Transitsituation nach westberlin

Von: , Frage gestellt am Mo, 29. Jun 2009

Da ich oft nach Berlin(Ost)mit dem Auto gefahren bin,und so manche Geschichte sagen wir anstzweise gehört habe..wie war das so mit dem Auto von der BRD ins damalige Westberlin zu fahren oder umgekehrt.Ich wollt ganz einfach mal wissen,welche Unwegbarkeiten oder Probleme es da so auf der Transitstrecke oder an der Grenze v.a.D.zu Westberlin gab.

Danke,David

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Transitsituation nach westberlin

    Hallo Grußloser Ich wollt ganz einfach mal wissen,welche
    Unwegbarkeiten oder Probleme es da so auf der Transitstrecke
    oder an der Grenze v.a.D.zu Westberlin gab.
    auf der Strecke selber mußte man aufpassen, daß man nicht qua Verkehrskontrolle abgezockt wurde.
    Es gab einige Unterschiede zum bundesdeutschen Verkehrsrecht.
    Z.B. wenn ein Auto auf die Autobahn auffuht, durfte man nicht auf die linke Spur wechseln. War sehr beliebt bei den VoPos, so Geld zu verdienen.
    Ebenso die Geschwindigkeitskontrolle.
    Wer nur einen Strich zu schnell fuhr, war dabei.

    Die Grenzkontrolle selber war die Schikane an sich. Wenn man Pech hatte, bauten die einem den Wagen auseinander.

    Was ich selber gesehen hab, waren ausgebaute Sitze und alles bewegliche sowieso daneben.

    Einem, der eine dickel Lippe riskierte, wurde via Endoskop in den Allerwertesten geschaut.

    Die Leutchen hatte wirklich Phantasie

    Gandalf

    • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Transitsituation nach westberlin

      Hallo Gandalf, Die Grenzkontrolle selber war die Schikane an sich. Wenn man
      Pech hatte, bauten die einem den Wagen auseinander.

      Was ich selber gesehen hab, waren ausgebaute Sitze und alles
      bewegliche sowieso daneben.
      das kannst Du aber alles nur vor Juni 1972 gesehen haben, denn ab da war das Transitabkommen inkraft:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Transitabkommen

      Falls Du ab Juni 1972 noch auseinandergenommene Autos gesehen hast, waren das keine Transits, sondern Einreisen in die DDR.

      Gruß Gudrun

      • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Transitsituation nach westberlin

        Tach Gudrun, Falls Du ab Juni 1972 noch auseinandergenommene Autos gesehen
        hast, waren das keine Transits, sondern Einreisen in die DDR.
        stimmt, jetzt wo Du es sagst; das waren Einreisen in die DDR.
        So Anfang unf Mitte der 80er.

        Gandalf

  2. Antwort von nach 15 Stunden 1 hilfreich
    Re: Transitsituation nach westberlin

    Ei guck,

    die DDR-ler haben die Pässe schon oft in der Warteschlange eingesammelt, um dadurch eine schnellere Abfertigung vorzutäuschen.
    Einer dieser DDR-Heinis knallte meiner französischen Frau den Pass mehrmals mit der Bemerkung "Ihr Pass ist ungültig" wieder ins Auto.
    Erst nach mehrmaligem Nachfragen war er gewillt, eine Erklärung zu geben: der Pass war noch nicht von ihr unterschrieben, weil er ganz neu ausgestellt war.

    Nicht nur typisch DDR, sondern auch typisch deutsch.

    Pit

    • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
      Fortsetzung

      Das passt vielleicht auch in Deine "Anekdotensammlung":
      Mit unseren Freunden, die wir damals (Mitte der 70er) in Westberlin besuchten, haben wir einen Tag in Ostberlin verbracht.
      Meine immer noch französische Frau musste einen anderen Grenzübergang passieren als wir Deutsche, und wir mussten sie dann auf der anderen Seite wieder einsammeln.
      Beim Grenzübergang zogen wir uns den Ärger der Grenzer zu, weil wir ein Stadtmagazin mit Veranstaltungskalender, Öffnungszeiten von Museen etc. für beide Berlins dabei hatten. Ich weiß nicht mehr, ob wir das ganze Heft abgeben mussten oder ob man uns die reinen Ostberliner Seiten gelassen hat.

