Folgendes ist mein Problem: Ich leide schon seit einigen Monaten an immer wiederkehrender Gürtelrose (Zoster) im Ohr. Nun ist es mal wieder akut (und tut weh…) und mein Hausarzt ist im Urlaub. Ich meine, mich entsinnen zu können, dass er mir vor seinem letzten Urlaub gesagt hat, wenn ein Rückfall kommt, soll ich mich an Neurologin XY wenden (habe natürlich den Zettel, wo alles draufstand, mittlerweile nicht mehr…).
Nun meine Frage: Kann das mit dem Neurologen für diese Krankheit (und an diesem Ort) überhaupt sein? Oder ist eher ein HNO-Arzt zu konsultieren? Oder jemand ganz anderes?
(Und nein: Ich möchte nicht zur Vertretung meines Hausarztes, weil die Krankheit mittlerweile so chronisch ist, dass ich ohnehin mal eine zweite Meinung vom Experten einholen wollte.)
Ich meine, mich entsinnen zu können, dass er
mir vor seinem letzten Urlaub gesagt hat, wenn ein Rückfall
kommt, soll ich mich an Neurologin XY wenden
Nun meine Frage: Kann das mit dem Neurologen für diese
Krankheit (und an diesem Ort) überhaupt sein?
wenn du das öfter hast, weißt du wahrscheinlich, wie die Gürtelrose entsteht. IMHO ist der Neurologe zumindest eine durchaus vernünftige Möglichkeit, da die Viren ja immerhin im Nervensystem sitzen und auch an Nervenbahnen entlang wandern.
Sonst: Für den HNO ist es vielleicht ein bisschen zu speziell, man könnte es höchstens noch von der Infektionsseite her angehen, also wer immer sich mit Viruserkrankungen, dem Immunsystem usw. befasst, wäre zuständig.
Da die Gürtelrose des Ohres auch mal das Innenohr betreffen kann mit folgender Verschlechterung des Hörvermögens, ist es sicherlich kein Fehler, mal einen Hörtest abzuliefern. Was die Behandlung als solche angeht, geben sich die Fachrichtungen nichts, da das Behandlungsschema ohnehin ähnlich ist.
Da die Gürtelrose des Ohres auch mal das Innenohr betreffen
kann mit folgender Verschlechterung des Hörvermögens, ist es
sicherlich kein Fehler, mal einen Hörtest abzuliefern.
Wurde vom Hausarzt bereits zweimal durchgeführt. Bislang ist alles in Ordung geblieben.
Jetzt muss ich als Laie mal nachfragen: Wo fängt denn das Innenohr an? Die Entzündung geht jeweils bis kurz vors Trommelfell und tritt unmittelbar am Gehörgang auf. (Das Trommelfell selber war noch nie betroffen.) Ist das schon Innenohr?
Was die
Behandlung als solche angeht, geben sich die Fachrichtungen
nichts, da das Behandlungsschema ohnehin ähnlich ist.
Wie wäre denn die Behandlung (in groben Zügen)?*neugierig frag* Damit ich das mal mit der Methode meines Hausarztes vergleichen kann. (Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er eine Methode hat…)
Ansonsten tendiere ich ja zum Neurologen, da eine psychosomatische Ursache der Gürtelrose (massiver psychischer Stress an der Arbeit (kein Mobbing oder so…) wahrscheinlich ist.
Und der würde mich nicht komisch angucken und nicht wissen, wie er mir helfen soll?!
Jetzt muss ich als Laie mal nachfragen: Wo fängt denn das
Innenohr an? Die Entzündung geht jeweils bis kurz vors
Trommelfell und tritt unmittelbar am Gehörgang auf. (Das
Trommelfell selber war noch nie betroffen.) Ist das schon
Innenohr?
Nein, das Trommelfell gehört zum äußeren Ohr, bzw. zum Mittelohr. Das Innenohr geht da los, wo der Steigbügel in den Schädel eingepaßt ist und umfaßt die Schnecke und das Gleichgewichtsorgan.
Wie wäre denn die Behandlung (in groben Zügen)?*neugierig
frag* Damit ich das mal mit der Methode meines Hausarztes
vergleichen kann. (Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er eine
Methode hat…)
Man gibt etwas, was gegen Viren wirkt, diese Wirkstoffe heißen immer mit …vir am Schluß, ein Antibiotikum kann gegen einen zusätzlichen bakteriellen Befall gegeben werden, sowie in der Regel ein Schmerzmittel. Man kann auch eine virushemmende Salbe auf die Bläschen mache.
Ansonsten tendiere ich ja zum Neurologen, da eine
psychosomatische Ursache der Gürtelrose (massiver psychischer
Stress an der Arbeit (kein Mobbing oder so…)
wahrscheinlich ist.
Und der würde mich nicht komisch angucken und nicht wissen,
wie er mir helfen soll?!
Du hast dich nicht verhört. Ein neurologe ist durchaus zuständig. Dass das ohr befallen ist, ist bei dieser infektion eigentlich nur nebeneffekt.
