100-seitiges Word-Doc 36MB! --> KRISE!

Asche auf mein Haupt
peinlich peinlich

hi Fritze

lies mal meine postings in der letzten zeit durch. solltest du
jemals einen hinweis darauf gefunden haben, dass word für
diplomarbeiten und ähnliches geeignet ist, kannst du mich auf
der stelle steinigen.

Es war jetzt auch nicht auf Dich persönlich bezogen, sondern auf das allgemeine Hintergrundrauschen im Internet und auf den Fluren der Hochschulen dieser Welt (von einigen Fachbereichen abgesehen).

aber ich bin halt kein so ein weltverbesserer.

Das ist schade. Die Welt kann stets Verbesserung gebrauchen :smile:

ich bin auch
beruflich dazu gezwungen, mit word zu arbeiten und kenne mich
notgedrungen recht gut aus (sonst könnte ich ja nicht damit
arbeiten).

Ich bin mitunter auch gezwungen, mit Word – na sagen wir mal rumzumachen, arbeiten mag ich es nicht nennen. Es ist ok, solange die Dokumente nicht zu umfangreich sind und man nur alleine rummachen muss. Aber besonders toll ist es für mein Empfinden nie gewesen.

immer nur zu sagen: „latex ist besser“ ist keine
lösung, vor allem, weil latex was ganz was anders als word
ist.

Erstens sage ich nicht „LaTeX ist grundsätzlich besser“ sondern „LaTeX ist für umfangreiche Dokumente grundsätzlich besser“. Das ist schon ein wichtiger Unterschied. Zweitens betone ich genau den Unterschied zwischen Word (Textvermurksungsprogramm) und LaTeX (Expertensystem für Schriftsatz, Markupsprache für den Autor) immer wieder.

Jawohl, die Umstellung ist radikal und es gibt gerade Anfangs einen erheblichen Lernaufwand. Die Belohnung bekommt man dann, wenn man bei 700 Seiten genau die gleichen Ergebnisse erhält, die man vorher mit 7 Seiten beim Testen auch hatte.

Gruß

Fritze

Hallo,

Eben - Korrekturlesen. Schick doch mal einem Betreuer eine
Arbeit in LaTeX.

Das habe ich seinerzeit getan. Er hat es aber auch nicht anders erwartet und ich wäre ein wahrer Exot gewesen, wenn ich eine andere Software genutzt hätte :smile:

Entweder du schickst sie als PDF, dann bin
ich mir aber gerade nicht sicher, ob der kostenlose Adobe
Reader Bearbeitungsfunktionen unterstützt.

Er tut es. Es kommt darauf an, dass man die Kommentarfunktion in dem PDF freischaltet. Dazu braucht man leider original Adobe Software oder zumindest Produkte, die Adobe Bibliotheken lizensiert haben und daher nicht frei verfügbar sind. Mal sehen, ob sich daran dank Microsoft und deren PDF Killerformat XPS demnächst doch noch was ändert …

Oder du schickst
den Quellcode, was wohl auch nicht die übersichtlichste und
beste Methode ist (und funktioniert eh nur, wenn auch der
Betreuer ein LaTeX-Fan ist).

Abgesehen davon, dass LaTeX-Quellcode ohne LaTeX erheblich lesbarer ist, als Word-Quellcode ohne Word kann man den Text auch per „detex“ entTeXifizieren, wenn es nur um Dinge wie Grammatik, Satzbau und Rechtschreibung geht.

Ich persönlich habe bei allen „Korrekturlesungen“ für andere stets mit der ausgedruckten Version gearbeitet und da konkret reingeschrieben. Größere Dokumente ausschließlich am Bildschirm zu lesen halte ich ohnehin nicht für zumutbar.

Das Einbinden von Grafiken und sonstigen Objekten, ein
vermeintlicher großer Vorteil des microsoftschen
Paketkonzeptes, gleicht einer esoterischen Geheimwissenschaft.
Wehe, man hat unter den 6*10^23 Einstellungen nicht die einzig
seligmachende Kombination gewählt!

Ich versuche zwar gerade, auf LaTeX umzusteigen, muss aber
sagen: Das mit der seligmachenden Kombination gilt auch dafür!

