Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel

Von: , Frage gestellt am Mo, 24. Mär 2008
Hallo,

ich möchte berechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit für ein sogenanntes Schweinchen im Doppelkopf ist.

Kurz die Regeln:
Folgende Karten gibt es beim Doppelkopf:
Ass, 10, König, Dame, Bube in allen 4 Farben und jede Karte doppelt. Also insgesamt 40 Stück. Es spielen 4 Spieler mit, jeder bekommt 10 Karten.

Ein Schweinchen hat man, wenn ein Spieler beide Karo Asse hat.

Beträgt die Wahrscheinlichkeit dann einfach 2/40, weil ein Spieler genau diese beiden Karten von insgesamt 40 braucht?

Vielen Dank,

Steffie

34 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 14 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
    Hallo Steffi,
    ich möchte berechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit für ein
    sogenanntes Schweinchen im Doppelkopf ist.

    Ein Schweinchen hat man, wenn ein Spieler beide Karo Asse hat.

    dass man das erste Schweinchen hat, dafür ist die Wahrscheinlickeit 1/4 . Irgendwer und nur einer der vier Spieler bekommt diese Karte ja schließlich.
    Dasselbe gilt für das zweite Schweinchen, also nochmal 1/4 .

    Die Wahrscheinlichkeit, dass beides eintritt, ist das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten. Also 1/16.
    Dasselbe gilt auch für die "Hochzeit", beide Kreuz-Damen.

    Gruß
    Karl
    • Antwort von (abgemeldet) nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
      Hallo! dass man das erste Schweinchen hat, dafür ist die
      Wahrscheinlickeit 1/4 . Irgendwer und nur einer der vier
      Spieler bekommt diese Karte ja schließlich.
      Dasselbe gilt für das zweite Schweinchen, also nochmal 1/4 .

      Die Wahrscheinlichkeit, dass beides eintritt, ist das Produkt
      der Einzelwahrscheinlichkeiten. Also 1/16.
      Dasselbe gilt auch für die "Hochzeit", beide Kreuz-Damen.
      Sicher?

      Wenn ich 40 Karten auf vier Hände zu je 10 Karten aufteile, so ist ein Karo-Ass mit einer Wahrscheinlichkeit von 10/40 in meiner Hand. Die andere Karte hat nur noch 39 Plätze zur Verfügung. Davon befinden sich neun auf meiner Hand. Das macht eine Wahrscheinlichkeit von 9/39. Insgesamt haben wir also eine Wahrscheinlichkeit von

      P = 10/40 * 9/39 = 0,0577

      (1/16 = 0,0625)

      Die Chancen stehen meiner Meinung nach daher etwas schlechter als 1/16.

      Michael
      • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
        Hallo Michael, dass man das erste Schweinchen hat, dafür ist die
        Wahrscheinlickeit 1/4 . Irgendwer und nur einer der vier
        Spieler bekommt diese Karte ja schließlich.
        Dasselbe gilt für das zweite Schweinchen, also nochmal 1/4 .

        Die Wahrscheinlichkeit, dass beides eintritt, ist das Produkt
        der Einzelwahrscheinlichkeiten. Also 1/16.
        Dasselbe gilt auch für die "Hochzeit", beide Kreuz-Damen.
        Sicher?
        Solange die obige Ausführung nicht widerlegt wird : Eigentlich ja.
        Wenn ich 40 Karten auf vier Hände zu je 10 Karten aufteile, so
        ist ein Karo-Ass mit einer Wahrscheinlichkeit von 10/40 in
        meiner Hand. Die andere Karte hat nur noch 39 Plätze zur
        Verfügung. Davon befinden sich neun auf meiner Hand. Das macht
        eine Wahrscheinlichkeit von 9/39. Insgesamt haben wir also
        eine Wahrscheinlichkeit von

        P = 10/40 * 9/39 = 0,0577

        (1/16 = 0,0625)

        Die Chancen stehen meiner Meinung nach daher etwas schlechter
        als 1/16.
        Um darin einen Wurm zu finden ist
        - entweder die Stunde zu sehr vorgerückt
        - oder ich bin zu blöd.
        Finde auch keinen Wurm in meiner ersten Herleitung.

        In unserer Doko-Runde würden wir sagen : Machen wir einen Kompromiss und treffen uns in der Mitte. Nur das wäre eines solchen Forums unwürdig. Zwei Lösungen kann's schließlich nicht geben.

