Haus- & Nutztiere
Von: Carlos Wurster, 6.3.2004 13:48 Uhr
Hallo Allerseits,

Im Rechtsbrett gibt es einen interessanten Artikelbaum zu dem Thema.

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv...

Von juristischer Seite her ist der Fall klar, aber wie betrachtet ihr als Tierfreunde dieses Vorgehen?

Gruß
Carlos



  1. Antwort von Tanja 3
    Re: Leinenzwang in Frankfurt/M
    Da bin ich ja froh, nicht im Stadtgebiet von Ffm zu wohnen. ;-)
    Einen Hund niemals ohne Leine laufen zu lassen ist schlichtweg Quälerei. War gerade heute auch am Main spazieren, meine beiden haben einige andere Hunde kennengelernt (wäre so an der Leine gar nicht möglich) und ich war hocherfreut, wie wohlwollend die "hundelosen" Spaziergänger die Hunde betrachtet haben. Insgesamt stelle ich fest, daß sich mit vielen Spaziergängern nette Gespräche ergeben, wenn sie sehen, wie lebenslustig die Hunde über die Wiese toben und wenn ich merke, daß jemand ängstlich ist (auch im Zweifel), gehen beide eben "Bei Fuß" bis der vorbei ist.
    So eine Verordnung wäre für mich ein triftiger Grund, nicht in die betr. Stadt zu ziehen sondern lieber weitere Wege (z.B. zur Arbeit) in Kauf zu nehmen.

    Tanja
    • Antwort von Manor 0
      Re: Leinenzwang in Frankfurt/M
      Hallo,

      ich finde es richtig, dass Hunde angeleint werden. Hunde sind auch nur Tiere und Menschen können diese auch nicht immer kontrollieren. Bevor also irgendetwas passiert oder Menschen, die vor Hunden Angst haben, sich nicht mehr auf die Straße trauen, halte ich Anleinpflicht für sehr sinnvoll.

      Was die Geldbeträge angeht, nun ja, die sind schon ziemlich geschmalzen. Wobei ich die Unterscheidung "großer Hund" und "kleiner Hund" komisch finde. Ich fühle mich potentiell von kleinen Hunden mehr als von großen bedroht (da Menschen leider dazu neigen, gerade kleine Hunde zu verziehen, ihnen vieles durchgehen zu lassen etc.).

      Grüße
      Manor
      6 Kommentare
      • von Markus 2
        Re^2: Leinenzwang in Frankfurt/M
        Hallo zusammen,

        wir wohnen jetzt soch einiger zeit in unmittelbarer nachbarschaft von mehreren hundebesitzer. wir haben zwei kinder, 2 und 4 jahre. aus eigener erfahrung kann ich sagen, dassich die schlechteren erfahruungen mit minihunden (yorkshire) gemacht habe, während ich mit den großen hunden eigentlich keine probleme hatte, mann kann ihre stimmung besser
        deuten...
        ob jetzt aber eines meiner kinder von einem yorkshire "angfallen" wird,
        oder von einem schäferhund (oder was auch immer in der größe), stellt für mich einen großen unterschied dar.
        im nachbarstätdchen haben sie jetzt leinenpflicht für alle hunde über 50 cm eingeführt und ich muss sagen ich befürworte das.
        um den hund freilaufen zu lassen, muss halt nach einer anderen möglichkeit gesucht werden, aber bitte nicht in der stadt.
        und zu verantwortungslosen hundehaltern: die können belangt werden, und sollten es auch. (aber das sollten auch alle veantwortungslosen autofahrer, eltern, politiker....)

        denkt mal über die leinenpflicht aus der sicht eurer nachbarkinder nach...

        gruß

        markus
      • Re^3: Leinenzwang in Frankfurt/M
        Hallo zusammen,
        HI Markus

        ich möchte jetzt keine "Endlosdiskussion" hervorrufen. Mir ist in Deiner Aussage nur ein Widerspruch aufgefallen. aus eigener erfahrung kann ich sagen,
        dassich die schlechteren erfahruungen mit minihunden
        (yorkshire) gemacht habe, während ich mit den großen hunden
        eigentlich keine probleme hatte, mann kann ihre stimmung
        besser
        deuten...
        (Große sind meist besser erzogen) oder von einem schäferhund (oder was auch immer in der größe),
        stellt für mich einen großen unterschied dar.
        Kann ich unterschreiben im nachbarstätdchen haben sie jetzt leinenpflicht für alle
        hunde über 50 cm eingeführt und ich muss sagen ich befürworte
        das.
        Warum nicht für alle Hunde? Auf Deine obige Aussage bezogen?
        Wesentlich finde ich außerdem, dass ein kleines Kind einem großen Hund direkt in die Augen sieht (man muß ja nicht vom Schlimmsten ausgehen). Die Kids kriegen einen "Schock fürs Leben". Stellt Euch vor, Ihr dreht Euch um und blickt einem Wesen in die Augen, dass haarig ist, und ein großes Gebiss zeigt? Aus dem Grund kommt meine bei kleinen Kindern grundsätzlich an die Leine oder bei Fuss.

        Liebe Grüße

        Carina - Schäferhundbesitzerin
      • von Markus 0
        Re^4: Leinenzwang in Frankfurt/M
        Hallo carina,

        diese diskussion ufert natürlich sehr leicht aus, und danke dass du deinen hund bei kindern an die leine nimmst, sollten alle machen, denke ich...(hatten schon eine beissvorfall in näherer bekanntschaft bei deren eigenen Hund/kind).
        diesen widerspruch habe ich nicht erfunden, so stellt sich bei mir die sachlage dar. ich musste mich selber entscheiden ob hund oder kind...
        aber eigentlich gibt es da gar keine diskussion.
        und ja... alle hunde an die leine, gerade die kleinen, meist unerzogenen.

        gruß

        markus
      • von Frieda 0
        Re^5: Leinenzwang in Frankfurt/M
        Hi
        Ich denke auch, dass Hunde in der Stadt an die Leine gehören. Jedoch sollten sie auch ihre Chance bekommen frei zu laufen und zu schnuppern und andere Hunde kennen zu lernen. Wie wir ja schon öfter hatten, nehme ich meinen Hund aber auch bei anderen Menschen an die Leine, da ich erst gar keinen Streit provozieren möchte.
        Ich denke jedoch auch, dass kleine Hunde gefährlicher sind als große.
        Ach ja und ich war gerade in Dänemark und dort war es kein Problem für die Menschen, wenn sie mal nen freilaufenden Hund am Strand gesehen haben. Die meisten Hunde sind dort ohne Leine gelaufen und haben keiner Menschenseele etwas zu leide getan und selbst wenn sie mal schnuppern gekommen sind, hat sich keiner beschwert.
        Außerdem denke ich auch das gerade Kindern der Umgang mit Hunden beigebracht werden sollte. Kinder die schreiend vor Hunden wegrennen sind das schlimmste was passieren kann. Daher freue ich mich immer wieder, wenn Eltern ihren Kindern erlauben meinen Hund zu streicheln und mit ihm zu spielen. Da merken sie schnell das, solange man gewisse Dinge beachtet keine Angst haben muss. Da gabs bei mir auch mal ne ganz süße Situation in der zwei zwei Jahre alte Kinder auf meinen Hund zukamen und nachdem ihre Mütter da waren meinen Hund betätschelt haben und dann mit ihm *Ball gespielt haben*. Das fand ich echt schön und mein Hund war ganz vorsichtig und würde gerade kleinen Kindern nie etwas tuen (trotzdem würde ich ihn nich unbeaufsichtigt mit meiner Schwester alleine lassen!).
        Bye Frieda
      • von Enno Sandner (abgemeldet) 0
        Re^4: Leinenzwang in Frankfurt/M
        Hallo, (Große sind meist besser erzogen)
        die kritischen Fälle dürften überwiegend mit großen Hunden passiert sein. Zudem wird sich eine bestimmten Klientel nicht mit einem Yorkshire abgeben - der Hund muß einschüchtern. Meine persönliche Erfahrung in dem Viertel, wo ich momentan wohne ist genau gegenteilig zu Markus seiner. Es sind ausschließlich die großen Hunde von denen effektiv eine Bedrohung ausgeht und die ist zumindest für mich im Vorfeld nicht immer erkenntlich gewesen.