Du versuchst aber nicht von Word auf LaTeX umzusteigen, sondern von Powerpoint. Das ist eine völlig andere Baustelle. Ich würde LaTeX nicht als schweizer Taschenmesser und Software für alle Lebenslagen bezeichnen. Obwohl es Leute gibt, die mit WEB sowie „weave“ und „tangle“ auch noch ganz andere Sachen gemacht haben, als TeX zu übersetzen :smile:

Und während du bei Word einfach ein wenig im Menü rumsuchen
kannst, musst du bei LaTeX gleich Fachbücher oder
Internetforen befragen.

Wundert mich dann ja schon, wie viele Word-Fragen hier so aufschlagen, wenn man das doch einfach mit ein wenig im Menü rumsuchen lösen kann.

Die von Dir erwähnten „Fachbücher“ gehören eigentlich unmittelbar zur verwendeten Software dazu und hießen früher „Dokumentation“ oder „Bedienungsanleitung“. Da Microsoft sowas aber seit den 90er Jahren nicht mehr liefert, wurde es selbstverständlich als überflüssiger Schnickschnack deklariert und von Nutzern Weltweit selbst bei Vorhandensein komplett ignoriert.

PS: Hast du vielleicht doch noch eine Idee zu dem unten von
mir geäußerten Problem? Ich habe es mittlerweile genauer
beschrieben.

Ich habe es gelesen, bin aber gerade viel bei Kunden unterwegs und habe kein LaTeX zur Hand. Da ich mit Beamer noch nicht ernsthaft gearbeitet habe, muss ich Dich daher noch ein paar Tage vertrösten.

Gruß

Fritze

Ergebnis
Siehe da: Die sinnvollste Lösung war Copy & Paste.
Da meine Formatierung anscheinend recht ordentlich ist, hat das Dok mit allen Grafiken jetzt nur noch 2,1 MB und alles ist da wo es hingehört.
Sogar das Inhaltsverzeichnis lässt sich mit F9 korrekt aktualisieren.

D.h.: Über 30 MB Müll (1614 % !!!) ist durch das ca. 90-malige öffnen, bearbeiten und speichern des Doks entstanden… Wie heißen noch gleich die Programmalternativen :wink: ??

DANKE!

wurschtbrot

Hi!

Eben - Korrekturlesen. Schick doch mal einem Betreuer eine
Arbeit in LaTeX.

Das habe ich seinerzeit getan. Er hat es aber auch nicht
anders erwartet und ich wäre ein wahrer Exot gewesen, wenn ich
eine andere Software genutzt hätte :smile:

Ich würde aber behaupten, dass das nicht für jeden Studiengang zutrifft. Bei uns bin ich der Exot, wenn ich ein Protokoll mit LaTeX schreibe (vor einem Jahr getan).

Oder du schickst
den Quellcode, was wohl auch nicht die übersichtlichste und
beste Methode ist (und funktioniert eh nur, wenn auch der
Betreuer ein LaTeX-Fan ist).

Abgesehen davon, dass LaTeX-Quellcode ohne LaTeX erheblich
lesbarer ist, als Word-Quellcode ohne Word kann man den Text
auch per „detex“ entTeXifizieren, wenn es nur um Dinge wie
Grammatik, Satzbau und Rechtschreibung geht.

Was heißt „entTeXifizieren“ ???

Ich persönlich habe bei allen „Korrekturlesungen“ für andere
stets mit der ausgedruckten Version gearbeitet und da konkret
reingeschrieben. Größere Dokumente ausschließlich am
Bildschirm zu lesen halte ich ohnehin nicht für zumutbar.

Ja, gut, das stimmt schon wieder.

Ich versuche zwar gerade, auf LaTeX umzusteigen, muss aber
sagen: Das mit der seligmachenden Kombination gilt auch dafür!

Du versuchst aber nicht von Word auf LaTeX umzusteigen,
sondern von Powerpoint.

Nicht nur. Wie gesagt, ich habe vor einem Jahr schon mal ein Protokoll in LaTeX verfasst, mich aber bei späteren Protokollen den Word-Vorlieben meiner Kommilitonen gefügt, weil ich sonst gemeinsame Protokolle hätte komplett selbst in LaTeX umschreiben müssen, was bei 60 Seiten nicht gerade lustig ist. Jetzt versuche ich wieder, LaTeX statt Word für Uni-Sachen einzusetzen.