        Wer "schlichtet" ?

        Gruß
        Karl
        • Antwort von nach 16 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
          Hallo,

          bei dem Karten-Gebe-Modell von Karl wird jede Karte mit WKeit 1/4 an einen Spieler verteilt, so dass die Spieler mit hoher WKeit nicht jeder 10 Karten bekommen, sondern nur im Erwartungswert.

          Grüße
          Thorsten
          • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
            Hallo Thorsten,
            bei dem Karten-Gebe-Modell von Karl wird jede Karte mit WKeit
            1/4 an einen Spieler verteilt,
            für einen Unbedarften wie mich : Wie ist Wkeit definiert ? so dass die Spieler mit hoher WKeit nicht jeder 10 Karten bekommen,
            Wie geht denn das ? Wird dadurch das Abzählen beim Gebevorgang ausser Kraft gesetzt :-) ? sondern nur im Erwartungswert.
            Was ist denn das ?
            Gruß
            Karl

            P.S.: Meine Argumentation ist wie folgt :
            Gesetzt sei, dass das erste Karo-Ass nicht unter den Tisch fällt. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeiner der vier Spieler die bekommt 100%, also 1.
            Da jeder der vier Spieler die gleiche Chance/Wahrscheinlichkeit hat, ist die Einzelwahrscheinlichkeit bei jedem der vier also 1/4.
            Die selbe Logik gilt auch, wenn es an das Verteilen des zweiten Karo-Ass geht.
            Und dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich beide Asse bekomme das Produkt meiner beiden Einzelwahrscheinlichkeiten.
            • Antwort von (abgemeldet) nach 20 Stunden 0 hilfreich
              Re^6: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
              Hallo!

              McGee hat es vollkommen richtig erkannt, nur ein bisschen wortkarg erklärt. bei dem Karten-Gebe-Modell von Karl wird jede Karte mit WKeit
              1/4 an einen Spieler verteilt,
              für einen Unbedarften wie mich : Wie ist Wkeit definiert ?
              Die Wahrscheinlichkeit ist das Verhältnis aus der Anzahl der "günstigen" Möglichkeiten zur Anzahl aller Möglichkeiten. so dass die Spieler mit hoher WKeit nicht jeder 10 Karten bekommen,
              Wie geht denn das ? Wird dadurch das Abzählen beim Gebevorgang
              ausser Kraft gesetzt :-) ?
              Was McGee sagen wollte: Wenn jede Karte eine 25%ige Wahrscheinlichkeit hat, bei einem bestimmten Spieler zu landen, dann bedeutet das, dass jeder Karte zufällig ein Spieler zugeordnet wird. Der Erwartungswert für die Kartenzahl eines Spielers ist 10. Das bedeutet, dass jeder Spieler im Mittel 10 Karten erhält. Mancher wird jedoch - nach diesem Verfahren! - mehr oder weniger Karten bekommen.

              Das Kartengeben beim Doppelkopf geschieht aber anders: Jeder Spieler erhält genau 10 Karten. Wie wir sehen werden, kann man dann die Wahrscheinlichkeit nicht mehr so berechnen, wie Du das getan hast. P.S.: Meine Argumentation ist wie folgt :
              Gesetzt sei, dass das erste Karo-Ass nicht unter den Tisch
              fällt. Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendeiner der
              vier Spieler die bekommt 100%, also 1.
              Da jeder der vier Spieler die gleiche
              Chance/Wahrscheinlichkeit hat, ist die
              Einzelwahrscheinlichkeit bei jedem der vier also 1/4.
              Soweit ist noch alles richtig. Die selbe Logik gilt auch, wenn es an das Verteilen des
              zweiten Karo-Ass geht.
              Nein, das stimmt nicht. Es wird offensichtlich, wenn wir das Problem mal ein bisschen übersichtlicher gestalten: Es gibt nur zwei Spieler und nur vier Karten. Zwei der vier Karten sind Karo Asse. Die Wahrscheinlichkeit, dass das eine Karo Ass bei einem der beiden Spieler landet ist 1/2 (mit der selbsen Argumentation, die Du oben angewendet hast.

              Wo liegt das andere Karo Ass? Entweder beim ersten Karo Ass, oder in der anderen Hand. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in der anderen Hand liegt, ist aber größer, weil es dort ja noch zwei unbekannte Karten gibt. Also beträgt die Wahrscheinlichkeit für das zweite Karo-Ass genau 1/3, dass es beim ersten landet. Die Wahrscheinlickeit dafür, dass ich beide Karo-Asse bekomme, beträgt also

              P = 1/2 * 1/3 = 1/6.

