Hallo René,
Im Übrigen fällt der Satz, der in dem angeführten Artikel
genannt ist, unter Verwendung „nationalsozialistischer
Symbole“. Mich erstaunt, dass der Thread noch nicht
geschlossen ist.
Wieso verbieten wir eigentlich nicht die deutsche Sprache?
Oder noch praktischer: das Alphabet!
Ist es wirklich so sinnvoll, Symbole und Ausdrücke zu
verbieten?
Ich habe hier auch meine Zweifel, denn ein Verbot von Symbolen und reinen Sätzen wird keine Gesinnung ändern. Wir werden auch akzeptieren können - auch müssen - dass auch in unserem Land immer eine rechter Bodensatz bestehen bleibt. Die Frage, die sich stellt ist lediglich, wie und in welchem Umfang diesen Gruppen ihr Treiben erlaubt wird.
Dass Berlin zittert, wenn Paul Spiegel etwas fordert, ist längst ersichtlich. Zwar gibt es keine braune Gesinnung - hoffe ich mal - aber wenn Spiegel hustet hat man im Bundestag offenbar eine Sekunde später statt weisser Unterwäsche braune Unterwäsche. Kinder geben dasselbe in die Windeln.
Sicherlich waren diese Maßnahmen direkt nach Ende des
Naziregimes
angemessen, bzw. erschienen den damals Verantwortlichen als
ein
Mittel, derartiges für die Zukunft zu verhindern. Auch gewisse
Daten und Fakten mußten vor der Verklärung bewahrt werden.
Aber kann man Wahrheit wirklich per Gesetz deklarieren? Da hab
ich meine Zweifel. Ein Gesetz, daß mir z.B. Geschichtsdaten
aufzwingt, ohne die Möglichkeit der Hinterfragung, ohne gleich
in den Ruf eines Verleumders oder Revisionisten zu kommen,
scheint
mir nicht wirklich hilfreich.
Dies ist wohl nur eine Besonderheit der Deutschen, die sich seit Jahrzehnten statt mit der Geschichte auseinander zu setzen in die finanzielle Knechtschaft kneten lassen. Ich habe meine Zweifel, ob die derzeit fast täglichen neuen Gedenkfeiern und die Reden des Herrn Spiegel über die Deutschen als Antisemiten noch jemand ernsthaft interessiert.
Auch die Versuche, immer wieder, wann immer ein Deutscher irgendwo auf der Welt etwas wird oder tut, sofort das 3. Reich zu bemühen ist mit ein fragwürdiger Vorgang, der aus meiner Sicht eher dazu dient, dass die Geschichte bis 1945 immer mehr ausgeblendet wird.
Es spricht auch nicht für die Stärke eines Staates, wenn er
solche
Angst vor seinen Bürgern hat, daß er ihnen das selbständige
Denken
mittels StGB abnimmt.
Dieser Staat hat keine Angst vor seinen Bürgern. Er hat auch keine Angst vor den Rechten. Dieser Staat hält - vor allem unter rot-grün - das Thema Rechte so weit oben, weil nur so diverse finanzielle Zugaben gerechtfertigt werden können.
Auch die unsinnige Handhabung zu „Mein Kampf“ ist meines
Erachtens
schlichtweg lächerlich. Zumal der Inhalt zuerst lach-, dann
schlaf-
fördernd wirkt. Wovor wir da bewahrt bleiben sollen, ist mir
nie
ganz klar gewesen.
Da stimme ich Dir zu. Andererseits sollte man nicht übersehen, dass es natürlich immer Menschen geben wird, die „Mein Kampf“ so lesen wollen, wie es Hitler ausgesagt hat. Dies ist aber auch bei anderer Literatur der Fall.
Ich habe von einer großen in den USA bestehenden Gemeinschaft ein Buch erworben, um mal selbst mir ein Bild zu machen, was da verbreitet wird. Dieses Buch habe ich nach dem Lesen verbrannt. Ich war der Meinung, dass ich deises Buch nicht in fremde Hände geben kann, wenn ich keine Sicherheit habe, dass jemand nicht glaubt, was dort steht.
Ich würde aber niemand empfehlen diesen Weg zur Klärung zu gehen, denn immerhin habe ich fast drei Jahre und die Hilfe der Justiz beötigt, um mich der - auch nächtlichen Terroranrufe - zu erwehren. Ähnlich dürfte es mit „Mein Kampf“ sein. Wobei ich mich schon oft frage, woher eigentlich einige ihre Kenntnisse haben, die über den Inhalt von „Mein Kampf“ sich äussern.
Dass unter Schily gerade der Besitz von „Mein Kampf“ als Tatsache gewertet wird, dass jemand dieses Buch nur besitzen oder gelesen haben kann, wenn er Nazi ist, führt meinerseits zu dem Verdacht, dass quer durch alle Parteien durch Kenntnis dieser Schrift zahlreiche Abgeordnete „Mein Kampf“ zumindest gelesen haben. Was also wäre die mögliche Konsequenz ?
Man wird wohl nicht behaupten wollen, dass nur Abgeordnete sich informieren und der Normalbürger zu dumm ist, sich zu informieren.
Hier gebe ich Dir recht. Unsere derzeitige Regierung hält die Bürger für dumm .
Gruss Günter