        Gruss
        Enno
      • Re^3: Leinenzwang in Frankfurt/M
        Hi Markus, im nachbarstätdchen haben sie jetzt leinenpflicht für alle
        hunde über 50 cm eingeführt und ich muss sagen ich befürworte
        das.
        Befürwortest Du die Leinenpflicht ab Stockmaß, oder die generelle?
        Da dachte ich einen Widerspruch zu sehen.

        Übrigens, wir haben viele Kinderfreunde - wenn ich mit Hund und Hase auf die Wiese gehe. Es tut mir weh, wenn ich sehe, dass kleine Kinder Angst vor Hunden haben.

        Liebe Grüße
    • Antwort von karl-heinz schäfer (abgemeldet) 3
      die wollten alle nur spielen
      Übersicht tödlicher Beißvorfälle mit Hunden in Deutschland im Zeitraum 1968 bis 2002.



      Übersicht tödlicher Beißvorfälle mit Hunden in Deutschland im Zeitraum 1968 bis 2002

      18. November 1968 (Landau, Pfalz): 14 Tage altes Baby von Schäferhund totgebissen. Vgl. Bieseke l, S. 57

      18. März 1971 (Wunsiedel in Ofr.): Vierjähriger von Schäferhund totgebissen. Vgl. Bieseke l. S. 58

      2. Januar 1972 (Frankfurt/M): Schäferhunde bissen 73jährige tot. Vgl. Breitel/Luft: Aggressives verhalten von Hunden gegenüber dem Tierhalter, in Archiv für Kriminologie, Bd. 151. Jan.-Jun- 1973, 4951, Bieseke l. 58

      23. August 1972 (o O): Doggen töteten 6jährigen Knaben. Vgl. Händel: „Nochmals Hunde können gefährlich werden.“ Deutsche Dogge tötet Kind. In Kriminalstatistik 1975 (29) 6, 268-9.

      25. April 1973 (Waiblingen): Der 10jährige Junge St. F. von zwei Schäferhunden getötet. Vgl. Bieseke l. 117-8

      23 März 1974 (Saarland): Deutsche Dogge tötet 6jähriges Nachbarskind. (Nachweis z. Zeit nicht auffindbar)

      30. September 1974 (Herne):12jähriger K.D.K. von Schäferhunden getötet. Vgl. Katarzynski: „Hunde töten Menschen“, in Kriminalstatistik 1975, (29) 2, 78-9 Bieseke l. 97

      16 Oktober 1974 (Dinslaken): Der 8jährige T.B von Schäferhündin getötet. Vgl. Breitsamer (Fall 1), Bieseke l. 106, Redaktion in Kriminalstatistik 1975 (29), 78

      Januar bis Juni 1976 (Stadt im Schwarzwald): 69jährige geistig behinderte Frau von zwei Schäferhunden getötet. Vgl. Mittmeyer/Stark/Kraemer: „Über Verletzungsmuster und Identifizierungsprobleme bei Hundebissen.“ In: Archiv für Kriminologie, Bd. 157, Jan.-Jun. 1976, 172-178

      Januar bis Juni 1976: 49jähriger Alkoholiker von Spitz-Dackel-Mischling getötet. Vgl. wie vor: Archiv für Kriminologie, Bd. 157, Jan.-Jun. 1976, 172-178

      Silvester 1976/97 (Rödental b. Coburg): Zum Verhalten unserer Hunde. Wieder haben Schäferhunde Kinder getötet oder schwer verletzt. Vgl. Wehner in: Kriminalstatistik 1977, 3. 125-27 (Anm: Ein Leonbergerrüde und eine Schäferhündin töteten 6jährigen Knaben)

      Januar 1977 (Karlsruhe): 5jähriger Junge von zwei Schäferhunden getötet. Vgl. Breitsamer Fall 2

      5. April 1977 (Berlin-Frohnau): Deutsche Dogge tötete den 3jährigen F.K. Vgl. Bieseke 1 ,77, Bieseke 11, 80-92

      13. August 1977 (Delmenhorst): Schäferhund oder entlaufener Wolf? Töteten 7jährigen. Vgl. N.N. in Kriminalstatistik, 1977, 10, 474

      10. September 1979 (Rothenburg o.d.T.): Schäferhund zerfleischte 82jährige. Vgl. Bieseke 1, 59-60

      1982 (Berlin): Zwei Dobermannhunde töteten 6jährigen Jungen. Vgl. Breitsamer Fall 3

      1982 (Recklinghausen): Zwei Schäferhunde töteten 5jährigen Jungen und verletzten die abwehrende Tante. Vgl. Breitsamer Fall 4

      März 1983 (Raum Düsseldorf): 34jährige Frau von ihrem Rauhhaardackel und Schäferhund-Spitz-Mischling getötet. Vgl. Mätzler: Von Hunden getötet und angefressen, in: Kriminalstatistik 1983, 12, 634-6

      Juni 1983 (München): Sibirischer Husky sprang durch Fenster und tötete 10 Tage alten Säugling. Vgl. Breitsamer Fall 5

      August 1984 (Straubing): Zwei streunende Schäferhundrüden töteten 79jährigen Pilzsammler. Vgl. Breitsammer fall 6

      16. Januar 1985 (Hannover): Alte Frau von Windhunden zerfleischt. Vgl. Breitsamer Fall 7, Bieseke 11, 48

      17. Januar 1985 (Nürnberg): Schäferhundrüde tötet junge Frau.Vgl. Breitsamer Fall 8, Bieseke 11, 48

      28. Januar 1985 (Gießen): 10jähriges Mädchen beim Eisschlittern von zwei Schäferhunden getötet. Vgl. Breitsamer Fall 9, Bieseke 11, 48

      8. Februar 1985 (Straubing): Strafe für Besitzer von Killerhunden. Schäferhunde töteten Rentner und verletzten zwei Personen. Vgl. Bieseke 11, 48