Das ist eine völlig andere Baustelle.
Ich würde LaTeX nicht als schweizer Taschenmesser und Software
für alle Lebenslagen bezeichnen. Obwohl es Leute gibt, die mit
WEB sowie „weave“ und „tangle“ auch noch ganz andere Sachen
gemacht haben, als TeX zu übersetzen :smile:

Das Beamer-Package hat aber schon noch ein paar sehr gute Funktionen, die bei PowerPoint nicht ohne weiteres realisierbar sind. Das einzige, was ich bei meiner Präsentation ausgelassen habe, was ich in PowerPoint gemacht hätte, war das Einzeichnen von Kästchen, Pfeilen etc. Mir ist klar, dass das in LaTeX möglich ist, aber allein schon die Positionierung dürfte recht aufwendig werden. Da ist WYSIWYG doch gegenüber TeX überlegen.

Und während du bei Word einfach ein wenig im Menü rumsuchen
kannst, musst du bei LaTeX gleich Fachbücher oder
Internetforen befragen.

Wundert mich dann ja schon, wie viele Word-Fragen hier so
aufschlagen, wenn man das doch einfach mit ein wenig im Menü
rumsuchen lösen kann.

Ich will nicht wissen, wieviele Fragen es hier gäbe, wenn all diejenigen, die jetzt Word nutzen, auf LaTeX umsteigen würden.

PS: Hast du vielleicht doch noch eine Idee zu dem unten von
mir geäußerten Problem? Ich habe es mittlerweile genauer
beschrieben.

Ich habe es gelesen, bin aber gerade viel bei Kunden unterwegs
und habe kein LaTeX zur Hand. Da ich mit Beamer noch nicht
ernsthaft gearbeitet habe, muss ich Dich daher noch ein paar
Tage vertrösten.

Ok.

Grüße,
Anja

Noch eine Idee:

Hast du die Schnellspeicherung abgeschaltet?
Denn, wenn diese aktiv ist, wächst das DEokument sogar beim Löschen.

salut

gernot

Hast du die Schnellspeicherung abgeschaltet?

Meinst Du die Schnellspeicherung (war die ganze Zeit aus) oder die Hintergrundspeicherung (war aktiv)?

Hast du die Schnellspeicherung abgeschaltet?

Meinst Du die Schnellspeicherung (war die ganze Zeit aus)

Ja, ich meinte „Schnellspeicherung zulassen“.

salut

gernot

Hallo -ääh: wurschtbrot? :wink:

Word speichert Historie und alte Versionen, aber 30 MB?
Das waren bestimmt integrierte Bilder.

Meine/unsere Erfahrung ist, dass sich eingebettete Bilder in doc’s
nicht ohne weiteres entfernen lassen. Ausserdem könnte bspw.
die Option „Fonts einbetten“ (oder so ähnlich) aktiv gewesen sein.

Coole Programm-Alternative (Die Anschaffung lohnt sich!):
Papyrus - http://papyrus.de/
Dieses schlanke DTP-Programm kann auch DOC, RTF, PDF, HTML usw. usw. :wink:

\q

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Eben - Korrekturlesen. Schick doch mal einem Betreuer eine
Arbeit in LaTeX.

Das habe ich seinerzeit getan. Er hat es aber auch nicht
anders erwartet und ich wäre ein wahrer Exot gewesen, wenn ich
eine andere Software genutzt hätte :smile:

Ich würde aber behaupten, dass das nicht für jeden Studiengang
zutrifft. Bei uns bin ich der Exot, wenn ich ein Protokoll mit
LaTeX schreibe (vor einem Jahr getan).

LaTeX ist sogar heute noch bei den Mathematikern und Physikern der
Standard. Bei den Informatikern erfreut es sich ebenfalls großer
Beliebtheit. Aber die Fülle an erhältlichen Klassen und Erweiterungen
zeigt, dass auch eine ansehnliche Zahl von Chemikern, Biologen,
Ingenieuren, Juristen, Medizinern, Wirtschaftswissenschaftlern,
Sprachwissenschaftlern und einfach nur Hobbytypografen diese Software
gerne nutzen und sich sogar soweit damit auseinandergesetzt haben, um
eigene Ergänzungen zu produzieren.

