauberheiten drin sind und bin mir sicher,
        dass ich da die meisten Übersetzungen besser hinkriegen würde
        (zumindest angenommen ich stünde nicht unter Zeitdruck wie die
        meisten Übersetzer).
        Die kommen wahrscheinlich von Leuten wie dir. (sorry, wie war das mit dem Austeilen und Einstecken?) 15.000 Wörter sind nicht wirklich viel.
        Dazu hätt ich jetzt gleich mal ne Frage: Ein Übersetzer
        übersetzt ja eigentlich immer in seine Muttersprache soweit
        ich weiß,
        Stimmt nicht. Natürlich ist es so herum einfacher, aber einE echteR ÜbersetzerIn (sprich: jemand, der es studiert hat), lernt eben in beide Richtungen zu übersetzen und kann das dann auch. aber woran liegts, dass man im Fernsehen ständig auf
        Übersetzungen (aus dem Englischen) stößt die sich teilweise
        total englisch eingefärbt anhören? Es kann doch eigentlich
        nicht sein, dass bei Hollywoodfilmen die aus dem Englischen
        ins Deutsche übersetzt werden keine Deutschen Muttersprachler
        die Englisch können eingesetzt werden oder?
        Wo? Wann? Ich kenne das nur bei Live-Übersetzungen (und Simultandolmetschen ist nicht wirklich einfach). Bei Hollywood-Filmen hab ich das noch nicht erlebt.
        Wobei ich natürlich keine Fachdokumente o.ä. übersetzen
        könnte, weil mir dazu natürlich das Fachvokabular (und an sich
        die Übung mit solchen Texten) fehlt das einem wahrscheinlich
        bei einem Übersetzerstudiengang vermittelt werden würde.
        Außerdem könnte es auch u.a. damit zusammenhängen, dass man
        den Beruf des Übersetzers studieren kann, da viele ja auch
        noch erst die Sprache lernen bzw. verbessern müssen ;-)

        Übrigens will ich mich überhaupt nicht mit Studenten messen
        die Übersetzen/Dolmetschen studieren aber ein Freund von mir
        in den USA (der an sich auch sehr fremdsprachenbegeistert ist)
        hatte früher auch des öfteren mal Gelegenheitsübersetzungsjobs
        obwohl er kein studierter Übersetzer war...bekam dafür aber
        auch nicht das Gehalt eines studierten/professionellen
        Übersetzers, da es sich um "einfachere" Texte handelte bei
        denen der ein oder andere kleine Fehler kein Weltuntergang
        gewesen wären (bzw. waren wer weiß...).
        Du verdirbst aber den gelernten die Preise und lieferst dafür schlechte Qualität. Natürlich machen das viele. Richtig finde ich es nicht, und würde das in beruflichen Belangen auch nie in Anspruch nehmen. Schau dir doch bloß mal die ganzen Internetseiten und deren
        Übersetzungen an wie scheiße die teilweise sind.
        Eben. Deshalb. Die wurden von Leuten übersetzt, die 15.000 Wörter in der Sprache beherrschen. Könnte ja
        durchaus sein, dass manche Menschen auf die Idee kommen Leuten
        die die jeweilige Sprache fließend sprechen, GERINGE Summen
        dafür zu zahlen, dass die ihnen diese Texte (einigermaßen)
        ordentlich übersetzen - wenn auch nicht so perfekt wie ein
        studierter Übersetzer ...
        Dann kommt eben genau so was raus. Und gib mir bitte mal ein Beispiel in eines "einfacheren" bzw.
        nicht hochkomplizierten Textes auf Englisch bei dem der
        kulturelle Unterschied so wichtig ist, dass jemand der
        fließend Englisch spricht einen solchen Text nicht sinngemäß
        übersetzen kann, da er die Kultur nicht gut genug kennt (wie
        auch immer man das schaffen sollte, wenn man es gelernt hat
        die Sprache durch Kommunikation mit Bürgern des jeweiligen
        Landes richtig gut zu erlernen...). Und wenn du eins gefunden
        hast sag mir bitte wie oft sowas vorkommt. Danke ;-)
        Was jetzt? Soll es gut sein oder nicht?
        Nichts für ungut aber wer ein bischen austeilt muss auch ein
        bischen einstecken können ;-)
        Detto.
        Livia
        (nein, ich bin nicht Übersetzerin. Und ich habe in England auch Jobs angenommen, die mit "übersetzerischen Tätigkeiten" zu tun hatten, vor allem im Marktforschungsbereich: Call-Center, Interviewerin, Auswertung von Artikeln, ...)

