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Kurzantwort
Da ich den Stahlschlüssel nicht habe, nur eine recht ungenaue Antwort:
V2A ist ein Markenname für die nichtrostende Stahlsort X5CrNi18.9, 18%Cr und 9 Ni, Kurzbezeichnung 4301/4541
V4A ebenfalls Markenname, Kurzbezeichnung 4401/4571, mehr habe ich dazu nicht.
Unterschied der beiden Legierungen ist die Bruchdehnung, die ist bei V4A höher. Das bedeutet, dass die V4A Schraube weniger spröde ist, biegsamer (Fachausdruck duktil) und daher später reißt. Im Umkehrschluss sind diese Legierungen dann aber nicht so zugfest.
Bei den Anwendungen kommt es also darauf an, wozu die Schraube dient. Muss sie richtigen Belastungen standhalten oder Sicherheitsanforderungen entsprechen, dann wähle V4A oder besser vernickelter Wald und Wiesenstahl, also ST 37. Auf Schrauben mit 8.8 gekennzeichnet.
Die Schraube wird eher verbiegen, als dass sie reißt. Das ist der Sinn der Sache.
Zur Befestigung von z. B. Deckeln oder leichten Teilen reicht V2A. Hier ist der Durchmesser auch entscheidend. Ab M6 kann, wohlgemerkt KANN!!!!!, V2A reichen. Besser ist V4A. Unter M6 kein V2A nehmen, außer es muss wie oben gesagt nicht viel tragen und wird nicht mit zu hohen Anzugsdrehmomenten angezogen.
Wenn nötig sprich mal einen der hier verzeichneten Werkstoffspezialisten bezüglich der Bruchdehnungen an. Ich komme vorerst nicht an einen Stahlschlüssel (Katalog für Stähle) heran.
H. Shea