Was heißt „entTeXifizieren“ ???

Alle LaTeX-Befehle herausnehmen und damit den unformatierten Text
übrig behalten.

Du versuchst aber nicht von Word auf LaTeX umzusteigen,
sondern von Powerpoint.

Nicht nur. Wie gesagt, ich habe vor einem Jahr schon mal ein
Protokoll in LaTeX verfasst, mich aber bei späteren
Protokollen den Word-Vorlieben meiner Kommilitonen gefügt,
weil ich sonst gemeinsame Protokolle hätte komplett selbst in
LaTeX umschreiben müssen, was bei 60 Seiten nicht gerade
lustig ist.

Bei uns war immer genau ein Student der offizielle „Protokollführer“.
Wenn Deine Kommilitonen LaTeX nicht mögen (warum auch immer :smile:, dann
kannst Du Dir doch deren Beiträge einfach in ASCII Text schicken
lassen. Abbildungen etc. entsprechend als separate Dateien. Da ein
paar LaTeX-Befehle reinzubasteln halte ich für angenehmer, als Word
zu nutzen :smile:

Das Beamer-Package hat aber schon noch ein paar sehr gute
Funktionen, die bei PowerPoint nicht ohne weiteres
realisierbar sind. Das einzige, was ich bei meiner
Präsentation ausgelassen habe, was ich in PowerPoint gemacht
hätte, war das Einzeichnen von Kästchen, Pfeilen etc. Mir ist
klar, dass das in LaTeX möglich ist, aber allein schon die
Positionierung dürfte recht aufwendig werden. Da ist WYSIWYG
doch gegenüber TeX überlegen.

Kästchen sind doch dank \fbox bzw. \framebox überhaupt kein Problem.
Du solltest Dir auch mal die Erweiterung „fancybox“ anschauen. Die
gehört zum „Seminar“ Paket, ebenfalls ein Powerpoint-Ersatz.

Wundert mich dann ja schon, wie viele Word-Fragen hier so
aufschlagen, wenn man das doch einfach mit ein wenig im Menü
rumsuchen lösen kann.

Ich will nicht wissen, wieviele Fragen es hier gäbe, wenn all
diejenigen, die jetzt Word nutzen, auf LaTeX umsteigen würden.

Oh, da kämen sicherlich eine Menge Fragen. Aber die Art der Fragen
wäre doch eine ganz andere. Die fiesen, nervenaufreibenden Klopper
wegen zerstörter Dokumente, verschwundenen Texten, nicht
funktionierenden Automatismen, nicht möglichem Dokumentenaustausch,
etc. würden durch Detailfragen wie „Warum macht mein automatisches
Literaturverzeichnis die Autorenangabe nicht in kursiver
Fettschrift?“ oder meinetwegen auch „Ich bekomme immer den Error
soundso beim übersetzen, woran liegt das?“

Gruß

Fritze

Ich krieg echt die Krise, denn ich kann kein 36MB-Doc mal eben
per Mail zum Korrektur lesen verschicken…

Ich kenne wenige Provider, die die Übertragung von 36 MB per
Mail zulassen. Zumal die Datei durch die MIME-Codierung noch
eher etwas größer wird.

Hallo,
wenn NUR das Dein Problem ist, dann zerlege sie in mehrere Teile und sende jedes Teil einzeln per Mailanhang. Der Empfaenger baut die Datei dann wieder zusammen. Werkzeug zB Totalcomander .

Genauso koennte man mit Word dei Datei zerlegen in Seite 1-10 und 11-0 usw. und jeden Teil einzeln senden. Jedes Teil muss von den Resten befreit werden, also zB mit speicher unter, oder auch durch rtf-Format und zurueck.

Weiterhin koennten die Bilder nicht in die Datei eingespeichert, sondern nur verlinkt werden. Dann muessen sie evtl mit zum Korrekturlesen versendet werden, auch das gaebe kleinere Dateien, eben mehrere.