      18. Mai 1985 (Flensburg): Zwei Schäferhunde fielen über Mädchen her-11jährige totgebissen. Vgl. Breitsamer Fall 10, Bieseke 11, 49

      2. August 1985 (Peulendorf b. Bamberg): Jagdhund biß dreijähriges Mädchen tot. Vgl. Bieseke 11, 50

      6. August 1985 (Berlin): Biß Dogge 48jährigen zu Tode?- Besitzer behauptet: Biß stammt vom Schäferhund.Vgl. Bieseke 11, 50

      1. Januar 1986 (Langelsheim-Bredelen b. Goslar): Rentner zerfleischt- die Polizei schoß nicht. Vgl. Breitsamer fall 11, Bieseke 11, 123-39, Bild-Ztg. Ausg. V. 2 u. 3. Jan. 1986, Spiegel Ausg. V. 17. Febr. 1986, 104-12 (Anm.:Hier handelte es sich um einen Mastino- Mischling und um zwei Bullterriermischlinge)

      6. Februar 1986 (Frankfurt/M.): Zwei Deutsche Doggen bissen 61jähriger Arztfrau B.H. die Kehle durch. Vgl. Breitsamer Fall 12

      1.Februar 1988 (Gammelsdorf in Bayern): Schäferhund biss alte Dame tot - auf dem Weg zum Friedhof. Vgl. Bieseke 11, 55

      5. November 1988 (Buchen im Odenwald): Pitbulls bissen Kopf ab – Hunde fielen über Züchter her. Vgl. Bieseke 11, 57

      November 1989 (Buchholz/Nordheide): Ein in der Familie lebender Mischlingshund tötet einen Säugling durch Abbeißen des Kopfes.

      20. März 1989 (Karlruhe): Tod eines 4jährigen jngen durch drei Schäferhunde die auf dem Rückweg vom Hundeplatz waren.

      19. Mai 1989 (Ofterdingen): Tod eines 7jährigen Jungen durch zahlreiche Bisse eines Schäferhundes.

      September 1990 (Berlin-Falkensee): 11jähriger Bernhardiner tötet seine Besitzerin, bei der er bereits 10 Jahre lebte.

      Oktober 1990 (Lkr. Rottal-Inn) : Rentnerin von ihren drei Boxern getötet.

      12.Juli 1993 (Bissendorf bei Hannover): Dogge fügt Mädchen tödliche Bisswunden zu. (FAZ, Ausg. V. 12.7.93-Rubrik: Politik, 144 Worte)

      27. Juni 1994 (Bad Dürkheim): Knochentiefe Bisswunden. In Juni 1994 fanden Beamte auf einem Bad Dürkheimer Feldweg die Leiche eines 67jährigen Taxiunternehmers mit zahlreichen knochentiefen Bisswunden. Ein schwarzer Mischling aus Dogge und Jagdhund saß mit blut- verschmierter Schnauze daneben und ließ keinen Helfer heran.. (Rhein-Ztg. V. 27.6.94: Art.: Kampfmaschinen oder Freunde – An Hunden scheiden sich Geister. Ferner:FAZ v. 27.6.94: Taxiunternehmer von Schäferhund tödlich verletzt. Rhein-Ztg. V. 28.6.94: tatsächlich habe es sich aber um eine Kreuzung aus Dogge und Jagdhund gehandelt, mit einem Verhalten wie bei einem Rottweiler):

      3.November 1994 Halberstadt): Kleine Meldung. (FAZ v.3.11.1994: Ein betrunkener Hundebesitzer ist am Dienstag in Halberstadt von seinem Schäferhund todgebissen worden). 87 Worte

      32. (Juni1995) Frankfurt: Freiheitsstrafe für Hundehalter „ Keine Bewährung nach tödlichem Biss“, Rhein – Main – Zeitung v. 26.01.1995; Das Datum weist auf einen länger zurückliegenden Vorfall hin – der noch recherchiert wird Brutale Angriffe „ Juni1995, Frankfurt. Ein American Staffordshire Terrier fällt eine 86 jährige Frau an. Sie stirbt im Krankenhaus. ( 149Worte), Sonntagszeitung vom 29.06.1998 Juni 1995: Text wie vor: Der Halter wird zu 9 Monaten ....“, (Rhein-Main-Zeitung v.28.06.00)
      Attacke von Kampfhunden Juni 1995: Text wie vor: Der Halter wird zu 9 Monaten ....“, (Rhein-Main-Zeitung v.28.06.00)


      9. April 1996 (Ansberg): Rottweiler beißen Fünfjährigen tot. Tiere bewachten Bordell. (FAZ nach dpa in Rubrik: Politik: Zwei Rottweiler verletzen 5jährigen Jungen tödlich).

      10. Juni 1966 (Berlin-Charlottenburg): Vom Schäferhund umgerannt, 86jährige Frau erlag ihren Verletzungen. (Berliner Zeitung v. 10.06.1996, Ressort: Lokales, Autor fh)

      10. Juni 1996 (Mörfelden-Waldorf): Kampfhund (Staffordshire Terrier) biss 53jährige Frau zu Tode. (Berliner Zeitung v. 10.6.1966, Ressort: Nachrichten, dpa, Stuttgarter Zeitung)

      26. Juni 1996 (Frankfurt/M): Kampfhund (angeblich American Staffordshire) verletzte 86jährige Frau so schwer, dass diese wenig später im Krankenhaus verstarb. (Berliner Zeitung v. 26.6.1995, Ressort: Nachrichten: Auf einen Blick)

      21. Juli 1996 (Droysendorf bei Bamberg Bayern): Kind durch Schäferhund getötet. (Berliner Kurier v. 23.07. 1996, Berliner Zeitung ebs. Ressort. Nachrichten)

      15. Februar 1997 (Zwickau): Kleine Meldung. (FAZ in 66 Worten: Ein Schäferhund hat am Freitag in Zwickau einen sieben Tage alten Säugling totgebissen):

      28.4.1998 (Dreetz Mecklenburg-Vorpommern): Theresa (6) von Rottweilern zerfleischt. Die Rottweiler bissen sofort zu, das kleine Mädchen hatte keine Chance. ( Bild, Ausg. V. 28.4.98: in Dreetz, hier bissen drei Rottweiler die Theresa tot. FAZ, Ausg. V. 28.4.98: in Bützow und nur ein Rottweiler).

      11.Mai 1998(Milow Krs. Uckermark): Hundehalterin von eigenen Pitbulls getötet. (Berliner Zeitung v. 13.5.1998, Ressort: Lokales, Autor: Susanne Rost)

      14. Februar 1999 (Stralsund und Mechelen in Belgien): Aggressive Rottweiler töten zwei Kinder. (Berliner Zeitung v. 15.2.1999, Ressort: Vermischtes)

      2. Februar 2000 (Frankfurt/M): Freispruch für Hundehalter. Ein Hundehalter (22) in Frankfurt/M. wurde vom Vorwurf freigesprochen, den Tod einer Frau (51) fahrlässig verschuldet zu haben. Grund: Zur Tatzeit gab es in der Nachbarschaft sechs Rottweiler und keiner weiß genau, welcher Hund die Frau gebissen hat. (Berliner Zeitung v. 2.2.2000, Ressort: Allgemeines) Das Datum weist auf einen zurückliegenden Vorfall hin, der noch Recherchiert wird.