Viel größer ist die gefahr etwaiger neurologischer ausfälle. Typisch für den Zoster oticus ist z.b. die fazialis-parese, also die lähmung des geschichtsnerven…
Behandelt wird der zoster einfach mit aciclovir-infusionen…
Sollte es tatsächlich zur mitschädigung der nerven kommen, ist das idR wieder völlig heilbar mittels cortison-infusionen…
Aciclovir heißt das Zeug zum Beispiel und ist ein Virustatikum. Es ist Inhaltsstoff von einigen Mitteln gegen Herpes Zoster und in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich und wird von verschiedenen Firmen geführt.
Nach meiner Erfahrung ist in schwereren Fällen und bei Schmerzen dieses Zeug (ich kenne es zur Prophylaxe als Creme/Salbe frühzeitig angewandt und relativ hochdosiert in Tablettenform bei heftigerem Auftreten von Herpes Zoster) ein Segen, da die Bläschen und die Schwellung relativ schnell das Wachstum einstellen. Entzündungen und Nervenschmerzen werden erfahrungsgemäß davon erstmal leider nicht wirklich gelindert (Ohne Schmerzmittel und etwas Antibiotisches ist es weiterhin heftig) Und natürlich solltest Du gegen den Wirkstoff Aciclovir oder Valaciclovir nicht überempfindlich sein.
Ein Neurologe ist sicher richtiger Ansprechpartner, da die Nervenschmerzen zum Teil ja richtig, richtig heftig sind und auch nach Abklingen der sonstigen Symptome anhalten. Kein Neurologe wird Dich hier wegschicken und/oder Dich komisch angucken.
Ich wünsche Dir eine schnelle Besserung - Volles Mitgefühl!
Liebe Grüße
Uschi
Hallo!
Jetzt muss ich als Laie mal nachfragen: Wo fängt denn das
Innenohr an? Die Entzündung geht jeweils bis kurz vors
Trommelfell und tritt unmittelbar am Gehörgang auf. (Das
Trommelfell selber war noch nie betroffen.) Ist das schon
Innenohr?
Nein, das Trommelfell gehört zum äußeren Ohr, bzw. zum
Mittelohr. Das Innenohr geht da los, wo der Steigbügel in den
Schädel eingepaßt ist und umfaßt die Schnecke und das
Gleichgewichtsorgan.
Wie wäre denn die Behandlung (in groben Zügen)?*neugierig
frag* Damit ich das mal mit der Methode meines Hausarztes
vergleichen kann. (Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er eine
Methode hat…)
Man gibt etwas, was gegen Viren wirkt, diese Wirkstoffe heißen
immer mit …vir am Schluß, ein Antibiotikum kann gegen einen
zusätzlichen bakteriellen Befall gegeben werden, sowie in der
Regel ein Schmerzmittel. Man kann auch eine virushemmende
Salbe auf die Bläschen mache.
Ansonsten tendiere ich ja zum Neurologen, da eine
psychosomatische Ursache der Gürtelrose (massiver psychischer
Stress an der Arbeit (kein Mobbing oder so…)
wahrscheinlich ist.
Und der würde mi
Wie wäre denn die Behandlung (in groben Zügen)?*neugierig
frag* Damit ich das mal mit der Methode meines Hausarztes
vergleichen kann.
Man gibt etwas, was gegen Viren wirkt, diese Wirkstoffe heißen
immer mit …vir
Nicht Virustatika?
am Schluß, ein Antibiotikum kann gegen einen
zusätzlichen bakteriellen Befall gegeben werden, sowie in der
Regel ein Schmerzmittel. Man kann auch eine virushemmende
Salbe auf die Bläschen mache.
Ja, das kommt mir alles sehr bekannt vor (inkl. ein Virustatikum). Hat aber bislang nix dauerhaft geholfen.
Du hast dich nicht verhört. Ein neurologe ist durchaus
zuständig. Dass das ohr befallen ist, ist bei dieser infektion
eigentlich nur nebeneffekt.
Behandelt wird der zoster einfach mit aciclovir-infusionen…
Vielen Dank! Du hast mich endgültig davon überzeugt, zu einem Neurologen zu gehen.
Gruß
Liza (deren Zoster inkl. Schmerzen gerade wieder am Abklingen ist und die mit dem Besuch wohl bis zum nächsten Schub (der garantiert in ca. 2 Wochen kommen wird) warten wird…
Wer sagt denn eigentlich, daß es eine Gürtelrose des Ohres ist?
Mein Hausarzt. Und ich hatte bislang noch keinen Grund, seinen Diagnosen zu misstrauen. Aber irgendwann ist vielleicht immer das erste Mal…
Und es ist nur der Gehörgang betroffen?
Ja. Die Schmerzen ziehen sich im fortgeschrittenen Stadium bis in die Lymphdrüsen und in die Backe (massiver Druckschmerz). Aber die Entzündungsherde selbst sind nur im Gehörgang.
Und wie kommt Dein Hausarzt zu der Annahme, daß es sich um eine Gürtelrose handelt? Der Gehörgang ist nämlich relativ empfindlich für bakterielle Infektionen.
Am Ohr traue ich den Diagnosen von Nicht-HNO-Ärzten nicht über den Weg. Nicht, weil ich sie für blöd halte, sondern weil ich selber weiß, wie schlecht das Bild der Handohrspiegel im Vergleich zu einem schönen Auflichtmikroskop ist.