Versicherungen
Von: Јörg, 9.1.2002 07:47 Uhr
Hallo Experten!
Ich überlege, zu einer billigeren Krankenversicherung zu wechseln. Die fangen bei 11,2% an (Mobil Oil BKK), jetzt zahle ich 13,7% (TK).
Gibt es irgendwelche Nachteile, wenn man bei so einer Billigkasse versichert ist?!
Mir ist bekannt, daß einige Kassen Naturheilverfahren bezahlen, obwohl sie das nicht müssten - das meine ich hier aber nicht. Ich denke viel mehr an Ärzte, die vielleicht lieber mit einer "großen" (und teuren) Kasse abrechnen als mit einer kleinen BKK.
Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht?!

Schon mal Danke für eure Antworten!

cu Jörg



  1. Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 1
    Leider ja
    Moin Jörg,

    ja, leider gibt es Nachteile. Es stimmt zwar, daß die Kassenleistungen im Grunde überall gleich sind, die Ärzte rechnen allerdings wirklich lieber mit den Königskassen wie TK, Barmer, etc. ab.

    Ich bin vor einigen Jahren auch zu einer BKK gewechselt und plötzlich redete mein Hausarzt nur noch über Geld und wie wenig er doch bei den BKKs bekäme. Konkret verweigerte er mir eine bestimmte Untersuchung, weil es sich für ihn nicht rechnen würde. Natürlich so formuliert, daß es juristisch nicht angreifbar ist, aber der Tenor war klar.

    Ich habe den Raffzahn zwar in den Wind geschossen, aber was hilft´s? Vertrauen ist die grundlegende Voraussetzung für eine Arzt-Patienten-Beziehung und diese Basis ist leider für alle Zeiten und für alle Ärzte zerstört. Die Crux an der Sache ist halt, daß Du als Patient nicht wirklich weißt, welche Behandlung sinnvoll ist, so daß das Argument der Einklagbarkeit von Leistungen leider auch nicht zieht.

    Hier in Berlin fand letztes(?) Jahr übrigens ein regelrechter Krieg gegen Bkkler statt (sehr langes Warten, herablassende Behandlung, etc.)

    So ungern ich das sage, aber wenn Du nicht zu den Glücklichen gehörst, die ihre Ärzte aus dem Freundeskreis rekrutieren, kannst Du Dir bei den Bkks einfach nicht sicher sein.

    Gruß Dirk
    5 Kommentare
    • zum Glück: nein!
      hallo Dirk
      ja, leider gibt es Nachteile. Es stimmt zwar, daß die
      Kassenleistungen im Grunde überall gleich sind, die Ärzte
      rechnen allerdings wirklich lieber mit den Königskassen wie
      TK, Barmer, etc. ab.
      Die BKK´s sind teilweise kulanter als die AOK. Diese und die Ersatzkassen sind nur im Beitrag Königskasse.
      Ich bin vor einigen Jahren auch zu einer BKK gewechselt und
      plötzlich redete mein Hausarzt nur noch über Geld und wie
      wenig er doch bei den BKKs bekäme. Konkret verweigerte er mir
      eine bestimmte Untersuchung, weil es sich für ihn nicht
      rechnen würde. Natürlich so formuliert, daß es juristisch
      nicht angreifbar ist, aber der Tenor war klar.
      Diese Ärzte wollten von Dir eine Zuzahlung herausschinden.
      Ich habe den Raffzahn zwar in den Wind geschossen, aber was
      hilft´s? Vertrauen ist die grundlegende Voraussetzung für eine
      Arzt-Patienten-Beziehung und diese Basis ist leider für alle
      Zeiten und für alle Ärzte zerstört. Die Crux an der Sache ist
      halt, daß Du als Patient nicht wirklich weißt, welche
      Behandlung sinnvoll ist, so daß das Argument der
      Einklagbarkeit von Leistungen leider auch nicht zieht.
      Die ganzen Kassen zahlen dem Arzt eine Pauschale, die etwa dem 1,5-fachen Satz der GOÄ entspricht. Bei Gerätemedizin sogar noch weniger. Hier sind die Ärzte (zum Glück nicht alle) gerne zur schwarz/weiss Malerei bereit. Um dann evtl. den Patienten (Kunden) dazu zu veranlassen, einzelne Behandlungen oder gar alle privat abzurechnen. Das wird dann mit dem 2,3 -fachen Satz der GOÄ gemacht...manchmal sogar zum Höchstsatz (3,5) der GOÄ.
      Diese linken Vögel sollten eigentlich veröffentlicht werden.
      Hier in Berlin fand letztes(?) Jahr übrigens ein regelrechter
      Krieg gegen Bkkler statt (sehr langes Warten, herablassende
      Behandlung, etc.)

      So ungern ich das sage, aber wenn Du nicht zu den Glücklichen
      gehörst, die ihre Ärzte aus dem Freundeskreis rekrutieren,
      kannst Du Dir bei den Bkks einfach nicht sicher sein.
      Das halte ich absolut für falsch!
      Gut (oder besser: schlecht), Du hast hier schlechte Erfahrung gemacht. Doch das sind Ausnahmen. Wie gesagt, die Leistungen sind bei den BKK´s identisch und in Kleinigkeiten sogar besser.
      Ließ mal hier im Archiv dazu nach. Es sind genügend Stimmen, die genau das Gegenteil sagen.
      Grüße
      Raimund
    • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
      ... oder doch?
      Hallo Raimund,

      zu den Detailfragen (Abrechnungssatz, etc.) kann ich als Patient leider nichts sagen, aber das interessiert mich auch nicht. Also, hier in diesem Rahmen zwar schon, aber nicht, wenn ich meinem Arzt gegenüber sitze. Gut (oder besser: schlecht), Du hast hier schlechte Erfahrung
      gemacht. Doch das sind Ausnahmen.
      Nein, leider nicht. Ging damals auch groß durch die Presse. Ich habe Dir mal einen Link rausgesucht:

      http://www2.tagesspiegel.de/archiv/2000/11/26/ak-be-...

      Ein Einzelfall war es also mit Sicherheit nicht, eher schon ein organisierter Streik und da kommt mir nun mal die Galle hoch.

      Gruß Dirk
    • Re: ... oder doch?
      hallo Dirk,
      Das war vor über einem Jahr. Und so viel ich weiß, auch nur in einzelnen Regionen.
      So wie ich informiert bin, erhalten die Ärzte von den BKK die gleiche Behandlungspauschale, wie von den etablieten.
      Doch eines muss man zu der Berliner Ärztehanmdlung sagen: wenn die Patienten nicht gekuscht hätten, sondern dem Arzt "eine auf´s Maul" (im übertragenen Sinne natürlich) gegeben hätten, wären solche Vorkommnisse damals Einzelfälle gewesen. Ich hätte meinen Arzt sehr deutlich zurechtgestoßen. So, wie ich ihm sehr deutlich meine meinung sagte, als er mich eine 3/4 Stunde im wartezimmer hat sitzen lassen. Er machte das dann nie mehr wieder. Ich bin schließlich sein Arbeitgeber. Ich zahle. Nicht er! Wenn mich mein automechaniker frech angeht, dann wechsele ich die Werkstatt. Und überlege, ob ich mich bei der Automarke, die er vertritt über sein Benehmen beschwere. Beim Arzt die Ärztekammer.
      Aber dass Dir da die Galle überläuft, kann ich sehr gut verstehen. Dem Arzt hätte ich wahrscheinlich die Krawatte enger gebunden.

      Grüße
      Raimund
    • von Αnоnүm (abgemeldet) 0
      Keine Angst ...
      ... ich bin ihm schon gehörig auf die Füße getreten. Er kann mir jedenfalls seitdem nicht mehr in die Augen schauen, wenn wir uns auf der Straße begegnen.

      Trotzdem machst Du es Dir mit Deinem Wunsch nach einem Patientenaufstand etwas zu leicht. Um nur mal ein Beispiel zu nennen: Das alte Muttchen, das Zeit ihres Lebens die Ärzte als Autorität angesehen hat, wird wohl nicht zu solch Aufmüpfigkeit in der Lage sein. Ähnliche, mit der Muttermilch aufgesogene Obrigkeitshörigkeit findet man quer durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten.

      Grundsätzlich gebe ich Dir natürlich Recht: Die Macht liegt beim Patienten. Aber das wissen wir ja auch hinsichtlich unserer Eigenschaft als Konsument und nutzen es nicht.

      Gruß Dirk
    • von Μаrсо 0
      Re: Keine Angst ...
      Hi Dirk,

      nur diese Muttermilchmenschen wechseln ja nun auch aufgrund der Obrigkeitshörigkeit selten in eine BKK ;-)

      Gruß
      Marco
  2. Re: billige Krankenversicherung - gibts Nachteile?
    Hallo!

    So billig sind die ja auch wieder nicht.Wenn man sich mal ansieht
    dass ja vor allem junge,gesunde(=billige)und gut verdienende
    Leute abgeworben werden ist klar dass die es sich leisten koennen
    weniger Beitrag zu fordern.Allerdings ist es soweit ich weiss
    auch ueblich dass die Beitraege dann mit erhoehtem Risiko,also
    wenn du aelter wirst,kreftig anziehen.Frau und Kind kosten
    sowieso extra.Ob die wirklich billig sind siehst du erst wenn
    du mal eine Rechnung ueber 10 Jahre aufstellst.Wenn sie dann
    immer noch deutlich billiger ist dann kannst du wechseln,ansonsten
    wuerde ich es lassen.