      4. März 2000 (Gladbeck): Hundeangriff. – Bissiger Rottweiler tötet 86jährige Rentnerin. (Berliner Zeitung v. 6.3.2000, Ressort: Vermischtes.

      2. Mai 2000 (Untergruppenbach): Das Hunde-Chaos. Zitat: Nur wenige Wochen später (Anm.: hier nach zit. Pos 50) reißt im schwäbischen Untergruppenbach ein Labrador einem 24jährigen die Halsschlagader auf – der Mann verblutet. (Stern Nr. 39 v. 21.9.2000, Seite 56 f., Autor Günter Handlötgen. Originalbericht jedoch in Heilbronner Stimme (Stadt) Ausg. V. 3. und 5.5.2000)

      Juni 2000 (Hamburg): Der Fall Volkan

      8. August 2001 (Lutzhorn, Krs. Pinneberg): Ein elf Jahre altes Mädchen vom Schäferhund des Vaters todgebissen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Polizei bereits am Montagnachmittag auf dem Grundstück der Familie.

      28. März 2002 (Rheinland-Pfalz/Zweibrücken) Am Donnerstagnachmittag wurde ein 6-jähriger Junge bei Hornbach, Landkreis Südwestpfalz, von zwei Rottweilern angefallen und tödlich verletzt. Das Kind wollte mit einer Bekannten die ihm vertrauten acht Monate alten Rottweiler im Wald ausführen.

      3. April 2002 (Neuental/Hessen) Von seinen eigenen Hunden ist ein 54-jähriger Mann totgebissen worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, bissen der Rottweiler-Rüde und die Neufundländer-Hündin den Mann in den Kopf. Der an einer Nervenkrankheit leidende Hundebesitzer habe daraufhin einen Schock erlitten und sei wegen des Blutverlustes gestorben.
      14 Kommentare
      • von A.Adler (abgemeldet) 0
        Na dann
        bin ich ja froh,
        Kuddel,
        dass ich mit dem Hund nicht zum Stammtisch gekommen bin.
        Will wirklich niemanden mit diesem friedlichen Hund erschrecken.
        *lächel + Gruß,
        Anja
      • von jima (abgemeldet) 1
        Re: die wollten alle nur spielen
        alles schlimme Tragoedien, ganz klar.
        Verursacht meistens durch verantwortungslose Hundehalter. Daher befuerworte ich auch einen Hundefuehrerschein etc.

        Wieviel Hunde wurden in den letzten 30 Jahren eigentlich von Menschen getoetet, geschlagen und zu Beissmaschinen gedrillt?
        Vielleicht hast du dazu ja auch eine Statistik.

        vg jima
      • Re: die wollten alle nur spielen
        Ja, Ja,

        mit diesen Statistiken wird gerne gearbeitet.
        Schafft doch die Hunde im Versuchslabor, die Lawinenhunde, die Rettungshundestaffel, die Drogenspürhund ab. Die sind richtig gefährlich.
        Und setzt dafür ein paar Schwerverbrecher, Umweltverschmutzer und einige Politiker ein.


        Grüße

        Carina
      • von Weikko 1
        Statistiken und Laternenpfähle
        dienen weniger der Erleuchtung denn zum Festhalten...:-)
        Moin Kuddel

        Quelle: http://www.destatis.de/basis/d/recht/rechts4.htm

        Mord und Totschlag 613

        Körperverletzung
        (auch schwere und
        gefährliche) 53.645

        Und das sind nur die Verurteilten. Deswegen sollte jeder potentzielle Straftäter nicht mehr aus dem Haus dürfen, ohne Telefon und Fernseher leben müssen etc. pp. usw. usf.

        Man kann auch mit Kanonen auf Spatzen schießen oder eben Statistiken interpretieren.

        Gruß aus Rheinhessen!


        Weikko

































        P.S.: Ich bin auch dafür, daß Hunde im Stadtgebiet (geographisch gesehen allerding) an die Leine gehören.
      • von Tanja 0
        Re: Statistiken und Laternenpfähle
        Hm, die Diskussion sollten wir vielleicht bei "Recht und Rat" (oder doch eher "Psycholgie"? ;-)) weiterführen: Wer ist dafür, daß jeder Mensch, der in der Lage ist, ein Messer zu halten, in Handschellen gelegt wird? *rofl*

        Tanja
      • Es hat wirklich etwas mit Psychologie zu tun.
        Hallo,

        es ist nun mal so, dass es verschiedene Hunderassen mit unterschiedlicher Motivation gezüchtet und gehalten werden. Es gibt Hunde die nahezu Niemand Angst machen, weil sie knapp bis zur Wade reichen oder einfach zu freundlich und trollig sind. Und es gibt Hunden die den meisten Menschen wenn nicht Furcht, so doch Respekt einflösen.
        Dafür werden diese Hunde unter anderem gezüchtet und gehalten.
        Wenn mir beim Joggen ein solcher Hund frei laufend begegnet, macht mir das Angst.
        Ein anderer Forumsteilnehmer hat mal geschrieben, dass er in solchen Fällen einen Dolch zückt und gemächlich weiterschlendert. In diesem Fall werden die Hundebesitzer generell aktiv und rufen ihre Hunde sehr schnell zurück. Dieser Mann ist friedlich und tut Niemanden was.
        Er macht im Prinzip das Gleiche, wie die Hundebesitzer, er demonstriert ein Angriffspotential. Was hälst du von einem solchen verhalten, einen Dolch in der Öffentlichkeit herumzutragen? Etwa assozial?
        Genauso betrachte ich die besitzer großer gefährlich scheinender Hunde, die ihre Tiere frei rumlaufen lassen.

        Gruß
        Carlos
      • von Tanja 1
        Re: Es hat wirklich etwas mit Psychologie zu tun.
        Hallo Carlos, es ist nun mal so, dass es verschiedene Hunderassen mit
        unterschiedlicher Motivation gezüchtet und gehalten werden. Es
        da haben wir's doch wieder. Das Problem ist die Motivation des verantwortlichen Menschen. Kein Hund ist aufgrund seiner Rassezugehörigkeit, Größe, "Drolligkeit" oder was auch immer aggressiv oder freundlich. Ich habe mit meinen beiden (Schäferhund und Chihuahua-Mix) soweit ich mich erinnern kann noch niemals Probleme mit anderen Spaziergängern, Joggern, Radfahrern etc. gehabt. Und das liegt allein daran, daß die beiden und ich ein Team sind. Ohne Leine sicher mehr als mit. Er macht im Prinzip das Gleiche, wie die Hundebesitzer, er
        demonstriert ein Angriffspotential. Was hälst du von einem
        solchen verhalten, einen Dolch in der Öffentlichkeit
        herumzutragen? Etwa assozial?
        Sicher ist das assozial. Wäre analog zum Zähnezeigen des Hundes, ist eine absolute Drohgebärde. Doch allein die Existenz eines Hundes ist nun mal keine Bedrohung. Genauso wenig wie jemand, der einen Dolch halten könnte, eine Bedrohung ist.
        Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin generell dagegen, andere Tiere zu instrumentalisieren und deswegen auch kein Freund der "Hundehaltung", aber deswegen sollten Hunde nicht noch darunter leiden, daß sie von einigen Menschen zu bestimmten "Zwecken" gezüchtet, erzogen, was auch immer, werden. Genauso betrachte ich die besitzer großer gefährlich
        scheinender Hunde, die ihre Tiere frei rumlaufen
        lassen.
        Wenn ich spät abends allein unterwegs bin und ein fremder Mann kommt mir entgegen, kann es unter Umständen passieren, daß ich mir überlege, was ich im Falle eines Angriffs seinerseits tun würde. Doch würde das eine Forderung nach einem Ausgangsverbot für Männer ab Einbruch der Dunkelheit rechtfertigen? ;-)

