depressive Freundin: was tun?

Von: , Frage gestellt am So, 16. Okt 2005

Hallo,

eine sehr gute Freundin von mir ist meiner Meinung nach (ich habe mich wegen einer eigenen depressiven Phase vor Jahren intensiv mit dem Thema beschäftigt) depressiv...

Ein Mensch, der sich von jedem und allem bedroht fühlt, der alles negativ sieht, der alles Schöne schlecht redet und niemandem etwas gönnt, kann überaus anstrengend sein, ja einen selbst sogar runterziehen...

Ich würde Ihr ja gerne helfen! Aber genauso wenig, wie es etwas bringt einem Alkoholiker zu sagen, dass er krank ist, bringt's das wohl bei einem Depressiven... Der muss das selbst erkennen... Was aber tun?

Bisher sah's so aus, dass sie sich immer bei mir ausgeheult hat. Immer die gleiche Leier: keiner hat mich lieb, allen geht's viel besser als mir...

Ich quatsch mir jetzt seit Jahren das Maul fusselig und irgendwie hab ich das Gefühl, solange sie da jemanden hat, bei dem sie ihren Frust abladen kann, wird sich nix ändern... Ich ertrag das aber bald nicht mehr!

Wie gesagt: ich hab - denke ich mal - alles versucht. Gequatscht bis zum Umfallen, Literatur empfohlen, usw...

Angeblich soll ja bereits ein Zehntel der deutschen depressiv sein... Demnach müssten das, was ich hier erlebe, ja schon viele von Euch auch erlebt haben...

Wie seid Ihr damit umgegangen?

Gruß
JS

18 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 15 Minuten 0 hilfreich
    Nachtrag...

    ...was mir noch einviel: ich bedaure sie sicherlich nicht ständig, sondern spreche auch durchaus mal Klartext (bestimmt aber freundlich) mit ihr... So nach dem Motto: hör auf zu jammern und versuch endlich mal selbst den Arsch hochzukriegen... Dann wird's aber richtig heftig, weil dann verfällt sie in eine Art Kleinkindrolle, fängt an zu weinen und schluchzt ganz erbärmlich: "keiner hat mich lieb - auch DU nicht"...

    Und dann - natürlich - nehm ich sie wieder in den Arm und tröste sie...

    Bringt ihr das fertig, da hart zu bleiben?

    • Antwort von nach 46 Minuten 5 hilfreich
      Re:Was man als Angehöriger bei Depression tun kann

      Hallo,

      Depression ist eine Krankheit. Du hast Recht damit, daß viele Depressive dies nicht erkennen - vor allem zu Beginn ihrer Erkrankung und vor einer Therapie. Angehörige erkennen es aber auch oft nicht oder schätzen die Situation falsch ein. Wie Du selbst meinen viele Angehörige, es sei nur eine Frage des Willens. Die Folge sind gutgemeinte, aber wenig hilfreiche Ratschläge oder auch etwas deftigere Aufforderungen wie hör auf zu jammern und versuch endlich mal selbst den Arsch
      hochzukriegen...
      Das ist oft kontraproduktiv, wie Du selbst erlebt hast. Viele Depressive geraten dann noch stärker in ihre Depression. Du beschreibst das ganz richtig, wenn Du sagst: Dann wird's aber richtig heftig, weil dann
      verfällt sie in eine Art Kleinkindrolle, fängt an zu weinen
      und schluchzt ganz erbärmlich: "keiner hat mich lieb - auch DU
      nicht"...
      Das Wichtigste ist, daß depressive Menschen sich in Behandlung begeben und zwar so schnell wie möglich. Einzelne depressive Phasen sind gut behandelbar. Bei einer frühzeitigen Behandlung ist die Prognose auch gar nicht so schlecht.

      Was kannst Du konkret tun?

      Du solltest Dich und sie über Depression informieren. Das heißt: ein Buch (z.B. einen Patientenratgeber) lesen, Infomaterial besorgen. Also nicht nur Literatur empfehlen, sondern sie besorgen und lesen.

