Hi Gandalf,
da der Thread in persönliche Beleidigungen auch von meiner Seite abzudriften droht, schlage ich vor, noch mal sachlich neu anzufangen.
Damit wir nicht ständig aneinander vorbeireden, sollten einige Grundbegriffe geklärt werden. Durch unkritische Verwendung vor allem in den Medien ist eine Bedeutungsverschiebung eingetreten, die eine Diskussion behindert.
Auch wenn im folgenden etliche Aussagen absolut formuliert sind, so ist das der Kürze wegen, es ist meine Interpretation von Gelesenem, überwiegend aus Quellen der Kritik.
AIDS ist nicht, wie „auf der Straße“ verbreitet, eine sexuell
übertragbare Immunschwäche, sondern „lediglich“ eine sehr präzise bürokratische Definition, wann bestimmte Fälle schwerer, altbekannter Krankheiten unter dem Label AIDS der Gesundheitsbehörde zu melden sind.
Diese Definition umfaßt eine Liste herkömmlicher Krankheiten, qualifiziert durch das zusätzliche Vorliegen eines positiven sog.HIV-Tests.
Die Diagnose der Krankheiten ist wohlbekannt und daher unstrittig, einzig zu klären ist, was ein Verfahren als HIV-Test auszeichnet. Zumindest nach Meinung der deutschen Behörde ist dies die Treue zu sich selbst, d.h. daß das wiederholte Durchführung immer das selbe Ergebnis hat, sowie die Verträglichkeit mit bisher zugelassenen Tests, d.h. daß diese weitgehend die selben Ergebnisse liefern. Diese Nachweise werden von den Herstellern durchgeführt und offiziell nicht
unabhängig überprüft.
Daher kann man sich nicht an AIDS anstecken, da dies eine Unmöglichkeit für eine bürokratische Definition ist. Weiterhin macht dies jegliche Diskussion um die Existenz von AIDS sinnlos, da diese Definition so existiert.
Man kann AIDS-krank sein, wobei das lediglich heißt, das man in der Statistik als Fall geführt wird. Es ist keine Möglichkeit vorgesehen, aus der Statistik ausgetragen zu werden.
Inzwischen wurde die Definition noch um einige Spitzfindigkeiten bereichert, aber das Grundmuster bleibt.
Die AIDS-Debatte wird geführt um die Interpretation dieser Definition bzw. darauf aufbauende Theorien und daran anschließend um ihre praktische Bedeutung. Einzelne Punkte
sind:
* Da alle Tests nach Definition mit dem Urtest von Gallo verbunden sind, wie präzise und relevant war dieser, welche Nebenbedingungen waren vorhanden und können das Ergebnis beeinflußt haben.
* Nach gängiger Interpretation wird der positive Test und daraufhin eine postulierte Dramatisierung der definierenden Krankheit durch einen sog.HI-Virus hervorgerufen. Welche Argumente gibt es für die Existenz dieses Virus und wie stichhaltig sind diese.
* Das Hauptargument für die Existenz des Virus ist immer noch, das in Proben als infiziert postulierter, schwerkranker Menschen anormale Eiweißkonzentrationen auftreten, insbesondere von reverser Transkriptase, Antikörper auf einige dieser Eiweiße, sowie (erhöhte Konzentrationen) freier DNA-Schnipsel. Dies wird von der relevanten Forschungsrichtung, der Retrovirologie, als anomal und extern verursacht interpretiert. Da sich keine besonderen Bakterien oder andere Mikroorganismen in den Proben nachweisen lassen, aber auf einigen elektronenmikroskopischen Aufnahmen Partikel in Virengröße zu finden sind, und reverse Transkriptase zur Übersetzung von RNA in DNA dient, wird daraus die Existenz eines RNA/Retro-Virus gefolgert. Die anomalen Eiweiße sowie die Antikörper werden als virenspezifisch und damit artdefinierend deklariert.