        Die Hunde, die bei mir leben, sind beide Opfer der "Haustierzucht", ich werde sie nicht noch weiter leiden lassen indem ich ihnen das ausgelassene Toben beim Spazierengehen verbiete. Vorraussetzung dafür ist natürlich immer, daß man sich aufeinander verlassen kann. Und da ist eine Ausbildung von Leuten, die Hunde bei sich aufnehmen, sicher sinnvoller als ein Leinenzwang und dürfte langfristig auch eher zur Bekämpfung irrationaler Ängste Dritter geeignet sein.

        Tanja
      • Re^2: Es hat wirklich etwas mit Psychologie zu tun
        Hallo Carlos, Das Problem ist die Motivation des
        verantwortlichen Menschen. Kein Hund ist aufgrund seiner
        Rassezugehörigkeit, Größe, "Drolligkeit" oder was auch immer
        aggressiv oder freundlich.
        Falsch! Charaktereigenschaften lassen sich genauso in eine Zucht einbringen, wie Größe, Fellfarbe, Kopfform und weiteres.

        Bitte komm mir jetzt nicht mit der Mär "der Hund ist von Natur aus aus Edel und gut und nur der böse böse Mensch mißbraucht ihn". Hunde sind domistizierte und teilweise deutlich degenerierte Abkömmlinge vom Wolf. Im Laufe der Jahrtausende gab es verschiedene Zuchtrichtungen, vom absoluten Schoßtier (Pekinese) bis zum Kalb (Dänische Dogge), vom Jadhund bis zum gutmütigen Arbeitstier. Alle dies Zuchtrichtungen fließen in die heutigen Hunderassen rein. Und was dabei rauskommt ist KEINE Natur.

        Bestimmte Hunde werden zum Schutz von Haus und Hof verwendet, und es soll sogar Frauen geben, die sih Nachts sicher fühlen, wenn sie einen als gefährlich scheinenden Hund an ihrer Seite führen.
        Es gibt Kreise, in denen ein Hund von bestimmten Rassen als Statussymbol und Waffe gilt. Es gibt schließlich sogar Polizeihundestaffeln, die bei Demonstrationen mitgenommen werden.
        Kurzum, Hunde können die Funktion von Waffen erfüllen. Wenn ich spät abends allein unterwegs bin und ein fremder Mann
        kommt mir entgegen, kann es unter Umständen passieren, daß ich
        mir überlege, was ich im Falle eines Angriffs seinerseits tun
        würde. Doch würde das eine Forderung nach einem Ausgangsverbot
        für Männer ab Einbruch der Dunkelheit rechtfertigen? ;-)
        Alles klar, falls ich dir irgendwann Nachts begegnen sollte.
        - Ich ändere meine Richtung und fange an dir nachzulaufen.
        - Ich nähere mich dir eilends
        - Ich hole dich ein und betrachte dich aus der nächste Nähe, wobei ich dich umrunde.
        - Und während dir der Angstschweiß die Stirne runterläuft, ruft eine Frau aus 50 Meter Entfernung "Keine Angst, der möchte sie nur kennenlernen.". Die Hunde, die bei mir leben, sind beide Opfer der
        "Haustierzucht", ich werde sie nicht noch weiter leiden lassen
        indem ich ihnen das ausgelassene Toben beim Spazierengehen
        verbiete.
        Wie man das Leiden der Haustierzucht eliminiert. Man schafft sich kein Haustier an. Wenn das Alle machen, gäbe es bald keine Haustiere mehr.
        Ich sehe die Sache anders. Ich bin ein degenerierter Stadtmensch, der in einer künstlichen Umgebung lebt und sich dort wohlfühlt. Ich habe degenierte Wohnungskatzen, die sich bei mir wohlfühlen. Und da ist eine Ausbildung
        von Leuten, die Hunde bei sich aufnehmen, sicher sinnvoller
        als ein Leinenzwang und dürfte langfristig auch eher zur
        Bekämpfung irrationaler Ängste Dritter geeignet sein.
        Ok, was hälst du von Leinenzwang, bis eine Ausbildungspflicht für Hundehalter allgemein umgesetzt wurde?

        Gruß
        Carlos
      • von Tanja 0
        Re^3: Es hat wirklich etwas mit Psychologie zu tun
        Hallo Carlos, Falsch! Charaktereigenschaften lassen sich genauso in eine
        Zucht einbringen, wie Größe, Fellfarbe, Kopfform und weiteres.
        Beleg? ;-)
        Ein Kind, welches von einer Bankräuberin und einem Vergewaltiger gezeugt wird, hat also schon "böse Gene"? ;-) Alles klar, falls ich dir irgendwann Nachts begegnen sollte.
        - Ich ändere meine Richtung und fange an dir nachzulaufen.
        - Ich nähere mich dir eilends
        - Ich hole dich ein und betrachte dich aus der nächste Nähe,
        wobei ich dich umrunde.
        - Und während dir der Angstschweiß die Stirne runterläuft,
        ruft eine Frau aus 50 Meter Entfernung "Keine Angst, der
        möchte sie nur kennenlernen.".
        Ich sprach von dem Mann, der da einfach nur rumläuft. Genau wie die unzähligen Hunde, die einfach nur spazierengehen ohne auf Menschen zuzurennen, zu kläffen oder gar zu beißen. Wie man das Leiden der Haustierzucht eliminiert. Man schafft
        sich kein Haustier an. Wenn das Alle machen, gäbe es bald
        keine Haustiere mehr.
        Drum käme ich ja auch niemals auf die Idee, einen Hund, eine Katze etc. zu "kaufen" sondern nehme nur die bei mir auf, die keine Chance mehr haben. (aber das nur am Rande) Ok, was hälst du von Leinenzwang, bis eine Ausbildungspflicht
        für Hundehalter allgemein umgesetzt wurde?
        Wer Leinenzwang verordnen kann, kann auch Ausbildungspflicht verordnen. Leinenzwang kann keine "Übergangslösung" sein, da viele Hunde hinterher noch viel mehr Probleme hätten/machen würden. Es ist schlicht unmöglich, daß ein Hund seinem Bewegungsbedürfnis nachkommt, wnen er niemals frei laufen darf, genauso unmöglich ist es, ihn an der Leine mit genügend Sinnesreizen zu konfrontieren. Da wird dort mal geschnuppert, hier gebuddelt, da ein anderer Hund zu einem kurzen Spielchen aufgefordert.... Die meisten Hunde, die einen richtigen Schlag weg haben, sind die, die das alles nicht haben können. Die überhaupt nicht in der Lage sind, mit anderen Hunden, schreienden und rennenden Kidern etc. umzugehen weil sie immer nur "kurzgehalten" werden. Es gibt z.B. nicht selten Kinder, die gerade auf angeleinte Hunde zustürmen, ohne sich um das Rufen ihrer Eltern zu kümmern (hm, Anleinpflicht für Kinder? ;-)). Du behauptest, die Leine sei ein Schutz vor aggressiven, nicht gut erzogenen Hunden, doch in dem Fall wird sie zum Verhängnis. Denn der Hund hat keinerlei Ausweichmöglichkeiten, kann sich nicht zurückziehen und der Mensch (der ja schon zu blöd war, seinen Hund zu erziehen) steht hilflos daneben. Das war nur ein Beispiel um zu verdeutlichen, daß die Leine nicht mal schützt. Ich habe auch schon einige Male erlebt, daß ein älterer Mensch vor Schreck die Leine fallen ließ als sein Hund anfing zu bellen. Das Resultat war einmal, daß ein rasender (immerhin kniehoher Pudelmix) auf Ali zuraste, durch die hinter ihm herklapperde Flexileine sicher erst so richtig angestachelt und sich beißend auf ihn stürzte. Ali bleibt da meist gelassn, er hat den kleineren einfach umgeworfen und knurrend gewartet, bis ich dann am Schlawittchen gepackt hatte; doch ein kleines Kind in derselben Situation hätte sicher mehr abgekriegt und hätte sich niemals so zu helfen gewußt.

