Redewendung: normative Kraft des Faktischen

Von: , Frage gestellt am Di, 25. Jul 2000

Hallo,

habe in letzter Zeit öfter mal o.g. Redewendung gelesen bzw. gehört. Herkunft und ursprünglicher Sinnzusammenhang würden mich sehr interessieren.

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Redewendung: normative Kraft des Faktischen

    Hallo Schleswig,

    Gemeint ist damit, das Tatsachen, Voraussetzungen oder Sachzwänge die Regeln des Handelns diktieren.

    Ich habe diesen Spruch zum ersten Mal anno 69/70 gehört, als wir versuchten den Muff unter den Talaren wegzupusten.
    Gruß Eckard.

  2. Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
    Re: Redewendung: normative Kraft des Faktischen

    ... wahrscheinlich 1933 von Carl Schmitt zum ersten Mal verwendet, siehe http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr157s.htm

    Gruß R. Hallo,

    habe in letzter Zeit öfter mal o.g. Redewendung gelesen bzw.
    gehört. Herkunft und ursprünglicher Sinnzusammenhang würden
    mich sehr interessieren.

    • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
      Re^2: Redewendung: normative Kraft des Faktischen

      ... wahrscheinlich 1933 von Carl Schmitt zum ersten Mal
      verwendet, siehe
      http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr157s.htm
      Denke für den Hinweis auf C. Schmitt.
      In dem Text unter dem angegebenen Link ist diese Redewendung allerdings auch wieder in Anführungszeichen gesetzt, also m.E. vermutlich ein Zitat. Die Suche nach dem Urheber geht also weiter...

  3. Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
    kant und jellinek...

    eigentlich mag ich es nicht, halbheiten zu posten ("ich weiss auch nicht, aber ich habe gehört, dass...."), aber meinem halbwissen nach kommt die NKdF in Kants "Kritik der reinen Vernunft" vor und wurde vom Juristen Jellinek ende des 19. Jh. aktualisiert, als Normativität des Faktischen.

    dietmar

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