Gruss Helmut

Hallo,

Ich krieg echt die Krise, denn ich kann kein 36MB-Doc mal eben
per Mail zum Korrektur lesen verschicken…

wieso nicht? Wenn du eine Flatrate hast, gilt: Je mehr du
überträgst, desto billiger wird ein übertragenes Megabyte.

Ich kenne wenige Provider, die die Übertragung von 36 MB per
Mail zulassen. Zumal die Datei durch die MIME-Codierung noch
eher etwas größer wird.

„eher etwas“ ist gut. Unabhängig von der Datenmenge aufgrund des Kodierungsschemas mindestens um 33%. Das ist insbesondere bei großen Dateien nicht vernachlässigbar. Aber es ist hier eher off topic :smile:

Ich krieg echt die Krise, denn ich kann kein 36MB-Doc mal eben
per Mail zum Korrektur lesen verschicken…

Ich kenne wenige Provider, die die Übertragung von 36 MB per
Mail zulassen. Zumal die Datei durch die MIME-Codierung noch
eher etwas größer wird.

wenn NUR das Dein Problem ist, dann zerlege sie in mehrere
Teile und sende jedes Teil einzeln per Mailanhang. Der
Empfaenger baut die Datei dann wieder zusammen. Werkzeug zB
Totalcomander .

Tja, der läuft auch nicht überall.

Genauso koennte man mit Word dei Datei zerlegen in Seite 1-10
und 11-0 usw. und jeden Teil einzeln senden.

Au Himmel, dann macht man sich vermutlich Dinge wie automatische Numerierung kaputt. Das halte ich auch eher für eine üble Idee.

Wie gesagt: es soll ja auch Leute geben, die per Analog-Modem am Netz hängen und denen wird bei 36 MB Rohdaten per Mail echt übel.

Jedes Teil muss
von den Resten befreit werden, also zB mit speicher unter,
oder auch durch rtf-Format und zurueck.

Tja, dann könnte man ja auch gleich beim RTF bleiben. Das ist - im Gegensatz zum Word-Format - sogar dokumentiert …

Weiterhin koennten die Bilder nicht in die Datei
eingespeichert, sondern nur verlinkt werden. Dann muessen sie
evtl mit zum Korrekturlesen versendet werden, auch das gaebe
kleinere Dateien,

Ja, das ist in der Tat sinnvoll.

Gruß,

Sebastian

noch mehr off topic…
der mod wird diese kleine privatdiskussion hoffentlich verzeihen :smile:

hi Fritze

lies mal meine postings in der letzten zeit durch. solltest du
jemals einen hinweis darauf gefunden haben, dass word für
diplomarbeiten und ähnliches geeignet ist, kannst du mich auf
der stelle steinigen.

Es war jetzt auch nicht auf Dich persönlich bezogen, sondern
auf das allgemeine Hintergrundrauschen im Internet und auf den
Fluren der Hochschulen dieser Welt (von einigen Fachbereichen
abgesehen).

OK und Zustimmung

aber ich bin halt kein so ein weltverbesserer.

Das ist schade. Die Welt kann stets Verbesserung gebrauchen :smile:

sagen wir mal so: ich bin schon ein weltverbesserer, der aber erkennen musste, das die meisten leute schlicht ignorant sind. und für weltverbessern in scheibchentaktik fehlt mir zeit und geduld.

ich bin auch
beruflich dazu gezwungen, mit word zu arbeiten und kenne mich
notgedrungen recht gut aus (sonst könnte ich ja nicht damit
arbeiten).

Ich bin mitunter auch gezwungen, mit Word – na sagen wir mal
rumzumachen, arbeiten mag ich es nicht nennen. Es ist ok,
solange die Dokumente nicht zu umfangreich sind und man nur
alleine rummachen muss. Aber besonders toll ist es für mein
Empfinden nie gewesen.

naja - ich bin jetzt kein grosser fan von word, muss aber sagen, dass die möglichkeiten schon enorm sind, wenn man sich hinsetzt und sich ca. 1 monat wirklich intensiv damit beschäftigt. dann bekommt man auch ansprechende dokumente mit mehr als 100 seiten und mit grafiken vollgestopft zusammen, die nicht ständig das aussehen wechseln und abstürzen. man muss nur (schmerzhaft) lernen, den ganzen fallstricken auszuweichen (von denen es leider etliche gibt).