    MfG

    Merias
    3 Kommentare
    • Re^2: billige Krankenversicherung - gibts Nachteil
      hallo Merias
      Du verwechselst GKV mit PKV!
      Hier wurde nur nach der GKV gefragt. Und hier gibt es außer dem Beirag so gut wie keinen Unterschied. So billig sind die ja auch wieder nicht.Wenn man sich mal
      ansieht
      11,2 % ist sehr preiswert. dass ja vor allem junge,gesunde(=billige)und gut verdienende
      Leute abgeworben werden ist klar dass die es sich leisten
      koennen
      Das ist aber nicht zum Schaden desjenigen, der in so eine BKK wechselt. Denn der Beitrag hat nicht mit dem Alter zu tun. Bei der GKV errechnet sich der Beitrag aus dem Einkommen. weniger Beitrag zu fordern.Allerdings ist es soweit ich weiss
      auch ueblich dass die Beitraege dann mit erhoehtem Risiko,also
      wenn du aelter wirst,kreftig anziehen.
      Das stimmt nicht bei der GKV und auch nicht bei der PKV Frau und Kind kosten
      sowieso extra.
      Nein, bei den Kassen (AOK, BKK, Ersatzkassen) gibt es vorerst noch die Familienversicherung. Ob die wirklich billig sind siehst du erst wenn
      du mal eine Rechnung ueber 10 Jahre aufstellst.
      Auch falsch. Ob 1 Jahr oder 100, wenn die Kasse 11.2% nimmt, sind das auch nur 11,2%. Die Medikamentenzuzahlung usw. sind überall gleich. sollte aber eime Kasse den Beitrag anpassen... na dann wechsele doch einfach! Gibt dann genügend, die nur darauf warten, dass Du kommst. Wenn sie dann
      immer noch deutlich billiger ist dann kannst du
      wechseln,ansonsten
      wuerde ich es lassen.
      Grüße
      Raimund
    • Re^3: billige Krankenversicherung - gibts Nachteil
      Hallo Raimund,
      fuer jemanden, der einen Arzt mit einer Autowerkstatt vergleicht
      (siehe oben) hast Du recht - immer die günstigste Kasse
      suchen.
      Es ist heute nicht mehr primär wichtig welche Leistungen
      man wo bekommt, wer krank ist und bestimmte Leistungen
      benötigt, den sehen alle Kassen sowieso lieber gehen als
      kommen, da sind alle gleich, sogar die PKV`s bilden da keine
      Ausnahmen - also zählt nur noch der Beitrag und sonst nix ????

      Vielleicht sind die alle falsch gestrickt, aber wieso
      kommt es nur, dass immer mehr Leute, die vor einigen Jahren
      in die BKK´S abgewandert sind bei uns plötzlich auf der
      Matte stehen und wieder Mitglied werden wollen, und dies
      trotz eines Beitragsunterschiedes von bis zu 3,3%-Punkten ??

      Und weisst Du, was die Leute antworten ???
      was nützt ein geringer Beitrag wenn der Service nicht stimmt,
      wenn ich nur eine Nummer bin - bei Euch kann ich sogar vor der
      Arbeit persönlich vorbeikommen, ich kenne eure Mitarbeiter
      seit Jahren und Eure Auskünfte waren immer korrekt und
      schnell.
      Ich könnte noch stundenlang so weiter argumentieren,
      aber das lass ich lieber

      Gruss

      Günter
    • Re^4: billige Krankenversicherung - gibts Nachteil
      hallo Günter
      erst mal: ich will Deine DAK nicht schlecht machen. Klar hat eine Kasse, die in ganz deutschland 1000 Filialen hat (habe ich über- oder untertrieben?) einen Besuchervorteil. Doch ist das für mich kein Grund eine Kasse zu wählen. Ich war lange Zeit bei Deiner Konkurrenz (BEK) versichert. Ich habe nie die Filiale besucht. Was soll ich da? Was ich wissen will, kann ich am Telefon erfragen. Ok, ich kenne von den BKKs nur eine etwas näher: die Mann und Hummel in Ludwigsburg. Doch hier kann ich sagen: Topp Service und sehr freundlich am Telefon. Ach ja, mit der BKK KM (stimmt der Name? bin zu faul nachzusehen) hatte ich vor einigen Tagen für einen meiner Kunden auch zu tun. Ebenfalls äußerst freundlich, kooperastiv und schnell. Also, warum soll man dann 3,3% mehr bezahlen? Klar, wer gerne spazieren geht und sich in Kassengebäuden rumdrücken will für den ist die alte Form besser. Doch von den medizinischen Leistungen? Fast vollkommen identisch. Und das zählt bei mir. fuer jemanden, der einen Arzt mit einer Autowerkstatt
      vergleicht
      (siehe oben) hast Du recht - immer die günstigste Kasse
      suchen.
      Wo ist der Unterschied? Beide kurieren eine Maschine: der Arzt den Menschen, der Automechaniker das Auto. Der Unterschied liegt in der Ausbildung und im Verdienst. Früher sagte man: die Autohändler sind die modernen Rosstäuscher...heute kann amn sehr viele Ärzte auch dazu zählen... Auf alle Fälle verlange ich von beiden optimale Arbeit und mir gegenüber Freundlichkeit. Ich muss das meinen Kunden gegenüber auch bringen. Er zahlt, also gibt er an, wie´s laufen soll. Und er will gute Arbeit. Ich rwagiere sauer, wenn gepfuscht wird oder eine Werkstatt (oder Arzt) glaubt für nicht geleistete Arbeit Geld von mir zu kassieren. Es ist heute nicht mehr primär wichtig welche Leistungen
      man wo bekommt, wer krank ist und bestimmte Leistungen
      benötigt, den sehen alle Kassen sowieso lieber gehen als
      kommen, da sind alle gleich, sogar die PKV`s bilden da keine
      Ausnahmen - also zählt nur noch der Beitrag und sonst nix ????
      Das war nu reine Rethorik. Denn ob der Kunde in der DAK ist oder in der BKK Mobiloil ist von der Leistung unerheblich. Wenn er dringend jemanden braucht, der ihn öfters am Händchen nimmt, dann soll er eine Eurter Kassen nehmen. Diesewr Service muss bezahlt werden. Wer aber nur eine Behandlung seiner Krankheit haben will, ist bei der BKK genauso gut aufgehoben. Dafür hat der Gesetzgeber gesorgt. Hier muss ich sagen: leider! besser wäre es, die Kassen dürften im großem Stil ihre Leistungen selbst bestimmen. Dann wäre echter Wettbewerb angesagt. Vielleicht hätte dann die DAK die besseren Karten! Warum nicht? Wer leisdtung wünscht, soll dann dafür bezahlen.
      Nur: z.Zt. ist es von der med. Leistung unerheblich, welche Kasse er wählt. Das soll nicht heißen, dass die teueren schlechter wären. Absolut nicht. Nur, s.o.
      Vielleicht sind die alle falsch gestrickt, aber wieso
      kommt es nur, dass immer mehr Leute, die vor einigen Jahren
      in die BKK´S abgewandert sind bei uns plötzlich auf der
      Matte stehen und wieder Mitglied werden wollen, und dies
      trotz eines Beitragsunterschiedes von bis zu 3,3%-Punkten ??
      Du, das habe ich mich auch schon oft gefragt! Wäre ich nicht Privat versichert, ich wäre schon lange in der BKK
      Und weisst Du, was die Leute antworten ???
      was nützt ein geringer Beitrag wenn der Service nicht stimmt,
      wenn ich nur eine Nummer bin - bei Euch kann ich sogar vor der
      Arbeit persönlich vorbeikommen, ich kenne eure Mitarbeiter
      seit Jahren und Eure Auskünfte waren immer korrekt und
      schnell.
      Wie bei den BKKs auch. Zumindest die, die ich kenne. Mag es welche geben, die man meiden sollte. Doch das merkt man schon bei der telefonischen Anfrage. Ich könnte noch stundenlang so weiter argumentieren,
      aber das lass ich lieber
      Bisher fand ich kein überzeugendes Argument für die teueren Kassen.
      Aber was soll´s: die Leute waren schon immer ängstlich vor Veränderungen. Und je älter sie sind, desto ängstlicher werden sie. Das ist ja unter anderem Euer Problem: die "risikobereiten" Jungen wechseln in die günstigen, die "schlechten Risiken" bleiben bei Euch. Ergebnis: höhere Kosten, höhere Beiträge.
      Wäre es möglich, bei Euch Kassen einen ähnlichen Wettbewerb aufzubauen, wie bei den Privaten, dann wäre das Gefüge vermutlich anders.
      Grüße
      Raimund
      noch was: ich bin der festen Überzeugung, wenn die Patienten wie bei den Privaten die Rechnung des Arztes erhalten würden, würde die Kostenlawine ein Schneeball.
  3. Antwort von Vіnсеnt 0
    Re: billige Krankenversicherung - gibts Nachteile?
    Moin, Jörg!

    Was mein "Vorredner" schon sagte ist schon richtig: Preisvergleich nicht nur für den Moment, sondern für längerfristig aufstellen. Sofern das geht; in 10 Jahren ändert sich ja viel. Aber zumindest mit den aktuellen Werten sollte man das mal durchrechnen ...
    Nachteile gibt´s eigentlich nicht, da sog. Pflichtleistungen von allen Kassen erfüllt werden müssen. Solltest Du "besondere" Wehwehchen haben, frag bei der potentiellen Kasse vorher nach (z.B. dauerhaft einzunehmende Antiallergika, Akupunktur, usw.).

    Gruß
    Vince. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    1 Kommentare
    • von Јörg 0
      Ich meine keine Privatversicherungen!
      Hi,
      erst mal Danke für eure Antworten. Damit keine Mißverständnisse aufkommen:

      Ich meine KEINE Privatversicherungen!

