das war`s noch nicht ;-((
nicht bevor auch ich noch meinen Senf dazugegeben habe :-(
Hallo,
doch scheinbar hat das also nichts damit zu tun
sodern eher
mit der grundstruktur der moleküle bei ethanol bzw. methanol
die im körper jeweils anders verstoffwechselt werden
Beiden werden in Prinzip - siehe Igel(in) - gleich verstoffwechselt: Oxidation zu Formaldehyd (M) bzw. Acetaldehyd (E), katalysiert durch Alkoholdehydrogenase (ADH).
Danach Oxidation katalysiert durch Formaldehyd-Dehydrogenase / Aldehyddehydrogenase (AlDH) zu Ameisensäure (M) bzw. Essigsäure.
Ethanol ist für die ADH das bevorzugte Substrat. Solange also beide Alkohole nebeneinander im Blut sind, wird nahezu nur Ethanol oxidiert. Methanol wird, wenn die ADH "beschäftigt" ist, grossteils unverändert ausgeatmet. Darauf beruht auch die Wirkung von Ethanol bei Methanolvergiftungen.
Mit der Struktur der Alkohole hat die Toxizität indirekt sehr viel zu tun. Der Körper benutzt nämlich immer Einheiten aus zwei Kohlenstoffen zur Energiegewinnung und kann daher alle Säuren mit einer geraden Anzahl von C-Atomen abbauen (deswegen haben auch fast alle Fettsäuren eine gerade Anzahl von Kohlenstoffatomen). Essigsäure wird daher rasch umgesetzt, während Ameisensäure im Körper bleibt und den Körper (bes. den Sehnerv) durch Uebersäuerung angreift (Acidose).
Grüsse
Bernd
PS1: Für Kaninchen, die keine ADH besitzen, ist Ethanol - weil fettlöslicher - übrigens giftiger als Methanol.
PS2: Hemmt man das zweite Enzym, die AlDH, reichert sich nach Alkoholgenuss Acetaldehyd im Körper an und bewirkt ziemlich unangenehme Folgeerscheinungen. AlDH-Hemmer (Antabus) hat man daher einst gegen Trunksucht verwendet. Auch Tintlingsvergiftungen (bestimmte Pilze + Alkohol) beruhen auf diesem Prinzip.