Re: und der Rest der Fortsetzung
Hallo Gudrun!
Das passt vielleicht auch in Deine "Anekdotensammlung":
Aber bitte dann auch die ganze Geschichte und nicht die Hälfte
weglassen.
Der gute Mann hält das, was er "schrob"(HS)
für die "ganze Geschichte". Die sehr aufregend
war. Für ihn. Damals. In den 70gern. Mit der
halben "Zitty" oder dem einfach so - schwupp - ,
ohne zu Fragen, konfiszierten "Tip".
Stadtzeitungen können einem schwer zu schaffen
machen. Zumal in Berlin.
Mit unseren Freunden, die wir damals (Mitte der 70er) in
Westberlin besuchten, haben wir einen Tag in Ostberlin
verbracht.
Meine immer noch französische Frau musste einen anderen
Grenzübergang passieren als wir Deutsche, und wir mussten sie
dann auf der anderen Seite wieder einsammeln.
Das war doch aber nur, weil Ihr meintet, mit dem Auto nach
Ostberlin fahren zu müssen.
Wärt Ihr als Fußgänger mit U- oder S-Bahn gefahren, hättet Ihr
alle gemeinsam am Bhf. Friedrichstraße die Formalitäten
erledigen können.
Nicht ganz. (Ich glaube mich zu erinnern, daß
Besatzungsmächte/-nationen anders behandelt
wurden als anderen nicht-deutsche/-westberliner)
Vielleicht waren das aber keine Freunde, sondern
Ex-Wessi-Provinzler, die Noch-Wessi-Provinzlern
die ganze Härte des DDR-Systems anhand einer
Stadtzeitung demonstrieren wollten?
Hat ja seine Wirkung nicht verfehlt.
Beim Grenzübergang zogen wir uns den Ärger der Grenzer zu,
weil wir ein Stadtmagazin mit Veranstaltungskalender,
Öffnungszeiten von Museen etc. für beide Berlins dabei hatten.
Ich weiß nicht mehr, ob wir das ganze Heft abgeben mussten
oder ob man uns die reinen Ostberliner Seiten gelassen hat.
Auch das keine spezielle Schikane gegen Dich
(Kann man aber so empfinden, wenn man die DDR
als Rechtsstaat versteht und Wilkür eher westlich
verortet...)
Allein der Gedanke, daß sich ein Grenzsoldat die
Mühe macht, Ost- und Westseiten im Veranstaltungs-
kalender einer westberliner Publikation zu differen-
zieren = herrrlich weltfremde Naivität.
Thanx
x.