      Die Mobil Oil ist z.B. eine BKK, wo ich meine Familienmitglieder mitversichern kann, der Beitrag berechnet sich aus dem Bruttoeinkommen und dem Beitragssatz (z.Zt. 11,2%) - der kann natürlich steigen, aber ich kann dann auch wieder zu einer günstigeren Kasse wechseln.

      Ich warte auf weitere Meinungen :-))

      cu Jörg [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
  4. Antwort von Rаіmund Βrеndlе 0
    Re: billige Krankenversicherung - gibts Nachteile?
    hallo Jörg,
    wechsele in die günstigste Kasse, die Du finden kannst. Die Unterschiede sind rein wissenschaftlicher Natur. So zahlt die eine (vorerst noch) Akkupunktur, die anderen nicht. Doch 95 % der Leistungen sind gleich.
    Frage die zukünftige Kasse, ob sie in absehbarer Zeit den Beitrag erhöhen muss (Stukturausgleich...)Wenn nein, geh rein. Erhöht sie den Beitrag, kannst Du in die nächste wechseln. Musst halt 18 Monate bei der Aushalten. Doch eine Kasse, die 11,2% nimmt, wird nie auf 14,5 % erhöhen!
    Grüße
    Raimund
    • Antwort von Оlіνеr 0
      Re: Umsonst arbeiten mit BKKs
      Hallo Jörg,

      die Sache ist so: Die Einzelleistung wird von der BKK genauso bezahlt wie von einer richtigen Kasse. Viel Geld ist das jedoch nicht, es reicht oft nicht mal zur Deckung der Unkosten. Der eigentliche Verdienst der Ärzte beruht auf vierteljährlich gezahlten Kopfpauschalen. Und hier zahlen die BKKs entscheidend weniger.

      Das ganze ist also sehr geschickt gemacht: Die Leistung an isch bezahlt man, der Arzt hat also keinen Grund, dieselbige dem Patienten vorzuenthalten. In der Zeit jedoch, wo der Arzt für den Patienten da ist, arbeitet er im wesentlichen umsonst.

      Sicher brauchen wir an dieser Stelle nicht darüber zu diskutieren, daß das so nicht gehen kann. Keiner bracht umsonst zu arbeiten, nur weil der Patient durch den Wechsel zur BKK ein paar Pfennig sparen kann.

      Geradezu unverschämt finde ich in diesem Zusammenhang die gelegentlich geübte Behauptung, die Ärzte suchten nur nach Vorwänden, um Leistungen den Patienten privat in Rechnung zu stellen. So etwas zeugt bestenfalls von einer gewissen Sachunkenntnis.

      Alles hat nun mal seinen Preis - gerade in der Medizin. Ich würde als Praxisinhaber dem Patienten die Sachlage erklären und ihn ganz direkt bitten, sich besser zu versichern oder den Arzt zu wechseln. Die Wartezimmer sind ohnehin schon überfüllt.

      Oliver
      30 Kommentare
      • von Μаrсо 0
        Re^2: Umsonst arbeiten mit BKKs
        Hallo Oliver, Der eigentliche Verdienst der Ärzte beruht
        auf vierteljährlich gezahlten Kopfpauschalen. Und hier zahlen
        die BKKs entscheidend weniger.
        Weniger ist doch aber nicht nichts, oder? Das ganze ist also sehr geschickt gemacht: Die Leistung an
        isch bezahlt man, der Arzt hat also keinen Grund, dieselbige
        dem Patienten vorzuenthalten. In der Zeit jedoch, wo der Arzt
        für den Patienten da ist, arbeitet er im wesentlichen umsonst.
        Meiner Kenntnis nachsind aber gerade viele Leute BKK versichert, die eben auch gerade mal selten zum Arzt gehen, weil sie eben keine Zeit haben, sich dort hin zu setzen. Zur Leistungserbringung gehört jedoch auch die Beratung und die wird bei der PKV definitiv separat gezahlt und bei der GKV ist die glaube in den Zahlungen eingepreist. Sicher brauchen wir an dieser Stelle nicht darüber zu
        diskutieren, daß das so nicht gehen kann. Keiner bracht
        umsonst zu arbeiten, nur weil der Patient durch den Wechsel
        zur BKK ein paar Pfennig sparen kann.
        Das nicht, da gebe ich dir recht. Aber wie gesagt, weniger ist nicht nichts. Geradezu unverschämt finde ich in diesem Zusammenhang die
        gelegentlich geübte Behauptung, die Ärzte suchten nur nach
        Vorwänden, um Leistungen den Patienten privat in Rechnung zu
        stellen. So etwas zeugt bestenfalls von einer gewissen
        Sachunkenntnis.
        Mit Unkenntnis würde ich dies eher weniger bezeichnen.
        Nur wo wir beim Thema sind, die Leistung sagtest du doch selber, bekommt er bezahlt. Warum also diese mit dem 2,3 ggf. gar 3,5fachen Satz abrechnen?
        Was du meinst, ist eben die Zeit drumherum. Und sicher bin ich mir nicht, aber ich zweifel an, dass die Beratungszeit alleine durch die Kopfpauschale in der GKV beglichen werden soll. Alles hat nun mal seinen Preis - gerade in der Medizin. Ich
        würde als Praxisinhaber dem Patienten die Sachlage erklären
        und ihn ganz direkt bitten, sich besser zu versichern oder
        den Arzt zu wechseln. Die Wartezimmer sind ohnehin schon
        überfüllt.
        Die Leistungen, die gezahlt werden, schreibt das SGB vor, somit spielt es von daher keine Rolle, von wem die Leistung erbracht wird. Daher kann es für mich nur uninteressant sein, ob der Arzt eine hohe oder eine geringe Fallpauschale bekommt.
        Habe ich Extrawünsche, so bin ich mir darüber im Klaren und zahle diese. Aber sonst nicht.

        Würdest du als Arzt diesen Wunsch an mich herantragen, dann würde ich deinem Wunsch gerne befolgen.

        In diesem Sinne...

        Gruß
        Marco
      • Re^3: Umsonst arbeiten mit BKKs
        Hallo Marco, Weniger ist doch aber nicht nichts, oder?
        Folgendes: Schon heute verdient mein Hausazt weniger als ich, wenn ich bei Mercedes als ungelernter Arbeiter im Akkord einen Monat lang durcharbeite. Wenn Du dem jetzt noch sagst, einsfuffzig sei doch besser als gar nichts, so wird er das vermutlich als blanke Unverschämtheit auffassen und Dir raten, die Praxis umgehend zu verlassen.

        Eine Praxis, die ausschließlich BKK-Versicherte im Patientenstamm hat, ist nun mal wirtschaftlich nicht überlebensfähig. Denke doch allein mal an die sechs- bis siebenstelligen Investitonskosten, die ja auch irgendwann einmal erwirtschaftet sein müssen. Zur Leistungserbringung gehört jedoch auch die Beratung und die
        wird bei der PKV definitiv separat gezahlt und bei der GKV ist
        die glaube in den Zahlungen eingepreist.
        Allein schon dieses: Wie auch immer die Beratung gelagert ist, die Fixkosten übersteigen in dieser Zeit die Einnahmen. Dreimal darfst Du raten, warum nach Arztbesuchen so viele Fragen offen bleiben, die dann unter anderem hier im Forum gestellt werden. Meiner Kenntnis nachsind aber gerade viele Leute BKK
        versichert, die eben auch gerade mal selten zum Arzt gehen,
        weil sie eben keine Zeit haben, sich dort hin zu setzen.
        Da es ja um die Kopfpauschalen geht, ist es eben völlig egal, wie oft man zum Arzt geht. Auch beim Normalversicherten ist das egal. Das ist ja eben der Sinn der Sache: Man soll kein Geld damit machen können, indem man den Patienten öfters einbestellt, als daß es eigentlich notwendig wäre. Man kann ja nicht damit rechnen, daß das dann jemand so ausnutzt wie die BKKs. So unverblümt muß man erstmal sein. Würdest du als Arzt diesen Wunsch an mich herantragen, dann
        würde ich deinem Wunsch gerne befolgen.
        Ich würde Dir ja sogar wünschen, daß Du einen Arzt findest, der noch BKK-Patienten nimmt, allerdings wirst Du logischerweise nicht lange Deine Freude an ihm haben, da er früher oder später seine Praxis schließen wird müssen. Müßtest ihn also dazu bringen, nur Dich und keine anderen BKKler zu nehmen.

        Nochmal: BKK-Patienten kann man nur deshalb behandeln, weil Normalversicherte das fehlende Praxiseinkommen kompensieren. Ich bin daher nicht nur als Mediziner, sondern auch als Versicherungsnehmer ob der BKKs verärgert. Sie nutzen eine Lücke im System und verhalten sich damit im Endeffekt parasitär.

        Anders betrachtet: Wenn wir nur BKKs hätten, so hätten diese die gleichen Tarife wie die die normalem Versicherungen heute, sonst gäbe es irgendwann nur noch Ärzte, die von ihrem abbrennenden Eigenkapital leben, und wer kann das schon.

        Also: Versichere Dich lieber so, daß Du Dich weder vor dem Arzt noch vor Deinen Mitpatienten genieren mußt ;-)

        Oliver
      • von Јаku (abgemeldet) 0
        BKK-Pauschale
        Hallo Oliver,

        auf der Webseite der BKK Mann+Hummel gefunden (gesucht weil ich Deine Argumentation nicht so durchgehen lassen wollte ohne mich zu vergewissern):

        "Die Kopfpauschale, welche die BKK MANN+HUMMEL ... bezahlt beträgt ca. 840,00 DM pro Kopf/Jahr. Sie liegt damit über dem bundesweiten Durchschnitt von ca. 800,00 DM.