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Übersetzen als Nebenjob

          Ich denk mir aber
          auch wirklich bei so ziemlich jedem Film/jeder Serie die ich
          seh die aus dem Englischen übersetzt wurden, dass da jede
          Menge Fehler bzw. Unsauberheiten drin sind und bin mir sicher,
          dass ich da die meisten Übersetzungen besser hinkriegen würde
          (zumindest angenommen ich stünde nicht unter Zeitdruck wie die
          meisten Übersetzer).
          Die kommen wahrscheinlich von Leuten wie dir.
          Nein (sorry, wie war
          das mit dem Austeilen und Einstecken?) 15.000 Wörter sind
          nicht wirklich viel.
          Hab ich nicht behauptet aber ungefähr 15.000 Wörter aktiver (und nicht passiver) Wortschatz reichen mir zumindestens aus um eigentlich jeden englischen Film, Text, etc. problemlos zu verstehen. Ich hab nicht behauptet, dass das SO besonders viel ist und dass ich nie ein wort nachschlagen müsste. Außerdem würdest ud sowas nicht von dir geben wenn du richtig gelesen hättest, da ich glaub ich das ein oder andere mal gesagt hab, dass ich mich NICHT mit PROFESIONELLEN Übersetzern messen will, nur einfachere Texte (z.b. auf Homepages) übersetzen will bei denen der ein oder andere Fehler nicht so wahnsinnig schlimm wäre. Lesen, Denken dann Schreiben (ja das mit dem Austeilen und Einstecken hab ich gesagt, weil ichs einfach behindert finde wenn mich jemand angreift und dann noch dazu sagt "ist nicht gegen dich persönlich gerichtet" nur weil sich diese Person auf den Schlips getreten fühlt weil jemand nebenbei mit Übersetzungen von EINFACHEN Texten etwas Geld dazu verdienen möchte, der auch noch offen zugibt, dass er sicherlich nicht das Niveau hätte um Fachtexte übersetzen können.)
          Dazu hätt ich jetzt gleich mal ne Frage: Ein Übersetzer
          übersetzt ja eigentlich immer in seine Muttersprache soweit
          ich weiß,
          Stimmt nicht. Natürlich ist es so herum einfacher, aber einE
          echteR ÜbersetzerIn (sprich: jemand, der es studiert hat),
          lernt eben in beide Richtungen zu übersetzen und kann das dann
          auch.
          Dass mans in die andere Richtung lernt glaub ich dir gerne, aber um eine richtig gute Übersetzung zu machen ist es glaub ich in Großteil der Fälle notwendig in die eigene Muttersprache zu übersetzen, was ja eigentlich auch der Normalfall ist... aber woran liegts, dass man im Fernsehen ständig auf
          Übersetzungen (aus dem Englischen) stößt die sich teilweise
          total englisch eingefärbt anhören? Es kann doch eigentlich
          nicht sein, dass bei Hollywoodfilmen die aus dem Englischen
          ins Deutsche übersetzt werden keine Deutschen Muttersprachler
          die Englisch können eingesetzt werden oder?
          Wo? Wann? Ich kenne das nur bei Live-Übersetzungen (und
          Simultandolmetschen ist nicht wirklich einfach). Bei
          Hollywood-Filmen hab ich das noch nicht erlebt.
          Dann hör mal genauer hin. Ich finde jedenfalls, dass es kein richtig perfektes "deutsches" Deutsch ist wenn z.b. "...ain't an option" mit "...ist keine Option" übersetzt wird, da ein Deutscher, der nie eine Fremdsprache gelernt hat, bzw. sich damit nicht besonders auseinandersetzt wahrscheinlich nicht auf das Wort "Option" zurückgreifen würde.

          ...ich weiß, dass dir sowas nicht gefällt, aber schau dir z.B. mal Yugi-Oh an ;-) da wird "find a way" was m.E. im Englischen gebräuchlich ist ständig mit "einen Weg finden" übersetzt, wobei jemand der das ohne Übersetzung einfach auf Deutsch ausdrücken würde, viel eher z.B. "schaffen" udn nicht "einen Weg finden" sagen würde.

          Weitere konkrete Beispiele fallen mir jetzt nicht ein aber, dass ein oder andere könnt ich dir bestimmt nennen, wenn ich mir jetzt einen auf deutsch übersetzen Film (aus dem Englischen) anschauen würde.