* Der Haupteinwand ist, daß auch ohne Virus die Befunde als Ergebnis stark erhöhten Zellstresses und eines resultierenden anomalen Zellzerfalls interpretiert werden können, zumal diese Befunde in Laborkulturen nur nach starker Zugabe von Chemikalien und Kokultivation mit teilweise
artfremden Zellen (u.a. Ziegenblut) nachweisbar waren. Reverse Transkriptase ist ein zelleigenes Reparaturprotein, das insbesondere bei der Zellteilung für dei Wiederherstellung der Chromosomenenden zuständig ist.
Die übrigen Eiweisse könnten ebenfalls körpereigen sein, teilweise ist das schon nachgewiesen, nur daß sie normalerweise nicht frei außerhalb von Zellen vorkommen. Die Antikörper könnten Autoantikörper gegen diese freien, evtl. in diesem Zustand schädlichen, Eiweisse sein (auch teilweise schon nachgewiesen). Bei generell geschwächtem
Gesundheitszustand könnte sich diese Autoimmunreaktion (Allergie auf körpereigene Proteine) so aufschaukeln, daß auf andere Gefahren nicht mehr ausreichend reagiert werden kann, was sich als allgemeine Immunschwäche manifestiert. Natürlich wären dann die zur Bildung dieser Eiweiße notwendigen Gene auch körpereigen. Ist eine Zelle nicht mehr in der Lage, diese durch Zerlegung vor dem Zerfall selbst unschädlich zu machen, so wären Fragmente davon natürlicherweise frei nachweisbar.
Ende dieser Liste.
Der Begriff der Immunschwäche selbst ist nicht eindeutig definiert. Im „Mainstream“ wird darunter die relative Abnahme einer Art weißer Blutkörperchen gegenüber einer anderen verstanden. Dieses Verhältnis wird allgemein lediglich in der Blutbahn gemessen. Es ist aber bekannt,
daß die relevanten Zellen unter Immunstreß aus der Blutbahn ins Gewebe und Knochenmark abwandern, was diese Definition fragwürdig erscheinen läßt.
Eine Alternative wäre der Grad der Aktivität der Zellen, definiert durch den Stoffwechsel, genauer den Sauerstoffumsatz.
Sämtliche in der AIDS-Chemotherapie verwandten Stoffe sind anerkannterweise starke Zellgifte, vergleichbar stark mit denen der Krebs-Chemotherapie, nur daß letztere mit hohen Konzentrationen in kurzen Schüben, erstere jedoch kontinuierlich und lebenslang in niedrigen Konzentrationen
eingesetzt werden. Es sind körperfremde Stoffe, für welche es keine spezifischen Abbauprozesse existieren, so daß diese entweder mechanisch ausgewaschen oder mit allgemeinen Entgiftungsprozessen ausgeschieden werden. Beides sind langsame Prozesse, so daß die Gefahr einer Anreicherung im Körper bei andauernder Therapie gegeben ist.
Die allgemein postulierte Wirkung dieser Stoffe ist, daß sie die Vermehrung des Virus stärker hemmen als daß sie die Zellen schädigen. Das setzt logischerweise voraus, daß da überhaupt ein Virus vorhanden ist und daß ein signifikanter Teil der verabreichten Stoffe
am Virus bzw. dessen DNA (AZT) bzw. dessen Proteinen (Protease-Inhibitoren) zum Einsatz kommen.