        Da jede der "etablierten" Kassen sofort wild aufheulen würde, wenn das nicht stimmt und dort geschrieben steht, gehe ich davon aus, das die Angabe stimmt.
        Daraus folgt aber zwingend, das Deine BKK-Argumentation zumindest nicht flächendeckend standhält.

        Gruß,
        Micha
      • Re: BKK-Pauschale
        Hallo Jaku,

        die Tatsache, daß man auf der Website extra auf eine "korrekte" Kopfpauschale hinweist, zeigt ja, daß bei den anderen Versicherern der Hase ganau dort im Pfeffer liegt.
        Wenn Mann + Hummel genauso entlohnt wie andere Kassen, so stellt sich die Frage, wie sie dennoch günstiger sein kann. Trickreich sind die Herren von den BKKs ja.

        Daß die Spielräume insgesamt nicht besonders groß sind, zeigt ja die Homogenität der Beitragssätze unter den Gesetzlichen. Wer unter diese Marge sinkt, muß irgendwo sparen, entweder zu Lasten von Arzt oder Patient. Und man erzähle mir nicht, daß die Kassen als erstes bei sich selbst sparen, wie zum Beispiel in der Verwaltung.

        Oliver
      • von Јаku (abgemeldet) 0
        Re^2: BKK-Pauschale
        Hallo Oliver, die Tatsache, daß man auf der Website extra auf eine
        "korrekte" Kopfpauschale hinweist
        Man tut dies, um eben diesen Argumentationen wie Deiner etwas entgegen zu setzen. Dagegen ist meines erachtens nichts zu sagen, ich würde mich auch wehren! Andere BKK haben ähnliches auf ihrer Webseite und verweisen sogar direkt und kritisch auf die BKK Verkehrsunion, bei der das mit dem geringen Satz wirklich zutrifft. Im übrigen ist es doch so, das die kassenärztlichen Vereinigungen die Verträge für "ihre" Ärzte abschließen. Wenn die BKK so schrecklich schlecht zahlen, warum wird dann eine Vereinbarung unterzeichnet?
        Ich sehe aber eines: große Gebäude, viele Mitarbeiter, die mir persönlich jeden Tag bei all meinen gesundheitlichen Problemen helfen sollen (sicher auch könnten und wollten) und einiges an Werbung bei den AOK und Ersatzkassen. Das mag ja alles richtig und notwendig sein und von vielen gewünscht - all dies brauche ich aber nicht und will es auch nicht mitbezahlen. Also suche ich mir eine BKK mit nur einer Geschäftsstelle und telefonischer Erreichbarkeit, Wieso soll diese nicht wesentlich geringer Kosten haben?
        - keine Geschäftsstellen, dadurch keine Mieten
        - zentrale Bearbeitung, also nicht überall Mitarbeiter -
        damit ist auch eine bessere Auslastung möglich.
        - keine aktive teure Werbung in den Medien (siehe derzeit z.B. TK-Spot im Fernsehen)
        Außerdem ist möglicherweise die Versichertenstruktur ja wirklich günstiger, wie das die anderen Kassen immer darstellen.
        Solange sich aber Leute mit hohem Einkommen aus dem "Solidarsystem" verabschieden können und sich privat versichern, sehe ich nicht ein, warum ich (der diese Möglichkeit nicht hat) so solidarisch sein soll, hohe Beiträge zu zahlen.

        Gruß,
        Micha
      • Re^3: BKK-Pauschale
        Hallo Jaku, Im übrigen ist es doch so, das die kassenärztlichen
        Vereinigungen die Verträge für "ihre" Ärzte abschließen. Wenn
        die BKK so schrecklich schlecht zahlen, warum wird dann eine
        Vereinbarung unterzeichnet?
        Das funktioniert ungefähr so: Man nimmt die Kasse auf und überläßt es dann jeweils dem Arzt, ob er den Patienten behadelt oder nicht. Dieser ist zunächst mal, entgegen der landläufigen Meinung, außer in Notfällen nicht gesetzlich zur Behanlung verpflichtet, sodern er ist das lediglich indirekt über die Verträge der KVen. Behandelt er nun nicht, so kann gegen die KV geklagt werden. Bei Klageerfolg ergeben sich daraus für den Kläger einerseits Schadensersatzforderungen und andererseits Vertragskündigungsrecht. Ein Schaden ist in diesem Sinne jedoch kaum erkennbar (allenfalls die Kosten des Patienten für eine Privatbehandlung bei einem anderen Arzt), und eine Vertragskündigung ist nicht im Interesse der Versicherung, da sonst die Patienten einer ganzen Region nicht mehr zum Arzt könnten. Ich sehe aber eines: große Gebäude, viele Mitarbeiter, die mir
        persönlich jeden Tag bei all meinen gesundheitlichen Problemen
        helfen sollen (sicher auch könnten und wollten) und einiges an
        Werbung bei den AOK und Ersatzkassen.
        Nun willst Du auf die angeblich niedrigeren Verwaltungskosten bei den BKKs hinaus. Das Fernsehmagazin "Plusminus" hat die Verwaltungskosten bei den BKKs einmal näher untersucht und kam zu einem ganz anderen Schluß. Wenn die Kassen tatsächlich nur in der Verwaltung sparen würden, so würde das ja wohl auch die zahlreichen Ärzteproteste kaum erklären. Solange sich aber Leute mit hohem Einkommen aus dem
        "Solidarsystem" verabschieden können und sich privat
        versichern, sehe ich nicht ein, warum ich (der diese
        Möglichkeit nicht hat) so solidarisch sein soll, hohe Beiträge
        zu zahlen.
        Diese Argumentation halte ich deshalb für problematisch, weil selbst privatversicherte noch ein vielfaches mehr an Kassenbeiträgen (für dieselbe Leistung) bezahlen als ein pflichtversicherter Sozialhilfeempfänger. Unser gemischtes System entspricht also im Endeffekt einem Solidarprinzip mit gedeckeltem Maximalbeitrag, was nicht gleichbedeutend sein muß mit dem Unterlaufen des Systems. Eine wirkliche Unterlaufung ist es, wenn bei zwei Leuten, die dasselbe verdienen und dieselbe Leistung erhalten, der eine durch den anderen mitfinanziert wird.

        Oder, anders gefragt, wer muß den privatversicherten mitfinanzieren? Laß es mich vielleicht einmal so darstellen: Er zahlt eigentlich immer noch mehr als es unbedingt nötig wäre, nämlich nicht nur das, was wirklich zur Behandlung und zum "ärztlichen Überleben" notwendig ist, sondern eben das, was die ärztliche Leistung auf dem freien Markt wert ist. Wieviel das im Endeffekt ist, zeigt ein Blick in völlig freie Systeme wie z.B. in den USA. Darüber muß man sich im klaren sein, wenn man, wie einige hier (ich meine jetzt nicht so sehr Dich) die Medizin mit einem rein marktwirtschaftlichen System vergleicht oder dasselbige für die Medizin fordert.

        Nochmal, es ist hier nicht das zweifellos befürwortenswerte Sozialprinzip, was hier das System gefährdet.

        Oliver
      • von Јаku (abgemeldet) 0
        Re^4: BKK-Pauschale
        Hi, Oder, anders gefragt, wer muß den privatversicherten
        mitfinanzieren?
        wohl niemand, da seine Versicherung den Beitrag nach seinem Risiko bestimmt. Aber er bezahlt eben nicht solidarisch für andere mit.
        Obwohl ich bei einer preiswerten gesetzlichen bin, sehe ich das für mich genauso: ich zahle viel mehr ein als ich entnehme. Er zahlt eigentlich immer noch mehr als es unbedingt nötig
        wäre, nämlich nicht nur das, was wirklich zur Behandlung und
        zum "ärztlichen Überleben" notwendig ist, sondern eben das,
        was die ärztliche Leistung auf dem freien Markt wert ist.
        richtig, aber er zahlt nicht solidarisch für andere mit. Nochmal, es ist hier nicht das zweifellos befürwortenswerte
        Sozialprinzip, was hier das System gefährdet.
        nein, aber es ist nicht zu begründen, warum man sich ab einer bestimmten Einkommensgrenze daraus verabschieden kann. Entweder sollten sich alle privat versichern dürfen oder keiner. Um das mal zu konkretisieren:
        Wenn ich mich privat versichern könnte, würde ich trotz der bislang "günstigen" BKK nochmals 40% sparen, Du und die Ärzte wären aber zufriedener. Da stimmt doch das System nicht.
        Um es mal überspitzt auszudrücken: Du kritisiert Leute, die vergleichsweise zur privaten KV viel in eine BKK einzahlen, diejenigen, die die Hälfte für ihre private Versicherung zahlen - bei höherem Einkommen - lobst Du aber. Diejenigen zahlen aber ins Gesamtsystem wesentlich weniger ein - da stimmt doch die Relation nicht!

        Gruß,
        Micha
      • von Μаrсо 0
        Re^5: BKK-Pauschale
        Hi Micha,

        das System ist schon okay so. Die Grenze sollte nur etwa bei 5.000 DM (2.500 €) liegen.

        Letztendlich bedeutet Sozialversicherung ja, dass der Staat nur soweit eingreift, wie es nötig ist. Und ich denke, ab 5.000 DM brutto kann man davon ausgehen, dass er alleine entscheiden kann und sich auch dementsprechend absichern kann.