      Depressiven geht es nicht immer schlecht. In den Zeiten, in denen es besser geht, kann man sich über die Infos austauschen und sich motivieren, einen Arzt aufzusuchen.

      Wichtig dabei ist:

      Als Angehöriger darf man sich nicht selbst überfordern.

      Wenn Du merkst, daß Du emotional aufgewühlt bist, nicht mehr weiter weißt, ihr feststeckt, laß es sein, sprich ein anderes Mal darüber.

      Nächster Punkt:

      Termin beim Arzt machen. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, daß sie im Gespräch einen Arzttermin in Erwägung zieht, macht konkret einen Termin aus. Das kannst Du ruhig für sie tun, wenn ihr euch gemeinsam entschlossen habt. Du kannst auch anbieten, beim Arzt dabei zu sein. Hingehen muß sie aber selbst.

      Auch nicht schlecht: Du gehst zum Arzt, weil Du wegen der Situation emotional belastet bist. Dann können der Arzt und Du zusammen überlegen, was man machen kann.

      Das waren ein paar Hinweise, was Du konkret tun kannst.

      Etwas mehr findest Du hier:

      http://www.neuro24.de/d13.htm#Karl C. Mayer

      http://www.medizinfo.de/kopfundseele/depression/depr...

      http://www.netdoktor.de/ratschlaege/fakten/depressio...


      Grüße,

      Oliver Walter

      [MOD]: Fettschrift, wie gewünscht, aktiviert

      • Antwort von nach 14 Stunden 1 hilfreich
        Re^2:Was man als Angehöriger bei Depression tun ka

        Eien bekannte von uns war auch mal depressiv.
        Wir haben sie dann imemr wieder kurz mal besucht, nicht zu lange.
        Ich habe sie immer zum Spazierengehen motiviert und da sie gerne kocht gemeinsam mit ihr ab und gekocht und ihr Tricks gezeigt.
        Wenn sie wieder eien depresiven Anfall hatte oder hysterisch wurde bin ich halt wieder gegangen. Als nicht direkt nahestehender konnt ich ihr da auch wenig helfen wenn es akkut war. Dafür ist ihr Psychologe zuständig, der kennt sich da aus.
        Jedenfalls wurde es bei ihr wieder, sie Spinnt zwar immer noch ab und an ein wenig, aber wer tud das nicht ab und an mal. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
        Re^2:Was man als Angehöriger bei Depression tun ka

        ...ich hatte das schonmal gepostet, aber irgendwie isses verschwunden...

        Hallo, Oliver,

        Danke für die Hinweise. Genau deshalb hab ich den Vergleich mit dem Alkoholiker gebracht: DU kannst Dir den Mund fusselig quatschen, dass der Mensch ein Alkoholproblem hat. Wenn er selbst seine Krankheit aber nicht sieht (oder nicht sehen will), dann bringt das garnichts...

        Ich kann die Frau ja nicht mit Gewalt zum Arzt schleppen!

        Also WIE stellt man das am Besten an?

        Gruß
        JS [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^3:Was man als Angehöriger bei Depression tun ka

          ...ich hatte das schonmal gepostet, aber irgendwie isses
          verschwunden...

          Hallo, Oliver,

          Danke für die Hinweise. Genau deshalb hab ich den Vergleich
          mit dem Alkoholiker gebracht: DU kannst Dir den Mund fusselig
          quatschen, dass der Mensch ein Alkoholproblem hat. Wenn er
          selbst seine Krankheit aber nicht sieht (oder nicht sehen
          will), dann bringt das garnichts...

          Ich kann die Frau ja nicht mit Gewalt zum Arzt schleppen!

          Also WIE stellt man das am Besten an?

          Gruß
          JS

          Hallo JS,

          ich würde Abstand suchen. Ich denke das Problem kann nur von Ihr gelöst werden und ich sehe aus deiner Beschreibung das Sie nicht bereit ist Ihre Rolle zu überdenken. Ob diese Frau "wirklich" depressiv ist, will ich mal dahingestellt haben, dass kann nur ein Arzt beurteilen. Ob es wirklich Depression gibt kann ich auch nicht beurteilen, ich denke das Thema ist zu vielschichtig.
          Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und ich kommen aus einer Phase die man depressiv nennen kann.