kleines beispiel: wenn es darum geht, umfangreiche textlisten/logfiles/ähliches auszuwerten, verwende ich gerne word (obwohl ich mich durchaus auch mit perl auskenne), weil der zugang ein viel „unmittelbarer“ ist - beim suchen und ersetzten muss ich nicht lange nachdenken, was genau ich eigentlich haben will, sondern tue es einfach - ist das ergebnis nicht ok, gibts strg-z. ansonsten taste ich mich soweit vor, bis alles passt. völlig schwachsinniger ansatz, wenn man mehr als 2 gleichartige listen bearbeiten muss. in einzelfällen aber schneller als ein perl-skript zu schreiben. und die pseudo-regular-expressions im word sind nicht mal sooo schlecht.

immer nur zu sagen: „latex ist besser“ ist keine
lösung, vor allem, weil latex was ganz was anders als word
ist.

Erstens sage ich nicht „LaTeX ist grundsätzlich besser“
sondern „LaTeX ist für umfangreiche Dokumente grundsätzlich
besser“. Das ist schon ein wichtiger Unterschied. Zweitens
betone ich genau den Unterschied zwischen Word
(Textvermurksungsprogramm) und LaTeX (Expertensystem für
Schriftsatz, Markupsprache für den Autor) immer wieder.

Jawohl, die Umstellung ist radikal und es gibt gerade Anfangs
einen erheblichen Lernaufwand. Die Belohnung bekommt man dann,
wenn man bei 700 Seiten genau die gleichen Ergebnisse erhält,
die man vorher mit 7 Seiten beim Testen auch hatte.

das hauptproblem ist immer wieder, dass word und tex/latex prinzipiell nicht vergleichbar sind. word ist ein textEDITOR, mit dem man auch gleichzeitig interaktiv sein dokument formatieren kann. optimal, wenn ich viele kleinere dokumente schreiben muss, bei denen das layout nicht fix vorgegeben ist und ich auch möglicherweise ständig rumformatieren muss.

latex ist eine markup-sprache (vergleichbar mit sgml/xml) die rein für den schriftsatz zuständig ist. man muss den text mit einem eigenen editor erfassen, der nicht teil von latex ist. hat man seinen text erfasst und mit den markups versehen, kann man den formatierer/compiler/transformator/was auch immer bemühen, der aus meinem (ascii)text ein perfekt formatiertes dokument generiert.

ich bin fix überzeugt, dass sich der einarbeitungsaufwand bereits bei weitaus kleineren dokumente lohnt - allerdings eher dann, wenn ich häufig mit den selben dokumenttypen zu tun habe. echte latex-kenner würde ja bereits bei einem zweiseitigen brief nicht auf die idee kommen, das mit word zu schreiben. und bei wissenschaftlichen texten hat man sicher schon bei unter 100 seiten klare vorteile mit latex - soferne man sich eine vernünftige entwicklungsumgebung zusammengestellt hat.

keine ahnung, ob verfügbare latex-editoren das defaultmässig anbeiten: ich kenne leute, die haben im einen fenster den editor offen, mit dem sie den quelltext erfassen und periodisch speichern. dann läuft noch ein hintergrundprozess, der prüft, ob sich die datei geändert hat und wenn ja, den quelltext kompiliert und das fertige dvi in einem zweiten fenster darstellt. auf diese weise kann man recht komfortabel eingabe und layoutkontrolle miteinander kombinieren. über skripte gesteuert ist das ganze auch mit doppelklick auf ein ikon am desktop startbar.

der anwender, dessen erfahrungen mit computern sich auf das auspacken des geräts beschränken, wird damit latex als wenig komfortabel bezeichnen. anderseits wird ein anwender, der schon mal eine diplomarbeit mit latex geschrieben hat, nichts anderes mehr haben wollen.

das problem dabei ist, dass die meisten erst mind. zweimal eine umfangreiche arbeit durch word verlieren müssen, um umzudenken. sie beginnen dann, sich wirklich mit word zu beschäftigen (was ein langer, steiniger prozess ist) oder steigen eben auf latex um (was ein kurzer, dafür sehr steiniger prozess ist).

