vor 12 jahren hab ich ein kleines kirschbäumchen von einer baumschule bekommen. in den ersten jahren wuchs es schön heran, aber seit ein paar jahren wird es sehr stark von ameisen (von blattläusen) befallen, dass er scheinbar überhaupt nicht mehr wächst. einige zweige sind letztes jahr sogar laublos geblieben - vermutlich abgestorben. auch das einsprühen mit brennnesselsud hat höchstens kurzfristig was gebracht.
mittlerweile ist sogar der stamm und die dickeren äste des bäumchens so sehr angegriffen, dass die rinde teilweise unterhöhlt (ameisen?), an größeren stellen aufgerissen, so dass der nackte stamm freiliegt. http://home.arcor.de/peterstraub/temp/kirschbaum_rin…
ich vermute mal, das ist lebensbedrohlich, oder?
ich habe mir jetzt einen leimring (von neudorff) gekauft, aber bevor ich den anbringe, wollte ich erst mal wissen, ob ich die „offenen wunden“ der rinde irgendwie verarzten kann. früher hab ich mal gesehen, dass verletzte baumstammrinden mit zement (???) verschlossen werden. kann ich sowas bei mir auch machen? oder was ist zu empfehlen, um das bäumchen zu retten?
lg, pit
PS:
das bäumchen ist mittlerweile über 2 meter hoch, stammdurchmesser ca. 40 cm
heran, aber seit ein paar jahren wird es sehr stark von
ameisen (von blattläusen) befallen,
Was denn nun? Ameisen oder Blattläuse.
Sicher beides. Befallen von Blattläusen und die Ameisen vernichten sie.
Wenn die das nicht schaffen, solltest Du ein Mittel gegen Blattläuse anwenden. Vielleicht eine Mischung 5 Ltr Wasser, ein Schuß flüssige Seife und einen Schuß Brennspiritus. Damit den Baum besprühen.
mfgConrad
was gescheites wird das nicht mehr. Das Sterben kann sich aber noch ein paar Jahre hinziehen. Falls du auf die Kirschen und den Platz nicht angewiesen bist, kannst du den Baum ja einfach stehen lassen und die am Verfall beteiligten Organismen beobachten.
Hallo, diese Antwort passt schon besser in das Bild.
Ameisen „melken“ die Blattläuse. Ein herrliche Delikatesse ist das für sie.
Beobachte die Ameisen im Herbst: Sie bringen einige in den Bau und bringen sie im Frühjahr wieder heraus.
In der Regel an den Wassertrieben. Diese also nicht entfernen. Wenn sie befallen sind: Abschneiden, verbrennen und Läuse sind auch weniger.
Nun beginnt die Abwägung:
Was ist schändlicher:
Baum verkrüppeln, absterben lassen?
Läuse ermorden?
Ameisen ermorden?
Ich habe mich für meine Bäume entschieden. Inzwischen gibt es auch keine Läuse. Ameisennester vorübergehend absterben lassen.
Nun sind die Ameisen wieder da, haben aber keine Läuse mehr.
Gruß Werner
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Ich habe mich für meine Bäume entschieden. Inzwischen gibt es
auch keine Läuse. Ameisennester vorübergehend absterben
lassen.
Nun sind die Ameisen wieder da, haben aber keine Läuse mehr.
Gruß Werner
das würde mir auch weniger trauer bereiten, aber:
„Ameisennester vorübergehend absterben lassen“ … was heißt das?
Ameisen vernichten die Blattläuse nicht, sondern und
beschützen sie vor Fressfeinden.
Und warum? Doch nur, weil sie einen Nutzen aus den Läusen
ziehen, nämlich sie abmelken.
Ja, wir melken ja auch unsere Kühe, ohne sie zu vernichten. Da wären wir ja schön blöd. Die Ameisen machen das ähnlich mit den Blattläusen. Sie werden gehegt und gepflegt, wie unsere Nutztiere auch. Sie tragen sie sogar zu neuen Wirtspflanzen, damit es ihnen gutgeht und sie sich munter vermehren.
jawoll, die wird gemeuchelt. aber wo find ich die? in der rinde versteckt? oder muss ich einen erdhügel suchen?
[…]
Gruss Werner und viel Erfolg
PS.
Inzwischen töte ich Ameisen nur dann wenn sie Nester in der Nähe des Hauseingangs oder den Sand unter der Terrasse suchen.
Sie sind ja auch nützlich und Intelligent. Inzwischenzeit wissen sie wo sie nicht mehr hindürfen.
Will damit sage: Ich habe und will auch kein Ameisenfreies Grundstück haben. Nur jeder hat sein „Gebiet“!
Nur eine Sorte habe ich im Garten:
Die gehen da nicht dran. Den klau ich aber die Läuse.
Im Frühjahr kommen sogenannte Wassertriebe: lange Ruten, meißt am Stamm. Diese sind Ideal für die Läuse.
Warten bis die Ameisen die Läuse dort placiert haben. Nun Abschneiden und am besten Verbrennen.
[MOD - Die explizite Vernichtungsanleitung wurde gelöscht. Auch Ameisen sind Mitbewohner unseres Planeten. Wenn sie ohne uns direkt zu schaden nur stören, sollten wir nur im äußersten Fall zu derart gewaltsamen Mitteln greifen. Mit Deinem PS jedoch kann auch der Tierschützer leben. Eckard]
Moin Pit!
Ich gehe davon aus, das Deine Kirsche nicht von seinen Bewohnern absichtlich gemordet wird. Selbst schwerer Blattlausbefall kann von einer gesunden Kirsche weggesteckt werden. Ist sie aber schon geschwächt, gibt ihr das, auf Dauer gesehen, natürlich den Rest.Das mit den toten Trieben in der Vegetationszeit könnte zum Beispiel Spitzendürre (Monilia laxa, ein Pilz) sein, besonders wenn noch verdorrte Blütenteile daran waren… In dem Falle solltest Du erstmal abwägen ob der Schaden nicht schon zu fortgesschritten ist. Denn hier hilft nur das absschneiden befallener Triebe bis in das gesunde Holz (Vernichten)und es existieren Praxisberichte, wo einige Behandlungen der Blüten (darüber wird er verbreitet) mit Fungiziden Erfolg brachten.
Allerdings sehr langwierig und aufwendig.
Ich schau mir jetzt erstmal Dein Bild an.
Bis dann Ralle