        Meine beiden dagegen rennen mit einer ganzen Kindergartengruppe über die Wiese (treffe ich immer mal wieder bei Spazierengehen, die Kinder jubeln schon, wenn sie uns sehen ;-)). Ich stehe selbstverständlich mit den Erzieherinnen immer daneben, denn nicht die beiden Hunde sind unberechenbar sondern eher die Kinder. Und die lernen wiederum auf nette Art und Weise, wie man sich Hunden gegenüber verhält (also nicht einfach drauf zurennen, erst fragen, dann nie einfach von hinten anfassen usw.) bzw. keine Angst zu haben.
        So, jetzt habe ich ja einen ganzen Roman geschrieben, der wahrscheinlich noch ewig fortsetzbar wäre. Ich hoffe, daß nun etwas deutlicher geworden ist, warum so eine Anleinpflicht gefährlich für beide Seiten werden kann und deswegen nur eine fundierte Ausbildung ein wirksames Mittel gegen Aggressionen bei Hunden und Ängsten bei Menschen sein kann.

        Tanja
      • von Schnoof 0
        OT: Es hat nicht nur etwas mit Psychologie zu tun
        Falsch! Charaktereigenschaften lassen sich genauso in eine
        Zucht einbringen, wie Größe, Fellfarbe, Kopfform und weiteres.
        Beleg? ;-)
        Ein Kind, welches von einer Bankräuberin und einem
        Vergewaltiger gezeugt wird, hat also schon "böse Gene"? ;-)
        Ich hoffe, ich enttäusche Dich nun nicht, aber man hat tätsächlich bei einem sehr großen Teil an Mördern ein defektes Gen gefunden, daß diesbezüglich zu verminderten Hemmungen zu führen schien. Das Problem ist: nicht jeder, der dieses Gen hat, wird nun zum Mörder, aber fast alle Mörder haben dieses Gen.

        Und ja, manche Hunderassen wurden nicht nur auf körperliche Merkmale gezüchtet, sondern auch auf charakterliche Merkmale. Und so gibt es eben auch Rassen, die überwiegend aggressiver als andere sind. Da brauch ich keine Belege für suchen, das ist allgemein bekannt. Nicht umsonst werden Rassen auch in ihren charakterlichen Merkmalen beschrieben. Es gibt sicher bei jeder Rasse ihre Ausnahmen - aber es bleiben eben nur Ausnahmen. Wofür wurde der Filo brasileiro gezüchtet? Ein solcher Hund in falschen Händen ...

        Bis denne!
        Schnoof
      • Re^4: Es hat wirklich etwas mit Psychologie zu tun
        Hallo Tanja, Ein Kind, welches von einer Bankräuberin und einem
        Vergewaltiger gezeugt wird, hat also schon "böse Gene"? ;-)
        Das Beispiel ist schlecht gewählt, weil sich Gesetzestreue wohl schlecht in genetischen Eigenschaften darstellen lässt. Im Prinzip funktioniert so etwas beim Menschen. Bilde eine Populationvon Cholerikern und sorge dafür, dass sich immer die chloreksten Kinder in die "Zucht" weitergeben. Nach fünf bis sieben Generationen kannst du davon ausgehen, dass du Menschen erhälst, die schwer mit ihrer Selbstbeherrschung zu kämpfen haben.

        Zu dem angeblichen Mördergen, welches Snoof erwähnt hat möchte ich mich nicht äußern. Aber in jedem Buch, welches sich mit Tierrassen und Zucht auseinandersetzt, werden hervorstechende Eigenschaften von bestimmten Rassen beschrieben.

        Du erzählst die ganze Zeit, wie gut erzogen und lieb deine Hunde sind und ich glaube dir. Das Problem ist aber, dass du nicht das Maß der Dinge bist. Viele Hunde sind nicht lieb und gut erzogen. Sie sind das Maß der Dinge.
        Was die Leine betrifft, denke ich, dass dies eine Glaubensfrage ist.

        Gruß
        Carlos Wie man das Leiden der Haustierzucht eliminiert. Man schafft
        sich kein Haustier an. Wenn das Alle machen, gäbe es bald
        keine Haustiere mehr.
        Drum käme ich ja auch niemals auf die Idee, einen Hund, eine
        Katze etc. zu "kaufen" sondern nehme nur die bei mir auf, die
        keine Chance mehr haben. (aber das nur am Rande) Ok, was hälst du von Leinenzwang, bis eine Ausbildungspflicht
        für Hundehalter allgemein umgesetzt wurde?
        Wer Leinenzwang verordnen kann, kann auch Ausbildungspflicht
        verordnen. Leinenzwang kann keine "Übergangslösung" sein, da
        viele Hunde hinterher noch viel mehr Probleme hätten/machen
        würden. Es ist schlicht unmöglich, daß ein Hund seinem
        Bewegungsbedürfnis nachkommt, wnen er niemals frei laufen
        darf, genauso unmöglich ist es, ihn an der Leine mit genügend
        Sinnesreizen zu konfrontieren. Da wird dort mal geschnuppert,
        hier gebuddelt, da ein anderer Hund zu einem kurzen Spielchen
        aufgefordert.... Die meisten Hunde, die einen richtigen Schlag
        weg haben, sind die, die das alles nicht haben können. Die
        überhaupt nicht in der Lage sind, mit anderen Hunden,
        schreienden und rennenden Kidern etc. umzugehen weil sie immer
        nur "kurzgehalten" werden. Es gibt z.B. nicht selten Kinder,
        die gerade auf angeleinte Hunde zustürmen, ohne sich um das
        Rufen ihrer Eltern zu kümmern (hm, Anleinpflicht für Kinder?
        ;-)). Du behauptest, die Leine sei ein Schutz vor aggressiven,
        nicht gut erzogenen Hunden, doch in dem Fall wird sie zum
        Verhängnis. Denn der Hund hat keinerlei Ausweichmöglichkeiten,
        kann sich nicht zurückziehen und der Mensch (der ja schon zu
        blöd war, seinen Hund zu erziehen) steht hilflos daneben. Das
        war nur ein Beispiel um zu verdeutlichen, daß die Leine nicht
        mal schützt. Ich habe auch schon einige Male erlebt, daß ein
        älterer Mensch vor Schreck die Leine fallen ließ als sein Hund
        anfing zu bellen. Das Resultat war einmal, daß ein rasender
        (immerhin kniehoher Pudelmix) auf Ali zuraste, durch die
        hinter ihm herklapperde Flexileine sicher erst so richtig
        angestachelt und sich beißend auf ihn stürzte. Ali bleibt da
        meist gelassn, er hat den kleineren einfach umgeworfen und
        knurrend gewartet, bis ich dann am Schlawittchen gepackt
        hatte; doch ein kleines Kind in derselben Situation hätte
        sicher mehr abgekriegt und hätte sich niemals so zu helfen
        gewußt.