          Denke mal, diesen Menschen geht es noch zu gut. Sie lebt eine Rolle, "ich werde nicht geliebt" und findet immer noch Zuhörer, die dieses Theater beklatschen (sorry für diesen harten Ausdruck). Sollange sie genügend Leute finden, die sich Ihrer annehmen so wird nichts passieren.

          Für dein weiteres Leben kann ich nur eine Empfehlung aussprechen: Halte Abstand und versuch dein Leben ins Lot zu bringen, dass ist viel wichtiger als diese denkfaule Freundin zu bekehren.

          Viele Grüße,


          Roland

          P.S.: Meine Ex-Freudin ist das beste Beispiel dafür. Sobald ich sachliche Kritik geäußert habe meinte sie, ich setzt sie unter Druck und unter Druck ist sie nicht in der Lage sich zu ändern, Kritik ernst zu nehmen.

  2. Antwort von nach 16 Stunden 5 hilfreich
    dein problem aus der sicht einer 'beroffenen':

    hi,

    ich habe lange mit mir gekämpft, ob ich mich zu deiner geschichte äußern möchte oder nicht, ich tue es jetzt einfach mal und schildere dir, was ich brauche, bzw. nicht brauche, wenn es mich mal wieder "erwischt" hat :-)

    ich brauche nicht:

    - kommentare wie : " warum bist denn du so schlecht gelaunt? tu doch was, damit du aus dem tief rauskommst!"

    - kommentare wie die meiner schweigermutter, die beim letzten mal gerade zu besuch war und mich fast in den wahnsinn getrieben hat: "kind, ich kann das ja verstehen, ich war damals auch mit 3 kindern ganz alleine und dann auch noch 3 kinder von unterschiedlichen männern. ich habe immer arbeiten müssen, konnte nie raus, das geld war immerknappmirgingesschlechtkeinerhat...blablabla"
    KANN DIE FRAU EINFACH MAL IHRE KLAPPE HALTEN UND MICH IN RUHE LASSEN?????

    - kommentare wie: " wie, depressiv? du? nee, du hast doch alles im griff. nein, das bildest du dir ein!" (stimmt, zu 90% habe ich alles im griff, bin fröhlich und unbekümmert, zu 10% aber eben nicht!)

    - bemerkungen wie: " kriegst du deine tage?" *aaargh* ( DER klassiker und das totschlagargument schlechthin*g*)

    ich brauche niemanden, der um mich rumkaspert und auf krampf versucht, mich aus meinem tief zu holen. sei es durch außergewöhnliche aktivitäten, witze auf meine kosten, übertriebene fröhlichkeit oder aber durch die gutgemeinte "schulter zu auskotzen" ;-)

    das bringt alles nichts! im gegenteil: es zieht noch mehr runter, das gefühl, dass einen sowieso keine sau versteht und dass man es nicht wert ist, ernst genommen zu werden, verstärkt sich.


    was ich brauche:

    - ich brauche jemanden, der handelt und nicht redet!
    der nicht ein problem besprechen möchte, welches es gar nicht gibt!

    mein partner guckt sich das ganze höchstens 24 stunden an und wenn er merkt, dass es sich bei meinem zustand nicht nur um eine vorrübergehende laune handelt, dann drückt er mir telefon und telefonbuch in die hand und gibt nicht eher ruhe, bis ich die nötigen anrufe getätigt und ein termin beim arzt ausgemacht habe :-)

    ich weiß selber, dass dieser schritt nötig ist, dass ich diese schübe nicht aussitzen kann, abwartend, bis es von alleine vorbei ist.
    aber ich bin in diesem moment nicht dazu in der lage, mir selber zu helfen, bin total hilflos und schaffe es nicht, mir hilfe zu holen. ich sehe aber auch nicht die notwendigkeit und für meinen mann ist es sicher nicht leicht, meine "ach, ist doch wurscht, wird schon vorbeigehen"-stimmung zu durchbrechen.

