ich habe seit 1 Woche ungefähr Schmerzen über der rechten Po-Backe die bis ins Knie ausstrahlen. Beim Sitzen manchmal sogar bis in den Fuss, beim Stehen bis ins Knie und wenn ich mich hinlege habe ich gar keine Schmerzen. Kann dies auf einen Bandscheibenvorfall hindeuten, oder ist vielleicht sogar nur ein Nerv eingeklemmt?
Ich werde morgen früh gleich zum Orthopäden gehen und dies untersuchen lassen, dennoch hätte ich vorher gerne von euch nochmal gewusst, ob die Symptome schon auf einen Vorfall hindeuten.
Eine Ischialgie wird ausgelöst durch Einengung einer Nervenwurzel im Spinalkanal, hier im LWS-Bereich, was schließlich diesen Schmerz entlang der Nervenleitung u. U. bis in den Fuß verursacht. Wenn diese Einengung nicht durch knöcherne Anteile der kleinen Wirbelgelenke oder Bandscheibenvorwölbungen (Protrusionen) verursacht werden (dann oft chronisch), sondern durch z. B. einen akuten Bandscheibenvorfall, dann hat man alle Chancen, diese Schmerzen mit Hilfe von Physiotherapien wieder loszuwerden, denn das Bandscheibengewebe wird vom Körper im Laufe der Zeit (Monate) von selbst wieder resorbiert. Nur wenn in seltenen Fällen Taubheitsgefühle auftreten, wird eine OP in Betracht gezogen.
Der Orthopäde kann die Lage und Form der Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern mit Hilfe von MRT-Aufnahmen beurteilen, im CT dagegen sieht man die Bandscheiben schlecht.
Gruß, Renate
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Ich bekam eine Spritzenkur vom Arzt, dauerte 3 Wochen und der Schmerz wurde immer weniger und war dann ganz weg.
Ich habe die schmerzende Stelle zusätzlich noch immer schön warm gehalten.
Sollte es doch ein leichter Bandscheibenvorfall sein, dann wird es wahrscheinlich erstmal auf eine Physiotherapie hinauslaufen.
bei leichter Ischialgie reicht oft ein Vitamin B Präparat und gezielte Gymnastik. Überhaupt tätest du gut daran, bei einer Krankengymnatin zu lernen welche Bewegungs- /Haltungsfehler du machst und wie du diese korregierst. Das ist oft 3/4 Miete. Spritzen erst wenn das nichts nutzt oder es schon anfangs sehr schmerzhaft ist.
erst wenn man die genaue Diagnose kennt, kann man optimal behandeln.
Solange hilft in leichteren Fällen Warmhalten und abends ruhig auch mal die gute alte Wärmflasche benutzen. Aber dies, und auch die herkömmlichen Einreibungen helfen eher bei den üblichen Ischiasschmerzen, die sich je auf einen seitlichen Kreuzbeinbereich beschränken.
Bei Ischialgien werden z. B. Diclofenac und Metamizol verordnet, was nicht in jedem Fall hilft, wenn eine niedere Dosierung gewählt wird. Doch es handelt sich hier um verschreibungspflichtige Medikamente, und der Arzt wird diese oder andere eben je nach Notwendigkeit verordnen und dosieren. Erst bei sehr starken, unerträglichen, chronischen Schmerzen werden Opioide eingesetzt. Aber wie gesagt, ohne Doc ist alles nur spekulativ.
Gruß, Renate
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erst wenn man die genaue Diagnose kennt, kann man optimal
behandeln.
Solange hilft in leichteren Fällen Warmhalten und abends ruhig
auch mal die gute alte Wärmflasche benutzen. Aber dies, und
auch die herkömmlichen Einreibungen helfen eher bei den
üblichen Ischiasschmerzen, die sich je auf einen seitlichen
Kreuzbeinbereich beschränken.
Bei Ischialgien werden z. B. Diclofenac und Metamizol
verordnet, was nicht in jedem Fall hilft, wenn eine niedere
Dosierung gewählt wird. Doch es handelt sich hier um
verschreibungspflichtige Medikamente, und der Arzt wird diese
oder andere eben je nach Notwendigkeit verordnen und dosieren.
Erst bei sehr starken, unerträglichen, chronischen Schmerzen
werden Opioide eingesetzt. Aber wie gesagt, ohne Doc ist alles
nur spekulativ.
Gruß, Renate
Hallo Renate und Andrea.
Bei meinem Ischiasanfall halfen die Spritzen lange nichts. Erst die Phisiotherapie half mit einem Gerät. Da wurde der Oberkörper festgehalten und der untere Teil wurde sanft gezogen und entspannt.
Nach drei dieser Sitzungen konnte ich mich schmerzfrei fühlen
vielen Dank für eure vielen Antworten. Ich war heute morgen beim Arzt. Zum Glück war nur was verrenkt. Er hat mich ausgerenkt und nun gehts mir besser!
Vielen lieben Dank nochmal.
klingt interessant, welcher Fachrichtung gehört der Arzt an?
Ich frage deshalb, weil meinem 25-jährigen Sohn etwas Ähnliches widerfahren ist.
Nachdem er seit einem Sporttraining vor knapp 3 Monaten eben diese bisher beschriebenen Ischialgiesymptome bei sich spürte, ging er wegen der starken Schmerzen nach einigen Tagen zum Hausarzt (prakt. Arzt). Ich war recht erschrocken, als ich hörte, dass der bei solchen Symptomen ebenfalls per Einrenken mit Knacken behandelte, einschl. Tabletten und fertig!
Als die starken Schmerzen nicht nachließen, bequemte sich mein Sohn zu Orthopäden zu gehen, wo man schließlich auch nicht von heute auf morgen einen Termin bekommt, dann wieder Termin/Überweisung zur MRT. Ich glaube, es verging ein Monat, bis die Diagnose Bandscheibenvorfall feststand. Ich denke mit Gruseln daran, dass der Hausarzt sowas „einrenken“ wollte…
Sind Deine Schmerzen denn dadurch weg?
Viele Grüße
Renate
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ich war beim Orthopäden. Ganz weg sind die Schmerzen noch nicht, aber es ist doch schon etwas besser geworden. Er meinte, wenn die Schmerzen wieder kommen, soll ich einfach mal eine Asprin-Tablette nehmen, dann soll es besser werden. Und wenn die Schmerzen am Montag noch da sind, will er mich nochmal einrenken.
Nachdem was Du schreibst, habe ich langsam echt bedenken, ob das so gut ist.
Ich habe keinerlei medizinische Ausbildung, kenne mich aber zufällig ganz gut mit den Kreuz-Darmbeingelenken aus. Das sind die Gelenke rechts und links von der Wirbelsäule im Übergang zwischen Po und Rücken. Sie werden auch ISG (Iliosacralgelenke) genannt. Sind diese leicht verschoben oder ausgerenkt, kann der Ischiasnerv eingeklemmt sein. Das hat die von dir beschriebenen Symptome zur Folge, wobei ich mir jedoch nicht sicher bin, ob der Schmerz dabei über das Knie hinaus gehen kann.
Ein ausgerenktes Becken (ISG also) hat u.a. auch zur Folge, dass die Beine unterschiedlich lang sind, ich vermute, das hat der Orthopäde bei dir kontrolliert.
Du kannst dir die Gelenke auch selbst einrenken, es gibt da ganz harmlose Übungen: www.kalindra.com/rounds.pdf