unser zweites Kind, Annika, war und ist sehr zierlich. Annika ist 11 Monate alt, 70 cm gross, wiegt 6800 g, entwickelt sich prächtig, lacht, läuft (fast).
Mittlerweile hat meine Frau mich aber mit einer Sorge angesteckt: Annika ist wirklich kleiner und dünner als alle Kinder in der Krabbelgruppe oder die wir sonst so kennen. Insbesondere ist ihr Kopf sehr klein , das ist es was uns so beunruhigt. Der Kinderarzt kann nichts feststellen und versucht uns zu beruhigen. Wir haben Angst, dass eine Störung vorliegen könnte und wir nun wertvoll Zeit vertun.
Bei „allen Kurven“ liegt Annika jeweils gerade so noch am unteren Normbereich. Wenn sie etwas hat, was könnte es sein? Wir würden gerne entsprechende Erkrankungen durch einen (eventuell weiteren) Arzt ausschliessen lassen.
Hallo Udo,
sogenannter Minderwuchs kann u.a. seine Ursache in einer Weizenklebereiwissunverträglichkeit haben. Dies wird im allg. als Zöliakie bezeichnet. Es ist wichtig, diese Unverträglichkeit frühzeitig zu erkennen. Mehr Info’s gibt es bei der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft Stuttgart e.V… Im Netz unter http://www.dzg-online.de/
Speziell über Zöliakie finden Sie einen ersten Überbick unter http://www.dzg-online.de/submenu1.html#
Die DZG ist auf jeden Fall ein kompetenter Ansprechpartner.
Mit Zoeliakie haette sie vermutlich noch andere Symptome als bloss etwas kleiner zu sein. Ausserdem: Doktors sind ja auch nicht voellig uninformiert; wie waere es mit ein bisschen Vertrauen, dass er/sie das checken wuerde, wenn der Verdacht naheliegt. Sicherlich waere z.B. auffaellig, wenn ein Kind sich zuerst voellig normal entwickelt, dann aber ein „Plateau“ auf den Wachstumskurven hat, sobald die Diaet sich geaendert hat.
Ansonsten: Soweit sie happy ist und von ihrem Verhalten und Aktivitaeten (z.B. Laufen) normal ist, wird sie diesen relativen „Minderwuchs“ wahrscheinlich irgendwann noch aufholen. Vielleicht bleibt sie einfach auch ein wenig kleiner, na und? Bedeutet ja nicht „ungesund“.
Ah: und einem Hirn ist das Volumen ziemlich wurscht, kleiner Kopf heisst nicht weniger Intelligenz…
Andersrum: meint Ihr, dass es uneingeschraenkt wuenschenswert ist, dass wir durch die Chemie in unserer Nahrung im Durchschnitt immer groesser werden? Die Wachstumskurven sind teilweise jahrzehnte-alt und damit gar nicht mehr realitaets-entsprechend.
Also: ruhig Blut. Nicht paranoid werden, das wuerde ihr auch nicht gut tun,
Sepp
unser zweites Kind, Annika, war und ist sehr zierlich. Annika
ist 11 Monate alt, 70 cm gross, wiegt 6800 g, entwickelt sich
prächtig, lacht, läuft (fast).
Mittlerweile hat meine Frau mich aber mit einer Sorge
angesteckt: Annika ist wirklich kleiner und dünner als alle
Kinder in der Krabbelgruppe oder die wir sonst so kennen.
Insbesondere ist ihr Kopf sehr klein ,
Je zarter es gebaut ist, um so reifer wirkt es. Du siehst die Lachfalten dann deutlicher. Wie ist das Gesamteiweiß? Worüber freut sie sich besonders?
und auch die falschpositive trefferquote des testes benennen lassen! die diagnose stellt nicht nur deinen künftigen tagesablauf infrage. es sei denn, du magst den StörungVorRegel-Modus lieber. die diagnose lässt deine familie zur permanenten störung in sämtlichen ektopen nahrungsketten werden. schlimmer als ramadan. die suchrichtung engt dich also primär extrem ein. noch stärker als eine raucherentwöhnung. oder lebt ihr getrennt?
das geht mir auch so dass ich immer Kind Nr. 1 mit Kind Nr. 2 vergleiche ()
Aber das ist echt sinnlos denn jedes Kind entwickelt sich nun einmal unterschiedlich. Ich denke auch dass Euer Kinderarzt sicher Alarm schlagen würde wenn er den Verdacht auf eine Entwicklungsstörung hätte. Aber vielleicht geht ihr einfach mal zu einem anderen Kinderarzt? Eine zweite Meinung ist oft beruhigend.
Wie sieht es denn bei Euch in der Familie aus, seid ihr eher klein oder groß, gibt es vielleicht eine Oma oder Tante die eher klein ist??
Die Erbanlagen springen ja auch, nicht alles kommt von Vater und Mutter.
Dass Eure Kleine Zöliakie hat denke ich mal nicht - alle Kinder die ich gesehen habe die diese Krankheit hatten waren auch krank…will sagen sie waren sichtbar schlecht beieinander und geschwächt durch die ständigen Durchfälle.
Mal was zu dieesen Wachstumskurven: In der Mitte ist ein dicker Strick, das ist der Durchschnitt. Dann gibt es Striche nach unten und nach oben - das sind die Nichtdurchschnitte. Heisst, nicht durchschnittlich sein, unnormal sein? Heisst unnormal sein, krank sein? Es gibt immer kleine und grosse Menschen, dickköpfige und fette, ruhige und …
Der Durchschnitt kommt immer nur zustande, indem man alle Werte - die kleinsten und die grössten zusammenrechnet.
Die Kurven sind meiner Meinung nach wirklich gefährlich, weil sie so viele Eltern beunruhigen, wenn ihre Kinder nicht „auf der Kurve“ liegen, nur weil sie zufällig nicht durchschnittlich sind. Warum werden sie überhaupt benutzt? Der Arzt kontrolliert damit, ob die Kinder ihre Kurve halten. Wenn Annika also immer auf dem unteren Rand der Kurven liegt, dann ist das überhaupt kein Problem Schlimm wäre es, wenn sie mal unten und mal oben liegt…
Solange eure Kinder munter und lebendig sind, ist die Angst, dass sie krank sind, recht unbegründet. Es kommt nicht auf die Grösse des Kopfes an, sondern was drin ist.
Hoffe, ich konnte euch beruhigen, Martina (Mutter von einem sehr kleinen Mädchen und einem Durchschnittsjungen)
Thomas hat mit seinem Hinweis recht, könnte sein. Auch die Gluten- IgG-unverträglichkeit welche mit einem Zölliakie oder üblichen Allergietest nicht erkannt wird, könnte es sein. Aber wie andere erwähnt haben, sollte noch andere Hinweise da sein. Wie ist sein Stuhl? Immer weich und hell, eventuell sogar dünn, oder verstopft?
Hat er lange Wimpern? Hat er sonst Auffälligkeiten, oder Entwicklungsrückstand? Wenn Du alles verneinst, dann ist es wahrscheinlich ein völlig harmloser Vererbungsfaktor. Wenn nicht dann melde Dich wieder. Du hast recht, wenn Du dies genauer abklärst, wäre selber froh, wenn ich das bei einem unser Kinder auch gemacht hätte. Und auf die Ärzte kannst Du Dixch auch zu wenig verlassen, es gibt tausende Zölliakieerwachsene, bei denen die Ärzte es erst mit 30 oder noch älter erkannt haben. Andererseits kann es auch wirklich etwas völlig harmloses sein.