lg
erwin

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nur noch ein bißchen off topic…
servus,

ich kenne leute, die haben im einen fenster den
editor offen, mit dem sie den quelltext erfassen und
periodisch speichern. dann läuft noch ein hintergrundprozess,
der prüft, ob sich die datei geändert hat und wenn ja, den
quelltext kompiliert und das fertige dvi in einem zweiten
fenster darstellt. auf diese weise kann man recht komfortabel
eingabe und layoutkontrolle miteinander kombinieren. über
skripte gesteuert ist das ganze auch mit doppelklick auf ein
ikon am desktop startbar.

so schlimm muß es für diejenigen, die dem Programm Wort fürderhin entsagen wollen, gar nicht sein: wer mal in LaTeX reinschnuppern will ohne sich diese fürchterlich wirre und ach so komplizierte Programmiererei anzutun kann - mittlerweile auch unter Windows - LyX installieren.
Dem einen oder anderem Puristen werden sich vielleicht die Nackenhaare sträuben, what shall it? Wenn es doch dazu dient, MS-Junkies auf den rechten Pfad der Satzverarbeitung zu bringen …

mfg
ED

http://de.wikipedia.org/wiki/LyX

Hallo ihr Diskutierer,
ein Vorschlag vermisse ich noch:
Alles auf CD/DVD brennen und zusenden. Am besten auf Wiederbeschreibbare, dann kann der Empfänger die Korrekturen auf diesem Datenträger zurücksenden.

Zum Thema Word möchte ich auch meinen Senf hinzufügen, aber keine Diskussion auslösen, bzw. lasse ich mich nicht ein.

Vor ca. 10 Jahren hat mein Sohn seine ca. 230 seitige Diplomarbeit mit vielen Grafiken/Bilder in den Rechner eingegeben.
Keinerlei Probleme.Gestaltung blieb auch bei Umformatierung auf A5/A4 oder A3 kosequent richtig!!
Grund: Es wurde TechWriterPro (Hinweis: läuft nur unter Betriebssystem Virtual Acorn, RPC-Acorn auf dem Window Rechner)
Vorteil: Dateigröße ist um 80% kleiner.(Grins: Bilder haben ihre Größe und behalten den Speicherplatz. Es geht also um den reinen Text!!)
Im- und Export zu Word (auch von Word [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Hallo ihr Diskutierer,
ein Vorschlag vermisse ich noch:
Alles auf CD/DVD brennen und zusenden. Am besten auf
Wiederbeschreibbare, dann kann der Empfänger die Korrekturen
auf diesem Datenträger zurücksenden.

Das kann er aber auch nur, wenn er die Daten lesen kann. Da habe ich bei Word so meine Bedenken.

Zum Thema Word möchte ich auch meinen Senf hinzufügen, aber
keine Diskussion auslösen, bzw. lasse ich mich nicht ein.

Na prima. Dann ist ein _Diskussions_forum ja genau der Richtige Ort für sowas.

Vor ca. 10 Jahren hat mein Sohn seine ca. 230 seitige
Diplomarbeit mit vielen Grafiken/Bilder in den Rechner
eingegeben.

Prima.

Keinerlei Probleme.Gestaltung blieb auch bei Umformatierung
auf A5/A4 oder A3 kosequent richtig!!

Auch fein.

Grund: Es wurde TechWriterPro (Hinweis: läuft nur unter
Betriebssystem Virtual Acorn, RPC-Acorn auf dem Window
Rechner)

Das ist sicher auch eine Alternative zu Word. Wie gesagt, für lange Text ist alles andere besser geeignet. Es kostet allerdings auch eine hübscge Stange Geld. Derzeit (je nach Wechselkurs, da in GBP bezahlt werden muss) 140,- EUR. Siehe dazu die Herstellerwebsite:

http://www.iconsupport.demon.co.uk/Prices/Prices.html

Vorteil: Dateigröße ist um 80% kleiner.(Grins: Bilder haben
ihre Größe und behalten den Speicherplatz. Es geht also um den
reinen Text!!)

Ob man bei reinem Text im Vergleich von Word zu anderen Programmen (LaTeX eingeschlossen) wirklich 80% rausholt, ist sehr fraglich. Insbesondere bei längeren Dateien. So ineffizient ist Word nun auch wieder nicht.

Im- und Export zu Word (auch von Word