        Gruß
        Marco

        ps. das ist meine meinung ;-)
      • von Јаku (abgemeldet) 0
        Re^6: BKK-Pauschale
        Hi, das System ist schon okay so.
        Keineswegs! Die Grenze sollte nur etwa bei
        5.000 DM (2.500 €) liegen.
        eben das sehe ich ganz anders. Warum sollte ich nicht auch bei 3500 oder 4000 DM wissen, wie ich mich zu versichern habe? Der Gesetzgeber kann ja wegen mir vorschreiben, was ich mindestens zu versichern habe, aber doch nicht, ob gesetzlich oder privat.

        Mal als Beispiel: ich versichere mich privat mit dem Leistungsumfang der Gesetzlichen. Dafür bezahle ich die Summe x, mit Beitragsrückerstattung, wenn ich nur wenige Leistungen nutze. Der Betrag x wird z.B bei 3000DM brutto und 11% Beitrag erreicht. Ich verdiene z.B. 4000 DM. Warum schreibt mir der Gesetzgeber jetzt vor, das ich mich teurer zu versichern habe - die Absicherung ist identisch?

        Nun verdiene ich aber plötzlich mehr, ob nun die vorgeschlagenen 5000 DM oder die bestehenden 6700 DM ist dabei egal. Weil ich nun viel Geld verdiene, ist der Gesetzgeber nett und ich darf mich billig versichern! Schön!
        Das soll ok sein? Einspruch, Euer Ehren!

        Gruß,
        Micha
      • von Μаrсо 0
        Re^7: BKK-Pauschale
        Hi Micha,

        es ist ein Sozialsystem.
        Verlangt er von einem mehr einzuzahlen, als der Durchschnitt, dann ist dieses auch sozial. Weil der, der viel hat, gibt dem, der wenig hat.
        Verdient dieser nun aber überproportional mehr, wäre es unsozial einen überproportionalen Beitrag zu verlangen.

        Daher lässt er ihm die Wahlmöglichkeit, sich zu versichern.
        Er hat somit im Alter ein Problem weniger, du als GKV-Kunde ebenso.

        Und der PKV-Kunde hilft letztendlich wiederum überproportional der Gesellschaft wieder etwas zurückzugeben, dass er ihr vorher genommen hat. Leistung.

        Er gibt ihr die guten Arzttechniken wieder, denn wie Oliver schon sagte: der PKV-Patient erbringt den größten Batzen zur Finanzierung des Gesundheitssystems. Und dies, obwohl gerade mal 10% privatversichert sind.

        In diesem Sinne.

        Gruß
        Marco
      • Re^5: BKK-Pauschale
        Hallo Jaku,

        ich betrachte das ganze auf Ebene der Praxisfinanzierung. Da verhält sich das Ganze wie folgt:
        Normalversicherte lassen dem Arzt ein Einkommen zukommen, von dem er seine Unkosten decken kann, und zum Leben bleibt ausreichend etwas übrig. Bei Privatversicherten ist der Überschuß größer. Bei einem BKKler kann er jedoch bestenfalls seine Unkosten decken.
        Das heißt: Er kann BKKler nur deshalb behandeln, weil von anderer Stelle (Privat und "normalgesetzlich") ein Überschußeinkommen erwirtschaftbar ist. Der Private finanziert also auf dieser Ebene den BKKler mit.

        Du sprichst nun folgenden Widerspruch an:
        Wie kann es sein, daß der gutverdienende BKKler, der ja mehr Beiträge zahlt als ein ebenso gut verdienender Privater, der Arztpraxis zur Last fällt?
        Die Antwort ist: Ein Teil der BKK-Erträge werden auf weniger gut verdienende Versicherungsnehmer umgeschichtet, bei der Privaten ist dies nicht der Fall.

        Auf der Praxisebene wiederum macht dies keinen Unterschied: Für einen BKK-Patienten arbeitet der Doc umsonst, und das kann nicht sein. Von einem jungen, gesunden, Menschen wird eben einfach erwartet, daß er sich so versichert, daß seine Behandlung finanzierbar ist. Ansonsten wird es eben schwierig.

        Oliver
      • von Јаku (abgemeldet) 0
        Re^6: BKK-Pauschale
        Hi, Die Antwort ist: Ein Teil der BKK-Erträge werden auf weniger
        gut verdienende Versicherungsnehmer umgeschichtet, bei der
        Privaten ist dies nicht der Fall.
        genau dies ist der Punkt, den ich meine! Wer (einkommens-)reich genug ist, kann durch Privatversicherung die Verantwortung für die weniger gut Verdienenden abschütteln, diejenigen, die eben so in der Mitte liegen können das nicht. Wenn sich die Einkommensstarken aus der Solidarität verabschieden können, kann so ein System nicht gerecht sein.
        Im übrigen bestreite ich, das meine Ärzte an mir nichts verdienen, sehen sie mich doch ganz selten. Eine Kopfpauschale von 800 DM habe ich bei noch keinem Arzt in keinem Jahr an Kosten verursacht. Von einem jungen, gesunden, Menschen wird eben
        einfach erwartet, daß er sich so versichert, daß seine
        Behandlung finanzierbar ist.
        nein, so ist es eben nicht. Von einem jungen, gesunden, Menschen wird erwartet, das er sich und andere finanziert - das ist auch in Ordnung so! Es sei denn, er kann sich privat versichern, dann wird er aus dieser Verantwortung entlassen - und das ist nicht in Ordnung. Und nur dies führt zu dem Effekt, das sich der Arzt eine Mischkalkulation aus AOK, BKK und DKV zusammenmixen muss.

        Gruß,
        Micha
      • Re^7: BKK-Pauschale
        Hallo Jaku, nein, so ist es eben nicht. Von einem jungen, gesunden,
        Menschen wird erwartet, das er sich und andere finanziert -
        das ist auch in Ordnung so!
        Nun, dieser Punkt sollte doch jetzt eigentlich klar sein: Wenn Du als BKKler zum Arzt gehst, so finanzierst Du nicht mit, sondern wirst mitfinanziert. Und das eben als junger gesunder Mensch!

        Oliver
      • von Јаku (abgemeldet) 0
        Re^8: BKK-Pauschale
        Hi, Nun, dieser Punkt sollte doch jetzt eigentlich klar sein: Wenn
        Du als BKKler zum Arzt gehst, so finanzierst Du nicht mit,
        sondern wirst mitfinanziert.
        Nein, das ist zu einfach!

        Ich nutze als BKK-Versicherter und als (virtuell) privat Versicherter die gleichen Leistungen, bezahle dafür aber als BKK-Versicherter wesentlich mehr Geld. Nun willst du mir erzählen, das ich mehr Geld ausgebe und damit auch insgesamt mehr Geld in das System einzahle (im Verhältnis zur Alternative privat Versichert), aber an der Misere der Ärzte schuld bin? Verkauf mich bitte nicht für dümmer, als ich bin. Das das Geld falsch bei den Ärzten ankommt, kann wirklich nicht mein Problem sein. Dafür gibts hochbezahlte Leute, solange die ihre Aufgaben nicht machen, sehe ich für mich keinen Handlungsbedarf.

        Gruß,
        Micha

        Gruß,
        Micha
      • Re^9: BKK-Pauschale
        Hallo Jaku,

        Jetzt, wo Du um die Verhältnisse weißt, hast Du leider Deine Unschuld verloren. Wenn der Doktor Dich sieht, sieht er jemanden, der ihn wegen ein paar Mark Ersparnis respektive nicht vorhandener Privatversicherung dazu zwingt, umsonst zu arbeiten. Und er wird nicht bereit sein, besonders viel für Dich zu tun. Das ist nur logisch.

        Oliver
      • von Јаku (abgemeldet) 0
        Re^10: BKK-Pauschale
        Hallo Oliver, Jetzt, wo Du um die Verhältnisse weißt, hast Du leider Deine
        Unschuld verloren.
        1. sehe ich das nicht so, siehe unten,
        2. wirst Du mir kein schlechtes Gewissen machen, da Du
        3. leider nicht auf das Beispiel im vorhergehenden Posting eingegangen bist - es ist wohl auch schwer erklärbar, warum der "Wenigzahler"(BKK vs Privat) der Bessere ist... Wenn der Doktor Dich sieht, sieht er
        guter Anfang ;-) jemanden, der ihn wegen ein paar Mark Ersparnis respektive nicht :vorhandener Privatversicherung dazu zwingt, umsonst zu arbeiten.
        Nachdem ich nun weiss, das der Herr bzw. die Dame etwa 800 DM allein als Kopfgeld bekommen, finde ich das für 2 Zahnarztbesuche im Jahr a10-15min. + 1xAllgemeinarzt, ebenfalls 15min., falls ich wirklich mal was habe (und das ist selten) finde ich das sehr gut bezahlt - auch wenn Du vielleicht anderer Meinung bist. Und er wird nicht bereit sein, besonders viel für
        Dich zu tun. Das ist nur logisch.
        Er soll auch nur das notwendige tun, ich erwarte von ihm keine Heldentaten. Wenn ich was besseres will, z.B. beim Zahnarzt, will die Kollegin ja auch mehr (womit sie ja recht hat) - aber egal ob ich AOK oder BKK bin.

        Gruß,
        Micha
      • von Μаrсо 0
        Re^2: BKK-Pauschale
        Hi Oliver,

        eine Kasse, die etwa 2 € von 3 eingenommen an die Ersatzkassen abgeben muss, kann die schmarotzern? Ich denke wohl eher nicht.

        Fakt ist doch, dass in der BKK doch sicherlich über 50% der Mitglieder guter bis sehr gut verdienender Arbeit nachgehen. Gerade so unter der Freigrenze zum Austreten.