              Wenn Du es nicht glaubst: hier mal alle möglichen Verteilungen: Ich nenne die beiden Karo-Asse K und k und die anderen Karten x und y.

              ich      | Du
              ---------+----------
              Kk       | xy
              Kk       | yx
              kK       | xy
              kK       | yx
              ---------+----------
              Kx       | ky
              Kx       | yk
              xK       | ky
              xK       | yk
              ---------+----------
              Ky       | kx
              ...      | ...
              ---------+----------
              kx       | Ky
              ...      | ...
              ---------+----------
              ky       | Kx
              ...      | ...
              ---------+----------
              xy       | Kk
              ...      | ...
              


              In jedem Kästchen dieser Tabelle stehen einfach die vier möglichen Permutationen zu einer bestimmten Kartenverteilung. In vier von 24 möglichen Fällen habe ich tatsächlich beide Karo-Asse. Das ist genau 1/6.

              Bei 40 Karten gibt es so viele Möglichkeiten der Verteilung (rund 10^48), dass ich zu faul bin, alle hinzuschreiben. Das Prinzip bleibt das gleiche.

              Dein Denkfehler: Du hast übersehen, dass ein Karo-Ass die Chance vermindert, dass ein zweites Karo-Ass in dieser Hand landet. Jemand, der schon ein Karo-Ass hat, kriegt nämlich nur noch 9 Karten, während alle Spieler, insgesamt 10 Karten bekommen.

              Michael
            • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
              Re^7: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
              Moin,

              Deine nette Tabelle unterscheidet die Reihenfolgen der Karten, also xy ist etwas anderes als yx. Das ist aber beim DoKo irrelevant. Bei deinem Beispiel identifiziere ich nur vier Fälle:

              1. Du hast beide Karo-Asse

              2. Jeder hat eins davon.

              3. Der andere hat beide Karo-Asse.

              Die Wahrscheinlichkeiten dafür sind 1/4, 1/2 und 1/4. Damit wäre Karl-Heinz' Überlegung richtig.

              Was sagst Du?

              Gruß

              Kubi
            • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^8: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
              Hallo! Deine nette Tabelle unterscheidet die Reihenfolgen der Karten,
              also xy ist etwas anderes als yx. Das ist aber beim DoKo
              irrelevant.
              Für das Doppelkopfspiel vielleicht, aber nicht für die Statistik. Bei deinem Beispiel identifiziere ich nur vier
              Fälle:

              1. Du hast beide Karo-Asse

              2. Jeder hat eins davon.

              3. Der andere hat beide Karo-Asse.

              Die Wahrscheinlichkeiten dafür sind 1/4, 1/2 und 1/4. Damit
              wäre Karl-Heinz' Überlegung richtig.

              Was sagst Du?
              Du hast diese drei Varianten falsch gewichtet. Die beiden Karo-Asse sind ja schon zwei verschiedene Individuen (auch wenn sie spielerisch die selbe Bedeutung haben). Deswegen habe ich sie mit K und k bezeichnet. Dann kann ich folgende Kombinationen auf meiner Hand haben: Kk, Kx, Ky, kx, ky, xy. Das sind sechs Möglichkeiten. Folglich müssen die Wahrscheinlichkeiten für die drei o. a. Fälle lauten: 1/6, 2/3, 1/6.

              Michael
            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^9: Wahrscheinlichkeit beim Kartenspiel
              Hallo Michael,
              zunächst müssen wir die Anzahl der möglichen Konstellationen finden, die alleinig zur Entscheidung über "Schweinchen ja/nein" heranzuziehen sind.
              Nicht die Anzahl der Verteilungsmöglichkeiten der im Spiel befindlichen Karten. Auch ist es für die Entscheidung "Schweinchen ja/nein" belanglos/identisch, ob es sich um das erste oder zweite Karo-Ass handelt.
              Doko ist schon ein sehr variantenreiches Spiel. Mit der Auffälligkeit, dass man sich immer wieder fragt : Warum passiert es mir so häufig, dass ich beide Karo-Ass habe, und nicht den anderen ? Schwups, schon steht die Frage nach der Wahrscheinlichkeit im Raume.
              Gruß
              Karl



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