Arbeit mit 57!

Hallo liebe arbeitssuchende Mitmenschen,

lasst Euch nicht entmutigen auf dem Weg der Arbeitssuche.
Ich hatte es nicht geglaubt, doch ich habe nach langer Zeit eine Arbeit gefunden.

Ende Januar/anfang Februar diesen Jahres bewarb ich mich im Interet bei einem großen Konzern für eine Tätigkeit als Call Center-Agent
(Bestellannahme).
Eine Woche später bekam ich per EMail die Atnwort, z.Zt. werde niemand mehr gebraucht, doch sie würden sich melden wenn Bedarf bestehe.
Ich glaubte, an alles doch nicht daran, dass die Firma sich nochmal meldet.
Irrtum!!!

Anfang August meldeten sie sich wieder.
Langer Rede - kurzer Sinn - heute habe ich einen neuen Job.
Bin sehr glücklich darüber.
Ich hätte nie gedacht, dass ich mit meinen 57 Jahren,(keinen erlernten Beruf,Sohn bekommt die Ausbildung,Tochter heiratet sowieso)
nochmal eine Möglichkeit bekomme, ins Berufsleben reinzukommen.

OK, es ist nicht einfach, von jetzt auf gleich, ( fünf Jahre ohne Job) eine Arbeit anzunehmen, Schichtarbeit zu leisten und nicht zu wissen, wer den Hund betreut wenn man sieben Stunden arbeiten muss, insgesammt 8 3/4 Std., mit Hin-und Rückweg weg ist. Wer hat einen Tipp für die Hundebetreuung???
Doch was soll ich machen?
Ich bin froh eine Arbeit zu haben, froh wieder unter Menschen zu sein.

Doch ich wollte Euch nicht von meinen Problemen erzählen, sondern von meiner Freude, einen Job zu haben.
Also liebe Jobsuchende/er - gebt nicht auf!!!

Dann, wenn man nicht mehr daran denkt - kommt die Arbeit - Ihr müsst sie nur annehmen, auch wenn Ihr Kompromisse eingehen müsst.

Ich wünsche Euch alles Gute und bald, so wie mir, einen neuen Job!!!

Viele liebe Grüsse
Lore

Wer hat einen Tipp für die Hundebetreuung???

Zuverlässiges Nachbarkind oder Rentner(in)

Gruß Joku

Hallo Lore,

*grins* herzlichen Glückwunsch, dann wirst Du also auch zum Call-Girl :wink: War ich auch mal ne Weile.
Ist von allen Jobs aus dieser Kategorie wohl mit Sicherheit der aller-angenehmste und gerade Annahme von Bestellungen ist da das Glückslos. Denn die Leute rufen ja bei Dir an und wollen was von Dir haben :wink: Und wenn’s ne gute Firma ist, haben die eh alles auf Lager, ergo freuen sich die Leute noch mehr, wenn Du sagen kannst, dass sie den Kram schon bald in Händen halten dürfen.

Allerdings muss ich auch gestehen, dass es als Neuling ein recht stressiger Job ist: Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Grossraumbüro sitzen wo alle 40 Kollegen um Dich rum auch am telefonieren sind :wink: Dazu kommen dann manchmal Leute, die sehr undeutlich oder leise reden, was es wirklich zum Teil schwer verständlich macht.
Und nebenher musst Du ja den Kram in den Computer eingeben - da war’s bei uns sehr lästig, dass das Programm alle Eingaben in einer bestimmten Reihenfolge wollte. Und natürlich sagt Dir jeder Kunde seine Zahlen (Kundennummer, Bestellnummer, Anzahl) in ner anderen Reihenfolge, aber keiner so wie’s das Programm gerne hätte. Das heisst, Du musst dann immer nebenher am PC noch ein wenig improviersieren.
Nothilfe: Zettel und Papier, alle Zahlen aufschreiben, dem Kunden erzählen, dass das System grad gewartet wird und Du leider keinen Zugriff hast ob die Teile am Lager sind, und dann Telefon abstellen und anschliessend eintippen :smile:

Nervig ist’s auch, wenn sich die Leute beschweren und nicht kapieren, dass Du rein gar nix für sie tun kannst, ausser an den Kundendienst zu verweisen.

Übrigens: kleine Anekdote am Rande. 90% der Leute ahnen nicht, dass sie in nem Callcenter rauskommen, sie erwarten praktisch im Hauptlager der entsprechenden Firma zu landen und meinen dann „na, dann schaun Sie halt im Lager nach“ oder „sie haben das x-Produkt doch bestimmt vorliegen, wie sieht das denn aus?“. Ist natürlich klasse, wenn man selber nur den Katalog hat :wink:

OK, es ist nicht einfach, von jetzt auf gleich, ( fünf Jahre
ohne Job) eine Arbeit anzunehmen, Schichtarbeit zu leisten

Das ist klar - die Umstellung ist hart. Aber da hilft nix, und Du kommst auch da durch.

und nicht zu wissen, wer den Hund betreut wenn man sieben
Stunden arbeiten muss, insgesammt 8 3/4 Std., mit Hin-und
Rückweg weg ist. Wer hat einen Tipp für die Hundebetreuung???

Wie selbstständig ist der gute denn? Sprich, könntest ihn alleine lassen? Oder gibt es Nachbarskinder, die ihn versorgen könnten? Und gar niemand im Familien- oder Freundeskreis, der Dir das abnehmen könnte?

Ich bin froh eine Arbeit zu haben, froh wieder unter Menschen
zu sein.

*kicher* Menschen hast Du bei dem Job mehr als genug :wink:

sondern von meiner Freude, einen Job zu haben.

Danke für Deinen Bericht und - wie man hier sagt - en guäte Start.

*wink*

Petzi

Hallo Ralf,

da siehst Du mal, was die Freude aus einem macht wenn man einen neuen Job bekommt.

Aber die ersten Wochen waren so vollgepackt mit Schulungen, dass ich den ersten Artikel völlig vergessen habe.
Danke für’s aufmerksam machen.

Eventuell kommt da doch schon das Alter, oder doch die Krankheit, die mit dem grossen A… beginnt durch? Ich hoffe doch nicht.
Um allen Schimpfern vorweg zu kommen, ich mache hier wirklich keine Witze über Krankheiten, sondern is’ nur so’n blöder Spruch.
Also nichts für Ungut.

Gruss Lore

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