Anzeige wegen Beleidigung

Hallo,
es geht in etwa um folgenden Sachverhalt: zwei erwachsene, männliche (unreife) Personen A und B kennen sich schon 10 Jahre. Erst waren sie Freunde, dann - vor etwa sechs Jahren - gabs wegen Kleinigkeiten Streit und der Kontakt war beendet. Seitdem können sie sich nicht mehr riechen und beschimpfen sich gegenseitig im Vorübergehen, wenn sie sich alle paar Wochen mal zufällig begegnen. A bezeichnet B dann als Penner, Asi u. A…loch, während B umgekehrt zu A sagt, er sei ein fetter Transi, eine Schwuchtel usw., da A immer häufiger mit Frauenklamotten herumläuft. Beide haben sich an dieses (primitive) kommunikative Ritual gewöhnt, das B eher als spaßig abtut und sich nichts dabei dachte…
bis ihm vor einigen Tagen eine Vorladung von der Polizei ins Haus flatterte. Darin heißt es, dass er von A angezeigt wurde wegen Beleidigung u. sogar Körperverletzung aufgrund eines Vorfalls in einer öffentlichen Einrichtung, wo er wieder im Vorbeigehen A als Schwuchtel bezeichnet haben soll, und das womöglich vor Zeugen. Er beteuert, er habe sonst nichts geäußert und ihn auch nicht angerührt.
B macht sich jetzt Gedanken und Sorgen. Er überlegt, ob er selbst Anzeige erstattet, weil A ihn auch verunglimpfte? Bei der Polizei alles zugeben oder sagen, man könne sich an nichts erinnern? Was kann schlimmstenfalls passieren? B hat Angst vor einem Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis.

Hallo Jonny,

schau mal hier: http://dejure.org/gesetze/StGB/199.html

Viele Grüße
ausnahmefall

B sollte ganz entspannt bleiben. Wenn es für die Tätlichkeit weder Zeugen noch Beweise (blaue Flecken etc.) gibt bleibt nur noch die Beleidigung. Da war der Hinweis auf die wechselseitige Beleidigung meines Vorredners schon hilfreich, weiterhin pflegen Gerichte bei solchen „Ritualen“ genervt abzuwinken. Wir haben in der Nachbarschaft einen ähnlich gelagerten Fall, der sich auch schon über Jahre hinzieht, und in dem die Behörden den Beteiligten zu verstehen gaben, man möchte sie damit nicht weiter behelligen (solange, wie es verbal bleibt).

MfG Goetz