Beides wird von der Kritik in Zweifel gezogen. Vielmehr wird von der Kritik behauptet, daß ein Großteil bis 100% davon an ganz anderen Stellen in den Zellstoffwechsel eingreift, teilweise mit Behinderung der Zellatmung, so daß die Hauptwirkung in einer Verlangsamung aller Lebensprozesse bestünde, was einen Großteil der Symptome hervorrufen würde, die konventionell HIV zugeschrieben werden, genauer:
* eine Schwächung des Immunsystems (Schädigung des Knochenmarks, „Ermüdung“ der Zellen),
* Verdauungsbeschwerden bis chronischer Durchfall durch Schwächung der Darmzellen, Behinderung der Zellteilung,
* Muskelschwund, Gliederschmerzen, klar, hängt am Stoffwechsel der Muskelzellen,
* gestörter Fettstoffwechsel und Leberversagen durch Schwächung der Leber-/Gallenzellen,
* Hautbeschwerden durch zu starke Alterung und Verdünnung der Haut wegen verlangsamter Zellteilung,
sowie eine Reihe nicht direkt HIV zuschreibbarer Nebenwirkungen, wie
*allgemeines Organversagen,
*gesteigertes Risiko für Herz-/Schlaganfall.
Anfängliche Verbesserung von Krankheiten durch die Kombi-Therapie werden der antibiotischen Wirkung bzw. Nebenwirkung dieser Stoffe zugeschrieben.
Die AIDS-Forschung wird größtenteils von der Pharmaindustrie kontrolliert, teilweise weil diese in deren Labors stattfindet, teils durch Drittmittel in Forschungsinstituten (s.a. Sponsorenliste von Durban). Ein Pharmaunternehmen arbeitet gewinnorientiert bzw. für den Shareholder-Value.
Daher kann aus dieser Richtung kein Interesse bestehen an Projekten, die potentiell die eigenen Produkte entwerten, zumal die Alternativen, soweit absehbar, nicht sehr profitträchtig sind (Stichworte gesunde Ernährung, Naturprodukte, nicht patentierbar).
*Agitprop* Die einzige Relevanz für die Industrie bestünde darin, spätere Schadensersatzklagen jetzt schon abzuwehren. Deshalb ist es wichtig, daß diese Diskussion in einer breiten Öffentlichkeit bekannt wird, damit niemand später behaupten kann, erhabe damals von Zweifeln nichts wissen können. *End Agitprop*
Da auch in den meisten Industrienationen staatlicherseits ebenfalls kein Interesse an der Überprüfung kontroverser Hypothesen oder kritischer Forschung besteht, findet diese nicht statt.
Ausnahme ist Australien, wo in Perth eine institutionelle Forschergruppe von Anbeginn an Kritikpunkte prüft und kontroverse Resultate publiziert. Im Zusammenhang damit (?) hat Australien die strengsten Richtlinien, wann ein sog.HIV-Test als positiv gilt.
Selbst identische Tests mit Material vom gleichen Hersteller mit identischen Reaktionen werden in verschiedenen Industrienationen mit unterschiedlichem Resultat interpretiert.
*Satire* Der Virus muß also nicht nur intelligent genug sein zu erkennen, auf welchem Kontinent er sich befindet, sondern auch noch, in welchem Land, bzw. ob nördlich oder südlich der Sahara, und danach seine Aktivität und Erscheinungsform wählen. *End Satire* (replace Satire by Zynismus or Sarkasmus)
Zumal die konkrete Interpretation sogar von Labor zu Labor variieren kann.
Soweit mein Kenntnisstand der Debatte (die ich nicht führe, sondern nur interessiert verfolge).
Lutz
PS: sog.HIV-Test deshalb, weil kein Virus nachgewiesen wird, was auch in der Gebrauchsanweisung etlicher Tests steht. Es ist reine Spekulation, aber es könnte sein, daß dies zur Abwehr evtl. anstehender Schadensersatzklagen erfolgt. Genauso als Absicherung gegen Klagen könnte der Hinweis der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (genau, die mit der funky Latexwerbung, was wollen die ausdrücken: „Hey, don’t worry, AIDS ist lustig“?) verstanden werden, daß jeder bei einem positiven Test selbst entscheiden kann, ob er infiziert ist.
Die Webseiten spar ich mir, die wurden in diesem Thread oft genug angegeben.