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        und der Rest der Fortsetzung

        Das passt vielleicht auch in Deine "Anekdotensammlung":
        Aber bitte dann auch die ganze Geschichte und nicht die Hälfte weglassen. Mit unseren Freunden, die wir damals (Mitte der 70er) in
        Westberlin besuchten, haben wir einen Tag in Ostberlin
        verbracht.
        Meine immer noch französische Frau musste einen anderen
        Grenzübergang passieren als wir Deutsche, und wir mussten sie
        dann auf der anderen Seite wieder einsammeln.
        Das war doch aber nur, weil Ihr meintet, mit dem Auto nach Ostberlin fahren zu müssen.
        Wärt Ihr als Fußgänger mit U- oder S-Bahn gefahren, hättet Ihr alle gemeinsam am Bhf. Friedrichstraße die Formalitäten erledigen können. Beim Grenzübergang zogen wir uns den Ärger der Grenzer zu,
        weil wir ein Stadtmagazin mit Veranstaltungskalender,
        Öffnungszeiten von Museen etc. für beide Berlins dabei hatten.
        Ich weiß nicht mehr, ob wir das ganze Heft abgeben mussten
        oder ob man uns die reinen Ostberliner Seiten gelassen hat.
        Auch das keine spezielle Schikane gegen Dich, sondern in den Grenzübertrittsbestimmungen (oder wie das sonst noch hieß) klar geregelt. Stichwort: Druckerzeugnisse.

        Gruß Gudrun

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re: und der Rest der Fortsetzung

          Hallo Gudrun! Das passt vielleicht auch in Deine "Anekdotensammlung":
          Aber bitte dann auch die ganze Geschichte und nicht die Hälfte
          weglassen.
          Der gute Mann hält das, was er "schrob"(HS)
          für die "ganze Geschichte". Die sehr aufregend
          war. Für ihn. Damals. In den 70gern. Mit der
          halben "Zitty" oder dem einfach so - schwupp - ,
          ohne zu Fragen, konfiszierten "Tip".
          Stadtzeitungen können einem schwer zu schaffen
          machen. Zumal in Berlin.


          Mit unseren Freunden, die wir damals (Mitte der 70er) in
          Westberlin besuchten, haben wir einen Tag in Ostberlin
          verbracht.
          Meine immer noch französische Frau musste einen anderen
          Grenzübergang passieren als wir Deutsche, und wir mussten sie
          dann auf der anderen Seite wieder einsammeln.
          Das war doch aber nur, weil Ihr meintet, mit dem Auto nach
          Ostberlin fahren zu müssen.
          Wärt Ihr als Fußgänger mit U- oder S-Bahn gefahren, hättet Ihr
          alle gemeinsam am Bhf. Friedrichstraße die Formalitäten
          erledigen können.
          Nicht ganz. (Ich glaube mich zu erinnern, daß
          Besatzungsmächte/-nationen anders behandelt
          wurden als anderen nicht-deutsche/-westberliner)
          Vielleicht waren das aber keine Freunde, sondern
          Ex-Wessi-Provinzler, die Noch-Wessi-Provinzlern
          die ganze Härte des DDR-Systems anhand einer
          Stadtzeitung demonstrieren wollten?
          Hat ja seine Wirkung nicht verfehlt. Beim Grenzübergang zogen wir uns den Ärger der Grenzer zu,
          weil wir ein Stadtmagazin mit Veranstaltungskalender,
          Öffnungszeiten von Museen etc. für beide Berlins dabei hatten.
          Ich weiß nicht mehr, ob wir das ganze Heft abgeben mussten
          oder ob man uns die reinen Ostberliner Seiten gelassen hat.
          Auch das keine spezielle Schikane gegen Dich
          (Kann man aber so empfinden, wenn man die DDR
          als Rechtsstaat versteht und Wilkür eher westlich
          verortet...)
          Allein der Gedanke, daß sich ein Grenzsoldat die
          Mühe macht, Ost- und Westseiten im Veranstaltungs-
          kalender einer westberliner Publikation zu differen-
          zieren = herrrlich weltfremde Naivität.

          Thanx
          x.

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^2: und der Rest der Fortsetzung

            Hallo, Meine immer noch französische Frau musste einen anderen
            Grenzübergang passieren als wir Deutsche, und wir mussten sie
            dann auf der anderen Seite wieder einsammeln.
            Das war doch aber nur, weil Ihr meintet, mit dem Auto nach
            Ostberlin fahren zu müssen.
            Wärt Ihr als Fußgänger mit U- oder S-Bahn gefahren, hättet Ihr
            alle gemeinsam am Bhf. Friedrichstraße die Formalitäten
            erledigen können.
            Nicht ganz. (Ich glaube mich zu erinnern, daß
            Besatzungsmächte/-nationen anders behandelt
            wurden als anderen nicht-deutsche/-westberliner)
            Bei Zivilpersonen gab es keinen Unterschied, egal, ob sie nun aus USA, GB, F oder einem anderen Staat kamen. Sie hatten die Auswahl unter zwei Übergängen.

            Gruß Gudrun

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re: Fortsetzung

        --------------------------

        Hallo "Pit"!

        Da hast Du ja richtig was aufregendes erlebt.
        (Wo bleibt die Anekdote?)


        x.



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