        Meine beiden dagegen rennen mit einer ganzen
        Kindergartengruppe über die Wiese (treffe ich immer mal wieder
        bei Spazierengehen, die Kinder jubeln schon, wenn sie uns
        sehen ;-)). Ich stehe selbstverständlich mit den Erzieherinnen
        immer daneben, denn nicht die beiden Hunde sind unberechenbar
        sondern eher die Kinder. Und die lernen wiederum auf nette Art
        und Weise, wie man sich Hunden gegenüber verhält (also nicht
        einfach drauf zurennen, erst fragen, dann nie einfach von
        hinten anfassen usw.) bzw. keine Angst zu haben.
        So, jetzt habe ich ja einen ganzen Roman geschrieben, der
        wahrscheinlich noch ewig fortsetzbar wäre. Ich hoffe, daß nun
        etwas deutlicher geworden ist, warum so eine Anleinpflicht
        gefährlich für beide Seiten werden kann und deswegen nur eine
        fundierte Ausbildung ein wirksames Mittel gegen Aggressionen
        bei Hunden und Ängsten bei Menschen sein kann.

        Tanja
      • von Tanja 0
        Re^5: Es hat wirklich etwas mit Psychologie zu tun
        Hallo Carlos, Das Beispiel ist schlecht gewählt, weil sich Gesetzestreue
        wohl schlecht in genetischen Eigenschaften darstellen lässt.
        Hm, nicht wirklich, hat ja auch was mit Sozialverhalten bzw. Ethik zu tun. Im Prinzip funktioniert so etwas beim Menschen. Bilde eine
        Populationvon Cholerikern und sorge dafür, dass sich immer die
        chloreksten Kinder in die "Zucht" weitergeben. Nach fünf bis
        sieben Generationen kannst du davon ausgehen, dass du Menschen
        erhälst, die schwer mit ihrer Selbstbeherrschung zu kämpfen
        haben.
        Da sind wir ja vollkommen einer Meinung. :-) Nur bleibt die Frage, ob das durch das Umfeld erlernt oder bereits angeboren ist. Zu dem angeblichen Mördergen, welches Snoof erwähnt hat möchte
        ich mich nicht äußern. Aber in jedem Buch, welches sich mit
        BILD Dir Deine Meiung. *fg* Tierrassen und Zucht auseinandersetzt, werden hervorstechende
        Eigenschaften von bestimmten Rassen beschrieben.
        Doch bei keiner Rasse steht: "ist besonders aggressiv" o.ä. Du erzählst die ganze Zeit, wie gut erzogen und lieb deine
        Hunde sind und ich glaube dir. Das Problem ist aber, dass du
        nicht das Maß der Dinge bist. Viele Hunde sind nicht lieb und
        gut erzogen. Sie sind das Maß der Dinge.
        Hm, die meisten Hunde, die ich kenne, sind "lieb" - nur achtet auf die eben keiner. Die meisten Männer, die ich kenne, sind auch "lieb". Auf diese Frage, ob denn eine Minderheit das "Maß der Dinge" sein kann, wollte ich ja hinaus. Was die Leine betrifft, denke ich, dass dies eine
        Glaubensfrage ist.
        Glauben heißt nur eben nicht wissen. ;-)
        Jemand, der sich noch nie mit Hunden beschäftigt hat, wiegt sich natürlich in Sicherheit, wenn ein Hund an der Leine ist. Gerade gestern bin ich in der Stadt (wo meine beiden zumindest tagsüber auch an der Leine sind) durch einen Pulk spielender Kinder gelaufen. Ein Kind auf Rollschuhen stürzte sich urplötzlich von hinten mit einem Höllenlärm auf Ali, wollte ihn streicheln, rollte dabei weg und fiel auf Alis Rücken. Der Hund hat Spondylose und ich hätte es ihm in dem Moment nicht mal verdenken können, wenn er vor Schmerzen zugebissen hätte (wäre ich übrigens trotzdem haftbar gewesen, auch wenn die Eltern zu blöd waren, ihrem Kind was zu fremden Hunden zu erzählen). Dieses Kind hätte sich niemals so auf den Hund gestürzt, wenn er nicht an der Leine gewesen wäre. Daß Kinder aber nun mal etwas tolpatschig sind und man mit ihnen nachsichtig sein muß, hat Ali in vielen Begegnungen mit Kindern gelernt - ohne Leine.
        Ein ordentliches Sozialverhalten lernt man weder mit Fußfesseln, noch in Handschellen und als Hund auch nicht an der Leine. Und jeder Hund, der dieses nicht erlernt hat, ist ein potentieller Gewalttäter, nicht der, der ohne Leine läuft.

        Tanja

        PS: Hunde können das übrigens auch noch sehr spät lernen, Ali kam z.B. vollkommen durch den Wind zu mir und hat dann hier die Sicherheit gefunden, Situationen richtig einschätzen zu können.
      • von Enno Sandner (abgemeldet) 0
        Re^2: Statistiken und Laternenpfähle
        Hallo,
        nun diese "Handschellen" gibt es in Form von Gesetzen, die jedem bekannt sein sollten - auch die Konsequenzen, die aus deren Mißachtung erwachsen. Beim Tier sieht das anders aus - es ist sich nicht darüber klar, welchen menschlichen "Spielregeln" es unterworfen ist. Ich könnte mit freilaufenden Hunden leben, wenn:

        o Die Meldepflicht kontrollierbar wäre und kontrolliert würde (z.B. scanbaren Chip am Halsband).
        o Die Pflicht für eine Art "Hundeführerschein" bestehen würde und diese wiederrum leicht kontrollierbar wäre.
        o Der Angriff eines Hundes gleichwertig zum Angriff des Halters mit einer Waffe behandelt würde (d.h. mind. gefährliche Körperverletzung, i.allg. resultiert daraus mind. eine Vorstrafe).