        Diese Menschen haben wenig Zeit zum Arzt zu gehen, da sie a) arbeiten und b) zahlen sie für die entstandenen Kosten aber auch wieder ein.

        Die Ersatzkassen und Ortskassen haben dieses Problem. Sie müssen sozial Schwache durchbringen und bekommen von diesen Menschen, die tendenziell deutlich höhere Kosten verursachen, nur wenig bis kaum etwas zurück.

        Daher gibt es auch die Sozialversicherung. Ich meine diese Wertung daher nicht negativ.

        Rechne also selber einfach mal nach:

        1000 Mitglieder davon sind 75% angestellt mit einem Sozialversicherungspflichtigen Brutto von 5000 DM und der rest ist familienversichert.

        Die Kasse hat bei einem Einnahmesatz von 12% 450.000 DM Einnahmen.

        Die Ortskasse hat, wenn sie gut ist, vielleicht 10% mit 5.000 DM Einkommen. Weitere, gehen wir mal großzügig ran, 80% verdienen im Mittel 3500 DM. Das macht Einnahmen von 396.000 DM. Bei 12%

        Und hierbei arbeiten komischerweise nur 10% nicht. Wie sieht aber die Realität aus? Du siehst also, es ist sehr einfach, die Kosten mit einem geringen Satz durchzuziehen, wenn wir mal annehmen, dass beide gleiche Krankheitskosten zu zahlen haben.

        Und das Beispiel lässt sich so fortsetzen.

        Ich habe auch kein Problem damit, dass es die OK´s und EK´s gibt und die durch die BKK´s mitfinanziert werden. Das ist unser Sozialsystem.

        Nur muss ich nicht direkt mitfinanzieren. :-)

        Gruß
        Marco
      • Re^3: BKK-Pauschale
        Hallo Marco,

        nun verquickst Du hier zwei Dinge: Einerseits gibt es Menschen, die wenig Geld haben, und deshalb (absolut gesehen) weniger in die Kassen einzahlen. Sie werden von den beitragsstärkeren Mitgliedern mitfinanziert. Das ist das Solidarprinzip. Andererseits gibt es Menschen, die prinzipiell Geld haben, jedoch, um ein paar Mark sparen zu können, in eine Versicherung überwechseln, in welcher sie sich im Endeffekt durch andere mitfinanzieren lassen. Und das ist eben dem Solidarprinzip entgegengesetzt. In diesem Falle bedroht es sogar direkt das medizinische Versorgungssystem.

        Ich sehe da also einen prinzipiellen Unterschied!

        Oliver
      • von Μаrсо 0
        Re^4: BKK-Pauschale
        Hi Oliver, nun verquickst Du hier zwei Dinge: Einerseits gibt es
        Menschen, die wenig Geld haben, und deshalb (absolut gesehen)
        weniger in die Kassen einzahlen. Sie werden von den
        beitragsstärkeren Mitgliedern mitfinanziert. Das ist das
        Solidarprinzip.
        Und das ist auch gut so, dass es dieses System gibt. Da sind wir uns ja einig. Andererseits gibt es Menschen, die prinzipiell
        Geld haben, jedoch, um ein paar Mark sparen zu können, in eine
        Versicherung überwechseln, in welcher sie sich im Endeffekt
        durch andere mitfinanzieren lassen. Und das ist eben dem
        Solidarprinzip entgegengesetzt. In diesem Falle bedroht es
        sogar direkt das medizinische Versorgungssystem.
        Nehmen wir an, ich verdiene 6000 DM. Dann sind 2 % Unterschied mal eben 60 DM jeden Monat für mich mehr. Das sind keine paar Mark mehr. Wenn es dies für dich ist, dann gehts dir ja doch gar nicht so schlecht ;-)

        Und die andere Sache: Das Sozialsystem wird durch mich dann trotzdem getragen, weil ich 3 DM einzahle und die Kasse leitet an die AOK 2 DM weiter. Also bezahle ich sogesehen dein Einkommen gar doppelt. Das finde ich okay und bedeutet für mich auch irgendwo Sozialsystem.

        Gruß
        Marco
      • Re^5: BKK-Pauschale
        Hallo Marco,

        30 € im Monat, das sind die Grundgebühren fürs Ersatzhandy, oder 200 Kubik mehr Hubraum und ein halber Tank Benzin, oder einmal Essen gehen zu zweit. Das ist alles zusammen genommen weniger als eine (anständig entlohnte) Krankenversorgung. Und die andere Sache: Das Sozialsystem wird durch mich dann
        trotzdem getragen, weil ich 3 DM einzahle und die Kasse leitet
        an die AOK 2 DM weiter. Also bezahle ich sogesehen dein
        Einkommen gar doppelt.
        Also: Von den 3 Mark oder Euro kriege ich zunächst mal zwei ab, dann zahlst Du nochmal zwei an die AOK, die ich dann auch kriege. Macht summasumarum vier Euro. Wenn Du das kannst, dann solltest Du dringend Gesundheitsminister werden!

        Was Du vermutlich ansprichst, ist der Risikostrukturausgleich: Er sorgt dafür, daß das Abwerben eines jungen, gesunden Kunden keinen Vorteil für die Kasse bringt und scheint mir daher durchaus sinnvoll. Diesen Ausgleich zahlen aber die normalen gesetlichen untereinander genauso. Und mehr Geld bedeutet er für die Praxen auch nicht.

        Oliver
      • von Μаrсо 0
        Re^6: BKK-Pauschale
        Hi Oliver, 30 € im Monat, das sind die Grundgebühren fürs Ersatzhandy,
        Ersatzhandy und jammern ;-) Nur so nebenbei... ich zahle 15 € Grundgebühr ;-) Also: Von den 3 Mark oder Euro kriege ich zunächst mal zwei
        ab, dann zahlst Du nochmal zwei an die AOK, die ich dann auch
        kriege. Macht summasumarum vier Euro. Wenn Du das kannst, dann
        solltest Du dringend Gesundheitsminister werden!
        Wieso bekommst du von meinen 3 eingezahlten 2 ab? Ich weiß nur ( da mir die Bilanzen mal vorgelegen haben) dass bei meiner Kasse definitiv ca. 2 DM unterm Strich im RSA bleiben. Und nur knapp 1 DM zu den Ärzten fließt. Wo wir wieder beim Thema wären, dass hier auch 80% Beitragszahler sind, die mindestens 4TDM brutto verdienen. Was Du vermutlich ansprichst, ist der Risikostrukturausgleich:
        Er sorgt dafür, daß das Abwerben eines jungen, gesunden Kunden
        keinen Vorteil für die Kasse bringt und scheint mir daher
        durchaus sinnvoll.
        siehst du... also sind wir uns wieder einig ;-)

        In diesem Sinne....
        wir haben beide unsere Standpunkte... und der eine wird den anderen nicht überzeugen können ;-)

        Belassen wir es dabei...

        Gruß
        Marco
      • Re^4: Umsonst arbeiten mit BKKs
        Holla Ich würde Dir ja sogar wünschen, daß Du einen Arzt findest,
        der noch BKK-Patienten nimmt, allerdings wirst Du
        logischerweise nicht lange Deine Freude an ihm haben, da er
        früher oder später seine Praxis schließen wird müssen. Müßtest
        ihn also dazu bringen, nur Dich und keine anderen BKKler zu
        nehmen.
        Nein, die normale Quote von BKKlern, wir wollen doch nicht, das dieser Arzt sich unangemessen bereichert, oder? ;-) Nochmal: BKK-Patienten kann man nur deshalb behandeln, weil
        Normalversicherte das fehlende Praxiseinkommen kompensieren.
        Ich bin daher nicht nur als Mediziner, sondern auch als
        Versicherungsnehmer ob der BKKs verärgert. Sie nutzen eine
        Lücke im System und verhalten sich damit im Endeffekt
        parasitär.
        Sind sie Schuld an der "Luecke im System"? (Ausser das sie vielleicht die falsche Partei waehlen?)
        Sie sparen Geld indem sie eine legale (das sowieso) und legitime(!) Moeglichkeit nutzen.
        [Achtung, hinkender Vergleich: *g*]
        Ich nehme mal an, dass du Fleisch auch nicht in grossen Supermaerkten kaufst, da sie durch ihren Preisdruck viele Fleischproduzenten in den Ruin treiben. Die weiterverarbeitende Industrie und die Handelsketten verdienen trotz der Krisen der letzten Jahre enorme Summen, waehrend der Erzeugerpreis im Keller ist.
        [Gibt bestimmt noch viele Beispiel fuer soziales handeln...]
        Schuld sind doch (je nach eigener Sichtweise) die Politiker, die Krankenkassen, die Aerzte oder wahlweise Aerztekammern, Medikamtenhersteller usw.

        Und es ist durch die BKKler nicht zu wenig Geld im Gesamttopf, nur die Verteilung zwischen den Aerzten ist ungerecht, solange nicht jeder die gleiche Anzahl von guten und boesen Patienten hat. Du hast es ja oben selbst gesagt, gingen alle zu BKKs, wuerde sich der Satz entsprechend nach oben, oder alle zur AOK, nach unten aendern.

        Waeren billige und teure Mitglieder zwischen den verschiedenen Kassen gleichverteilt, waere im Idealfall ueberall der Beitrag gleich und die Kopfpraemie auch, irgendwo zwischen dem heutigen Maximum und Minimum.

