Huhu,
was sie beim Sparzieren macht -wenn kein anderer Hund da ist,
sie macht dann Pippi und kratzt anschließend mit allen Pfoten
den Waldboden sehr kräftig, ausdauernd und weit raus. Was will
mir das sagen?
Wir haben Sie nach der ersten Läufigkeit „kastrieren“ lassen,
in einer Kleintier-Klinik. SEITHER macht sie folgendes
-wirklich genau AB diesem Zeitpunkt-:
Jedem -auch uns- schleicht sie um die Beine herum und drückt
sich wirklich SEHR stark an diese Beine und umläuft den
Menschen mehrfach…
Zu beiden wurde schonmal fast die gleiche Frage gestellt hier
/t/hund-schleicht-um-beine/4579788
Ich habe den Tierarzt befragt der
die Kastration durchführte, so ein Verhalten hatte er noch nie
gesehen und warum das jetzt GENAU nach der Kastration auftrat
wußte er auch nicht - er hatte überhaupt keine Erklärung für
dieses Verhalten.
Das finde ich allerdings seltsam. Unsere Hündin ist nicht kastriert, dennoch habe ich schon öfter von diesem Verhalten nach einer Kastration gehört… da sollte man doch meinen, dass ein Mensch, der sich beruflich sicherlich intensiver mit dem Thema beschäftigt, davon auch schonmal gehört haben sollte…
Im übrigen, meine Hündin geht oft ähnlich auf andere Hunde zu, geduckte Haltung, gespitzte Ohren, langsame Bewegungen und auf den letzten 3 Metern ein kurzer Sprint… halt wie man sich eine Jagd vorstellen würde. Bei mir unbekannten Tieren rufe ich sie aber vorher ab, man weiß nie, wie der andere reagiert, bzw denke ich mir auch, dass das auf den anderen Halter durchaus bedrohlich wirken kann, wenn da so ein großer Schäferhund den eigenen Liebling ins Visir genommen hat (und in dem Moment sieht es ja nicht unbedingt freunlich aus, obwohl sie noch nie in irgendeiner Weise aggressiv war, bis auf einmal, als sie mich - zu recht - beschützt hat).
Auf der anderen Seite kann sie auch durchaus ein kleiner Schisser sein, wenn ein großer Hund zu aufdringlich auf sie zukommt, oder wenn sie gleichzeitig von mehrern Hunden belagert wird… ist ja auch verständlich.
Zum eigentlichen Thema: ich hatte auch schonmal ein so beängstigendes Erlebnis mit unserer letzten Hündin. Die war eh eher ein Hundetyp, der an den meisten anderen Hunden gar nicht interessiert war, bzw da auch eher leicht defensive Haltungen einnahm. Nur die Hunde, die sie in ihrer Welpenzeit kennengelernt hatte, waren ihre „besten Freunde“.
Eines Nachts bogen wir aus einem Waldweg raus, und auf der Straße wollte gerade einer seinen Schäfermix ins Auto laden, und hat wohl wegen der Uhrzeit keine Leine benutzt (kleine Siedlung, da trifft man Nachts um 1 Uhr sonst nicht allzuviele Leute). Leider war das ein echt gestörtes Tier, und sie hat sich sofort deutlich aggressiv auf meinen Hund gestürzt. Ich habe fix die Leine gelöst, weil ich mal gelesen hatte, dass die a) oft Aggressionsauslöser ist (wobei im Nachhinein… meine Hündin war ja nicht der aggressive Pol in der Begegnung) und b) schon von der Logik her, weil meine Hündin an der Leine ja gleich gar keine Chance gehabt hätte. Sie haben mich dann ein paar mal umrundet, weil meine Hündin bei mir Schutz gesucht hat…als sie merkte, dass ich ihr den nicht bieten kann (Ich habe versucht, den anderen Hund zu erwischen, aber die waren so wuselig…keine Chance) rannte sie den ganzen Weg nach Hause (und der andere Hund hat sie die ganze Strecke lang verfolgt, obwohl mein Hund eindeutig defensiv war… und das war ein echtes Stück…nicht zuletzt das hat mich so geschockt), und hat dann erst mit der verschlossenen Tür im Rücken zur Gegenwehr angesetzt. Sie ist Gott sei dank nur mit ein paar Schrammen davon gekommen… aber dummerweise hatte ich in dem Schock komplett falsch reagiert, und habe einfach erleichtert dass nichts schlimmes passiert ist meinen Hund in den Arm geschlossen (Bestätigung für den Hund für sein Verhalten…)… seither musste man immer damit rechnen, dass sie aus Angst zuschnappen würde, und man hat gemerkt, dass das Vertrauen zwischen uns futsch war.
Man kann fast sagen Gott sei Dank, dass sich ein gutes halbes Jahr später eine ähnliche Gelegenheit bot (herrenloser Hund auf Feld, beide Hunde hatten schon die Starre, die sie vorm Angriff (bzw meine vor der Flucht, die in dem Fall über eine belebte Straße nach Hause geführt hätte) haben), die ich in den Griff bekam, indem ich ein donnerndes „Nein! Sitz!“ verlauten lies…beide Hunde waren so perplex, dass sie gehorchten (woraufhin ich wieder ganz schön perplex war). … und mein Hund hat mir seitdem wieder vertraut, dass ich ihr auch in brenzlichen Situationen helfen kann. Und die Angstschnapperei lies dann auch wieder nach…aber nach dem ersten Vorfall hätte ich trotzdem nie mehr meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass sie nicht doch mal schnappen würde.
Wenn der Hund in eurem Fall tatsächlich so eine Bedrohung ist, würde ich da auf jeden Fall Polizei/Ordnungsamt oder ähnliches einschalten! Es geht ja nicht nur um sämtliche Nachbarhunde… das nächste Mal gefällt ihm vielleicht nicht, wie das Kind von nebenan guckt…
lieben Gruß
Aj