        Dann wären die assozialen Elemente schnell entfernt und solche nutzlosen Diskussionen hinfällig.

        Gruss
        Enno
      • von karl-heinz schäfer (abgemeldet) 6
        an die befuerworter der hundefreiheit
        hallo,
        die eingangsfrage von carlo war: wie beurteilt ihr das als tierfreunde?
        moeglicherweise ist meine erste antwort zu drastisch, also klartext:

        ich bin unbedingt dafuer, dass hunde in der stadt, wo sie auf andere menschen treffen konennen, angeleint werden!
        es gibt naemlich eine vielzahl von menschen - u.a. mich - die angst vor freilaufenden hunden haben.

        die hundebesitzer sagen nun: du musst den hund verstehen, dann wird deine angst weichen.
        dazu sage ich: NEIN! der hundebesitzer muss MICH verstehen, und durch entsprechende massnahmen dafuer sorgen, dass ueberhaupt keine angst entsteht.

        ich habe jahrelang in einem waldgruendstueck gewohnt, in derem umfeld gutmeinende hundebesitzer ihre tiere frei rumlaufen liessen. so viel verstaendnis ich fuer bewegungsdrang der tiere habe: spaetestens wenn sie eine faehrte aufgenommen haben oder ein tier sehen, werden sie fuer die meisten besitzer unbeherrschbar, und mit einem angestacheltem instinktverhalten machen sie kaum noch unterschiede zwischen kleintieren, radfahrern oder spielenden kindern.

        wenn dann der besitzer bei einem "zwischenfall" noch wenigstens einsicht zeigt, und fuer das verhalten seines hundes verstaendnis erbittet, kann ich das akzeptieren - wenn der besitzer jedoch darauf beharrt, dass sein tier "nur spielen will" und verlangt, dass ich mich in diese spielregeln einfuege, dann bin ich um jede kraetur froh, die vom foerster zu recht abgeknallt wird.
        gruss
        khs
    • Antwort von Maja (abgemeldet) 0
      Re: Leinenzwang in Frankfurt/M
      Hi Carlos,

      in der Stadt, in Straßen, auf Spielplätzen, auf Grünanlagen die von Menschen hochfrequentiert sind, da finde ich muß ein Hund an der Leine laufen ja. Und in öffentlichen Verkehrsmitteln mit Maulkorb, damit habe ich keine Probleme.

      Bei Pferden ist das Dilemma ja ähnlich....
      Überall hats Verbotsschilder...
      Reiterwege werden extra ausgewiesen, aber kein Fußgänger hält sich daran, und wundert sich dann, wenn die Wege schlecht begehbar sind, oder ihnen dauernd Viehzeug über den Weg läuft..

      Alle Welt lebt in der Stadt und just dann, wenn ein Stadtmensch einmal die Lust verspührt in den Wald zu gehen, dann haben sofort alle Wege für ihn offen zu sein, damit Stadtmensch sich in dem bißchen Natur das wir noch haben frei bewegen kann....um dann mit Fahrrädern und Bälgern querfeldein kreischend ihre Anwesenheit kundzutun, oder mit Mountainbikes durch das Dickicht zu heizen...oder zu Picknicken und den Müll da liegen zu lassen. Und das an Stellen tief im Wald, man glaubt es kaum.

      Einen Hund dauerhaft und überall an der Leine zu halten ist Tierquälerei. Ein gut erzogener Hund hat einen Einflussradius seitens Besitzer von 50m ein jagdlich geführter Hund noch mehr.
      Ich persönlich habe mich mit meinem Getier immer versucht abseits der Menschenmenge zu bewegen, und trotzdem, egal wo ich hin bin...immer war Mensch schon dort und fühlte sich belästigt...nicht selten waren das Menschen mit Drahteseln unterm Hintern.


      Ein Hund hat angeblich angeleint zu sein:

      - auf städtischen Grünflächen
      -Auf Kinderspielplätzen herrscht absolutes Hundeverbot und das finde ich gut.
      - In Wohngebieten (wegen der Leute)
      - Im Wald (Wegen dem Wild, dem Jäger und wegen der Leute)
      - Auf dem Feld (Wegen Dem Bauern, seiner Saat, dem Wild, dem Jäger und wegen der Leute)
      Zu dem Thema Jäger lass ich mich hier nicht weiter aus...nur soweit: Pflanzt wieder Wölfe an! ;-)

      Ja Leuts...klingt total meschugge gell?

      Also kann es nur eins geben:
      Rottet alle Hunde aus!

      Oder für die, die weiterdenken und weiterdenken wollen, oder dazu fähig sein könnten:

      Hier bin ich Mensch hier will ich (mit den Meinen) sein und wenn das Hunde sind, oder Pferde, oder Giraffen.



      LG Maja

      PS interessant war auch die Statistik der Beissunfälle die hier angeführt wurde...interessant auch der Schwerpunkt auf Schäferhunde, nicht etwa auf sog. Kampfhunde...wobei ich dazu auch was zu sagen hätte...aber die Pudel oder der Afghane, oder Cocker die mich schon gebissen haben, da leider weniger ins Gewicht fallen.
      1 Kommentare
      • Re^2: Leinenzwang in Frankfurt/M
        Hallo Maja, Einen Hund dauerhaft und überall an der Leine zu halten ist
        Tierquälerei.
        Is dem wirklich so?? Ein gut erzogener Hund hat einen Einflussradius
        seitens Besitzer von 50m ein jagdlich geführter Hund noch
        mehr.
        Was ist mit dem mäßig oder gar nicht erzogenen Hunden? Gibt es das häufiger? Ich persönlich habe mich mit meinem Getier immer versucht
        abseits der Menschenmenge zu bewegen, und trotzdem, egal wo
        ich hin bin...immer war Mensch schon dort und fühlte sich
        belästigt...nicht selten waren das Menschen mit Drahteseln
        unterm Hintern.


        Ein Hund hat angeblich angeleint zu sein:
        Kurzum nahezu überall, außer auf dem eigenen Grundstück. Zu dem Thema Jäger lass ich mich hier nicht weiter aus...nur
        soweit: Pflanzt wieder Wölfe an! ;-)
        Einverstanden, genauso den Luchs. Aber da haben die Jäger und die Hundebesitzer was dagegen. PS interessant war auch die Statistik der Beissunfälle die
        hier angeführt wurde...interessant auch der Schwerpunkt auf
        Schäferhunde, nicht etwa auf sog. Kampfhunde...wobei ich dazu
        auch was zu sagen hätte...aber die Pudel oder der Afghane,
        oder Cocker die mich schon gebissen haben, da leider weniger
        ins Gewicht fallen.
        Das Problem bei den sogenannten Kampfhunden ist nicht die Häufigkeit der Bisse, sondern das, was sie mit dir machen. Wenn nun ALLE Hunderassen zubeißen, sind Rassen die lebende Waffen darstellen ein Problem. Insbesondere dann, wenn sie frei zugängliche Waffen sind.

        Gruß
        Carlos