        Umd deine Wortwahl zu benutzen: alle Aerzte, die nicht den durchschnittlichen Anteil von boesen Patienten behandeln, sind Schmarotzer, die sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern.
        Nicht die Aerzte, sondern NUR die bei einer teuren Krankenkasse Versicherten duerfen sich beschweren! Also: Versichere Dich lieber so, daß Du Dich weder vor dem
        Arzt noch vor Deinen Mitpatienten genieren mußt ;-)
        Och, ich kann es verkraften, dass mein Arzt die Bescheinigung nicht direkt zur Krankenkasse schickt, weil ich so boese bin, sondern ich mich selbst drum kuemmern muss. Ich seh ihn sowieso nur alle paar Jahre...

        Und nochwas, sonst schreibst du immer sachlich und sehr hilfsbereit, warum haust du hier und jetzt auf diese Bevoelkerungsgruppe ein? Das erinnert mich doch sehr an kleine Kinder, kommen sie gegen den Nachbarsjungen nicht an, wird halt der kleine Bruder verpruegelt.

        Was soll's, ich ueberleg, mich privat zu versichern, dann wird das ja wieder ausgelichen, oder? Komm ich dann doch in den Himmel? *g*

        Gruss, Lutz
      • Re^5: Umsonst arbeiten mit BKKs
        Hallo Lutz,

        ich denke mal, Du hast die "Bottom line" meiner Argumentation nicht verstanden. Das zeigt folgender Satz: Du hast es ja oben selbst gesagt, gingen alle zu BKKs,
        wuerde sich der Satz entsprechend nach oben, oder alle zur
        AOK, nach unten aendern.
        Der zweite Halbsatz ist eben falsch. Nochmal, gingen jetzt alle zu BKKs, so gäbe es zwei Möglichkeiten:

        1. Das Einkommen eines Hausarztes, mit normalen Kassen wie gesagt auf dem Niveau eines ungelernten Arbeiters in einer großen Firma mit Schichtzuschlag, würde gegen null gehen. Eine medizinische Versorgung wäre damit nicht mehr möglich.
        2. Die BKKs erhöhen ihre Beiträge dergestalt, daß wieder eine Versorgung möglich ist. Damit kämen sie im Endeffekt in die Beitragshöhe normaler Versicherungen.

        Aufgrund der Ärzteproteste greift im Moment so langsam die Lösung 2: Die BKK-Beiträge wandern nach oben. Das dies besser ist als Lösung 1, ist, so denke ich mal, klar. Sind sie Schuld an der "Luecke im System"? (Ausser das sie
        vielleicht die falsche Partei waehlen?)
        Sie sparen Geld indem sie eine legale (das sowieso) und
        legitime(!) Moeglichkeit nutzen.
        Lutz, aus oben genannten Gründen kann diese Regelung nicht legitim sein, da mit dieser Beitragshöhe irgendwann das System in die Knie geht.
        Der marktwirtschaftliche Vergleich mit den Fleischpreisen sähe dergestalt aus, daß ein Wettbewerber Dumping-Preise anbietet - wettbewerbsrechtlich verboten. In der Medizin ist die Situation allerdings ohnehin nicht mit freier Marktwirtschaft zu vergleichen: Der Fleischproduzent verkauft an den mesitzahlenden, wenn der Interessent nicht genug bietet, gibt es kein Fleisch. In der Medizin ist der vertraglich gebundene Arzt zunächst mal gefordert, seine "Ware" zu jedem Preis abzugeben. Verstehst Du den Unterschied? Und nochwas, sonst schreibst du immer sachlich und sehr
        hilfsbereit, warum haust du hier und jetzt auf diese
        Bevoelkerungsgruppe ein?
        Mir geht es nicht darum, jemanden zu diskrimineren. Das Ziel meiner Postings ist, jedem klarzumachen, daß ein BKK-System nicht funktionieren kann. Die Gründe sollten ja offensichtlich sein. Das erinnert mich doch sehr an kleine
        Kinder, kommen sie gegen den Nachbarsjungen nicht an, wird
        halt der kleine Bruder verpruegelt.
        Ähm - wer ist in diesem Vergleich der Nachbarsjunge?

        Oliver
      • von Μаrсо 0
        Re^6: Umsonst arbeiten mit BKKs
        Hi Oliver, 1. Das Einkommen eines Hausarztes, mit normalen Kassen wie
        gesagt auf dem Niveau eines ungelernten Arbeiters in einer
        großen Firma mit Schichtzuschlag, würde gegen null gehen. Eine
        medizinische Versorgung wäre damit nicht mehr möglich.
        Eine Krankenschwester verdient auch schon viel zu wenig und trotzdem wollen jedes Jahr viele viele Menschen diesen Beruf ergreifen. Ich sehe diesen Engpass nicht, denn Ärzten geht es nach wie vor gut. 2. Die BKKs erhöhen ihre Beiträge dergestalt, daß wieder eine
        Versorgung möglich ist. Damit kämen sie im Endeffekt in die
        Beitragshöhe normaler Versicherungen.
        Hierzu: RSA.... es spielt keine Rolle. Am Ende zahlen alle in einen Topf und bekommen unterschiedlich raus.... würden sie weniger darin einzahlen müssen, wäre es auch schon wieder anders.

        Dann gäbe ich dir recht. Machen sie aber nicht.

        Gruß
        Marco
      • Re^7: Umsonst arbeiten mit BKKs
        Hallo Marco, Eine Krankenschwester verdient auch schon viel zu wenig und
        trotzdem wollen jedes Jahr viele viele Menschen diesen Beruf
        ergreifen.
        Der Vergleich müßte doch folgendermaßen aussehen: Die Krankenschwester bekommt nicht genug Geld, um sich davon Wohnung, Mobilität und Essen leisten zu können. Somit kann sie ihren Beruf nicht mehr ausüben.

        Nur am Rande: Die Absolventenzahl in Medizin geht stark zurück. Für das Praktische Jahr gibt es plötzlich selbst an beliebten Unis wie München keine Zulassungsbeschränkungen mehr. Mehr noch, man lockt uns mit freier Kost und Logis.
        Unter meinen Kollegen wäre derzeit keiner bereit, in eine Praxis zu gehen. Von Praxisinhabern wird uns rundweg davon abgeraten.
        In den nächsten 10 Jahren gehen rund 40% aller Niedergelassenen in Rente.
        Und zwingen zur Niederlassung kann man niemand. Rund 30 % eines Jahrganges geht ohnehin vorübergehend oder dauerhaft ins Ausland, obgleich auch die deutschen Kliniken mittlerweile wieder genug Arbitsmöglichkeiten offerieren. Ich sehe diesen Engpass nicht, denn Ärzten geht es
        nach wie vor gut.
        Ich weiß von einigen Niedergelassenen, die bereits vor Jahren eine Praxis aufgemacht haben, die Wartezimmer sind stets voll, hoher Anteil von BKKlern (die älteren Kollegen lehnten diese Patienten alle ab). Mal machen sie fünftausend gut, mal zehntausend mies. Irgendwie anständig leben (Familie gründen?) oder für das Alter vorsorgen können sie nicht. Und das nach sechs, sieben Jahren Studium und ebensolanger Facharztausbildung unter bekannt schlechter Bezahlung und Dienstzeit. Hierzu: RSA.... es spielt keine Rolle. Am Ende zahlen alle in
        einen Topf und bekommen unterschiedlich raus.... würden sie
        weniger darin einzahlen müssen, wäre es auch schon wieder
        anders.
        Ja, aber sie zahlen doch weniger, das ist ja der ganze Punkt.

        Oliver
      • von Μаrсо 0
        Re^8: Umsonst arbeiten mit BKKs
        Hallo Oliver, Ja, aber sie zahlen doch weniger, das ist ja der ganze Punkt.
        Ich bezahle weniger Beitrag und sie möglicherweise geringere Kopfpauschalen. Aber sie finanzieren auch die Kopfpauschale der AOK. Ohne den RSA würde auch die Kopfpauschale der AOK geringer ausfallen müssen.

        Und zur Krankenschwester: Wenn sie wirklich nicht überleben könnte, warum machen sie es denn dann?

        Gruß
        Marco
      • Re^9: Umsonst arbeiten mit BKKs
        Hallo Marco, Und zur Krankenschwester: Wenn sie wirklich nicht überleben
        könnte, warum machen sie es denn dann?
        Nochmal: Sie bzw. der Arzt macht es für einen Normalversicherten, weil sie dabei bezahlt wird, wenn auch nicht besonders gut. Der Arzt macht es nicht (und kann es nicht machen) für BKK-Patienten, da unter dem Strich mehr Ausgaben als Einnahmen anfallen.

        Der Risikostrukturausgleich, der vor allem auch zwischen den Normalkassen (Beispiel Techniker -> AOK) fließt, beeinflußt das Arzteinkommen nicht. Sowohl Techniker als auch AOK zahlen dasselbe, und zwar so viel, daß der Arzt davon leben kann.