    ich bin darauf angewiesen, dass mich jemand an die hand nimmt und mir die nötigen wege geht. nicht durch gut zureden, sondern eben durch handlungen!!!

    ich weiß, dass es für angehörige, bzw. freunde von betroffenen nicht leicht ist und dass man schnell das gefühl bekommt, der betroffene will sich gar nicht helfen lassen und fühlt sich vermutlich sogar wohl in seinem elend ;-)
    dem ist aber nicht so und zumindest ich bin hinterher dankbar, wenn mir jemand aktiv aus dem tief geholfen hat :-)

    viele grüsse,
    ramona

    • Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
      Re: dein problem aus der sicht einer 'beroffenen':

      Hi Ramona,

      du hast sicher REcht, mit dem, was du nicht brauchst
      (mehr noch, mit dem, was dir gut tut), aber du bist auch
      ganz schoen hart gegenueber Menschen, die dir helfen
      wollen.
      Stehst du denen auch mal Unsicherheit im Umgang mit dir zu?
      Ich habe keine direkten Erfahrungen mit Depressiven.
      Zum ersten Mal konfrontiert damit, wuerde ich wahrscheinlich
      ebenso reinlangen (den Klassiker der Tage wuerdest du von
      mir nicht hoeren, wohl auch nicht das 'reiss dich mal zusammen'-
      Argument). Aber das, was du brauchst, und was dir dein
      Partner gibt, kann eigentlich nur ein Sehr-Nahestehender geben.
      Bei meiner Nicht-besten-Freundin oder Guten-Nachbarin koennte
      ich das wahrscheinlich nicht tun, haette weder die Kompetenz
      noch die Moeglichkeiten.
      Wie sollte ich mich denn da verhalten?
      Nach deiner Beschreibung ginge nur, den Partner (so einer
      vorhanden) auf den richtigen Weg weisen. Das waer aber wohl
      auch wieder falsch, weil es den direkt Betroffenen ausschliesst.

      Nach deinem Posting kann ich nur folgern: wie man's macht,
      verkehrt ist es allemal.

      Gruesse
      Elke

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^2: dein problem aus der sicht einer 'beroffenen

        hi elke,

        erstmal sorry für meine späte antwort, aber die 9 stunden zeitverschiebung sind einfach gnadenlos ;-)
        desweiteren danke ich dir für deine kritischen anmerkungen und fragen; mal schauen, ob ich ein bißchen licht in die sache bringen kann :-)




        du hast sicher REcht, mit dem, was du nicht brauchst
        (mehr noch, mit dem, was dir gut tut), aber du bist auch
        ganz schoen hart gegenueber Menschen, die dir helfen
        wollen.
        Stehst du denen auch mal Unsicherheit im Umgang mit dir zu?
        aber natürlich!
        gerade von menschen, die im alltag viel mit mir zu tun haben, die aber nicht wissen, was los ist, kann ich nicht erwarten, dass sie auch nur annähernd so handeln, wie ich es "erwarten" würde.

        ich finde, dass ich als betroffene eine gewisse verantwortung, ja verpflichtung meines mitmenschen gegenüber habe, was meine aussetzer betrifft.
        konkret bedeutet dies, dass ich - so schwer es am anfang auch fiel!- den leuten, die mir nahe stehen, reinen wein eingeschenkt habe:" das und das ist los, das kind hat einen namen, so äußert es sich, so fühle ich mich und so unmöglich verhalte ich mich unter umständen...!"

        nach dem ersten erstaunen ( DU bist doch gar nicht der typ für sowas! natürlich, ich bin auch nicht der typ für lange blonde haare, aber ich trage sie trotzdem*g*!), teilweise auch entsetzen kamen dann ziemlich schnell die fragen:" was kann ich tun? wie kann ich dir helfen?"
        dies war und ist ein prima ansatzpunkt für ein gespräch mit ausarbeitung eines "krisenplanes" für den fall der fälle ;-)


        ich habe nicht das recht, 1-2 mal im jahr meine krankheit zu pflegen, mich dabei teilweise wie ein arsch (sorry!) zu benehmen, und von meinen "leuten" zu verlangen, dass sie ahnen, was los ist und sich dementsprechend verhalten.