          Andere Kleinigkeiten die mich öfters "stören" sind z.b. das Weglassen des Wortes "dass" im Deutschen, wenn im Englischen entweder "...that..." oder nur "......" ohne that möglich wären. In solchen Fällen neigt ein englischer Muttersprachler meiner Meinung nach meistens dazu, dass "that" nicht dazu zu sagen und ins Deutsche würds dann SEHR oft auch ohne "dass" übersetzt.

          Is zwar kein grober Fehler und der ein oder andere Deutsche sagt das vll. auch mal so, aber m.M. nach ist das dann schon leicht englisch eingefärbt.

          Was anderes was ich auch schon das ein oder andere mal bemerkt habe (aber zugegebenermaßen selten) ist, dass "you" manchmal tatsächlich mit "sie" statt "du" übersetzt wird, wenn's sich um zwei Menschen handeln die mit einander schlafen...

          Kann damit zusammenhängen, dass ich eine Zwangserkrankung hab und deswegen alle Sachen so peinlich genau unter die Lupe nehm, aber solche Sachen empfinde ich wenn ich z.B. ein Buch les und darauf achte schon manchmal etwas störend.

          Übrigens will ich damit keinen angreifen, da ich weiß, dass es leichter ist sowas zu sagen, wenn man nicht unter enormem Zeitdruck steht und ich behaupte auch nicht, dass ich perfekt bin. Ich würde ja vll. wiederum andere Fehler machen.
          Wobei ich natürlich keine Fachdokumente o.ä. übersetzen
          könnte, weil mir dazu natürlich das Fachvokabular (und an sich
          die Übung mit solchen Texten) fehlt das einem wahrscheinlich
          bei einem Übersetzerstudiengang vermittelt werden würde.
          Außerdem könnte es auch u.a. damit zusammenhängen, dass man
          den Beruf des Übersetzers studieren kann, da viele ja auch
          noch erst die Sprache lernen bzw. verbessern müssen ;-)

          Übrigens will ich mich überhaupt nicht mit Studenten messen
          die Übersetzen/Dolmetschen studieren aber ein Freund von mir
          in den USA (der an sich auch sehr fremdsprachenbegeistert ist)
          hatte früher auch des öfteren mal Gelegenheitsübersetzungsjobs
          obwohl er kein studierter Übersetzer war...bekam dafür aber
          auch nicht das Gehalt eines studierten/professionellen
          Übersetzers, da es sich um "einfachere" Texte handelte bei
          denen der ein oder andere kleine Fehler kein Weltuntergang
          gewesen wären (bzw. waren wer weiß...).
          Du verdirbst aber den gelernten die Preise und lieferst dafür
          schlechte Qualität. Natürlich machen das viele. Richtig finde
          ich es nicht, und würde das in beruflichen Belangen auch nie
          in Anspruch nehmen.
          Ok nochmal: Ich rede von einfacheren Übersetzungen. Und da wir in einer freien Wirtschaft leben finde ich es nicht schlimm wenn jemand der kein professioneller Übersetzer ist für eine kleinere Firma oder eine einzelne Person, die sich die richtig gute Qualität eines professionellen erfahrenen Übersetzers vll. nicht leisten kann (oder einfach nicht will, da die Qualität in einem solchen Fall evtl. nicht SO wichtig ist), Übersetzungen macht. Schau dir doch bloß mal die ganzen Internetseiten und deren
          Übersetzungen an wie scheiße die teilweise sind.
          Eben. Deshalb. Die wurden von Leuten übersetzt, die 15.000
          Wörter in der Sprache beherrschen.
          Ne.. das hängt nicht mit dem Wortschatz zusammen, wenn jemand einen falschen Artikel benutzt oder Redewendungen wortwörtlich in eine andere Sprache übersetzt. Könnte ja
          durchaus sein, dass manche Menschen auf die Idee kommen Leuten
          die die jeweilige Sprache fließend sprechen, GERINGE Summen
          dafür zu zahlen, dass die ihnen diese Texte (einigermaßen)
          ordentlich übersetzen - wenn auch nicht so perfekt wie ein
          studierter Übersetzer ...
          Dann kommt eben genau so was raus.
          ;-) Und gib mir bitte mal ein Beispiel in eines "einfacheren" bzw.
          nicht hochkomplizierten Textes auf Englisch bei dem der
          kulturelle Unterschied so wichtig ist, dass jemand der
          fließend Englisch spricht einen solchen Text nicht sinngemäß
          übersetzen kann, da er die Kultur nicht gut genug kennt (wie
          auch immer man das schaffen sollte, wenn man es gelernt hat
          die Sprache durch Kommunikation mit Bürgern des jeweiligen
          Landes richtig gut zu erlernen...). Und wenn du eins gefunden
          hast sag mir bitte wie oft sowas vorkommt. Danke ;-)
          Was jetzt? Soll es gut sein oder nicht?
          ?
          Nichts für ungut aber wer ein bischen austeilt muss auch ein
          bischen einstecken können ;-)
          Detto.
          Livia
          (nein, ich bin nicht Übersetzerin. Und ich habe in England
          auch Jobs angenommen, die mit "übersetzerischen Tätigkeiten"
          zu tun hatten, vor allem im Marktforschungsbereich:
          Call-Center, Interviewerin, Auswertung von Artikeln, ...)

          • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
            Re^5: Übersetzen als Nebenjob

            Hallo Fragezeichen,
            ich moechte nur kurz auf die Probleme
            hinweisen, die du bei Synchronisationen siehst.
            (Ich selbst bin kein Freund von Synchronisation
            und es ist lange her, dass ich einen synchronisierten
            Film gesehen habe). Synchronisationen sind ganz
            anderen Sachzwaengen als Textuebersetzungen unterworfen.
            Die Uebersetzung kann z.B. nicht laenger sein,
            als das Original, weil die Lippenbewegungen
            wenigstens einigermassen hinkommen muessen.
            Aus gleichen Gruenden wird eine vielleicht stimmigere
            Uebersetzung gegenueber einer verworfen, bei
            der der Rhythmus aehnlicher ist oder die gleichen
            Buchstabenkomibinationen benutzt.

            Gruesse
            Elke

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Übersetzen als Nebenjob

              Achso! Na das wär natürlich zumindest eine Erklärung für das häufige weglassen des "dass" im Deutschen. Als ich gestern den Abend den Fernseher eingeschaltet hab hab ich mir wieder eine Serie angeschaut in der ich das gleich 3 mal nacheinander gehört hab ;-). Ich hab mich sowieso schon oft gefragt, wie das oft so (relativ) gut hingekriegt wird mit den Synchronisationen.

              Gruß [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
              Re^6: Übersetzen als Nebenjob

              hi, Aus gleichen Gruenden wird eine vielleicht stimmigere
              Uebersetzung gegenueber einer verworfen, bei
              der der Rhythmus aehnlicher ist oder die gleichen
              Buchstabenkomibinationen benutzt.
              und so kommts, daß immer wieder mal was realisiert wird, am ende des tages, wenn einer so pathetisch dreinschaut, daß es keinen sinn mehr macht. oder daß einer "erschossen" wird und dann aufersteht und schwerverletzt ist....

              gruß
              datafox

          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Übersetzen als Nebenjob

            Hab ich nicht behauptet aber ungefähr 15.000 Wörter aktiver
            (und nicht passiver) Wortschatz reichen mir zumindestens aus
            um eigentlich jeden englischen Film, Text, etc. problemlos zu
            verstehen.
            das kann ich auch, aber ich würde deswegen nicht meine übersetzerkünste anbieten. warum? das gesetz von angebot und nachfrage. für englisch gibt es so viele (vor allem muttersprachler), die das tausendmal besser können als ich. was soll ich da groß verdienen? als amateurübersetzer und -dolmetscher kommst du zwar auch an kleine jobs, aber nur wenn deine sprache selten und gleichzeitig gefragt ist, und eher, wenn es deine muttersprache ist (meine erfahrung mit deutsch).

            gruß
            datafox

  2. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Übersetzen als Nebenjob

    Im Branchentelefonbuch stehen zahlreiche Übersetzungsagenturen. Von denen kannst Du Aufträge bekommen.

    Übersetzer, die es zwar (noch) nicht so gut können, es aber für wenig Geld (< 40 Eurozent pro Zeile) machen, werden durchaus genauso gebraucht wie die teuren Spezialisten.

    Auf dem Anfängerniveau werden Übersetzungsfehler, Auslassungen usw. in kleinerem Umfang durchaus verziehen, Schlüsselqualifikation ist Pünktlichkeit.

    Mit herzlichem Gruß,

    Wolfgang Berger



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