        Oliver
      • von Wеrnеr 0
        Re^8: Ärzte
        Hallo Oliver,

        Du schreibst: Ich weiß von einigen Niedergelassenen, die bereits vor Jahren
        eine Praxis aufgemacht haben, die Wartezimmer sind stets voll,
        hoher Anteil von BKKlern (die älteren Kollegen lehnten diese
        Patienten alle ab). Mal machen sie fünftausend gut, mal
        zehntausend mies. Irgendwie anständig leben (Familie gründen?)
        oder für das Alter vorsorgen können sie nicht. Und das nach
        sechs, sieben Jahren Studium und ebensolanger
        Facharztausbildung unter bekannt schlechter Bezahlung und
        Dienstzeit.
        Das kann man so nicht stehen lassen! Ich kenne persönlich einen Landarzt, der seit einigen Jahren seine eigene Praxis in der Nähe einer grösseren Stadt hat, dem es BLENDEND geht. Er hat ein Nettoeinkommen (nach Abzug aller Verpflichtungen), da kann ich als Dipl.-Ing nur so von träumen. Sein Publikum ist nach seiner eigenen Aussage gemischt - PKV, GKV (inkl. BKK).
        Und er ist kein Einzelfall.
        Seine eigene Aussage: "Wenn ein Arzt mit einer eigenen Praxis jammert, dann nur weil er sich den zweiten Porsche nicht leisten kann." (OK, vielleicht etwas übertrieben)... Und weiter meint er, man solle bloss nicht glauben, dass diejenigen, die angeblich an der "Existenzgrenze" leben würden, wirklich knapp mit Geld sind. Die Einkünfte sind zwar in der Tat etwas weniger fett geworden, aber fett sind sie im Prinzip immer noch. Das sagt natürlich keiner und jammert lieber stattdessen, weil sonst jemand auf die Idee kommen könnte, noch mehr dort zu sparen.
        Das sind die Aussagen von einem der es wissen muss - einem ganz normalen Allgemeinmediziner mit eigener Praxis und gemischtem Publikum! Ich gebe sie hier nur wieder...
        Interessant, oder?

        MfG
        Werner
      • Re^9: Ärzte
        Hallo Werner,

        der Arzt mit dem Porsche - ein uraltes, trotz gezielter Argumentation nicht ausrottbares, und offensichtlich auch noch gerne von Ärzten gefördertes Klischee (der reiche Herr Doktor, das kommt einfach gut...) Nur mal ein kleines Beispiel: Gerade ein Landarzt macht häufig Hausbesuche. Frage den Deinigen doch mal, ob er es in der Stunde, die er für zwei, drei Patienten unterwegs ist, überhaupt schaffen kann, seine Praxisfixkosten zurückzuerwirtschaften (die ca. 200 bis 300 € pro Stunde betragen). Zum Vergleich: Der Punktwert für einmal Blutdruckmessen plus orientierende körperliche Untersuchung liegt in der Gegend von 7.20 €.

        Um von obiger, zwangsweise nicht sonderlich aussagekräftiger Einzelfallbetrachtung wegzukommen, hier einige Meinungen anderer Kollegen:

        http://www.hausarzt-bda.de/bda/hausarzt/1500/16-17.pdf
        http://www.aerztegesundheit.de/finanzen3.htm

        Welche Stilblüten der Zwang zum Überleben treiben kann, liest Du hier:

        http://www.hpz.com/praxiserfolg.html

        nicht besonders erfreulich, wenn man jetzt auch noch zum eigenen Überleben gezwungen ist, unter irgendwelchen Vorwänden den Patienten direkt ins Portemonnaie zu greifen, oder?

        Oliver
      • von Wеrnеr 0
        Re^10: Ärzte
        Hallo Oliver,

        Du schriebst:
        der Arzt mit dem Porsche - ein uraltes, trotz gezielter
        Argumentation nicht ausrottbares, und offensichtlich auch noch
        gerne von Ärzten gefördertes Klischee (der reiche Herr Doktor,
        das kommt einfach gut...)
        Klischee? Das waren die Worte meines Bekannten (Landarzt) selber! Und er hat mir erzählt von Kollegen (nicht nur einem!), denen es wirklich so geht!!! Nur Klischee? Nein, denn das ist auch in diesen Zeiten TEILWEISE Realität! Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele. Aber DER Arzt schlechthin nagt am Hungertuch? Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Um von obiger, zwangsweise nicht sonderlich aussagekräftiger
        Einzelfallbetrachtung wegzukommen, hier einige Meinungen
        anderer Kollegen:

        http://www.hausarzt-bda.de/bda/hausarzt/1500/16-17.pdf
        http://www.aerztegesundheit.de/finanzen3.htm
        Tja, und genau beim zweiten Link ist sehr schön aufgelistet, warum ein Arzt in der Realität finanzielle Nöte kommen kann. Ich zitiere:

        "Tab II Gründe für Liquiditätsengpässe in der Praxis:
        1.Rückgang der Praxiserlöse z. B. d. Punktwertverfall
        2.Fehlentscheidung bei Praxisgründung (zu hohe Miete, Investitionen, Personalstärke)
        3.Zu geringes Eigenkapital (Überschuldung)
        4.Zu hohe Privatentnahme
        5.Scheidung (wenn Zugewinngemeinschaft)
        6.Riskante Anlageentscheidungen (Börsenspekulation, Spielsucht)

        Was gemerkt? Der Rückgang der Praxiserlöse ist nur ein Grund unter vielen!!! Die meisten Gründe zum finanziellen Desaster sind vom Arzt vielmehr hausgemacht (speziell Punkte 2, 4, 5, 6).
        Vielleicht sollten einige der jammernden Ärzte mal einsehen, dass die Zeiten der üppigen gesetzlich garantierten Erträge nun mal vorbei sind. Sie sollten lieber besser wirtschaften lernen (siehe oben)... (ok, klingt hart, aber in der freien Wirtschaft ist das schon immer so gewesen. Wieso sollten die Ärzte das nicht auch können sollen?)
        Welche Stilblüten der Zwang zum Überleben treiben kann, liest
        Du hier:

        http://www.hpz.com/praxiserfolg.html

        nicht besonders erfreulich, wenn man jetzt auch noch zum
        eigenen Überleben gezwungen ist, unter irgendwelchen Vorwänden
        den Patienten direkt ins Portemonnaie zu greifen, oder?
        Naja, zu dem letzten Link fällt mir nicht viel ein. Es gibt zu allem und jedem derartige halbseriöse Ratgeber... dazu äussere ich mich lieber nicht.

        Damit ich nicht falsch verstanden werde: Natürlich gibt es sicherlich Arztpraxen, denen es ohne eigene Schuld aufgrund der Kürzungen im Gesundheitswesen richtig schlecht geht. Aber genauso gibt es viele, die immer noch ordentliches Geld machen. Die Wahrheit liegt sicher in der Mitte. Aber zu behaupten, dass im Durchschnitt die Arztpraxen sozusagen am Hungertuch nagen und dass die ach so bösen BKK´s daran schuld sind, hat mit der Realität nicht viel zu tun. Hier werden nämlich wieder nur die schlimmen Einzelfälle zitiert...

        MfG
        Werner
    • Antwort von Αnоnүm (abgemeldet) 0
      Re: billige Krankenversicherung - gibts Nachteile?
      Der Nachteil an den BKK´s ist, Du wisst nicht wie lange Sie Ihren günstigen Beitragssatz halten. Ich war früher selber Mitglied der Securvita BKK, die auf 12,9% erhöht hat.Mitlerweile bin ich zum http://www.big-direkt.de gewechselt. Die haben seit Jahren einen Beitrag von nur 12,1%, und bieten Dir die gleichen Leistungen wie die anderen gesetzlichen Krankenkassen auch. Zusätzlich bieten Sie die ebenfalls die Naturheilverfahren wir Akupunktur unbd homöopathische Medizin. Es ist davon auszugehen, das die BIG-Direkt auch weiterhin Ihren günstigen Beitragssatz halten wird. Außerdem kannst Du die 24 std. unter einer kostenlosen Hotline anrufen.

      Ein weitere Nachteil ist,dass Du nach dem neuen Gesetz Du 18 Monate in den neuen Krankenversicherung bleiben.Wenn Du also nicht weisst ob die Mobil Oil BKK nicht nächstes Jahr auf 14% anzieht, würde ich mich lieber auf Erfahrungswerte und auf einen seit 5 Jahren stabilen Beitragssatz verlassen.

      Gruß

      Lars [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
      2 Kommentare
      • von Rаdаgаѕt (abgemeldet) 1
        Re^2: Falsch !
        Ein weitere Nachteil ist,dass Du nach dem neuen Gesetz Du 18
        Monate in den neuen Krankenversicherung bleiben.Wenn Du also
        nicht weisst ob die Mobil Oil BKK nicht nächstes Jahr auf 14%
        anzieht, würde ich mich lieber auf Erfahrungswerte und auf
        einen seit 5 Jahren stabilen Beitragssatz verlassen.

        Gruß

        Lars
        Das Sonderkündigungsrecht bei Beitragssatzerhöhungen wurde durch den Gesetzgeber nicht angerührt. Man kann bei einer Beitragssatzerhöhung sofort kündigen (natürlich innerhalb einer gewissen Kündigungsfrist). Die 18monatige Bindungsfrist gilt hier nicht.

        Gruß
        Henning
      • Re^2: billige Krankenversicherung - gibts Nachteil
        hallo Lars,
        Radagast hat schon mal einen Fehler korrigiert, lass mich einen anderen korrigieren:
        deine bestimmt gute BKK garantiert Dir auch nicht, dass sie diesen Beitrag in 3 Monaten noch hat.
        Das Problem hast Du mit jeder Kasse, ob BKK oder AOK, oder EK.
        Doch so schlimm ist das ja gar nicht. Z.B hat die M&H bisher immer 11.2 % gehabt und war überzeugt, das auch halten zu können. Da kam dann der Strukturausgleich und sie mussten auf 12,4% erhöhen. Das ist aber immer noch 2 % unter der AOK!
        Doch gebe ich Dir Recht: deine BKK bietet vor relativ wenig Geld sehr gute Leistungen. Wer Interesse hat an alternativer Medizin, der sollte auf 0,5 % Mehrbeitrag nicht achten. Leistung kostet nun mal etwas mehr! Es gibt nichts umsonst. Auch wenn wir hier in D dazu erzogen wurden, alles zu verlangen und nichts dafür zu leisten.
        Jeder glaubt, wir hätten ein verbrieftes Recht auf immer mehr Leistung.
        Grüße
        Raimund