        bisher fahre ich mit dieser taktik sehr gut :-)
        nachteil: ich werde teilweise zu sehr in watte gepack. unter dem motto: wenn wir sie damit jetzt konfrontieren, ist es wieder aus!
        das stimmt aber nicht! ich mag nicht in watte gepackt werden und kann durchaus was vertragen ;-) Ich habe keine direkten Erfahrungen mit Depressiven.
        Zum ersten Mal konfrontiert damit, wuerde ich wahrscheinlich
        ebenso reinlangen (den Klassiker der Tage wuerdest du von
        mir nicht hoeren, wohl auch nicht das 'reiss dich mal
        zusammen'-
        Argument). Aber das, was du brauchst, und was dir dein
        Partner gibt, kann eigentlich nur ein Sehr-Nahestehender
        geben.
        Bei meiner Nicht-besten-Freundin oder Guten-Nachbarin koennte
        ich das wahrscheinlich nicht tun, haette weder die Kompetenz
        noch die Moeglichkeiten.
        Wie sollte ich mich denn da verhalten?
        Nach deiner Beschreibung ginge nur, den Partner (so einer
        vorhanden) auf den richtigen Weg weisen. Das waer aber wohl
        auch wieder falsch, weil es den direkt Betroffenen
        ausschliesst.

        stimmt schon:-)
        ich für meinen teil ( wie andere handeln und fühlen, kann ich hier natürlich nicht beurteilen), igel mich da eh ein so gut es geht.
        bedeutet, dass ich fremden möglichst aus dem weg gehe. wenn sich eine konfrontation nicht verhindern lässt( schule, nachbarin,...) reicht eigentlich immer eine erklärung, dass es mir z.zt. einfach nicht gut geht. und ich glaube, mein ganzes auftreten und mein aussehen lassen in dem moment keine weiteren fragen zu *g*.
        sollte man mich später drauf ansprechen, was denn mit mir los war, dann gibt es eine knappe erklärung meinerseits. sollten weitere fragen bestehen, s. oben :-) Nach deinem Posting kann ich nur folgern: wie man's macht,
        verkehrt ist es allemal.
        ja! zumindest MIR kann man es nicht recht machen! ich bin dann teilweise sehr ungerecht :-(
        demnach bin ich auch nicht böse, enttäuscht oder sonst was, wenn mir leute konkret sagen" paß auf, ich komme nicht klar, ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll, ich habe das gefühl, ich mache eh alles falsch- melde dich einfach, wenn es wieder geht!"
        DAS ist mir weitaus lieber, als gutgemeinte hilfe, die ich in diesem moment nicht zu würdigen weiß.

        jetzt noch mal kurz zu meine schwiegermutter, die bei meinem letzten großen auftritt zufälligerweise gerade auf besuch hier war ( ehrlich, das timing war perfekt*g*):

        zu meiner schande muß ich gestehen, dass sie NICHT bescheid wußte. und das, obwohl wir uns eigentlich sehr nahe stehen, uns klasse verstehen und ich ihr alles erzählen kann. sie ist so patent, sie hat immer eine lösung parat :-)
        warum ich es ihr nicht gesagt habe?
        ich weiß es nicht! den richtigen moment muß ich verpaßt haben und so ist das kind voll in den brunnen gefallen :-(
        nachdem sie sich letzte woche telefonisch bitterlich bei meinem mann über meine laune während ihres urlaubes beschwert hat, sah ich mich "gezwungen" doch mal klartext zu reden und mich auch zu entschuldigen.
        wie erwartet, war sie sehr verständnisvoll und gestand, dass sie sowas geahnt hätte ( 20 jahre arbeit in der psychiatrie gehen nicht spurlos an einem vorbei), nur ansprechen mochte sie mich nie.
        ich muß doch bei gelegenheit nochmal nachhaken, warum nicht ;-)

        gut, das ist jetzt ziemlich lang geworden und vermutlich auch reichlich konfus, trotzdem viele grüsse

        ramona



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